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Mit handgeschriebenen Worten Nähe schenken
Inmitten der Großstadt leben viele ältere Menschen, die sich einsam fühlen. Die Aktion „Berliner Herzenszeilen“ möchte das ändern – ganz einfach: mit einem handgeschriebenen Brief. Die „Berliner Herzenszeilen“ bringen Menschen miteinander in Kontakt, die sich sonst nie begegnet wären. Engagierte Freiwillige schenken Zeit und Aufmerksamkeit, Senior*innen schenken Vertrauen und persönliche Einblicke in ihre Lebensgeschichten. Ein Brief kann ein Leben heller machen Manchmal genügt ein einziger Satz, um den Tag eines Menschen zu verändern. Ein handgeschriebener Gruß, ein paar persönliche Zeilen – sie können Trost spenden, Erinnerungen wecken und Herzen berühren. Genau das ist die Idee hinter den „Berliner Herzenszeilen“, ein Projekt des Unionhilfswerks in Kooperation mit der B.Z. („Berliner Helden“). …
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Für umme und für alle – Wie junge Designer*innen das Engagement neu erfinden
Gestaltet wurden sie von Auszubildenden des Lette Vereins, junge Grafikdesigner*innen, die wissen, wie man Menschen erreicht, die sonst einfach weiterscrollen. Innerhalb eines Semesters entwickelten sie Kampagnen für die Freiwilligen im Unionhilfswerk. Ende September wurden drei der zahlreichen Entwürfe gekürt und im Unionhilfswerk Dienstleistungs.Campus in Berlin-Kreuzberg vorgestellt. Morgens Managerin, abends Spaziergängerin Was ist, wenn Engagement kein Extra-Termin ist, sondern Teil des Alltags? Vielleicht so: Eine Frau aus dem Personalvorstand, die nach Feierabend die High Heels gegen Sneaker tauscht, um mit einer älteren Dame um den Savignyplatz zu spazieren. Oder ein Angestellter, der Malkurse im Stadtteilzentrum gibt, weil er dort mehr Farbe sieht als im Büro. Diese Szenen haben Felipa, Tabea und Melissa eingefangen. Ihre Kampagne…
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Pflegeacker – hier wächst mehr als Gemüse
Mitten im belebten Kreuzberg zeigt ein besonderes Projekt, wie Natur auch in der Stadt ein Zuhause finden kann. Im Pflegewohnheim „Am Kreuzberg“ ist der „Pflegeacker“ gestartet – ein Gartenprojekt, das Menschen zusammenbringt, Natur erfahrbar macht und gesunde Ernährung praktisch erlebbar werden lässt. Idee und Finanzierung Die Idee entstand aus dem Wunsch, den Außenbereich des Pflegewohnheims „Am Kreuzberg“ in der Fidicinstraße 2 attraktiver zu gestalten. Lilith Langner, Vorständin der Stiftung Unionhilfswerk Berlin und Geschäftsführerin der Pflegebereiche, erklärt: „Wir wollten in unserer Einrichtung etwas Besonderes schaffen. Die Gestaltung des weitläufigen Gartens lag nahe.“ Bei einem Kongress lernte Lilith Langner das Projekt „Pflegeacker“ kennen und war sofort überzeugt: „Unser Team und die Bewohner*innen werden drei Jahre lang…
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Wenn der Ruhestand zum Neuanfang wird – sieben Frauen, sieben Geschichten und der gemeinsame Weg in eine neue Lebensphase
Der Abschied vom Arbeitsleben ist für viele mehr als nur ein Datum im Kalender – er ist ein großer Einschnitt voller Fragen, Ängste und Hoffnungen. Sieben ganz unterschiedliche Frauen trafen sich im Unionshilfswerk, um genau diesen Übergang gemeinsam zu gestalten. Im Workshop „Lebensübergänge resilient bewältigen“ öffneten sie ihre Herzen, sprachen über Sorgen wie Verlust von Anerkennung, Einsamkeit und den Umgang mit dem eigenen Selbstwert. Dabei wurde eines klar: Der Ruhestand ist nicht das Ende, sondern die Chance, sich selbst neu zu entdecken, längst gehegte Träume zu verwirklichen und dem Leben eine neue Struktur zu geben. Wie das gelingen kann? Ein Blick in den Kurs zeigt, warum es so wichtig ist,…
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Unionhilfswerkerin: Antonia Dierks
Kennen Sie eigentlich die Kolleginnen und Kollegen von nebenan, aus anderen Abteilungen oder Standorten? Bei 130 Einrichtungen und Projekten, verstreut in ganz Berlin, fast unmöglich! In der Reihe "Unionhilfswerker*innen" stellen wir Ihnen deshalb regelmäßig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor – zugegeben mit etwas ungewöhnlichen Fragen. Die perfekte Basis für einen Plausch beim nächsten Treffen! Name: Antonia Dierks Alter: 38 Beruf: Sozialpädagogin Was genau machen Sie da? Ich arbeite in der allgemeinen, unabhängigen Sozialberatung. Was mögen Sie am liebsten an Ihrem Beruf? Den Aspekt, Menschen zu helfen und ihnen den Weg in Richtung „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu zeigen. Was wollten Sie werden als Sie klein waren? Mein Traum war es immer Tänzerin zu werden. Tanzfilme…
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„Gegen das Vergessen“ – Perspektiven auf die PAPILLONS
Wie fühlt es sich an, wenn ein Theaterstück mehr ist als Kunst – wenn es Begegnung, Erinnerung und Lebensfreude zugleich bedeutet? Das Demenz-Theaterensemble PAPILLONS zeigt es eindrucksvoll: Mit der Musiktheater-Inszenierung „Totenwache“ berührte es in diesem Sommer nicht nur die Zuschauer*innen live, sondern auch ein großes Publikum in der ZDF-Reportage „Gegen das Vergessen“. Zwischen improvisierten Szenen, unerwarteten Lachmomenten und sehr persönlichen Geschichten entsteht ein Theater, das von Authentizität lebt – getragen von Bewohner*innen, Kindern und Freiwilligen, die sich mit Herz und Zeit einbringen.Unsere Gastautorin Kristina Schmidt berichtet für uns. Auch in diesem Sommer bewegte das Theaterensemble PAPILLONS erneut zahlreiche Zuschauer*innen: In sechs ausverkauften Vorstellungen der Musiktheaterinszenierung „Totenwache“ erlebten sie live, wie…
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Erfahrungswissen als Ressource: EX-IN-Genesungsbegleitung im Fokus
Wie kann das Erfahrungswissen von Menschen mit psychischen Krisen die psychiatrische Versorgung verändern? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Fachabends der Pinel gGmbH in Berlin-Schöneberg. Rund 100 Gäste diskutierten Chancen und Herausforderungen der EX-IN-Genesungsbegleitung – von Hoffnung und Empowerment bis hin zu Fragen der Implementierung in Kliniken und Trägern. Deutlich wurde: Peerarbeit wirkt stigmatisierenden Strukturen entgegen, stärkt Teams und eröffnet neue Perspektiven für eine inklusive psychosoziale Versorgung. Zu einem komprimierten und spannenden Fachabend hat die Pinel gGmbH – Initiative für psychisch Kranke im ersten Halbjahr 2025 ins Pinellodrom in Berlin-Schöneberg eingeladen. Unter dem Titel „Durch Erfahrung gut – Chancen & Challenges der EX-IN-Genesungsbegleitung für Träger und Kliniken“ konnten sich ca.…
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Forschen, pflanzen, staunen – Nachhaltigkeit spielerisch erleben
Gestern starteten die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit – auch das Unionhilfswerk beteiligt sich mit Aktionen und Beiträgen. Passend dazu zeigen wir ein Beispiel aus unserer Praxis: In der Kita „BeerenStark“ in Berlin-Neukölln entdecken Kinder, wie spannend Nachhaltigkeit sein kann. Beim gemeinsamen Gärtnern lernen sie Verantwortung für Pflanzen, Tiere und Umwelt zu übernehmen – mit leuchtenden Augen, Neugier und einer großen Portion Tatendrang. Nachhaltige Bildung gewinnt in Kitas zunehmend an Bedeutung. Schon die Kleinsten sollen Werte und Praktiken kennenlernen, die unsere Umwelt schützen und Ressourcen schonen. In der Kita „BeerenStark“ in der Weserstraße 186 des Unionhilfswerks wird Nachhaltigkeit täglich gelebt. Während im Garten Pflanzen wachsen, entwickeln die Kinder ein Bewusstsein für Natur und Verantwortung…
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„Vielfältig leben. Vielfältig Abschied nehmen.“
Unter dem Motto „Vielfältig leben. Vielfältig Abschied nehmen.“ präsentiert das Unionhilfswerk im Oktober eine besondere Veranstaltungsreihe. Ziel ist es, Vielfalt und Würde am Lebensende sichtbar zu machen – fachlich fundiert, kulturell vielfältig und gesellschaftlich relevant. Die Veranstaltungsreihe öffnet ungewöhnliche Räume für Austausch und neue Perspektiven: von Film und Musik bis hin zu internationaler Expertise. Kinoabend: Filmvorführung & Diskussion 01. Oktober 2025, 18:00–20:30 Uhr Filmtheater am Friedrichshain, Bötzowstraße 1, 10407 Berlin Der bewegende Kinofilm „Alles ist gut gegangen“ beleuchtet die Themen Selbstbestimmung und Sterbewünsche. Im Anschluss lädt eine moderierte Diskussion zum Austausch ein. Infos, Plakat-Download & Anmeldung Punkkonzert: Musik & Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens 03. Oktober 2025, 19:00 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr)…
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„Arbeit ist wie ein Banküberfall – ohne die richtigen Komplizen geht es nicht“
Zwei Frauen, zwei Generationen, ein Ziel: Gemeinsam leiten Marika Weber und Manuela Haupt unseren Ambulanten Pflegedienst Lichtenberg – mit viel Herz, Humor und gegenseitigem Respekt. Wie die beiden den Spagat zwischen Erfahrung und frischen Ideen meistern, warum „jung“ und „alt“ keine Gegensätze sein müssen und was sie voneinander gelernt haben, erzählen sie in dieser besonderen Geschichte über Teamgeist und Generationenvielfalt. Wenn die eine in den Ruhestand geht und die andere gerade erst loslegt – kann das gutgehen? In unserem Pflegedienst in Lichtenberg zeigt das Leitungstandem von Manuela Haupt und Marika Weber eindrucksvoll, wie bereichernd generationenübergreifende Zusammenarbeit sein kann – mit Offenheit, Humor und gegenseitigem Respekt. „Ich bin nicht die Tochter – ich…