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Credendo erwartet keine extremen politischen Maßnahmen nach Machtwechsel in Kolumbien
Am 19. Juni wurde Gustavo Petro, ein extrem linker Ex-Guerilla, zum Präsidenten Kolumbiens gewählt. Petro schlug Rodolfo Hernández, einen rechtsextremen Kandidaten, mit 50,5 % der Stimmen und einem kleinen Vorsprung von 3 Prozentpunkten. Petro wird das Amt des Präsidenten am 7. August übernehmen, wenn der rechtsgerichtete amtierende Präsident Iván Duque zurücktritt. Darüber hinaus wird am selben Tag die gewählte Vizepräsidentin Francia Marquez, eine Umweltaktivistin, Geschichte schreiben, indem sie Kolumbiens erste schwarze Vizepräsidentin wird. Petro wird der erste linke Präsident des Landes, da seit einem Jahrhundert Mitte-Rechts- und konservative Präsidenten das Land regiert haben. Daher stellt der Wahlsieg des linken Kandidaten Petro aus Sicht des europäischen Kreditversicherers Credendo einen deutlichen Bruch…
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Credendo stuft Rating für Oman herauf
Der europäische Kreditversicherer Credendo hatte das mittel- bis langfristige politische Risikorating Omans zwischen 2013 und 2020 viermal herabgestuft, von Kategorie 2 auf die zweitniedrigste Kategorie 6. Aufgrund der Abhängigkeit des Landes vom Öl- und Gassektor führte der Ölpreisverfall 2014 zu einer raschen Verschlechterung der Finanz- und Wirtschaftsindikatoren. Der Staat hat zwischen 2014 und 2019 keine nennenswerten Reformen zur Anpassung an die niedrigeren Ölpreise durchgeführt, was ab 2015 zu wiederkehrenden Zwillingsdefiziten führte. Die Finanzierung dieser Defizite führte wiederum zu einer raschen Verschlechterung der Staatsfinanzen und der Auslandsverschuldung. So ist beispielsweise die Staatsverschuldung von 4,6 % des BIP im Jahr 2014 auf 60,5 % im Jahr 2019 angeschwollen. Der Covid-19-Schock und die…
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Upgrades überwiegen beim Geschäftsumfeldrisikorating von Credendo
Im Rahmen seiner regelmäßigen Überprüfung der Risikoklassifizierungen für das Geschäftsumfeld hat der europäische Kreditversicherer Credendo 24 Länder hoch- und 9 Länder herabgestuft. Trotz der Eintrübung des globalen wirtschaftlichen Umfelds und der Aussichten überwiegen weiterhin Heraufstufungen – was die allmähliche Umkehrung der Herabstufungen im Zusammenhang mit Covid-19 für tourismusabhängige Volkswirtschaften in Lateinamerika und den Vorteil hoher Rohstoffpreise für rohstoffexportierende Länder widerspiegelt. Zahlreiche Upgrades gibt es in der Karibikregion. Endlich erholt sich das Wirtschaftswachstum dort. Im Jahr 2020 führte ein dramatischer Rückgang der Touristenankünfte zu tiefen Rezessionen, da die entscheidende Tourismusaktivität auf den meisten karibischen Inseln leicht 70 % des BIP ausmacht. Seit der zweiten Hälfte des Jahres 2021 haben sich die…
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Credendo passt Rating für politisches Risiko für zehn Länder an
Der europäische Kreditversicherer Credendo hat die Ratings für das kurzfristige politische Risiko für zehn Länder angepasst. Auf einer siebenstelligen Skala gibt es fünf Upgrades: Äthopien (von 7 auf 6), Barbados (von 4 auf 3), Belize (von 4 auf 3), Griechenland (von 2 auf 1) und San Marino (von 2 auf 1). Downgrades gibt es ebenfalls für fünf Länder: Georgien (von 4 auf 5), Nordmazedonien (von 2 auf 3), Sri Lanka (von 6 auf 7), Tansania (von 3 auf 4) und Tunesien (von 5 auf 6). In Äthopien war der Konflikt zwischen der Regierung von Premierminister Abiy Ahmed und der Tigray People’s Liberation Front (TPLF) im November letzten Jahres eskaliert, als…
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Credendo sieht Risiken in Ghana durch hohe öffentliche Verschuldung
Der europäische Kreditversicherer Credendo sieht eine Erholung der Wirtschaftstätigkeit in Ghana seit 2021 und erwartet dank starker globaler Rohstoffmärkte ein BIP-Wachstum in diesem Jahr von voraussichtlich 5,2 %, während die Leistungsbilanzeinnahmen ziemlich hoch bleiben dürften. Dennoch dürfte die Regierung bei der Finanzierung ihres Staatshaushalts unter Druck stehen, da sich die Schuldenanfälligkeit seit Anfang 2022 weiter verschlechtert hat. Im Mai bestätigte der IWF, dass die ghanaische Regierung keinen Programmantrag gestellt hat, um ihren unmittelbaren Finanzierungsbedarf zu decken. Credendo betrachtet Ghana seit der Entstehung seiner Mehrparteiendemokratie Anfang der 1990er Jahre als eines der stabilsten Länder der Region. Eine wichtige Schwäche des demokratischen Prozesses in Ghana sind jedoch die lockeren Wahlausgaben und kostspieligen…
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Credendo sieht große Verwerfungen im Energiesektor
Die russische Invasion der Ukraine hat die Produktion in vielen verschiedenen Branchen gestört, sich durch die Lieferketten ausgebreitet und zu großen Preissteigerungen geführt, während das Unglwichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zugenommen hat. Zu diesem Schluss kommt der europäische Kreditversicherer Credendo. Demnach ist der Energiesektor einer der am stärksten betroffenen Sektoren mit wohl auch mittel- bis langfristigen Folgen. Da Russland rund 16 % des weltweiten Erdgases und 11 % des Öls liefert, wird die globale Energieversorgung durch internationale Sanktionen gegen russisches Öl und Gas und freiwillige Verschiebungen der Nachfrage gestört. Während die USA und Großbritannien als erste Länder die Öl- und Gasimporte aus Russland schrittweise untersagten, beschloss die EU im Mai,…
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Credendo erwartet positive Effekte durch Euro-Einführung in Kroatien
Das kroatische Parlament hat dem Gesetz zur Vorbereitung der Einführung des Euro im Jahr 2023 mit überwältigender Mehrheit zugestimmt. Am 1. Juni haben dann die Europäische Kommission und die Europäische Zentralbank bestätigt, dass Kroatien bereit ist, den Euro ab dem nächsten Jahr einzuführen. Im Juli wird der Europäische Rat eine endgültige Entscheidung treffen. Der Kreditversicherer Credendo erwartet Zustimmung, auch wenn die hohe Inflation den Plan der Regierung, das "Konvergenzkriterium" der Preisstabilität zu erfüllen, erschwerte. Staatliche Maßnahmen mit wirtschaftspolitischen Anpassungen und die derzeit generell hohe Inflaltion in der Eurozone halfen Kroatien jedoch, das Ziel zu erreichen, 2023 der 20. Mitgliedsstaat der Eurozone zu werden. Die Abstimmung im kroatischen Parlament über die…
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Credendo sieht unklare Mehrheitsverhältnisse nach Wahlen im Libanon
Am 15. Mai fanden im Libanon Wahlen statt, die ersten seit dem finanziellen und wirtschaftlichen Zusammenbruch des Landes. Das Ergebnis zeigt ein zersplittertes Parlament. Keine Fraktion verfügt über genügend Sitze, um eine Mehrheit zu bilden. Die bisherige Regierungskoaltion unter Führung der Hisbollah hat ihre parlamentarische Mehrheit verloren. Sie verfügt nur noch über 62 von 128 Sitzen. Bisher waren es 72. Eine weitere wichtige Veränderung ist die Wahl von einem Dutzend unabhängiger Kandidaten. Der auf Exporte in Nicht-OECD-Länder spezialisierte Kreditversicherer Credendo befürchtet einen erneuten politischen Stillstand im Libanon. Erwartet werden langwierige Verhandlungen zur Bildung einer neuen Regierung. Die Reformen, die zur Gewährung eines möglichen Rettungspakets des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe…
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Credendo stuft Rating für Brasilien herauf
Der auf Exporte in Nicht-OECD-Länder spezialisierte Kreditversicherer Credendo hatte im Jahr 2016 das mittel- bis langfristige politische Risikorating Brasiliens in Anbetracht verschlechterter wirtschaftlicher Fundamentaldaten und einer Zunahme der finanziellen Risiken auf die 5 von 7 herabgestuft. Ein Rohstoffboom war zu Ende gegangen, was 2015-16 zu einer Rezession und dem Rückgang der Leistungsbilanzeinnahmen führte, während zugleich durch Korruptionsskandale auch eine Vertrauens- und politische Krise ausbrach. Seitdem sehen die Credendo-Länderanalysten eine deutliche Verbesserung der makroökonomischen Fundamentaldaten. Die politische Krise ist abgeklungen, es wurden notwendige Steuerreformen durchgeführt. Höhere Rohstoffpreise stützten die Wirtschaft. Infolgedessen haben sich die finanziellen Risiken deutlich verbessert, so dass der Kreditversicherer nun beschlossen hat, die größte lateinamerikanische Volkswirtschaft in die…
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Trotz höherer Rohstoffpreise sieht Credendo nur langsames Wachstum in Lateinamerika
Das Wirtschaftswachstum Lateinamerikas war im letzten Jahrzehnt eher gering. Es betrug zwischen 2011 und 2022 durchschnittlich 1,3 %, weniger als die Hälfte des Weltdurchschnitts von 3,2 %. Insbesondere seit dem Ende des Rohstoff-Superzyklus im Jahr 2014 verlangsamte sich das Wachstum nochmals auf magere 0,5 % von 2014 bis 2022, weniger als ein Fünftel des weltweiten BIP-Wachstums von 2,9 % im gleichen Zeitraum. Somit ist Lateinamerika seit 2014 die am langsamsten wachsende Region der Welt. Dies wird sich nach Einschätzung des Kreditversicherers Credendo auch in diesem Jahr kaum ändern. Erwartet wird zwar ein BIP-Wachstum von 2,5 %, dieses dürfte aber nur von den europäischen Schwellenländern unterboten, die wegen des Ukrainekriegs einen…