• Bildung & Karriere

    Zentrales Thema beim Ergotherapie-Kongress 2026: Betätigung als Gamechanger

    „Betätigung“ ist häufig Ziel oder erwünschte Nebenwirkung nahezu jeder ergotherapeutischen Intervention. „Ist sie, also „die Betätigung“, nicht mehr möglich, bekommt sie eine umso größere Bedeutung; wir wünschen sie uns sehnlichst (wieder) herbei und erkennen manchmal erst dann, wie viel erfüllter unser Alltag und unser Leben sind, wenn wir all das, was wir tun wollen oder tun müssen auch tun können“, bestätigt Andreas Pfeiffer, der bei diesem Kongress den Vorsitz des DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) abgibt. Unter Betätigung fassen Ergotherapeut:innen alle Aktivitäten, Handlungen, kurzum: sämtliches Tun ihrer Klient:innen – so nennen sie ihre Patient:innen – zusammen. Wie sich dieses Lebenselixier trotz oder erst recht mit unterschiedlichsten Erkrankungen, Störungen, Krisen bei…

  • Familie & Kind

    Tod und Trauer bei Kindern: offener Umgang der Eltern mit dem Thema ist besser als Schweigen und Stigmatisieren

    Der Tod von Eltern oder Kindern ist eine Zäsur für die gesamte Familie. „Ein Todesfall in der Familie hat auf die Kinder genauso Auswirkungen wie auf alle anderen (erwachsenen) Personen; selbst dann, wenn ein Kind noch als Säugling im Mutterleib ist“, weist Birgitta Schmeißer auf einen maßgeblichen Aspekt hin, der vielen Eltern nicht bewusst ist. Die Ergotherapeutin im DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) bestärkt Eltern, ihre Kinder in die Trauerarbeit einzubeziehen, sich mit ihnen auf emotionaler Ebene zu verbünden und gleichzustellen und – sollten die eigenen Bemühungen nicht ausreichen – professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ergotherapeut:innen verfügen über eine große Bandbreite von Möglichkeiten um Kinder zu stärken und in…

  • Verbraucher & Recht

    Raum für Vielfalt schaffen: So lassen sich Behandlung von und Umgang mit trans* und nichtbinären Personen verbessern

    Trans* und nichtbinäre Personen zeigen sich verstärkt als Teil der Gesellschaft und stehen selbstbewusst zu ihrer Identität. „Gleichzeitig nehmen Diskriminierung und Hasskriminalität gegen die sogenannten LSBTIQ* Communities, wie sich lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* nichtbinäre und queere Menschen zusammenfassend bezeichnen, zu“, bedauert K* Stern diese Entwicklung, die im Widerspruch zu einer demokratischen, liberalen, toleranten Gesellschaft steht und zudem die Menschenrechte missachtet. K* Stern arbeitet unter anderem als Dozent:in und Trainer:in und bringt Ergotherapeut:innen im Rahmen der Akademie des DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) Wissen über trans* und nichtbinäre Menschen näher. Ergotherapeut:innen unterstützen seit jeher die Teilhabe von Klient:innen in allen Arbeits- und Alltagsbereichen und können deshalb gezielt ansetzen: Bei der…

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  • Gesundheit & Medizin

    Flow: Der Zustand, der die beste und gesündeste Version eines Menschen hervorbringen kann

    „Im Flow sein“ bedeutet weit mehr als „es läuft“. Den wenigsten Menschen ist bekannt, dass Flow wissenschaftlich erforscht ist. „Flow kommt aus der positiven Psychologie“, erklärt Sara Mohr und beschreibt diesen Zustand so: „Menschen im Flow sind maximal vertieft und selbstvergessen; sie blenden alles um sich herum aus, sogar die Zeit. Sie vollbringen oft Bestleistungen und erleben dabei gleichzeitig ein Höchstmaß an Wohlbefinden und Befriedigung“. Die Ergotherapeutin im DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) vermittelt ihren Berufskolleg:innen im Rahmen der DVE Akademie weitergehende Kenntnisse zu Flow. Das Ziel: Im Leben von Menschen mit einer Erkrankung oder in einer persönlichen Krise Alltagsaktivitäten finden, die geeignet sind, Flow zu ermöglichen und diese in…

  • Gesundheit & Medizin

    Teilhabe: das Rezept für Senior:innen gegen Einsamkeit im Alter

    Mit fortschreitendem Alter summieren sich die Faktoren, die die eigenen sozialen Interaktionen reduzieren: Freunde und Freundinnen versterben nach und nach und eigene Mobilitätsprobleme oder Erkrankungen schränken die Möglichkeiten, das Haus zu verlassen, ein.  Es besteht die Gefahr, dass alte Menschen dadurch vereinsamen. „Dazu muss es aber nicht kommen“, sagt Merle Böge, DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.), und erklärt: „Das Spektrum für mehr Teilhabe ist groß“. Ergotherapeut:innen haben bei ihren Interventionen immer auch einen Blick auf diesen Aspekt und schauen, in wie weit diese Senior:innen noch in das Leben anderer eingebunden sind. Bei Bedarf geben sie ihnen Impulse, wie sie aktiv werden können, unterstützen sie dabei, Kontakte zu knüpfen oder zeigen…

  • Gesundheit & Medizin

    Lebensfeldbegrenzungen reduzieren, Menschen mit multiplen Persönlichkeiten zu mehr Lebensqualität verhelfen

    Sie haben oft unterschiedliche Handschriften, befinden sich manchmal irgendwo, ohne zu wissen, wie sie dort hingekommen sind und es plagen sie häufig Ängste – vor allem bei Dunkelheit. „Menschen mit einer DIS (Dissoziativen Identitätsstörung) haben multiple Persönlichkeiten und finden all das ganz normal, denn sie kennen es nicht anders – es ist ihr „Normalkonzept““, beschreibt Stephanie Knagge, Ergotherapeutin im DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.), die Situation von Menschen mit DIS. Betroffenen wird erst dann bewusst, dass bei ihnen vieles völlig anders ist, wenn sie sich mit anderen Jugendlichen oder Erwachsenen austauschen. Verwundert stellen sie dann fest, dass das, was für sie selbstverständlich ist, sich bei allen anderen anders verhält. Menschen…

  • Gesundheit & Medizin

    Alle Jahre wieder: Warum Vorsätze für das neue Jahr oft scheitern und wie sie zum Erfolg führen können

    Gute Vorsätze sind eine ungebrochene Tradition zu Silvester. Viele wollen mit Beginn des neuen Jahres gesünder leben, indem sie sich mehr bewegen oder Gewohnheiten aufgeben, die gesundheitsschädlich sind. „Gesundheit und seit einiger Zeit zunehmend auch die Langlebigkeit – longevity – spielen in unserer heutigen Gesellschaft eine wichtige Rolle“, bekräftigt Fabian Heringhaus, Ergotherapeut im DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.). Er beschäftigt sich von Berufs wegen mit dem Thema „Gesundheit“ und weiß, wie schwer es den meisten seiner Patient:innen und Klient:innen fällt, gesundheitsschädliches Verhalten in gesundes oder gesundheitsförderliches Verhalten umzumünzen: „Verhaltensänderung ist die Königsdisziplin“ sagt Heringhaus, „aber diejenigen, die bereit sind, sich auf eine Zusammenarbeit mit ihrem Ergotherapeuten oder ihrer Ergotherapeutin einzulassen,…

  • Gesundheit & Medizin

    Mehr und öfter auch jüngere Neuerkrankte mit Morbus Parkinson

    Die meisten Menschen, die die Diagnose Morbus Parkinson erhalten, sind über 65 Jahre alt. Doch betrifft Parkinson mittlerweile zunehmend Jüngere, auch im mittleren Alter. „Es verdichten sich die Hinweise, dass bestimmte Chemikalien das Risiko erhöhen, an Parkinson zu erkranken“, stellt die Ergotherapeutin Amy Orellana, DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) fest. Der verstärkte Einsatz von Umweltchemikalien könnte ein Erklärungsansatz dafür sein, weshalb sowohl die Zahl der jüngeren Neuerkrankten, aber auch die Summe aller an Parkinson Erkrankten zunimmt. Einen zentralen Part bei der Unterstützung von Menschen mit Parkinson übernehmen Ergotherapeut:innen. Parkinson entsteht über Jahre hinweg und rückblickend stellen Betroffene oft fest, dass sie Vorboten wie Schlafstörungen, Depressionen, Verstopfung oder andere Symptome hatten,…

  • Familie & Kind

    Eltern von Kindern mit Behinderung verdienen Rücksicht und Respekt

    Der 3. Dezember erinnert jedes Jahr an Kinder und Erwachsene mit Behinderung. Ebenso wichtig wie das Würdigen der Menschen mit einer Behinderung selbst ist es, und zwar nicht nur an diesem Gedenktag, auf die Eltern dieser Kinder und Erwachsenen zu schauen und sie wertzuschätzen. „Die Eltern oder Elternteile eines Kindes mit einer Behinderung begleiten und pflegen es je nach Ausprägung der Behinderung oft bis ins Erwachsenenalter oder ein Leben lang“, ruft Renate Weyrich, Ergotherapeutin im DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) diese bedeutungsvolle Tatsache ins Bewusstsein. Dass die Eltern oft „untergehen“, weiß sie als Mutter einer Tochter mit Behinderung aus eigener Erfahrung. Sie selbst richtet daher ebenso wie ihre Berufskolleg:innen bei…

  • Gesundheit & Medizin

    Chronische Schmerzen: schlechte klinische Versorgungslage könnte sich weiter zuspitzen

    Die Deutsche Schmerzgesellschaft geht davon aus, dass es in Deutschland – Stand Juni 2025 – rund 23 Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen gibt. Heißt: fast jede:r dritte in Deutschland Lebende ist durch Schmerzen im Alltag zum Teil sogar stark eingeschränkt. Dazu der Ergotherapeut Nico Sanning, DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.): „Ergotherapeut:innen sind Spezialist:innen für Betätigung und tragen maßgeblich dazu bei, dass Patient:innen mit chronischen Schmerzen eine Verbesserung in puncto Alltag, Schmerz und Lebensqualität erleben“. Dieses Wissen ist wegweisend – gerade in Hinblick auf die bereits bekannte Unterversorgung von Schmerzpatient:innen und die sich abzeichnende Schließung weiterer schmerztherapeutischer Einrichtungen. Schmerzen sind multifaktoriell, so der aktuelle Stand der Wissenschaft. „Das bedeutet, dass bei…