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IWiG – Was ist eigentlich Workflow-Management?
Impulse aus Forschung, Wissenschaft und Praxis – Innovationen im klinischen Workflow-Management Kliniken stehen heute unter einem enormen Veränderungsdruck. Fachkräftemangel, steigende Qualitätsanforderungen, zunehmende Regulierung und knappe Ressourcen prägen den Alltag. In diesem Umfeld reicht es nicht mehr aus, einzelne Prozesse punktuell zu optimieren. Gefragt ist ein ganzheitlicher Ansatz, der Effizienz, Qualität und Zusammenarbeit gleichermaßen in den Blick nimmt. Genau hier wird Workflow-Management zu einer strategischen Notwendigkeit. Workflow-Management sollte in Kliniken als ein nachhaltiges Konzept zur systematischen Identifikation und Eliminierung nicht wertschöpfender Tätigkeiten in den Arbeitsabläufen verstanden werden. Unnötige Wege, Doppelarbeiten, Medienbrüche oder Abstimmungsschleifen binden wertvolle Zeit – Zeit, die in der Patientenversorgung fehlt. Ein konsequent umgesetztes Workflow-Management setzt an diesen…
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Warum beteiligen sich Krankenhäuser an einem SPGA-Projekt?
Mitteilungen aus Bildung und Wissenschaft – Die Geheimnisse von Workflow-Management Eine zentrale Frage, die immer wieder gestellt wird, lautet: „Was genau haben wir eigentlich von einem SPGA-Projekt?“ SPGA liefert Antworten auf aktuelle Herausforderungen, bei denen herkömmliche Kalkulationsverfahren an ihre Grenzen stoßen: Ambulantisierung / §115b SGB V SPGA simuliert Ressourcenverbrauch und Erlöswirkungen – z. B. für neue §115b-Leistungen oder geplante tagesstationäre Umstellungen. Hybrid-DRGs SPGA berechnet verursachungsgerechte Kosten je Setting – stationär, ambulant oder sektorenübergreifend – zur strategischen Entscheidungsfindung. Leistungsgruppen & Strukturprüfungen (§136c SGB V, v. a. NRW) SPGA dokumentiert präzise die erbrachten Leistungsinhalte und die zugrundeliegenden Kernkompetenzen – inkl. Zeitbedarf und Personalstruktur. Pflegepersonaluntergrenzen (PPUGV) SPGA quantifiziert Pflegezeit je Fall – differenziert nach Tagen,…
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IWiG – Der Nutzen von Digitalisierung im Gesundheitswesen
Impulse aus Forschung, Wissenschaft und Praxis – Innovationen im klinischen Workflow-Management Digitalisierung wird im Gesundheitswesen seit Jahren als entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit betrachtet. Doch trotz zahlreicher Initiativen, Investitionen und neuer IT-Anwendungen bleibt ein zentrales Problem bestehen: die Akzeptanz des klinischen Personals. Ärzt:innen, Pflegekräfte und Verwaltung arbeiten unter hohem Zeitdruck – und akzeptieren zu Recht keine Systeme, die ihren Arbeitsalltag zusätzlich belasten. Bereits eine Expertenbefragung des BMC aus dem Jahr 2020 identifizierte die Akzeptanz der Leistungserbringer:innen als größte Herausforderung der Digitalisierung. Diese Einschätzung ist heute aktueller denn je. Denn die Frage ist nicht ob digitalisiert wird, sondern wie sinnvoll diese Digitalisierung tatsächlich ist. „Es geht nicht nur darum, inwieweit…
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SPGA-Projekte in Kliniken: Begrenzter Aufwand, erheblicher Erkenntnisgewinn
Mitteilungen aus Bildung und Wissenschaft – Die Geheimnisse von Workflow-Management Wie aufwendig ist ein SPGA-Projekt für Kliniken wirklich? Eine Antwort auf diese zentrale Frage aus der Praxis: SPGA-Projekte sind klar strukturiert, zeitlich überschaubar und mit erprobten Formaten organisiert. Sie sind bewusst so konzipiert, dass sie sich effizient in den klinischen Alltag integrieren lassen. Das ist kein zusätzlicher Stress, sondern ein strukturierter, zeitlich begrenzter Prozess mit echtem Mehrwert. Die gesamte Projektlaufzeit liegt in der Regel bei vier bis acht Monaten, abhängig vom jeweiligen Krankheitsbild. Grundlage bilden die acht Meilensteine der SPGA, die von der Pfaddefinition über die Modellierung bis hin zur Qualitätssicherung reichen. Diese standardisierte Vorgehensweise sorgt für Transparenz, Planungssicherheit und…
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IWiG – Digitalen Reifegrad prozessorientiert identifizieren
Impulse aus Forschung, Wissenschaft und Praxis – Innovationen im klinischen Workflow-Management Mit dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) wollte die Bundesregierung bereits 2020 einen entscheidenden Digitalisierungsschub im Gesundheitswesen auslösen. Nun, fünf Jahre später, zeigt sich: Die Zeit der Förderprogramme ist vorbei, die Phase der Konsequenzen beginnt. Ab 2025 müssen Krankenhäuser nachweisbar digitale Dienste nach § 19 KHSFV bereitstellen – andernfalls drohen Abschläge von bis zu zwei Prozent je stationärem Fall. Für 2026 zeichnet sich ab, dass die digitale Grundversorgung nicht nur verpflichtend geprüft, sondern auch erstmals systematisch vergütungswirksam wird: Erfüllungsgrade werden bilanziert, Budgetverhandlungen mit Kostenträgern intensiviert und digitale Leistungsfähigkeit zunehmend in die Krankenhausfinanzierung integriert. Digitalisierung wird damit nicht nur Qualitätsmerkmal, sondern finanzieller und…
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IWiG – SPGA liefert Daten zu Prozesszeiten und Personalaufwand in Kliniken
Mitteilungen aus Bildung und Wissenschaft – Die Geheimnisse von Workflow-Management Unsere SPGA-Methode basiert auf dem Prinzip des Time-Driven Activity-Based Costing (TDABC) und auf über 20 Jahren Forschung zum Workflow-Management – dokumentiert in mehr als 50 Büchern und über 100 Fachartikeln. In dieser Zeit haben wir alle gängigen Verfahren zur Zeiterhebung praxisnah getestet. „Wie erfassen wir eigentlich die Zeiten je Aktivität?“ Das Ergebnis: Viele Verfahren sind theoretisch präzise, aber im klinischen Alltag nicht praktikabel. Daher setzen wir in der SPGA auf die Expertenschätzung im multiprofessionellen Team, ergänzt durch einen systematischen Vergleich mit über 250 bestehenden Projekten. SPGA bildet keine statistisch repräsentative Kohorte ab. Stattdessen arbeiten wir mit klar definierten, homogenen…
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IWiG – Potenziale exzellenter Prozesse erkennen
Impulse aus Forschung, Wissenschaft und Praxis – Innovationen im klinischen Workflow-Management „Wer nachhaltigen Erfolg erzielen und ambitionierte Ziele erreichen möchte, muss handlungsleitende Richtungen für Prozesse vorgeben. Prozesse sind der Rahmen, in dem Entscheidungen getroffen, Aufgaben erledigt und Ergebnisse erzeugt werden. Sie bestimmen maßgeblich Qualität und Effizienz am Ende des Tages. Am Institut für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG) entwickeln wir seit Jahren praxisnahe Methoden zur Prozessoptimierung, die direkt in der klinischen Realität wirken. Über 150 wissenschaftlichen Publikationen sowie nationale und internationale Auszeichnungen belegen: Wir verbinden Wissenschaft, Forschung und Entwicklung mit operativer Umsetzbarkeit. Optimierungen wirken nur mit den Menschen dahinter. Wissen, Erfahrung und Motivation der Mitarbeitenden sind entscheidend. Deshalb setzen wir konsequent…
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Welche Klinik eignet sich für ein SPGA-Projekt – und was hat das Krankenhaus davon?
Mitteilungen aus Bildung und Wissenschaft – Die Geheimnisse von Workflow-Management Die „Softwarebasierte Prozessuale Gesundheitsökonomische Analyse“ (SPGA) des Instituts für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG) liefert eine realitätsnahe, belastbare Datengrundlage für gesundheitspolitische und ökonomische Entscheidungen rund um neue Therapien. Sie macht Versorgungsprozesse transparent, zeigt Kostenstrukturen auf und ermöglicht eine präzise Bewertung klinischer Ressourcenverbräuche. „Die SPGA ist keine Studie“, erklärt Prof. Dr. Michael Greiling, Leiter des IWiG. „Es handelt sich um eine zielgerichtete Versorgungsmodellierung – mit direktem Nutzen für Klinik, Patient:innen und Kostenträger sowie die pharmazeutische Industrie.“ Welche Kliniken eignen sich für SPGA-Projekte? Wir empfehlen, für ein SPGA-Projekt eine Klinik auszuwählen, die: über ausgewiesene Erfahrung mit dem jeweiligen Krankheitsbild verfügt, idealerweise als Fachzentrum oder Studienstandort etabliert ist,…
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Innovationsprozesse professionell planen und steuern
. Impulse aus Forschung, Wissenschaft und Praxis – Innovationen im klinischen Workflow-Management In Zeiten rasanter technologischer Entwicklungen, globaler Unsicherheiten und tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen gewinnt Innovation als strategischer Erfolgsfaktor mehr denn je an Bedeutung. Gerade im Gesundheitswesen zeigt sich derzeit, wie unverzichtbar systematische Innovationsprozesse geworden sind, um den steigenden Anforderungen von Patienten, Fachkräften und politischen Rahmenbedingungen gerecht zu werden. Angesichts beschleunigter Wissenszuwächse aus Forschung und Entwicklung, einer wachsenden Komplexität der Behandlungsverfahren und neuer digitaler Möglichkeiten stellt sich für Organisationen nicht mehr die Frage, ob sie innovativ sein müssen – sondern wie konsequent und professionell sie diesen Prozess gestalten. Innovationen ermöglichen es, sich dem Wandel anzupassen und zugleich aktiv Einfluss auf zukünftige…
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IWiG – HTA und ökonomischer Nachweis für Market Access
Mitteilungen aus Bildung und Wissenschaft – Die Geheimnisse von Workflow-Management Der Marktzugang für innovative Pharma-Produkte wird zunehmend anspruchsvoller. Ohne belastbaren ökonomischen Nachweis bleiben Preisverhandlungen und Erstattungsentscheidungen oft ungewiss. Mit der SPGA-Methode bieten wir eine präzise, wissenschaftlich fundierte Gesundheitsökonomie: SPGA basiert auf Time-Driven Activity-Based Costing (TDABC) – einem verursachungsgerechteren Ansatz als herkömmliche Zuschlagskalkulationen Detaillierte Berechnung von Kosten pro Patient und Prozess statt pauschale und proportionale Kostenzuordnungen Vergleichende Analyse alternativer Therapieoptionen mit realen Versorgungsdaten. Die SPGA ermöglicht es, Krankheitsbilder realitätsnah zu erheben, abzubilden und zu kalkulieren. Gemeinsam mit dem ärztlichen und pflegerischen Team wird die medizinische „Kernkompetenz“ definiert auf Basis von Leitlinien, Standard Operating Procedures (SOPs) und interdisziplinären Entscheidungen. Das Verfahren bildet…