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Frankfurt: Warum der Energieausweis bei Verkauf und Vermietung unverzichtbar ist
Ob Altbauwohnung im Nordend, Reihenhaus in Niederrad oder Bürofläche im Europaviertel: Wer in Frankfurt eine Immobilie verkaufen oder neu vermieten will, braucht einen gültigen Energieausweis. Was viele unterschätzen: Die Pflicht gilt nicht erst bei Vertragsabschluss, sondern bereits bei der ersten Anzeige. Was der Energieausweis zeigt Der Energieausweis dokumentiert den energetischen Zustand eines Gebäudes. Er zeigt, wie viel Energie das Haus verbraucht oder theoretisch benötigt, und ordnet es in eine Effizienzklasse von A+ bis H ein. Seit 2009 ist das Dokument bei Verkauf, Vermietung und Verpachtung Pflicht – geregelt im Gebäudeenergiegesetz (GEG). Schon im Immobilieninserat müssen die Art des Ausweises, der Energiekennwert, die Effizienzklasse und der Hauptenergieträger angegeben werden. Spätestens bei…
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Vorkaufsrecht unter Geschwistern in Nürnberg: So bleibt die Immobilie in der Familie
Das Szenario ist typisch: Die Eltern werden älter, das Haus in Nürnberg soll verkauft werden, und eigentlich wäre es schön, wenn es in der Familie bleibt. Vielleicht hat eines der Kinder Interesse, vielleicht auch ein Enkel. Doch haben Familienmitglieder überhaupt einen Anspruch darauf, bevorzugt zu werden? Die kurze Antwort: Nein. Ein gesetzliches Vorkaufsrecht für Angehörige existiert in Deutschland nicht. Wer die Immobilie trotzdem gezielt in der Familie halten möchte, muss selbst aktiv werden – am besten frühzeitig. Was der Gesetzgeber Familien dennoch erleichtert Auch ohne automatisches Vorkaufsrecht gibt es Vorteile beim Verkauf an Verwandte. Das Vorkaufsrecht des Mieters etwa greift nicht, wenn die Wohnung an Familienangehörige oder Haushaltsangehörige verkauft wird…
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Erbschaftsteuer auf Immobilien in Hamburg: Freibeträge nutzen und Steuerlast senken
Die Immobilienpreise in Hamburg gehören zu den höchsten in Deutschland. Was für Eigentümer erfreulich ist, wird für Erben oft zur finanziellen Belastung: Je wertvoller das geerbte Haus oder die Wohnung, desto höher fällt die Erbschaftsteuer aus. Wer die geltenden Freibeträge und Gestaltungsmöglichkeiten kennt, kann die Steuerlast jedoch deutlich reduzieren. Wie wird die Erbschaftsteuer berechnet? Grundlage für die Berechnung ist der Marktwert der Immobilie zum Zeitpunkt des Erbfalls. Das Finanzamt ermittelt diesen Wert meist ohne Besichtigung – und schätzt dabei häufig zu hoch. Die tatsächliche Steuerlast hängt vom Verwandtschaftsgrad ab: Ehepartner können bis zu 500.000 Euro steuerfrei erben, Kinder bis zu 400.000 Euro, Enkel 200.000 Euro. Für Geschwister, Nichten oder nicht…
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Essen: Hauskauf oder Erbschaft? Welche Sanierungspflichten das Gebäudeenergiegesetz von neuen Eigentümern verlangt
Das Elternhaus in Essen geerbt, eine Doppelhaushälfte aus den 1970ern gekauft oder eine Eigentumswohnung geschenkt bekommen: Was zunächst nach Vermögenszuwachs klingt, kann schnell zur finanziellen Herausforderung werden. Denn das Gebäudeenergiegesetz verpflichtet neue Eigentümer, bestimmte energetische Standards einzuhalten – unabhängig davon, ob die Immobilie gekauft, vererbt oder verschenkt wurde. Wann die Sanierungspflicht greift Betroffen sind vor allem unsanierte Wohngebäude, die vor 2002 errichtet wurden. Sobald ein Eigentümerwechsel stattfindet, beginnt eine Frist von zwei Jahren ab Grundbucheintragung. Innerhalb dieser Zeit müssen die gesetzlichen Anforderungen erfüllt sein. Das gilt gleichermaßen für selbstgenutzte Häuser wie für vermietete Objekte und Mehrfamilienhäuser. „Viele Erben in Essen gehen davon aus, dass sie das Elternhaus einfach so übernehmen…
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Gewerbe im Wohngebiet in Augsburg: Welche Nutzungen erlaubt sind und wann eine Genehmigung nötig wird
Wer in Augsburg eine Immobilie besitzt, denkt früher oder später über zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten nach: ein kleines Büro im Erdgeschoss, eine Praxis im eigenen Haus oder ein wachsender Nebenerwerb aus dem Homeoffice heraus. Doch bei gewerblichen Tätigkeiten im Wohngebiet gelten klare baurechtliche Vorgaben. Wer diese ignoriert, riskiert Auflagen, Konflikte mit Nachbarn oder sogar Wertminderungen der Immobilie. Wann wird aus Homeoffice ein Gewerbe? Die Grenze zwischen privatem Arbeiten und gewerblicher Nutzung ist fließend. Grundsätzlich gilt: Solange eine Tätigkeit keine Außenwirkung hat, bleibt sie Teil der normalen Wohnnutzung. Digitale Arbeit, Telefonate oder administrative Aufgaben sind unproblematisch. Kritisch wird es, wenn regelmäßig Kunden kommen, Mitarbeiter im Haus arbeiten oder häufige Lieferungen eingehen. Ab diesem…
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Grundsteuer in Köln: Dieser Fehler kostet Eigentümer hunderte Euro pro Jahr
Seit Januar 2025 gelten neue Grundsteuerbescheide. Allein Köln hat über 300.000 Bescheide verschickt. Viele Eigentümer fragen sich: Stimmt die Berechnung überhaupt? Ein oft übersehener Faktor ist die Restnutzungsdauer. Diese Zahl gibt an, wie lange ein Gebäude noch wirtschaftlich nutzbar ist. Je kürzer sie ausfällt, desto niedriger der Gebäudewert – und desto weniger Grundsteuer wird fällig. So rechnet das Finanzamt In Nordrhein-Westfalen gilt das Bundesmodell. Der Gebäudewert fließt direkt in die Grundsteuer ein. Und dieser Wert hängt stark von der Restnutzungsdauer ab. Die Formel ist einfach: Gesamtnutzungsdauer minus Alter. Bei Wohngebäuden setzt das Finanzamt 80 Jahre an. Ein Altbau von 1960 hätte demnach 2024 noch 16 Jahre Restnutzungsdauer. Selbst wenn rechnerisch…
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Grundstückskauf in Osnabrück: Wenn das günstige Grundstück zur Kostenfalle wird
Wer in Osnabrück ein Grundstück kaufen will, schaut zuerst auf den Quadratmeterpreis. In Pye oder Atter gibt es Bauland schon für unter 100 Euro pro Quadratmeter. In der Innenstadt werden über 800 Euro fällig. Doch der Kaufpreis ist nur die halbe Wahrheit. Denn für fast jedes Grundstück fallen Erschließungskosten an. Das sind Gebühren für den Anschluss an Straße, Wasser, Abwasser, Strom, Gas und Internet. In Niedersachsen liegen sie zwischen 10.000 und 25.000 Euro. Und: Die Gemeinde kann bis zu 90 Prozent davon auf die Eigentümer umlegen. Beispielrechnung: So setzen sich die Kosten zusammen Für ein typisches Baugrundstück in Niedersachsen sieht die Rechnung etwa so aus: Wasser und Abwasser schlagen mit…
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Schenkungsvertrag für Immobilien in Stuttgart: So übertragen Eigentümer ihre Immobilie rechtssicher
Eine Immobilie vererben oder lieber verschenken? Für viele Eigentümer in Stuttgart ist das mehr als eine steuerliche Frage – es geht um Familienfrieden, finanzielle Absicherung und die Kontrolle über das eigene Vermögen. Wer sich für eine Schenkung entscheidet, braucht einen rechtsgültigen Vertrag. Doch was muss drin stehen, welche Rechte kann sich der Schenker vorbehalten und wann lohnt sich der Schritt überhaupt? Warum überhaupt verschenken statt vererben? Der entscheidende Vorteil liegt in der steuerlichen Gestaltung. Die Freibeträge bei einer Schenkung – 400.000 Euro für Kinder, 500.000 Euro für Ehepartner – können alle zehn Jahre erneut genutzt werden. Bei einer Erbschaft gilt der Freibetrag nur einmal. Gerade bei wertvollen Stuttgarter Immobilien lässt sich durch…
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Sanierungspflicht in Deutschland: Wann das GEG Eigentümer zum Handeln zwingt
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) verpflichtet Eigentümer dazu, bestimmte energetische Mindeststandards einzuhalten. Auch bei bestehenden Gebäuden schreibt das Gesetz konkrete Sanierungspflichten vor – etwa beim Austausch veralteter Heizkessel oder der Dämmung ungedämmter Bauteile. Wer untätig bleibt, riskiert Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Wann greift die Sanierungspflicht? Die Sanierungspflicht nach GEG gilt nicht pauschal, sondern tritt nur in bestimmten Fällen in Kraft. Der häufigste Auslöser ist ein Eigentümerwechsel – egal ob durch Kauf, Erbschaft oder Schenkung. Entscheidend ist das Datum der Änderung im Grundbuch. „Viele Käufer in Hamburg sind überrascht, welche Pflichten mit dem Erwerb einer älteren Immobilie verbunden sind", erklärt Cyran Heid, Geschäftsführer der Heid Energieberatung. „Die Fristen sind knapp –…
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Betriebskostenabrechnung in Berlin: Warum sich ein genauer Blick für Mieter lohnt
Die Betriebskostenabrechnung sorgt jedes Jahr aufs Neue für Diskussionen zwischen Mietern und Vermietern. Gerade in Berlin, wo die Nebenkosten in den letzten Jahren stark gestiegen sind, lohnt sich ein genauer Blick auf die Abrechnung. Denn nicht selten schleichen sich Fehler ein – zulasten der Mieter. Was ist eine Betriebskostenabrechnung? Die Betriebskostenabrechnung wird einmal jährlich erstellt und listet alle laufenden Nebenkosten auf, die auf die Mieter umgelegt werden dürfen. Dazu zählen unter anderem Heizung, Wasser, Müllentsorgung, Hausreinigung, Gartenpflege und Versicherungen. Die Abrechnung zeigt, ob die monatlichen Vorauszahlungen ausgereicht haben oder ob eine Nachzahlung fällig wird. „Viele Mieter in Berlin akzeptieren ihre Betriebskostenabrechnung, ohne sie zu prüfen", erklärt Katharina Heid, Geschäftsführerin der…