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Wo Zukunft entsteht: Warum Gremien neue Räume brauchen – und kein Meeting mehr ausreicht. Der Board Summit als Denkarchitektur für ein neues Jahrzehnt
Es gibt Veränderungen, die nicht laut auftreten. Sie kündigen sich nicht mit Schlagzeilen an, nicht mit Eilmeldungen, nicht mit hektischer Betriebsamkeit. Sie beginnen leise, oft kaum hörbar, als feine Verschiebung der Atmosphäre. Die digitale Transformation gehört zu diesen stillen Revolutionen. Sie verändert die Räume, in denen Unternehmen denken, handeln und entscheiden – und sie verändert damit zwangsläufig auch die Orte, an denen Aufsicht entsteht. Früher mochte ein Gremium ein Bollwerk der Stabilität gewesen sein, ein sicherer Hafen in bewegten Zeiten. Heute jedoch fühlt sich diese Vorstellung beinahe an wie eine Reminiszenz aus einer anderen Epoche. In einer Welt, die gleichzeitig beschleunigt und fragmentiert, in der geopolitische Verwerfungen, technologische Sprünge und…
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Gremien im Zeitalter von KI, Algorithmen und Digitalisierung: Aufsicht an der Grenze des Verstehbaren
Es gibt Veränderungen, die nicht mit einem Paukenschlag beginnen, sondern mit einem kaum wahrnehmbaren Verschieben der Atmosphäre. Man spürt eine neue Dichte, eine veränderte Temperatur, eine andere Logik. Die digitale Transformation gehört zu diesen leisen Revolutionen. Sie tritt nicht durch die Vordertür ein, wo man ihr hätte die Hand schütteln und sie willkommen heißen können. Sie beginnt im Verborgenen, irgendwo zwischen einer neuen Cloud-Architektur, einer veränderten Kundenerwartung und einem Algorithmus, der Entscheidungen trifft, bevor ein Mensch versteht, dass überhaupt ein Entscheidungsbedarf entsteht. Und mitten in dieser neuen Wirklichkeit steht der Aufsichtsrat – ein Organ, das jahrzehntelang dafür geschaffen war, Stabilität zu wahren. Doch in einer Zeit, in der Stabilität zur…
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Hinterzimmer, Netzwerke, stille Deals: Die Wahrheit über Aufsichtsratsbesetzungen
Unter deutschen Aufsichtsräten und Beiräten existiert ein Arbeitsmarkt, der offiziell kaum einer ist. Mandate werden selten ausgeschrieben, noch seltener offensiv beworben. Statt öffentlicher Suche dominiert ein System aus persönlichen Empfehlungen, vertraulichen Telefonaten und handverlesenen Vorschlagslisten. Wer in den richtigen Netzwerken unterwegs ist, hat Chancen. Wer dort nicht vorkommt, bleibt unsichtbar – unabhängig von Qualifikation und Erfahrung. Gleichzeitig nimmt der Druck auf die Gremien zu: Digitalisierung, KI, geopolitische Risiken, Nachhaltigkeit, verschärfte Regulierung – der Katalog an Anforderungen wächst schneller als viele Aufsichtsräte sich erneuern. Eine aktuelle Studie des Arbeitskreises deutscher Aufsichtsrat (AdAR) verweist auf neue Kompetenzfelder wie ESG, Digitalisierung und Geopolitik, die in den Gremien gezielt aufgebaut werden müssten.(adar.info) Siehe Abbildung…