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Indien: Aufstieg eines wichtigen wirtschaftlichen und geopolitischen Akteurs inmitten schwieriger struktureller Risiken
Trotz nachlassender Dynamik bleiben die langfristigen Wachstumsaussichten gut. Geringe Auslandsverschuldung, eine solide Zahlungsbilanz und andauernde politische Stabilität unter PM Modi tragen zu einer guten Einstufung des mittel- bis langfristigen politischen Risikos bei. Neben den schwachen öffentlichen Finanzen kämpft Indien mit großen strukturellen Herausforderungen wie dem Klimawandel, hoher Jugendarbeitslosigkeit und fehlenden Investitionen in Gesundheit und Bildung. Den regionalen und globalen Einfluss zu stärken und von den Verschiebungen im Welthandel zu profitieren, wird weiterhin eine außenpolitische Priorität sein. Kurzfristig nachlassende Wirtschaftsdynamik, langfristig starke Wachstumsaussichten Seit dem Ende der Covid-19-Pandemie ist Indien auf einen steilen Wachstumspfad zurückgekehrt. Das durchschnittliche Wirtschaftswachstum schwankt um etwas mehr als 7 % – die höchste Wachstumsrate unter den…
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Mongolei: Aufwertung des mittel- bis langfristigen politischen Risikos in Kategorie 6/7 dank sukzessiver makroökonomischer Verbesserungen
Seit dem Beinahe-Staatsbankrott im Jahr 2017 haben sich die makroökonomischen Fundamentaldaten der Mongolei schrittweise verbessert. Die öffentlichen Finanzen sind gesünder und die außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte und schuldenbedingten Anfälligkeiten sind zurückgegangen. Die mongolische Auslandsverschuldung ist unverändert hoch und es droht Gegenwind von einem stärkeren US-Dollar, höheren globalen Zinssätzen und schwächerer Nachfrage aus China. Dennoch werden die Perspektiven des Landes von positiven Aussichten für den Mineralienexport, höherer Kupfernachfrage aus China und politischer Kontinuität gestärkt. Credendo hat das mittel- bis langfristige politische Risiko der Mongolei in Kategorie 6/7 aufgewertet. Die Mongolei befindet sich in schwierigem Fahrwasser, seit sie im Frühling 2017 von multilateralen und bilateralen Gläubigern gerettet wurde, um einen Staatsbankrott abzuwenden. Während die…
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Uganda: Erschließung von Ölfeldern dürfte Verbesserung der wirtschaftlichen Fundamentaldaten herbeiführen
2006 wurden in Uganda große Ölreserven entdeckt. Der Förderbeginn ist für Ende 2025 geplant. Die Erdölförderung dürfte erhebliche positive Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum und Ugandas haushaltspolitische und außenwirtschaftliche Position haben. Verzögerungen beim Förderbeginn sind nicht unwahrscheinlich und würden das Eintreten dieser positiven Auswirkungen hinausschieben. Die Folgen des Klimawandels, Kürzungen staatlicher Hilfsgelder und regionale Instabilität bilden Abwärtsrisiken. Steht Beginn der Ölförderung im Becken des Albertsees kurz bevor? 2006 kam es im ugandischen Öl- und Gassektor zu bedeutsamen Entwicklungen, als bei Erkundungsarbeiten im Becken des Albertsees mehrere Ölfelder gefunden wurden, darunter Mputa, Kingfisher und Tilenga. Nach einer Auswertung werden die ugandischen Rohölreserven auf 6,5 Milliarden Barrel geschätzt, wovon 2,2 Milliarden als förderbar…
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US-Außenpolitik unter Trump beeinflusst geopolitische Risiken
Die außenpolitische Neuausrichtung der USA begünstigt autoritäre Politik und ein Ende der Kooperation. Trumps isolationistische und transaktionale Politik wird weitreichende Auswirkungen auf geopolitische Risiken von der Ukraine über den Nahen Osten bis nach Asien haben. Die Rivalität zwischen den USA und China bedroht Asien mit zahlreichen potenziellen Konfliktrisiken, einem erodierenden Sicherheitsengagement der USA und der Entstehung neuer geopolitischer Blöcke. Erwarteter Anstieg der Militärausgaben der US-Verbündeten zur Kompensation der Unsicherheit über die Sicherheitsgarantien der USA. China dürfte einer der Nutznießer der angeschlagenen Glaubwürdigkeit der USA sein, während das Schicksal der EU in hohem Maße von ihrer Geschlossenheit, ihrer Verteidigungsfähigkeit und ihrer Innovationskraft abhängt. Die Werte der MAGA-Bewegung verändern die Außenpolitik der…
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Vietnam: US-Handelskrieg bedroht vietnamesische Erfolgsgeschichte
Die starke Wirtschaftsleistung und Resilienz des vergangenen Jahrzehnts verdankt Vietnam dem Produktionssektor und Güterexport. Die makroökonomischen Fundamentaldaten geben insgesamt ein starkes Bild ab, doch die Währungsreserven liegen leicht unter dem tragfähigen Niveau. Hohe Risiken für Vietnams Rolle in Lieferketten ergeben sich aus US Importzöllen, Maßnahmen gegen chinesische Güter, die US-Zölle umgehen, sowie dem Druck aus den USA, die Beziehungen zu China zu beenden. Das Wirtschaftsmodell des Landes, das von den Beziehungen zu den USA und China geprägt wird, offenbart angesichts der US-chinesischen Rivalität seine Anfälligkeit und erfordert eine zunehmende Diversifizierung der Handelspartner. Vor dem Hintergrund eines von großen Herausforderungen geprägten Ausblicks bleiben Credendos Bewertungen des politischen Risikos einstweilen unverändert. Makroökonomische…
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Sambia: Aufwertung des mittel- bis langfristigen politischen Risikos in Kategorie 6/7
Auf einen Blick Nach einer tiefen Finanzkrise und einer verheerenden Dürre sind die wirtschaftlichen Aussichten wieder günstiger. Sambias Resilienz beruht auf beträchtlichen Leistungsbilanzeinnahmen, einer starken Politik sowie lang erwarteten Fortschritten bei der Schuldenrestrukturierung und Wiederherstellung des Investoreninteresses. Bedeutende Risiken sind unter anderem Klimaschocks, nachteilige Veränderungen des Kupferpreises sowie ein Nachlassen der Haushaltsdisziplin oder der Reformdynamik im Vorfeld der Wahlen im Jahr 2026. Credendo hat das mittel- bis langfristige politische Risiko Sambias von Kategorie 7/7 auf 6/7 aufgewertet. Pro Beständiger Übergang zur Demokratie und begrenztes Risiko politischer Gewalt (Kategorie 3/7) Reichtum an Mineralien und Bergbauerzeugnissen (Kupfer, Kobalt, Nickel, Mangan, Uran, Gold, Diamanten) Bedeutende landwirtschaftliche Produktion und großes touristisches Potenzial (Naturschutz) Kontra…
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Energie am Scheideweg: Wohin steuern die USA?
Auf einen Blick US-amerikanische Solar- und Windenergieentwickler stehen vor einer Sturmfront aus politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Andere Bereiche der sauberen Energie verzeichnen eine bessere Entwicklung, insbesondere aufgrund der steigenden Stromnachfrage für Rechenzentren, was wiederum Innovationen fördert. Nach aktuellen Prognosen werden fossile Brennstoffe bis 2030 für immer noch mehr als 50 % der Energieversorgung der Rechenzentren in den USA sorgen. Der Einsatz erneuerbarer Energien könnte eine effektive Maßnahme zur Eindämmung des Strompreisanstiegs in den USA darstellen. Verschlechtertes Klima für US-amerikanische Wind- und Solarenergieentwickler An seinem ersten Tag als Präsident erließ Donald Trump eine Durchführungsverordnung, mit der er neue Genehmigungen für Windparks aussetzte. Einige Monate später ließ er mit dem „One…
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China: Schwache Binnennachfrage, geopolitische Spannungen und ein anhaltender Handelskrieg dürften Konjunkturabschwächung beschleunigen
Auf einen Blick Starke, wenngleich nachlassende Exportergebnisse tragen in diesem Jahr zu einem offiziellen BIP-Wachstum von nahezu 5 % bei. Hohe US-Handelszölle, geopolitische Spannungen, anhaltend schwache Binnennachfrage und eine abflauende Weltkonjunktur verschlechtern Chinas Aussichten. Ein Handelsabkommen zwischen den USA und China wäre zwar möglich, bliebe aufgrund der strategischen Rivalität jedoch von Volatilität und Unsicherheit geprägt. Chinas weltweites Ansehen sowie Exporte und Investitionen in den globalen Süden werden von der aggressiven und transaktionalen US-Außenpolitik profitieren. Die Länderrisikobewertungen bleiben in absehbarer Zukunft unverändert. Pro Politische und innere Stabilität Hohes Staatsvermögen Hoch entwickelte Hightech-Branche und Weltmarktführer in Clean-Tech-Handelsketten Kontra Konfliktgeladene Rivalität mit den USA Hohe Staatsverschuldung Bevölkerungsrückgang Staatsoberhaupt und Generalsekretär der…
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Nigeria: Sind die Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung von Dauer?
Auf einen Blick Die von Präsident Tinubu eingeleiteten Reformen zur makroökonomischen Stabilisierung zeigen erste Wirkung, trotz anfänglicher Belastung. Der Naira hat sich nach der Wechselkursliberalisierung stabilisiert, die Inflation beginnt zu sinken. Finanzreformen sollen strukturelle Schwächen wie niedrige Steuereinnahmen beheben, doch bleiben erhebliche Lücken bestehen. Sicherheitsrisiken, hohe Schuldendienstkosten und die anhaltende Abhängigkeit vom Öl halten Nigeria in der Kategorie „hohes Risiko“. Pro Bevölkerungsreichstes Land Afrikas Erhebliche Öl- und Gasreserven Enormes Potenzial in den Bereichen Landwirtschaft und Bergbau Blühender Dienstleistungssektor in Lagos, z. B. Finanztechnologien, digitale Infrastruktur, Film usw. Begrenzte Staatsverschuldung Kontra Hohe Abhängigkeit vom volatilen Kohlenwasserstoffsektor Unzureichende Infrastruktur Hohe Arbeitslosigkeit und steigende Armutsraten Mehrere Brennpunkte gewalttätiger Konflikte Staats- und Regierungsoberhaupt Präsident…
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Die Vorherrschaft des Dollar: stark oder schwindend?
Auf einen Blick Der US-Dollar bleibt sowohl in der Handelsfinanzierung als auch in den weltweiten internationalen Reserven die unangefochtene Leitwährung. Zu den Herausforderungen für den US-Dollar zählen die Verschlechterung der öffentlichen Finanzen und die Politik der Trump-Regierung. Trotz starker Institutionen benötigt die Eurozone mehr Einheit und geopolitische Stärke, um den Euro zu einer dominierenden Währung zu machen. Der chinesische Renminbi hat eine rasante Internationalisierung erlebt und wird seine globale Rolle weiter ausbauen, bleibt jedoch weiterhin unter der strengen Aufsicht der chinesischen Behörden. Jüngste Entwicklungen – darunter der starke Anstieg der US-Zölle, das Mar-a-Lago-Abkommen, die rasche Einführung von Stablecoins und Chinas Bemühungen um die Internationalisierung des Renminbi – haben die…