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Ärztliche Behandlungsfehler: weniger anerkannte Fälle bei mehr Prüfungsanträgen in 2025
Die Gutachter- und Schlichtungsstelle der Landesärztekammer Hessen hat ihre Zahlen für das Berichtsjahr 2025 veröffentlicht. Insgesamt gingen 896 Anträge zur Prüfung etwaiger Behandlungsfehler ein (gegenüber 740 im Vorjahr). 781 Fälle wurden bereits abgeschlossen, wobei 287 gutachterliche Entscheidungen zu fällen waren. Diese führten schließlich zur Anerkennung von 92 ärztlichen Behandlungsfehlern (gegenüber 95 im Vorjahr). Damit bewegen sich die Zahlen für 2025 im gewohnten Rahmen für Hessen, wobei die Anzahl der anerkannten Fälle etwas niedriger ausfällt als in den Jahren zuvor. Die meisten Verdachtsfälle betrafen die Fachbereiche Orthopädie/Unfallchirurgie (104), Innere Medizin (25) und Frauenheilkunde (18). "Die erneut niedrigen Fallzahlen zeugen von hohen Behandlungsstandards in Hessens Kliniken und Praxen", sagt Dr. med. Edgar…
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Startschuss für die Zukunft der Ärztlichen Fort- und Weiterbildung in Hessen
Die Landesärztekammer Hessen (LÄKH) hat das Richtfest ihrer neue Akademie für Ärztliche Fort- und Weiterbildung gefeiert. Der Bau wird gerade umfassend saniert, umgebaut und erneuert. Aktuell stehen die Abrissarbeiten am alten Bestandsgebäude vor dem Abschluss. Hinter den Baumaßnahmen steht auch eine besondere organisatorische Leistung: Der Akademiebetrieb läuft uneingeschränkt weiter. Für die Dauer der Bauarbeiten wurden die Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen in ein nahe gelegenes Gebäude ausgelagert. LÄKH-Präsident Dr. med. Edgar Pinkowski sagte beim Richtfest, gefeiert würden nicht nur Holz, Stahl und Beton, sondern auch ein Stück Zukunft der ärztlichen Fort- und Weiterbildung in Hessen. Die Akademie sei weit mehr als ein Gebäude: Sie stehe für ärztliche Selbstverwaltung, für Lernen, Austausch und…
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Sucht in unserer Gesellschaft
Wann: Dienstag, 02.06.2026, 19-21 Uhr (Präsenzveranstaltung; online-Teilnahme möglich) Wo: Landesärztekammer Hessen, Hanauer Landstraße 152, 60314 Frankfurt am Main In Folge sog. „stoff-gebundene Süchte“, sei es durch Alkohol und Tabak oder durch illegale Drogen verstarben in Deutschland im Jahr 2023 ca 150.000 Menschen. Welche Auswirkungen aber haben der Cannabis-Konsum oder die „neue Partydroge“ Lachgas? In der Gesellschaft bislang noch wenig wahrgenommen sind die „nicht-stoffgebundenen Süchte“, Internetsucht, Spielsucht, Social-Media-Sucht die inzwischen mehr als ein Prozent der Allgemeinbevölkerung betreffen und zunehmend auch ein gesellschaftliches Problem darstellen. Sie weisen ähnliche Suchtsymptome auf wie die substanz-bezogenen: Kontrollverlust, unwiderstehliches Suchtverlangen – mit Folgen wie Vernachlässigung von Beziehungen, Verlust des Arbeitsplatzes, Verschuldung, Krisen und Konflikte. Die…
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Sommerempfang der hessischen Heilberufe: Miteinander reden – Heute und in Zukunft
Rund 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Heilberufen trafen sich am 20. Mai auf dem Neroberg in Wiesbaden zum jährlichen Sommerempfang der hessischen Heilberufe. In seinem Impulsvortrag referierte der Arzt und Autor Prof. Dr. med. Jochen A. Werner zum Thema "Künstliche Intelligenz in der Medizin: Was Maschinen leisten können – und was menschlich bleiben muss". Diana Stolz (CDU), Hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, sprach ein Grußwort. Dr. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer, eröffnete den Abend und hob das Bündnismotto "Heilen und Helfen" als Versprechen hervor, das die Heilberufe in Hessen verbindet. Einen besonderen Dank richtete er an die Hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz für eine stets…
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Zahl der hessischen Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung erneut angestiegen
Die Landesärztekammer Hessen hat die Ergebnisse des Hessischen Weiterbildungsregisters für das Jahr 2025 vorgestellt. Die Rücklaufquote lag bei 92 Prozent. Insgesamt 7.031 aktive Ärztinnen und Ärzte wurden von den Weiterbildungsbefugten in einer Gebietsbezeichnung gemeldet. 426 befanden sich in Mutterschutz oder Elternzeit. Im Vorjahr waren es 6.673 aktive Ärztinnen und Ärzte, sodass die Zahl der Weiterzubildenden wie in den Jahren zuvor gestiegen ist. 118 aktive Ärztinnen und Ärzte wurden in einer Schwerpunktbezeichnung gemeldet. 50 Prozent der jeweiligen Befugnisse einer Gebiets- und Schwerpunktbezeichnung haben keine sich in Weiterbildung befindlichen Ärztinnen und Ärzte beschäftigt. Bei einer Befugnis handelt es sich um eine befugte Person oder, im Falle einer gemeinsamen Befugnis, um mehrere Personen.…
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Problematischer Medienkonsum im Kindes- und Jugendalter und Lösungsansätze
Wann: Dienstag, 05.05.2026, 19-21 Uhr (Präsenzveranstaltung; online-Teilnahme möglich) Wo: Landesärztekammer Hessen, Hanauer Landstraße 152, 60314 Frankfurt am Main Digitale Medien haben auch in Deutschland die Kinderzimmer erobert. Mehr als 90% der Kinder und Jugendlichen nutzen regelmäßig soziale Online-Netzwerke, -Videos und –Spiele und sind fast vier Stunden täglich online. Die problematische Nutzung sozialer Medien nimmt weiter zu: bis zu einem Viertel der jungen Nutzer entwickelt einen „riskanten Gebrauch“, 6% erfüllen alle Kriterien einer Verhaltenssucht mit deutlichen Einschränkungen im Alltag. Schon lange wurde vor den Risiken intensiver Nutzung digitaler Medien für die Entwicklung der Kinder gewarnt: Aufmerksamkeitsstörungen, Realitätsverlust, Stress, Depression und zu nehmende Gewaltbereitschaft. Wie können und sollten wir als Einzelne,…
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Hessische Ärzteschaft warnt vor unerlaubten Botox-Behandlungen
Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen fordert, unerlaubte Anwendungen von Botulinumtoxin A durch nichtärztliche Anbieter konsequenter zu kontrollieren und strafrechtlich zu sanktionieren. Botulinumtoxin A (Botox) ist ein verschreibungspflichtiges Medikament und kann zu Nebenwirkungen führen, beispielsweise zu Muskellähmungen oder Schluckstörungen. Injektionen mit Botox gelten daher als medizinische Eingriffe, nicht als reine Kosmetik. Aus diesem Grund dürfen in Deutschland nur approbierte Ärztinnen und Ärzte sowie unter bestimmten Bedingungen im Mund-Kiefer-Bereich auch Zahnärztinnen und Zahnärzte Botox-Injektionen verabreichen. Im Gegensatz dazu dürfen dies weder Heilpraktikterinnen und -praktiker noch Kosmetikerinnen und Kosmetiker. Zudem ist es Ärztinnen und Ärzten nicht gestattet, in Heilpraktikerpraxen oder Kosmetikstudios Botox zu spritzen. Die Landesärztekammer Hessen sieht mit großer Sorge, dass dennoch…
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Hilfe für Menschen ohne Krankenversicherung endlich umsetzen
Die Landesärztekammer Hessen fordert die Hessische Landesregierung auf, die im Koalitionsvertrag vereinbarten Hilfsmaßnahmen für Menschen ohne Krankenversicherung zeitnah umzusetzen. Dies umfasst die Schaffung eines Hilfsfonds zur Behandlungsfinanzierung sowie Clearing-Stellen zur Beratung und Unterstützung der Betroffenen. Den bisherigen Zustand sehen die hessischen Ärztinnen und Ärzte sehr kritisch: Aktuell würden Menschen ohne Krankenversicherungsschutz durch mehrheitlich karitative Einrichtungen und Ehrenamtliche medizinisch versorgt. Kliniken, die Patientinnen und Patienten ohne Krankenversicherungsschutz notfallmäßig versorgten, blieben in der Regel auf den Kosten sitzen, so die Ärztinnen und Ärzte. Die Übernahme durch das Sozialamt geschehe immer seltener. Die Landesärztekammer Hessen fordert die Landesregierung daher auf, die Finanzierung und Auszahlung des Hilfsfonds für bislang nicht versorgte Leistungen in Kliniken,…
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Hessische Ärztinnen und Ärzte fordern: Medizinisches Personal und Einrichtungen in Kriegsgebieten schützen, Behandlungsplätze in Deutschland anbieten
Die Delegierten der Landesärztekammer Hessen sehen mit Sorge auf die dramatischen humanitären Notlagen in Kriegsgebieten. Im Namen der hessischen Ärzteschaft fordern sie die hessische Landesregierung und auch die Bundesregierung auf, sich dafür einzusetzen, dass humanitäre Hilfe und medizinische Versorgung in Krisen- und Kriegsregionen der Welt uneingeschränkt und ohne Gefahr für Leib und Leben der Helfenden jederzeit möglich gemacht werden. Insbesondere müsse die Arbeit der Hilfsorganisationen wie etwa Ärzte ohne Grenzen, Medico International und der UN-Organisationen gewährleistet werden. Die Genfer Konvention (s. u.) müsse uneingeschränkt befolgt werden. Darüber hinaus fordern die hessischen Ärztinnen und Ärzte die Bundesregierung auf, aus humanitären Gründen Behandlungsplätze in Deutschland anzubieten, um das Leid der Bevölkerung, insbesondere…
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Gegen Engpässe bei der ärztlichen Weiterbildung: LÄKH fordert Pflicht zur Weiterbildungskooperation für Kliniken
Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen (LÄKH) fordert die Landesregierung Hessen auf, dem Vorbild des Entwurfs der nordrhein-westfälischen Landesregierung zu folgen und eine Verpflichtung zur Weiterbildungskooperation von Krankenhäusern im Rahmen der ärztlichen Weiterbildung im hessischen Krankenhausgesetz zu verankern sowie diesen Entwurf für Hessen um den ambulanten Bereich zu erweitern. Denn vor dem Hintergrund der Krankenhausreform sei es wichtig, auch die ärztliche Weiterbildung mitzudenken. Wegen Krankenhausreform droht Mangel an Fachärztinnen und Fachärzten Nach Überzeugung der LÄKH-Delegiertenversammlung ist eine solche verpflichtende Kooperation im Zusammenhang mit der Krankenhausreform von großer Bedeutung, um die zukünftige fachärztliche Weiterbildung zu sichern. Ansonsten könnte die Spezialisierung und Veränderungen durch die Zuteilung von Leistungsgruppen zu Engpässen in der ärztlichen…