• Finanzen / Bilanzen

    Wenn die Familie mit am Tisch sitzt: Wie Familienunternehmen ihre Zukunft sichern. Warum Familienunternehmen eine andere Art der Aufsicht brauchen

    Es gibt Formen des Unternehmertums, die sich nicht allein durch Strukturen, Prozesse oder Kennzahlen erklären lassen. Familienunternehmen gehören zu diesen besonderen Konstruktionen. Sie sind nicht lediglich wirtschaftliche Einheiten, sondern gewachsene Lebenswelten, die über Generationen hinweg Identität, Verantwortung und Zugehörigkeit miteinander verweben. Entscheidungen tragen hier emotionale Schichten, die keine Bilanz abbilden kann. Der EY Family Enterprise Barometer zeigt seit Jahren, wie eng wirtschaftliche Entscheidungen in Familienunternehmen mit Emotionen und generationsübergreifenden Werten verzahnt sind. Diese Nähe macht sie stark – und empfänglich. Aufsicht in einem Familienunternehmen verlangt deshalb eine andere Tiefe als in Unternehmen ohne familiäre Struktur. Sie bewegt sich in einem Raum, der kulturell aufgeladen, historisch geprägt und zugleich verletzlich ist.…

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  • Finanzen / Bilanzen

    Wo Zukunft entsteht: Warum Gremien neue Räume brauchen – und kein Meeting mehr ausreicht. Der Board Summit als Denkarchitektur für ein neues Jahrzehnt

    Es gibt Veränderungen, die nicht laut auftreten. Sie kündigen sich nicht mit Schlagzeilen an, nicht mit Eilmeldungen, nicht mit hektischer Betriebsamkeit. Sie beginnen leise, oft kaum hörbar, als feine Verschiebung der Atmosphäre. Die digitale Transformation gehört zu diesen stillen Revolutionen. Sie verändert die Räume, in denen Unternehmen denken, handeln und entscheiden – und sie verändert damit zwangsläufig auch die Orte, an denen Aufsicht entsteht. Früher mochte ein Gremium ein Bollwerk der Stabilität gewesen sein, ein sicherer Hafen in bewegten Zeiten. Heute jedoch fühlt sich diese Vorstellung beinahe an wie eine Reminiszenz aus einer anderen Epoche. In einer Welt, die gleichzeitig beschleunigt und fragmentiert, in der geopolitische Verwerfungen, technologische Sprünge und…

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  • Sicherheit

    Gremien im Zeitalter von KI, Algorithmen und Digitalisierung: Aufsicht an der Grenze des Verstehbaren

    Es gibt Veränderungen, die nicht mit einem Paukenschlag beginnen, sondern mit einem kaum wahrnehmbaren Verschieben der Atmosphäre. Man spürt eine neue Dichte, eine veränderte Temperatur, eine andere Logik. Die digitale Transformation gehört zu diesen leisen Revolutionen. Sie tritt nicht durch die Vordertür ein, wo man ihr hätte die Hand schütteln und sie willkommen heißen können. Sie beginnt im Verborgenen, irgendwo zwischen einer neuen Cloud-Architektur, einer veränderten Kundenerwartung und einem Algorithmus, der Entscheidungen trifft, bevor ein Mensch versteht, dass überhaupt ein Entscheidungsbedarf entsteht. Und mitten in dieser neuen Wirklichkeit steht der Aufsichtsrat – ein Organ, das jahrzehntelang dafür geschaffen war, Stabilität zu wahren. Doch in einer Zeit, in der Stabilität zur…

  • Finanzen / Bilanzen

    Hinterzimmer, Netzwerke, stille Deals: Die Wahrheit über Aufsichtsratsbesetzungen

    Unter deutschen Aufsichtsräten und Beiräten existiert ein Arbeitsmarkt, der offiziell kaum einer ist. Mandate werden selten ausgeschrieben, noch seltener offensiv beworben. Statt öffentlicher Suche dominiert ein System aus persönlichen Empfehlungen, vertraulichen Telefonaten und handverlesenen Vorschlagslisten. Wer in den richtigen Netzwerken unterwegs ist, hat Chancen. Wer dort nicht vorkommt, bleibt unsichtbar – unabhängig von Qualifikation und Erfahrung. Gleichzeitig nimmt der Druck auf die Gremien zu: Digitalisierung, KI, geopolitische Risiken, Nachhaltigkeit, verschärfte Regulierung – der Katalog an Anforderungen wächst schneller als viele Aufsichtsräte sich erneuern. Eine aktuelle Studie des Arbeitskreises deutscher Aufsichtsrat (AdAR) verweist auf neue Kompetenzfelder wie ESG, Digitalisierung und Geopolitik, die in den Gremien gezielt aufgebaut werden müssten.(adar.info) Siehe Abbildung…