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Frugalismus – typische Fallbeispiele
Eine typische Fragestellung unter Frugalisten lautet: Wie viel Kapital brauche ich, um mit 40 in Rente zu gehen? Doch diese ist nur eine von vielen denkbaren Fragen rund ums Thema Frugalismus. Anhand der drei folgenden Beispielfragen lassen sich die wesentlichen Aspekte der Berechnungen gut erfassen. Dabei wird jeweils unterstellt, dass die Person der Einfachheit halber in einen ETF auf den MSCI World einzahlt und über den gesamten Betrachtungszeitraum eine durchschnittliche Rendite von 8,6 Prozent per anno erzielt wird (Quelle Deutsches Aktieninstitut, Stand Dezember 2023, Mittelwert über 20 Jahre). Für Auszahlungen wird jeweils die Kapitalertragsteuer samt Solidaritätszuschlag und ohne Kirchensteuer unterstellt, die sich auf 26,375 Prozent beläuft. Auch der Sparerfreibetrag von…
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Was ist die 4-Prozent-Regel?
Wer früher aus dem Arbeitsleben aussteigen will, steht schnell vor der Frage, wie viel Geld er eigentlich für die finanzielle Freiheit ansparen müsste. Wissenschaftler des Trinity College in den USA beschäftigten sich bereits 1998 mit dieser Thematik. Das Ergebnis in vereinfachter Form: Wer das 25-Fache seiner jährlich benötigten Ausgaben angespart hat, kann in den Ruhestand gehen. Die Begründung: Liegt die spätere Entnahmerate bei höchstens vier Prozent, reicht das angesparte Vermögen mindestens 30 Jahre. Für dieses Ergebnis hatten die Forscher zahlreiche 30-Jahres-Zeiträume und den Kursverlauf eines Portfolios mit je 50 Prozent US-Aktien und Anleihen ausgewertet. Benötigen Sie also beispielsweise monatlich 2.000 Euro für den Lebensunterhalt, müssten Sie 600.000 Euro auf der…
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Wie legen Frugalisten ihr Geld an?
Eine hohe Sparquote ist das Rüstzeug auf dem Weg zum Ausstieg aus dem Vollzeitjob, doch damit allein ist es nicht getan. So wollen Frugalisten ihr Geld zum einen möglichst gewinnbringend anlegen, damit bis zum Einstieg in den Ausstieg aus dem Arbeitsleben genug Kapital bereitsteht. Zum anderen achten sie darauf, dass die Kosten der Geldanlage sich in Grenzen halten. Um beide Ziele zu erreichen, setzen viele von ihnen bevorzugt auf kostengünstige ETFs. Diese börsengehandelten Indexfonds bieten je nach Anlageklasse eine breite Streuung über diverse Aktien oder Anleihen aus verschiedenen Regionen oder Branchen und punkten zudem mit sehr niedrigen Kosten. Auch in puncto Depot-Auswahl achten Frugalisten auf die Gebühren und bevorzugen kostengünstige…
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Wie sparen Frugalisten?
Im Vergleich zum deutschen Durchschnittssparer legt ein Frugalist sehr viel mehr Geld auf die hohe Kante: Liegt die durchschnittliche Sparquote privater Haushalte im Schnitt bei 11,3 Prozent des monatlichen Einkommens (Stand 2023, Quelle: Statista), beträgt sie bei Frugalisten mitunter 40 Prozent und deutlich mehr. Oliver Noelting etwa spart und 70 Prozent seines Einkommens. Dies schafft er unter anderem durch Fahrten mit dem Fahrrad zur Arbeit, Reparatur oder Ersatz von Haushaltsgegenständen durch Gebrauchtes. Zudem wohnt er mit seiner Lebensgefährtin und seinen beiden Töchtern in einer kleinen Wohnung und verzichtet auf Restaurantbesuche. Wer als Frugalist also beispielsweise netto 2.500 Euro zur Verfügung hat, steckt bei einer Sparquote von 50 Prozent jeden Monat…
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Frugalismus – der Weg zu finanzieller Freiheit
Den Vollzeitjob hinter sich lassen können oder zumindest problemlos in Teilzeit arbeiten können, ohne dass es finanziell eng wird – wer hat davon nicht schon das eine oder andere Mal geträumt? Dass dies machbar ist, beweisen Frugalisten wie zum Beispiel Oliver Noelting, der als führender Kopf für diesen Lebensentwurf gilt und die Webseite www.frugalisten.de samt Blog betreibt. Aus dem Nichts kommt diese Freiheit jedoch nicht, denn sie setzt zunächst konsequentes Sparen und auch im Alltag Disziplin voraus. Wie sieht der Weg zur finanziellen Freiheit aus, was bedeutet Frugalismus eigentlich und was unterscheidet das Konzept vom Minimalismus? Die wichtigsten Aspekte rund ums Thema im Überblick. Was bedeutet Frugalismus? Wie lautet eigentlich…
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Steigende Beiträge
Doch nicht für jeden ist ein Wechsel von der PKV zur GKV sinnvoll und zu empfehlen. Liegt ihr Gehalt etwa deutlich über der Jahresarbeitsentgeltgrenze von 2024, müssten Sie auf viel Lohn verzichten, um zurück in die gesetzliche Krankenversicherung zu kommen. Selbstständige, deren Geschäft gut läuft, wollen sich sicher nicht festanstellen lassen, um raus aus der privaten Krankenversicherung zu kommen. Ein solcher Schritt will wohlüberlegt sein, zumal Sie in der gesetzlichen Kasse nicht automatisch niedrigere Beiträge zahlen. Von einer spürbaren finanziellen Entlastung profitieren Sie in der Regel erst im Ruhestand, wenn Ihr Einkommen deutlich geringer ausfällt. Im fortgeschrittenen Alter ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung jedoch schwierig und führt nicht…
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Wenn die Kasse die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung verweigert
Wer von der privaten zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln möchte, bekommt – zumindest im fortgeschrittenen Alter – oft ein kategorisches Nein zu hören. “Betroffene sollten sich aber nicht mit einer telefonischen Absage abspeisen lassen”, rät Rechtsanwältin Schörnig. “Sie haben immer Anspruch auf einen schriftlichen Bescheid.” Lehnt die gesetzliche Krankenversicherung den Aufnahmeantrag ab, können Sie den Bescheid von unabhängigen Fachleuten überprüfen lassen. Verweigert die gesetzliche Krankenversicherung die Rückkehr in die Solidargemeinschaft zu Unrecht, sollten Sie innerhalb eines Monats schriftlich Widerspruch einlegen. Im Falle einer erneuten Ablehnung können Sie vor dem Sozialgericht Klage einreichen. Ihre Erfolgsaussichten besprechen Sie am besten mit einem Fachanwalt für Sozialrecht. Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung: Biallo…
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Vorsicht Betrüger
Steigen im Alter die Beiträge stark an, wollen viele raus aus der privaten Krankenversicherung. Doch den geplanten Wechsel von der PKV zurück zur dann günstigeren GKV, lehnen die Kassen häufig ab. Die Verzweiflung der Abgewiesenen machen sich auch Betrüger zunutze. Sie werben im Internet damit, Rentner und Rentnerinnen über ein gesetzliches Schlupfloch zurück in die gesetzliche Krankenversicherung zu holen. Das ARD-Magazin Plusminus zeichnete ein telefonisches Beratungsgespräch auf, in dem Senioren angeboten wird, für sie ein Gewerbe in einem osteuropäischen Land zu eröffnen, um sich zurück in die GKV zu mogeln. Natürlich gegen ein üppiges Honorar von über 10.000 Euro. Ein Umzug ins Ausland sei nicht nötig. Der Deal: Wer ein…
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Über 55 Jahre
Privatversicherte, die bereits 55 Jahre oder älter sind, können kaum noch von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Der Gesetzgeber hat die Regeln immer wieder verschärft, um zu verhindern, dass Gutverdienende sich in jungen Jahren günstig privat versichern und im Alter, wenn Behandlungskosten und Beiträge steigen, den gesetzlichen Krankenkassen zur Last fallen. Den Wenigsten ist jedoch bewusst, dass die Privatversicherung im Alter zur Einbahnstraße werden kann. “Über 55-Jährige können nicht so einfach zurück in das gesetzliche Solidarsystem”, warnt der Stuttgarter Verbraucherschützer Grieble. “Selbst wenn sie arbeitslos werden oder weniger verdienen, bleibt der Weg zurück versperrt.” Die Hürden sind hoch. Die Kassen listen detailliert auf, wen sie nicht mehr als…
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Ausland oder Karriereknick?
Alle anderen Wege zurück in die gesetzliche Krankenversicherung sind noch beschwerlicher und eher als Härtefallregelungen zu verstehen. Wer sich arbeitslos meldet und mindestens einen Monat Arbeitslosengeld bezieht, rutscht wieder in die gesetzliche Pflichtversicherung. Bei Selbstständigen ist dies jedoch kein Automatismus, denn sie haben nur Anspruch auf Arbeitslosengeld, sofern sie freiwillig in die gesetzliche Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben. Zudem müssen sie ihr Geschäft komplett aufgeben. Dieser drastische Schritt kommt für die Wenigsten in Frage. Für Ältere funktioniert der Wechsel von der PKV zur GKV über den Umweg Arbeitsamt nicht. Der Grund ist offensichtlich: Die Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse soll Beschäftigte absichern, die ihren Job verlieren und ist nicht als Hintertür gedacht,…