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Bodenwert in München: Warum er oft über den Immobilienpreis entscheidet
Ob Baugrundstück am Stadtrand, Altbau in Schwabing oder Nachverdichtung im Münchner Umland – häufig steckt der größte Teil des Immobilienwerts im Boden. Während Gebäude altern, bleibt das Grundstück der stabile, oft steigende Wertfaktor. Gerade in München, wo Bauland knapp ist und Preisunterschiede zwischen Stadtteilen erheblich sind, entscheidet der Bodenwert nicht selten über Finanzierung, Steuerlast und Verkaufsstrategie. Was der Bodenwert wirklich aussagt Der Bodenwert beschreibt den Wert eines Grundstücks ohne Bebauung. Selbst wenn sich auf dem Grundstück ein Gebäude befindet, wird im Rahmen einer Wertermittlung der sogenannte „reine Bodenwert“ separat betrachtet. „In München sehen wir häufig, dass bei älteren Bestandsobjekten der Bodenanteil den Gebäudewert deutlich übersteigt“, erklärt André Heid, Geschäftsführer der…
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Steigende Energiekosten, wachsende Pflichten: Was Unternehmen zum Energieaudit wissen sollten
Bielefeld gehört mit rund 13.000 Unternehmen und einem Schwerpunkt im verarbeitenden Gewerbe zu den stärksten Mittelstandsstandorten Deutschlands. Im bundesweiten Ranking belegt die Stadt Platz 9 bei der Dichte mittelständischer Unternehmen. Für viele dieser Betriebe bedeutet das: ein hoher Energieverbrauch – und damit konkrete gesetzliche Pflichten. Wer ist zum Energieaudit verpflichtet? Die Auditpflicht ergibt sich aus dem Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) und dem seit November 2023 geltenden Energieeffizienzgesetz (EnEfG). Alle Nicht-KMU – also Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden oder einem Jahresumsatz über 50 Millionen Euro bei mehr als 43 Millionen Euro Bilanzsumme – müssen alle vier Jahre einen Energieaudit nach DIN EN 16247-1 durchführen lassen. Seit dem EnEfG gilt zusätzlich: Unternehmen mit…
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Gemeinschaftseigentum in der WEG: Was Wohnungseigentümer in Lübeck wissen sollten
Wer in Lübeck eine Eigentumswohnung kauft, kauft fast nie „nur" vier Wände. Mit dem Kauf wird man Teil einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) – und damit Mitverantwortlicher für alles, was das Gebäude als Ganzes zusammenhält: Dach, Fassade, Treppenhaus, Leitungen, Heizung, häufig auch Fenster und Wohnungseingangstüren. Genau dieses Gemeinschaftseigentum ist der Bereich, an dem sich in der Praxis viele Fragen entzünden: Darf ich etwas verändern? Wer zahlt? Und warum dauert manches so lange, obwohl der Schaden offensichtlich ist? Warum Gemeinschaftseigentum in Lübeck schnell zum Thema wird Lübeck hat viele Gebäude, bei denen man die „gemeinsame Hülle" sofort sieht und spürt: klassische Mehrfamilienhäuser, gewachsene Quartiere, teils mit modernisierten, teils mit sanierungsbedürftigen Außenbauteilen. Gerade dort,…
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Immobilie mit Nießbrauch: So wirkt sich das Recht auf Wert und Verkauf aus
Der Nießbrauch gehört zu den weitreichendsten Nutzungsrechten, die das deutsche Sachenrecht kennt. Er erlaubt es einer Person, eine Immobilie zu nutzen und die daraus entstehenden Erträge zu ziehen, ohne selbst Eigentümer zu sein. In der Praxis betrifft das häufig Einfamilienhäuser, Wohnungen oder vermietete Mehrfamilienhäuser – auch und gerade im Raum Osnabrück. Diese Trennung führt in der Praxis häufig zu Fragen: Wer trägt welche Kosten? Wie wirkt sich Nießbrauch auf Verkauf, Beleihbarkeit und Verkehrswert aus? Und wann lohnt sich eine fundierte Wertermittlung? Was Nießbrauch bei Immobilien bedeutet Rechtlich ist der Nießbrauch im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt. Vereinfacht lässt sich das Konstrukt so zusammenfassen: – Nutzung und Ertrag liegen beim Nießbraucher (Wohnen, Vermieten,…
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Gebäudeenergiegesetz für Bestandsgebäude in Köln: Welche Pflichten Eigentümer kennen sollten
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) richtet sich nicht nur an Bauherren von Neubauten. Auch Eigentümer bestehender Gebäude müssen unter bestimmten Voraussetzungen energetisch nachrüsten. In Köln ist das besonders relevant: Rund 74 Prozent der Kölner Gebäude wurden vor 1979 errichtet – viele davon mit veralteter Heiztechnik und unzureichender Dämmung. Ob geplante Sanierung, Heizungstausch oder Immobilienkauf: Eigentümer sollten die geltenden Pflichten kennen. Denn bei Verstößen gegen die GEG-Anforderungen drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Die Bundesregierung hat angekündigt, das GEG in „Gebäudemodernisierungsgesetz" (GMG) umzubenennen und inhaltlich zu überarbeiten. Ziel ist ein technologieoffeneres und einfacheres Regelwerk. Ein Kabinettsbeschluss war ursprünglich für Ende Februar 2026 geplant, verzögert sich derzeit aber. Bis zur Verabschiedung gelten die…
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Energieeffizient bauen in Stuttgart: Worauf Bauherren beim Neubau achten sollten
Steigende Energiepreise, verschärfte gesetzliche Anforderungen und der Wunsch nach langfristiger Planungssicherheit prägen den Neubau von Wohngebäuden. Gerade in Städten mit hohen Grundstückspreisen wie Stuttgart gewinnt die energetische Qualität eines Neubaus zunehmend an Bedeutung. Wer heute baut, steht vor der Frage: Reicht der gesetzliche Mindeststandard – oder lohnt es sich, weiterzugehen? Gesetzliche Anforderungen: Was Neubauten erfüllen müssen Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) definiert für Neubauten verbindliche Anforderungen an den Primärenergiebedarf, den baulichen Wärmeschutz und die Anlagentechnik. Ziel ist es, den Energieverbrauch von Gebäuden deutlich zu senken und den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern. In der Praxis liegen Neubauten nach GEG energetisch auf einem Niveau, das etwa mit früheren Effizienzhaus-Standards vergleichbar ist. Wer darüber…
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Teilungsanordnung bei Immobilien in Heilbronn: Orientierung im Erbfall
Gerade in Regionen mit stabilen Immobilienwerten wie Heilbronn treffen in Erbengemeinschaften unterschiedliche Interessen aufeinander: Eigennutzung, Verkauf, Auszahlung oder Werterhalt. Eine Teilungsanordnung im Testament kann helfen, die Aufteilung zu lenken – sie birgt aber auch Risiken, wenn sie unklar formuliert ist. Worum es bei der Teilungsanordnung wirklich geht Die Teilungsanordnung ist ein erbrechtliches Instrument, mit dem der Erblasser vorgibt, welcher Miterbe welchen Nachlassgegenstand erhalten soll. Sie steuert damit die praktische Verteilung innerhalb der Erbengemeinschaft, ohne die Erbquoten zu verändern. Besonders bei Immobilien ist das relevant, da diese nicht ohne Weiteres teilbar sind. Warum Teilungsanordnungen bei Immobilien besonders sensibel sind Immobilien stellen oft den größten Vermögenswert im Nachlass dar. In Heilbronn betrifft…
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Erbbaugrundstücke in Karlsruhe: Bauen ohne Grundstückskauf
. Was ist ein Erbbaugrundstück? Ein Erbbaugrundstück – auch Erbbaurechtsgrundstück oder Erbpachtgrundstück genannt – bleibt im Eigentum des Grundstückseigentümers. Der Erbbauberechtigte erhält lediglich das Recht, das Grundstück für einen langen Zeitraum zu nutzen und darauf ein Gebäude zu errichten. Dafür zahlt er einen regelmäßig fälligen Erbbauzins. Nach Ablauf des Vertrags geht das Gebäude gegen Entschädigung an den Grundstückseigentümer über. Kaufen oder verkaufen: Was ist möglich? Ein Erbbaugrundstück wird nicht verkauft, sondern gepachtet. Eigentum besteht lediglich am Gebäude, nicht am Boden. Wer ein Haus auf einem Erbbaugrundstück besitzt, kann dieses zwar veräußern, der neue Eigentümer übernimmt jedoch den bestehenden Erbbauvertrag inklusive Erbbauzins. Der Grundstückseigentümer bleibt unverändert bestehen. Wo findet man Erbbaugrundstücke…
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Thermografie in Leipzig: Schwachstellen in der Gebäudehülle erkennen
Unsichtbare Schwachstellen in der Gebäudehülle zählen zu den größten Energiefressern – bleiben aber oft jahrelang unbemerkt. Gerade in Leipzig mit seinem umfangreichen Altbaubestand aus der Gründerzeit schlummern in vielen Fassaden, Dächern und Fensteranschlüssen erhebliche Einsparpotenziale. Eine professionelle Thermografie macht diese Wärmeverluste sichtbar und schafft die Grundlage für gezielte Sanierungsentscheidungen. So funktioniert die Thermografie Bei der Thermografie erfasst eine Infrarotkamera die Wärmestrahlung von Oberflächen und stellt Temperaturunterschiede als Farbbild dar. Warme Bereiche erscheinen in Gelb- und Rottönen, kühle Flächen in Blau oder Violett. Im Gebäudebereich zeigt dieses Verfahren, wo unnötig Energie verloren geht: undichte Fensteranschlüsse, mangelhafte Dämmung, Wärmebrücken an Rollladenkästen oder verrutschte Dämmmatten in Dachschrägen werden so punktgenau lokalisiert – häufig…
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Kaufpreisaufteilung in Wiesbaden: Warum der Gebäudeanteil über die Steuerersparnis entscheidet
Beim Kauf einer Kapitalanlage denken viele Erwerber zuerst an Lage, Zustand und Mietrendite. Ein Faktor wird dabei oft übersehen: die Kaufpreisaufteilung. Denn steuerlich abschreiben lässt sich nur der Gebäudeanteil – der Wert des Grundstücks bleibt bei der Absetzung für Abnutzung (AfA) unberücksichtigt. In Lagen mit hohen Bodenwerten fällt der abschreibbare Gebäudeanteil oft geringer aus – eine strategische Aufteilung ist hier besonders wichtig. Für wen ist die Abschreibung relevant Die steuerliche Abschreibung von Immobilien ist ausschließlich für Eigentümer möglich, die ihre Immobilie vermieten oder gewerblich nutzen. Wer sein Eigenheim selbst bewohnt, kann keine AfA geltend machen – hier fehlt die Einkunftserzielungsabsicht. Eine Ausnahme bilden lediglich denkmalgeschützte Immobilien: Bei diesen können auch…