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    Hessische Ärzteschaft warnt vor unerlaubten Botox-Behandlungen

    Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen fordert, unerlaubte Anwendungen von Botulinumtoxin A durch nichtärztliche Anbieter konsequenter zu kontrollieren und strafrechtlich zu sanktionieren.  Botulinumtoxin A (Botox) ist ein verschreibungspflichtiges Medikament und kann zu Nebenwirkungen führen, beispielsweise zu Muskellähmungen oder Schluckstörungen. Injektionen mit Botox gelten daher als medizinische Eingriffe, nicht als reine Kosmetik. Aus diesem Grund dürfen in Deutschland nur approbierte Ärztinnen und Ärzte sowie unter bestimmten Bedingungen im Mund-Kiefer-Bereich auch Zahnärztinnen und Zahnärzte Botox-Injektionen verabreichen. Im Gegensatz dazu dürfen dies weder Heilpraktikterinnen und -praktiker noch Kosmetikerinnen und Kosmetiker. Zudem ist es Ärztinnen und Ärzten nicht gestattet, in Heilpraktikerpraxen oder Kosmetikstudios Botox zu spritzen. Die Landesärztekammer Hessen sieht mit großer Sorge, dass dennoch…

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    Hilfe für Menschen ohne Krankenversicherung endlich umsetzen

    Die Landesärztekammer Hessen fordert die Hessische Landesregierung auf, die im Koalitionsvertrag vereinbarten Hilfsmaßnahmen für Menschen ohne Krankenversicherung zeitnah umzusetzen. Dies umfasst die Schaffung eines Hilfsfonds zur Behandlungsfinanzierung sowie Clearing-Stellen zur Beratung und Unterstützung der Betroffenen. Den bisherigen Zustand sehen die hessischen Ärztinnen und Ärzte sehr kritisch: Aktuell würden Menschen ohne Krankenversicherungsschutz durch mehrheitlich karitative Einrichtungen und Ehrenamtliche medizinisch versorgt. Kliniken, die Patientinnen und Patienten ohne Krankenversicherungsschutz notfallmäßig versorgten, blieben in der Regel auf den Kosten sitzen, so die Ärztinnen und Ärzte. Die Übernahme durch das Sozialamt geschehe immer seltener. Die Landesärztekammer Hessen fordert die Landesregierung daher auf, die Finanzierung und Auszahlung des Hilfsfonds für bislang nicht versorgte Leistungen in Kliniken,…

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    Hessische Ärztinnen und Ärzte fordern: Medizinisches Personal und Einrichtungen in Kriegsgebieten schützen, Behandlungsplätze in Deutschland anbieten

    Die Delegierten der Landesärztekammer Hessen sehen mit Sorge auf die dramatischen humanitären Notlagen in Kriegsgebieten. Im Namen der hessischen Ärzteschaft fordern sie die hessische Landesregierung und auch die Bundesregierung auf, sich dafür einzusetzen, dass humanitäre Hilfe und medizinische Versorgung in Krisen- und Kriegsregionen der Welt uneingeschränkt und ohne Gefahr für Leib und Leben der Helfenden jederzeit möglich gemacht werden. Insbesondere müsse die Arbeit der Hilfsorganisationen wie etwa Ärzte ohne Grenzen, Medico International und der UN-Organisationen gewährleistet werden. Die Genfer Konvention (s. u.) müsse uneingeschränkt befolgt werden. Darüber hinaus fordern die hessischen Ärztinnen und Ärzte die Bundesregierung auf, aus humanitären Gründen Behandlungsplätze in Deutschland anzubieten, um das Leid der Bevölkerung, insbesondere…

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    Gegen Engpässe bei der ärztlichen Weiterbildung: LÄKH fordert Pflicht zur Weiterbildungskooperation für Kliniken

    Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen (LÄKH) fordert die Landesregierung Hessen auf, dem Vorbild des Entwurfs der nordrhein-westfälischen Landesregierung zu folgen und eine Verpflichtung zur Weiterbildungskooperation von Krankenhäusern im Rahmen der ärztlichen Weiterbildung im hessischen Krankenhausgesetz zu verankern sowie diesen Entwurf für Hessen um den ambulanten Bereich zu erweitern. Denn vor dem Hintergrund der Krankenhausreform sei es wichtig, auch die ärztliche Weiterbildung mitzudenken. Wegen Krankenhausreform droht Mangel an Fachärztinnen und Fachärzten Nach Überzeugung der LÄKH-Delegiertenversammlung ist eine solche verpflichtende Kooperation im Zusammenhang mit der Krankenhausreform von großer Bedeutung, um die zukünftige fachärztliche Weiterbildung zu sichern. Ansonsten könnte die Spezialisierung und Veränderungen durch die Zuteilung von Leistungsgruppen zu Engpässen in der ärztlichen…

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    LÄKH für Erhalt und Ausbau des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin in Frankfurt

    Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen spricht sich öffentlich und nachdrücklich für den Erhalt und Ausbau des Dr. Senckenbergischen Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin am Standort Frankfurt aus. Die LÄKH-Delegierten erklären, Frankfurt am Main nehme innerhalb der deutschen Medizingeschichte eine besondere und bisher wissenschaftlich nicht vollständig ausgeforschte Stellung ein. Die Geschichte der medizinischen Einrichtungen vor Ort – insbesondere im Kontext der NS-Zeit und des Instituts für Rassenhygiene – begründe eine nachhaltige Verantwortung zur wissenschaftlichen Aufarbeitung und zur institutionellen Verankerung dieser Arbeit. Die bisher in dieser Hinsicht geleistete Arbeit des Instituts sollte sichtbar gemacht sowie fortgeführt und durch auskömmliche Ausstattung in materieller und personeller Hinsicht ausgebaut werden, so die LÄKH.…

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    Landesärztekammer Hessen fordert nachhaltige Sicherung des Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst

    Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen hat sich mit Nachdruck für eine nachhaltige Sicherung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) ausgesprochen. In einem am 21. März 2026 in Bad Nauheim gefassten Beschluss fordern die Delegierten das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege auf, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um die erreichten Fortschritte aus dem Bundespakt für den ÖGD über das Jahr 2026 hinaus zu sichern. Dafür sollen ausreichend Landesmittel bereitgestellt werden. Ziel ist es, gemeinsam mit den hessischen Landkreisen und Städten den aktuell erreichten Personalstand in den Gesundheitsämtern dauerhaft zu erhalten. Handlungsfähigkeit im Krisenfall sichern Die Delegierten betonen, dass die Covid-19-Pandemie erhebliche Defizite in der personellen Ausstattung und der digitalen Infrastruktur…

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    „Fatale Auswirkungen“: Landesärztekammer Hessen kritisiert geplante Kürzungen bei Psychotherapie scharf

    Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen (LÄKH) übt deutliche Kritik an der Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses (EBA) vom 11. März 2026, die Vergütung der ambulanten ärztlichen und psychologischen psychotherapeutischen Leistungen ab dem 01.04.2026 um 4,5 Prozent abzusenken. Die LÄKH ruft die hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Diana Stolz, dazu auf, beim Bundesministerium für Gesundheit in Berlin den Beschluss des Bewertungsausschusses zu beanstanden und alles dafür zu tun, dass dieser nicht umgesetzt wird. Die Entscheidung des EBA werde nach einhelliger Meinung der LÄKH fatale Auswirkungen auf die Versorgung von Patienten durch ärztliche Psychotherapeuten, Fachärztinnen und Fachärzte für psychosomatische Medizin und Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie haben.…

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    Mehr Gefährdung statt Hilfe – Landesärztekammer Hessen lehnt Neuregelung des Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes ab

    Auf ihrer jüngsten Delegiertenversammlung in Bad Nauheim hat sich die Landesärztekammer Hessen (LÄKH) geschlossen gegen die kürzlich erfolgte Änderung des hessischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes (PsychKHG) gestellt. In § 28 Abs. 4 Hess. PsychKHG wurde für zuvor untergebrachte psychisch Kranke mit Gefährdungspotenzial eine Meldepflicht eingeführt, die nach Ansicht der Regierung das Risiko von Gewalttaten senken soll. Das sehen die hessischen Ärztinnen und Ärzte jedoch ganz anders. Die Gesetzesänderung täusche allenfalls ein Gefühl der Sicherheit vor, verbessere aber weder die Sicherheitslage der Bevölkerung noch die Behandlung der Patientinnen und Patienten.  Die beste Maßnahme, um Gewalttaten durch Menschen mit psychischen Erkrankungen zu verhindern, sei deren konsequente und adäquate Behandlung. Die LÄKH appelliert daher an die…

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    Organspender und ihre Familien sichtbar machen

    Auf Einladung der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und der Staatssekretärin im Ministerium für Familie, Senioren, Gesundheit und Pflege, Hessen, Dr. Sonja Optendrenk, kamen heute ärztliche und pflegerische Mitarbeitende aus Krankenhäusern, Transplantationsbeauftragte Angehörige von Organspendern sowie Organempfängerinnen und -empfänger aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland in den Räumen der Landesärztekammer Hessen zur Jahrestagung der Region Mitte der Deutschen Stiftung Organtransplantation zusammen. Auf dem Programm standen ein praktischer Workshop, fachliche Vorträge sowie ein Pressegespräch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Medizin und Politik, gemeinsam mit Betroffenen. Dabei stand die Situation der Angehörigen von postmortalen Organspendern im Mittelpunkt. Sie sollten innerhalb der Gesellschaft stärker sichtbar sein, ohne sie wären Transplantationen nicht möglich. Weiterhin wurden…

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    „Seltene Erkrankungen nicht übersehen“ – Landesärztekammer Hessen will mit neuem Bildungsangebot mehr Aufmerksamkeit für betroffene Patienten schaffen

    Den Welttag der Seltenen Erkrankungen am 28.02.2026 nimmt die Landesärztekammer Hessen (LÄKH) zum Anlass, zwei neue ärztliche Fortbildungsangebote bereitzustellen, kostenlos für alle. "Auch wenn sich in den vergangenen Jahren die Sichtbarkeit von seltenen Erkrankungen und der Menschen hinter den Diagnosen erhöht hat, gibt es weiterhin noch viel zu tun – und dazu möchten wir als Landesärztekammer Hessen einen Beitrag leisten", sagt Dr. Edgar Pinkowski, Präsident der LÄKH.  Eine Erkrankung gilt als selten, wenn nicht mehr als 5 von 10.000 Menschen von ihr betroffen sind1. Da weltweit aktuell 6.000 bis 8.000 seltene Erkrankungen bekannt sind und jeweils wenige bis hin zu 250.000 Personen von der jeweiligen Diagnose betroffen sein können, sind…

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