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Pflegezeit geht nicht nur durch Personalmangel verloren
Ein ganz normaler Frühdienst auf einer Krankenhausstation: Ein Patient braucht etwas. Das benötigte Material liegt nicht am erwarteten Platz. Also suchen. Kurz darauf fehlt eine Information – eine Kollegin wird gefragt. Dann klingelt ein Patient. Später zeigt sich, dass eine wichtige Information an anderer Stelle dokumentiert wurde. Noch einmal nachsehen, noch einmal nachfragen. Nichts davon ist ein außergewöhnlicher Fehler. Genau darin liegt das Problem. Kleine Unterbrechungen, Suchwege, Rückfragen, Wartezeiten und unnötige Doppelarbeit summieren sich. Was für den einzelnen Vorgang kaum ins Gewicht fällt, kann sich über einen gesamten Dienst zu erheblichen Zeitfressern entwickeln. Angesichts des anhaltenden Personalmangels wird in Kliniken vor allem eine Frage diskutiert: Wie viele Mitarbeitende benötigen wir,…
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Veränderungsfähigkeit in der Klinik beginnt mit Chaos
Krankenhäuser verändern derzeit Strukturen, Prozesse und Verantwortlichkeiten in einer Geschwindigkeit, die viele Mitarbeitende unmittelbar im Arbeitsalltag spüren. Ambulantisierung, neue Versorgungsformen, wirtschaftlicher Druck, Digitalisierung und der zunehmende Personalmangel zwingen Kliniken dazu, Abläufe neu zu organisieren. Dabei wird eine entscheidende Phase häufig unterschätzt: die Zeit zwischen dem Alten und dem Neuen. Die bisherige Ordnung funktioniert nicht mehr wie gewohnt. Die neue Ordnung ist aber noch nicht eingespielt. Zuständigkeiten müssen sich neu sortieren, Abläufe werden ausprobiert, Schnittstellen funktionieren zunächst nicht reibungslos und manche Entscheidungen müssen mehrfach nachjustiert werden. Kurz gesagt: Es entsteht Chaos. Und genau dieses Chaos wird schnell zum Problem. Mitarbeitende fragen sich: Funktioniert das überhaupt? Warum machen wir das jetzt anders?…
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Der Weg ist das Ziel
Veränderung in Kliniken wird häufig vom gewünschten Ergebnis her gedacht: Ein neuer Prozess soll eingeführt, die Zusammenarbeit verbessert oder eine neue Arbeitsweise etabliert werden. Dafür werden Ziele definiert, Maßnahmen geplant und Verantwortlichkeiten festgelegt. Doch erfolgreiche Veränderung beginnt nicht erst mit dem Erreichen des Ziels. Der Weg dorthin entscheidet wesentlich darüber, ob Veränderung überhaupt gelingt. Soll ein Veränderungsvorhaben erfolgreich sein, muss es zielorientiert geplant und gesteuert werden. Besonders stimmig und einleuchtend ist der Veränderungsprozess, wenn bereits auf dem Weg zum Ziel Elemente des gewünschten Ergebnisses enthalten sind. Ein einfaches Beispiel: Soll in einer Klinik die hierarchie- und berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit verbessert werden, muss genau diese Zusammenarbeit bereits im Veränderungsprozess stattfinden. Es wäre…
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Workflow-Management – ein wissenschaftlicher Ordnungs- und Gestaltungsrahmen für die Gesundheitsversorgung
Die Gesundheitsversorgung befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Krankenhausreform, Ambulantisierung, Leistungsgruppen, Fachkräftemangel, Digitalisierung und steigende wirtschaftliche Anforderungen verändern die Rahmenbedingungen der Patientenversorgung grundlegend. Krankenhäuser stehen heute vor der Herausforderung, medizinische Qualität, organisatorische Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit gleichzeitig sicherzustellen. Während viele dieser Entwicklungen bislang isoliert betrachtet werden, wächst die Erkenntnis, dass sie nur im Zusammenhang verstanden und gestaltet werden können. Genau hier setzt das Institut für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG) an. Workflow-Management neu denken Workflow-Management wird häufig auf Prozessoptimierung oder digitale Arbeitsabläufe reduziert. Aus Sicht des IWiG greift dieses Verständnis jedoch zu kurz. Die zunehmende Komplexität moderner Versorgungssysteme erfordert einen wissenschaftlichen Ordnungs- und Gestaltungsrahmen, der medizinische, organisatorische und gesundheitsökonomische Fragestellungen systematisch…
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Arbeit macht Spaß oder krank
Wenn im Gesundheitswesen über Veränderungen gesprochen wird, geht es meist um Wirtschaftlichkeit, Digitalisierung, Personalengpässe oder neue gesetzliche Vorgaben. Kaum jemand spricht über Freude. Dabei lohnt sich genau dieser Perspektivwechsel. In einer Zeit, in der viele Beschäftigte unter hoher Arbeitsbelastung stehen und Organisationen um Fachkräfte konkurrieren, wird häufig über Entlastung diskutiert. Weniger Aufmerksamkeit erhält jedoch eine einfache Frage: Macht die Arbeit eigentlich noch Freude? Diese Frage ist weit weniger emotional, als sie auf den ersten Blick erscheint. Sie ist strategisch. Menschen bringen ihre Kreativität, ihre Ideen und ihre Energie dort ein, wo sie positive Erfahrungen machen. Freude fördert Motivation, Motivation stärkt Engagement und Engagement macht Veränderungen überhaupt erst möglich. Wer dagegen…
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GKV-Sparkurs verändert Market Access
Steigende Herstellerabschläge, anspruchsvollere Erstattungsverhandlungen und der wachsende politische Fokus auf die Wirtschaftlichkeit der Arzneimittelversorgung verändern die Rahmenbedingungen für innovative Therapien. Für Pharmaunternehmen steigt damit der Druck, den Wert neuer Arzneimittel über die klinische Evidenz hinaus nachvollziehbar zu belegen. Die wirtschaftliche Bewertung innovativer Therapien entwickelt sich weiter. Medizinischer Nutzen und Zusatznutzen bleiben die Grundlage jeder Nutzenbewertung. Gleichzeitig rückt jedoch stärker in den Fokus, welchen Beitrag eine Therapie zur Effizienz der Versorgung leistet. Damit verändern sich auch die Anforderungen an erfolgreiche Preisverhandlungen im Market Access. „Wir beobachten derzeit einen deutlichen Wandel in der Value-Argumentation innovativer Arzneimittel“, erklärt Prof. Dr. Michael Greiling, Leiter des Instituts für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG). „Klinische Evidenz bleibt…
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Veränderungsbereitschaft beginnt im Kopf – nicht im Projekt
Veränderung gehört heute zum Alltag jeder Organisation im Gesundheitswesen. Neue gesetzliche Vorgaben, wirtschaftlicher Druck, Fachkräftemangel und steigende Qualitätsanforderungen verlangen nach neuen Lösungen. Dennoch zeigt die Praxis immer wieder: Nicht die Veränderung selbst ist die größte Herausforderung – sondern die Bereitschaft, sie zuzulassen. Veränderungsbereitschaft ist keine Methode und kein Projektplan. Sie ist eine Haltung. Sie beginnt mit der Entscheidung, Bestehendes zu hinterfragen und den Mut aufzubringen, neue Wege zu gehen. Genau daran scheitern viele Veränderungsvorhaben. Es fehlt nicht an Ideen oder Konzepten, sondern an der gemeinsamen Überzeugung, dass Veränderung notwendig und sinnvoll ist. Dabei kommt den Führungskräften eine besondere Verantwortung zu. Wer Veränderung beauftragt, muss sie auch glaubwürdig vertreten. Mitarbeitende beobachten…
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Zwei Therapien – gleicher klinischer Nutzen, unterschiedlicher Versorgungsaufwand
Innovative Arzneimittel müssen heute weit mehr nachweisen als ihre klinische Wirksamkeit. Im Health Technology Assessment (HTA) entscheidet der belegte Zusatznutzen über Erstattungsfähigkeit, Preisverhandlungen und den erfolgreichen Zugang zum Gesundheitsmarkt. Gleichzeitig wächst international die Bedeutung gesundheitsökonomischer Bewertungen. Die zentrale Frage lautet heute nicht mehr nur: „Wirkt eine Therapie?“, sondern zunehmend auch: „Welchen Aufwand verursacht sie in der realen Versorgung?“ Während in Deutschland im Rahmen der frühen Nutzenbewertung vor allem patientenrelevante Endpunkte wie Mortalität, Morbidität, Lebensqualität und Nebenwirkungen berücksichtigt werden, verändert sich mit der Einführung der gemeinsamen europäischen EU Joint Clinical Assessments (JCAs) die Beurteilung klinischer Evidenz grundlegend. Künftig wird der vergleichende klinische Nutzen innovativer Technologien für viele Anwendungen auf europäischer Ebene…
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IWiG – Nutzen Sie die Energie des Widerstands
Kaum ein Krankenhaus bleibt derzeit von Veränderungen unberührt. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Krankenhausreform, Ambulantisierung, Fachkräftemangel und steigender wirtschaftlicher Druck verändern Strukturen und Arbeitsabläufe grundlegend. Viele Einrichtungen investieren deshalb in neue Technologien, Prozessoptimierung und Organisationsentwicklung. Dennoch scheitern Veränderungsvorhaben häufig nicht an der Technik – sondern am Umgang mit den Menschen. Veränderung erzeugt Unsicherheit. Mitarbeitende fragen sich, ob neue digitale Systeme ihre Arbeit erleichtern oder zusätzlich belasten. Sie sorgen sich um den Verlust eingespielter Routinen, um steigende Anforderungen oder darum, ob ihre langjährige Erfahrung künftig noch ausreichend berücksichtigt wird. Gerade im Gesundheitswesen, in dem Verantwortung, Patientensicherheit und Teamarbeit eine zentrale Rolle spielen, sind solche Fragen verständlich und berechtigt. Widerstand wird deshalb häufig vorschnell…
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Nutzenbewertung von Arzneimitteln: IWiG erweitert den Blick auf die Bewertung neuer Therapien
Gedanken aus der Versorgungsrealität Wenn von Risiken neuer Arzneimittel gesprochen wird, stehen meist Nebenwirkungen, Sicherheit oder Pharmakovigilanz im Mittelpunkt. Doch mit der Zulassung beginnt eine zweite Phase, die häufig deutlich weniger Beachtung findet: die Integration der Innovation in den Versorgungsalltag. „Viele Herausforderungen entstehen nicht durch das Arzneimittel selbst, sondern erst bei der Integration in bestehende Versorgungsprozesse", erklärt Prof. Dr. Michael Greiling, Leiter des Instituts für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG). „Neue Abläufe, zusätzliche Abstimmungen zwischen Berufsgruppen oder veränderte Verantwortlichkeiten können erhebliche Auswirkungen auf die Versorgung haben – obwohl die Therapie medizinisch hervorragend ist." Innovative Therapien verändern häufig bestehende Prozesse. Diese Veränderungen sind keine Arzneimittelrisiken im regulatorischen Sinn. Sie beeinflussen jedoch maßgeblich,…