• Medizintechnik

    Vom Hörsaal in die Versorgung – und aus der Versorgung zurück in die Forschung

    Wissenschaftliche Erkenntnisse entfalten ihre Wirkung insbesondere dann, wenn sie weitergegeben, kritisch geprüft und auf neue Fragestellungen angewendet werden. Die Kooperation zwischen der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft und ihrem An-Institut IWiG soll deshalb Forschung, Lehre und Versorgungspraxis systematisch miteinander verbinden. Das Institut für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG) bringt dafür ein über mehr als zwei Jahrzehnte entwickeltes Kompetenzfeld in die Zusammenarbeit ein. Die APOLLON Hochschule verfügt gleichzeitig über etablierte gesundheitsökonomische Studienangebote und wissenschaftliche Strukturen. Workflow-Management soll künftig dort in Studium und Lehre eingebunden werden, wo es bestehende Inhalte sinnvoll ergänzt und Studierenden ermöglicht, organisatorische Fragestellungen des Gesundheitswesens aus einer prozessorientierten Perspektive zu betrachten. Dabei geht es nicht darum, Workflow-Management isoliert als zusätzliches…

  • Medizintechnik

    IWiG – Patientenreise statt Irrweg

    Jede Abteilung versucht, sich bestmöglich zu organisieren. Doch der Patient erlebt das Zusammenspiel aller Bereiche. Funktionieren die Schnittstellen nicht, wird aus guten Teilprozessen ein mangelhafter Gesamtprozess. Für die Organisation beginnt diese Behandlung mit der Aufnahme, führt über Diagnostik, Therapie und Pflege und endet mit der Entlassung. Dazwischen liegen zahlreiche Funktionsbereiche, Berufsgruppen und Zuständigkeiten. Genau hier entsteht ein grundlegendes Problem: Was organisatorisch getrennt ist, wird häufig auch prozessual getrennt betrachtet. Chirurgie, Radiologie, Labor, Pflege oder Anästhesie erfüllen jeweils ihre Aufgaben. Doch für den Patienten ergeben diese einzelnen Leistungen erst dann einen funktionierenden Behandlungsprozess, wenn sie sinnvoll ineinandergreifen. Wenn die Patientenreise zum Irrweg wird Fehlt der Blick auf den Gesamtprozess, entstehen operative…

  • Medizintechnik

    Wo neue Ideen Raum bekommen – Forschung und Entwicklung braucht die richtige Umgebung

    Forschung und Entwicklung beginnt nicht immer im Labor. Manchmal beginnt sie an einem großen Tisch, in einem offenen Raum, bei einem Gespräch oder mit einer zunächst ungewöhnlichen Idee. Gerade wenn bestehende Strukturen hinterfragt und neue Lösungen entwickelt werden sollen, kann die Umgebung einen Unterschied machen. Das Institut für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG) nutzt deshalb regelmäßig das einsA in Dülmen als Arbeits- und Entwicklungsort. Das als Begegnungsort geschaffene Haus bietet mit seiner offenen Architektur, lichtdurchfluteten Bereichen und unterschiedlichen Möglichkeiten für Austausch und konzentriertes Arbeiten ein Umfeld, das bewusst Abstand vom gewöhnlichen Arbeitsalltag ermöglicht. Für das IWiG ist dieser Perspektivwechsel besonders wertvoll. Seit mehr als zwei Jahrzehnten beschäftigt sich das Institut mit…

  • Medizintechnik

    Wann wird aus Potenzial Veränderung?

    Die Diskussion über Effizienzreserven im deutschen Gesundheitswesen gewinnt erneut an Bedeutung. Steigende Kosten, Fachkräftemangel, Ambulantisierung und strukturelle Veränderungen erhöhen den Druck auf Krankenhäuser. Dabei richtet sich der Blick zunehmend auf die Frage, welche Ressourcen innerhalb bestehender Strukturen besser genutzt werden könnten. Doch die entscheidende Frage beginnt möglicherweise erst einen Schritt später: Was geschieht, wenn ein Verbesserungspotenzial erkannt wurde? Aus meiner Sicht liegt hier eine der zentralen Herausforderungen des Krankenhausmanagements. Denn zwischen dem Wissen, dass etwas besser funktionieren könnte, und der tatsächlichen Veränderung einer Organisation liegt eine erhebliche Strecke. Transparenz ist notwendig – aber noch keine Veränderung Seit vielen Jahren analysieren wir Arbeitsabläufe in Krankenhäusern. Dabei lassen sich Zeit- und Ressourcenbindungen,…

  • Medizintechnik

    Wann wird aus Potenzial Veränderung?

    Die Diskussion über Effizienzreserven im deutschen Gesundheitswesen gewinnt erneut an Bedeutung. Steigende Kosten, Fachkräftemangel, Ambulantisierung und strukturelle Veränderungen erhöhen den Druck auf Krankenhäuser. Dabei richtet sich der Blick zunehmend auf die Frage, welche Ressourcen innerhalb bestehender Strukturen besser genutzt werden könnten. Doch die entscheidende Frage beginnt möglicherweise erst einen Schritt später: Was geschieht, wenn ein Verbesserungspotenzial erkannt wurde? Aus meiner Sicht liegt hier eine der zentralen Herausforderungen des Krankenhausmanagements. Denn zwischen dem Wissen, dass etwas besser funktionieren könnte, und der tatsächlichen Veränderung einer Organisation liegt eine erhebliche Strecke. Transparenz ist notwendig – aber noch keine Veränderung Seit vielen Jahren analysieren wir Arbeitsabläufe in Krankenhäusern. Dabei lassen sich Zeit- und Ressourcenbindungen,…

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    Vom Prozessmodell zur Entscheidung: Workflow-Management trifft Modellierung und Simulation

    Wie verändern sich Zeitbedarf, Ressourceneinsatz und organisatorische Abläufe, wenn Prozesse neu gestaltet werden? Und können unterschiedliche Varianten bereits untersucht werden, bevor Veränderungen in der Praxis umgesetzt werden? Mit diesen Fragen eröffnet die Verbindung von Workflow-Management, Modellierung und Simulation neue Perspektiven für die Forschung im Gesundheitswesen. Das Institut für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG) ist An-Institut der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft. Im Rahmen der neuen Kooperation soll das über mehr als zwei Jahrzehnte entwickelte Kompetenzfeld Workflow-Management stärker mit bestehenden Forschungsaktivitäten der Hochschule verbunden werden. Ein Anknüpfungspunkt besteht im Bereich Modellierung und Simulation. Während Workflow-Management Arbeitsabläufe strukturiert beschreibt und analysiert, ermöglichen Modellierungs- und Simulationsansätze, unterschiedliche organisatorische Szenarien systematisch zu untersuchen. Dadurch entsteht eine…

  • Medizintechnik

    Veränderungsfähigkeit wird zur Managementaufgabe

    Das Gesundheitswesen befindet sich nicht vor einer Veränderung. Es befindet sich in einer Folge von Veränderungen. Fachkräftemangel, Ambulantisierung, Digitalisierung, wirtschaftlicher Druck, neue Versorgungsformen, regulatorische Anforderungen und technologische Entwicklungen wirken gleichzeitig auf Krankenhäuser und andere Organisationen des Gesundheitswesens ein. Auf ein Veränderungsprojekt folgt längst das nächste. Damit stellt sich eine grundlegendere Frage: Reicht es noch aus, einzelne Veränderungen erfolgreich zu organisieren – oder müssen Organisationen die Fähigkeit entwickeln, sich dauerhaft verändern zu können? Veränderung wird zum Normalzustand Viele Organisationen sind darauf ausgerichtet, Stabilität herzustellen. Zuständigkeiten werden definiert, Prozesse standardisiert, Strukturen geschaffen und Routinen entwickelt. Das ist notwendig, denn Versorgung benötigt Verlässlichkeit. Gleichzeitig verändern sich die Bedingungen, unter denen diese Strukturen und…

  • Medizintechnik

    Workflow-Management: Prozesse verstehen, bevor Veränderung beginnt

    Mit der neuen Kooperation zwischen der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft und dem Institut für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG) beginnt nicht nur eine neue institutionelle Zusammenarbeit. Sie schafft zugleich den Rahmen, ein über mehr als zwei Jahrzehnte entwickeltes Kompetenzfeld wissenschaftlich weiterzuentwickeln: das Workflow-Management im Gesundheitswesen. Das IWiG ist An-Institut der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft. Im Rahmen der Kooperation soll das Kompetenzfeld Workflow-Management wissenschaftlich weiterentwickelt und stärker mit Forschung, Lehre und Wissenstransfer verbunden werden. Dabei geht Workflow-Management über die klassische Betrachtung einzelner Prozesse hinaus. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Zeit, Ressourcen, Informationen, Kosten und organisatorische Rahmenbedingungen in Arbeitsabläufen zusammenwirken. „Wer Prozesse verändern möchte, muss zunächst verstehen, wie Arbeit tatsächlich…

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    Nicht der Fehler ist das Problem

    Eine Information wird nicht weitergegeben. Ein Medikament wird zu spät bereitgestellt. Eine Untersuchung muss wiederholt werden. Ein Arbeitsschritt wird vergessen. Im Klinikalltag entstehen solche Situationen selten aus dem Nichts. Und trotzdem lautet die erste Reaktion häufig noch immer: „Wer war dafür verantwortlich?“ Genau hier beginnt das Problem einer unzureichenden Fehlerkultur. Denn wenn Mitarbeitende befürchten müssen, für Fehler persönlich verantwortlich gemacht zu werden, entsteht ein gefährlicher Effekt: Probleme werden nicht offen angesprochen. Beinahe-Fehler bleiben unsichtbar. Kleine Schwachstellen werden akzeptiert. Und dieselben Probleme können immer wieder auftreten. Eine moderne Fehlerkultur muss deshalb eine andere Frage stellen: Was in unserem System ist ursächlich, dass dieser Fehler entstehen konnte? Das bedeutet nicht, Verantwortung abzuschieben.…

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    Kontinuität in Bewegung – Das IWiG wird An-Institut der APOLLON Hochschule

    Das Institut für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG) wird An-Institut der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft. Mit der Kooperation wird eine langjährige wissenschaftliche Entwicklung fortgeführt und zugleich die Grundlage für neue gemeinsame Aktivitäten in Forschung, Lehre, Weiterbildung und Wissenstransfer geschaffen. Das IWiG wurde im Jahr 2004 gegründet und ist seit mehr als zwei Jahrzehnten auf die wissenschaftliche Analyse, Gestaltung und Optimierung von Arbeitsabläufen im Gesundheitswesen spezialisiert. Im Jahr 2007 wurde Prof. Dr. rer. oec. Dipl. Soz.-Päd. Michael Greiling auf die Stiftungsprofessur für Workflow-Management im Gesundheitswesen an der Westfälischen Hochschule berufen. In diesem wissenschaftlichen Umfeld wurde auch das IWiG als An-Institut der Hochschule etabliert und entwickelte seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten kontinuierlich weiter. Nach…