• Verbraucher & Recht

    Bauplatz frei

    Der Neubaubedarf in Deutschland liegt bei jährlich weit über 300.000 Wohnungen. Über deren Bezahlbarkeit entscheidet oft auch der hohe Baulandpreis. Dabei sind „Bauplätze“ in großer Zahl verfügbar: im Dachgeschoss oder auf dem Dach vieler Gebäude im Bestand. Darauf weist der Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein in Kiel hin. Wohnraumpotenzial im und auf dem Dach Die Nutzung des verfügbaren Potenzials in und auf dem Dach bietet viele Vorteile. Diese Bauplätze beanspruchen kein zusätzliches Bauland und ermöglichen die Schaffung von Wohnraum ohne Bodenversiegelung. Außerdem sind die „Bauplätze ganz oben“ grunderwerbssteuerfrei. Darüber hinaus können mit der Nutzung des Dachraums als Wohnflächen Mehrgenerationenhäuser entstehen – ein nicht zu unterschätzender sozialer Aspekt. Vor der Umsetzung des…

  • Energie- / Umwelttechnik

    Ist das Dach gegen alles versichert?

    Es klingt so einfach: Versicherungsvertrag unterschreiben und zurücklehnen. Die „Vollkasko-Mentalität“ vieler Hausbesitzer und Hausverwaltungen kann sich im Schadensfall rächen. Denn die Realität sieht anders aus: „Unsere Dachdeckerbetriebe sind nach Unwettern natürlich so schnell wie möglich bei betroffenen Hausbesitzern“, betont Jan Juraschek vom Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein in Kiel. „Doch die Gebäudeversicherer finanzieren nicht in jedem Fall ein neues Dach, wenn beim beschädigten Dach keine Vorkehrungen zur Schadensabwehr oder Schadensminderung getroffen wurden“. Die Obliegenheitspflichten beachten In allen Verträgen von Gebäudeversicherungen wird auf die Obliegenheitspflichten des Versicherungsnehmers hingewiesen. Das bedeutet, dass der Hausbesitzer bzw. die zuständige Hausverwaltung alle Vorkehrungen treffen muss, um Schäden an der versicherten Sache zu verhindern oder den Schadensumfang…

  • Verbraucher & Recht

    Hitzewelle unter dem Dach

    Die sommerlichen Hitzewellen kommen immer früher und werden immer extremer. Das ist Klimaerwärmung. Kann deshalb auf Wärmedämmung eher verzichtet werden? Ganz im Gegenteil. Gerade das sonst von den Menschen so heißgeliebte Dachgeschoss wird in vielen Gebäuden zur Sauna. Schuld daran kann auch eine nicht optimale Wärmedämmung sein. Denn Wärmedämmung ist auch Hitzeschutz. Jan Juraschek vom Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein, geht ins Detail: „Bei direkter Sonneneinstrahlung im Sommer können auf Dachflächen Temperaturen von 70o C und mehr gemessen werden“. Dagegen werden als angenehme Wohnraumtemperatur maximal 23-25o C empfunden. Nur wenige Zentimeter Dämmung für Höchstleistungen „Um diese Temperaturdifferenz von bis zu 45o C zu ermöglichen, steht im Dach oft gerade mal eine…

  • Bauen & Wohnen

    Nichts wie weg vom Haus

    Mensch und Natur freuen sich über einen leichten Sommerregen. Wenn Petrus allerdings die Schleusen öffnet, zeigt sich sehr schnell, ob die Dachentwässerung von Experten geplant oder eher dem Zufall überlassen wurde. „Ist das Dach von einem Fachbetrieb geplant und ausgeführt worden, wurde auch die Dachentwässerung korrekt dimensioniert, und Hausbesitzer können sich beruhigt zurücklehnen“, so Jan Juraschek vom Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein in Kiel. „Waren allerdings Heimwerker oder unqualifizierte Handwerker am Werk, drohen massive Schäden am Bauwerk“. Juraschek erklärt die Berechnung: Maßgeblich für die Dachentwässerung sind die DIN 1986-100 und DIN EN 12056. Nach diesen beiden Normen werden die Niederschlagswasser-Abführung und die damit verbundenen Dimensionen von Rinnen und Fallrohren bei der…

  • Energie- / Umwelttechnik

    Wenn die Klimaanlage auch blühen kann

    Die Wärmedämmung der Gebäudehülle gewährleistet im Winter eine Optimierung der Heizkosten. Und im Sommer sorgt die Dämmung in Verbindung mit einer Klimaanlage für ein angenehmes Raumklima. Beide Funktionen – den Wärmeschutz im Winter und den Hitzeschutz im Sommer – können Gebäudebegrünungen spürbar unterstützen. Und das ohne zusätzlichen Primärenergieeinsatz. Darauf weist der Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein hin. Grün dämmt Gründächer stellen eine zusätzliche Dämmschicht auf dem Dach dar – auch auf geneigten Dächern. Denn der mehrere Zentimeter dicke Aufbau von der unteren Abdichtung über die Drainage- und Substratschicht reduziert im Winter Wärmeverluste aus dem Gebäude. Im Sommer verhindert das begrünte Dach eine direkte Sonneneinstrahlung auf die eigentliche Dachfläche. Zusätzlich wird durch…

  • Bauen & Wohnen

    Voller Energie in die berufliche Zukunft

    Die zur Verfügung stehende Energie muss effektiv genutzt werden. Der Ausstieg aus der fossilen Energienutzung muss so schnell wie möglich vollzogen werden. Die Energiegewinnung muss neu gedacht – und gemacht – werden. Denn E-Mobilität und Künstliche Intelligenz (KI) benötigen immer mehr Energie. Energie ist also eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Was wie die Vorgaben für die weltweite Wirtschaftspolitik der Zukunft klingt, beschreibt gleichzeitig das Berufsbild und die Perspektiven des Dachdeckerhandwerks. Dieses Handwerk entwickelte sich vor rund 1.000 Jahren als ein Handwerk für den Wetterschutz gegen Wind und Regen. Spätestens mit der Ölkrise Anfang der 1970er Jahre wurde aus dem Dach-Handwerk ein Klima-Handwerk, als die ersten Solaranlagen auf Dächern montiert wurden. In…

  • Bauen & Wohnen

    Die Sonnenkraft auch künftig nutzen

    Die aktuelle weltpolitische Lage zeigt eindringlich, wie wichtig es ist, nicht mehr auf „importierte Energieträger“ angewiesen zu sein. Das Vorurteil „Solaranlagen – da profitiere ich doch nur im Sommer“, ist schon lange von gestern. Jan Juraschek vom Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein in Kiel, fasst die Argumente für Solartechnik auf dem Dach und an der Fassade so zusammen: „Strom aus PV-Anlagen kann in Verbindung mit Stromspeichern rund um die Uhr genutzt werden. Und das auch für die E-Mobilität. Solarthermie reduziert den Energiebedarf für die Warmwasserbereitung zur Heizungsunterstützung“. Dazu weist Juraschek auf die attraktiven Konditionen hin: Bereits seit 2023 sind die Investition in die Solaranlage und deren Montage von der Mehrwertsteuer komplett…

  • Bauen & Wohnen

    Roboter auf dem Dach?

    Was Arbeitskräfte heute noch mit einem Restrisiko von menschlichen Fehlern vollbringen, soll schon in naher Zukunft von KI erledigt werden. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht die Künstliche Intelligenz (KI) als „Alleskönner“ gefeiert wird. Auch wenn die Fachbetriebe des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein verstärkt auf KI als „Werkzeug“ setzen: Der Computer wird die ausgebildeten Handwerker-Spezialisten für Dach und Wand kaum ersetzen können. Denn jedes Dach ist ein Unikat, das individuell geplant, berechnet und ausgeführt wird – ob bei der Neuerrichtung oder der Sanierung und Reparatur. Das Dachdeckerhandwerk ist eben mehr als ein „Ziegelaufleger-Gewerk“. Dennoch unterstützen auch PC, Laptop und Tablet das Dachdeckerhandwerk schon heute bei seiner Arbeit. Softwarelösungen erleichtern die Planung…

  • Verbraucher & Recht

    Die guten Vorsätze fürs neue Jahr

    Spätestens zum Jahreswechsel werden all die guten Vorsätze fürs neue Jahr gefasst. Doch meist sind sie schon wenige Wochen später vergessen. Hausbesitzer und Häuslebauer sollten da schon mehr Durchhaltevermögen zeigen. Denn Gebäudeoptimierungen müssen längerfristig geplant werden. Beispiel Solarpflicht: Auch wenn es hier (noch) keine bundesweit einheitliche Verpflichtung für Solaranlagen bei Neubauten oder umfassenden Dachsanierungen gibt, darf über eine Nach- und Aufrüstung des Hausdaches nachgedacht werden. Denn bei den zu erwartenden Energiepreissteigerungen macht eine Entlastung durch die Eigenenergieerzeugung durchaus Sinn. Doch auch Solaranlagen müssen geplant und sollten keinesfalls durch eine spontane Auftragsvergabe an der Haustüre entschieden werden. Der kompetente Ansprechpartner für das Dach ist hier auf jeden Fall der qualifizierte Dachdecker-Fachbetrieb.…

  • Verbraucher & Recht

    Auf Spurensuche nach den hohen Heizkosten

    Wenn erste Frostnächte und Schneefälle ihre Zeichen auf vielen Dächern hinterlassen, kann das auf eine fehlerhafte oder fehlende Wärmedämmung hinweisen. In der kalten Jahreszeit soll die fachgerecht ausgeführte Wärmedämmung gewährleisten, dass – je nach Raum – eine angenehme Raumtemperatur von 20 – 22o C mit minimalem Energieaufwand für die Beheizung erreicht und gehalten wird. Und das auch, wenn draußen mal -10o C gemessen werden. Diese Temperaturdifferenz innen/außen von 30o C und mehr stellt die Dämmung vor eine Herausforderung. Im Sommer kann dieser Temperaturunterschied auch weit höher sein, wenn die Wärmedämmung für erträgliche Raumtemperaturen trotz intensiver Sonneneinstrahlung sorgen soll. Nach dem Gebäudeenergiegesetz GEG ist ein U-Wert von 0,24 W/(m²K) für den…