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ADAC GT Masters Hockenheim

Auch wenn die Titelentscheidung im ADAC GT Masters für einmal nicht auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg fallen kann, so ist für Hochspannung in der Liga der Supersportwagen gesorgt. Die beiden vorhergegangenen Rennwochenende auf dem Lausitzring und dem Nürburgring haben gezeigt: Die Ausgeglichenheit im Feld der mehr als 30 GT3-Rennwagen ist höher denn je. Im Qualifikationstraining für das Sonntagsrennen auf dem Nürburgring lagen nicht weniger als 28 Fahrzeuge innerhalb einer einzigen Sekunde.

„Es ist unglaublich eng“, weiß Maro Engel, der gemeinsam mit Luca Stolz im Mercedes-AMG GT3 des neuen Teams Toksport WRT einen Traumstart in die Saison hingelegt hat und als Tabellenführer nach Hockenheim kommt. „Im zweiten Qualifying am Nürburgring sind wir vielleicht einen Hauch zu früh auf die Strecke gegangen, als der Grip noch nicht optimal war. Und es waren genau diese zwei Zehntelsekunden, die zwischen unserem elften und dem zweiten Startplatz lagen. Wenn es nicht zu 100 Prozent passt, stehst du im Mittelfeld. Ich kenne kaum eine Rennserie, die härter umkämpft ist. Genau das macht den Reiz des ADAC GT Masters aus.“

Auch für das dritte Rennwochenende der Saison in Hockenheim erwartet der 35-jährige Wahl-Monegasse einen heißen Tanz: „Es wird wieder hart und eng. Hockenheim ist eine Powerstrecke, auf der zum Beispiel die Corvette immer sehr stark war. Ansonsten dürften sich wieder die üblichen, sehr zahlreichen Verdächtigen vorne tummeln. Ich hoffe, auch wir werden wieder dazu gehören. Ich freue mich riesig darauf, der Hockenheimring ist eine fantastische Rennstrecke, auf der ich immer gerne gefahren bin.“

Die nächsten Verfolger von Engel/Stolz in der Tabelle lauern dicht dahinter. Wie die zwei Mercedes-Piloten haben Christian Engelhart und Michael Ammermüller im Porsche 911 GT3 R des neuen Teams SSR Performance einen großartigen Saisonstart hingelegt und bereits einen Rennsieg auf dem Konto. „Wir haben uns gut vorbereitet, dennoch hätten wir nicht erwartet, bei der ersten Veranstaltung gleich einen Sieg und einen zweiten Platz einzufahren“, sagt Engelhart, der mit 13 Rennsiegen hinter Daniel Keilwitz (22) der zweiterfolgreichste Pilot im ADAC GT Masters ist und als amtierender Vizemeister nach Hockenheim kommt. „Dass ich viel Erfahrung mitbringe, die Rennserie gut kenne und weiß, worauf es ankommt, war sicher hilfreich. Denn es geht im ADAC GT Masters um Zehntelsekunden. Und die Saison 2020 ist die engste aller Zeiten! Gefragt sind sorgfältige Analyse und viel Bauchgefühl – vor allem fürs Qualifikationstraining.“

Obwohl im bayerischen Wolnzach zu Hause, betrachtet auch der 33-Jährige den Hockenheimring als so etwas wie seine Heimstrecke: „Hockenheim ist mir besonders ans Herz gewachsen, ich habe dort schon etliche Erfolge gefeiert und kenne viele Leute. In Hockenheim ist jede Menge Action garantiert. Der Streckenverlauf weist unterschiedliche Charakteristika auf – in den ersten beiden Sektoren zählt vor allem Power, im Motodrom wird’s dann richtig technisch. Nach zwei Rennstrecken, auf denen Überholen kaum möglich ist, bietet der Hockenheimring mehrere Stellen für eine Attacke – etwa die Spitzkehre, Turn 2 oder die Links vor der Osttribüne.“

Einer, der darauf hofft, dass sich Maro Engels Prophezeiung als richtig erweist und die Corvette C7 GT3-R in Hockenheim voll bei der Musik sein wird, ist Markus Pommer. Der 29-Jährige, der für drei verschiedene Marken bereits 58 Rennen im ADAC GT Masters absolviert hat, möchte nach einem durchwachsenen Saisonstart gemeinsam mit Teamkollege Jeffrey Schmidt ein erstes Ausrufezeichen setzen. Zumal Hockenheim für den Neckarsulmer ebenso ein Heimspiel darstellt wie für sein in Leingarten ansässiges Team Callaway Competition. Pommer: „Ich freue mich immer, in Hockenheim fahren zu können, auch wenn ich in den letzten drei Jahren wenig Glück dort hatte. Aber wir kennen auf dieser Strecke jeden Zentimeter, sind oft zum Testen dort und zuversichtlich, dass die Corvette auch diesmal gut funktionieren wird.“

Eine Prognose wagt auch der fünfmalige Laufsieger nicht: „Dazu ist einfach alles zu eng. Wer im Qualifying eine gute, freie Runde erwischt, der hat Chancen, vorne zu stehen. Wobei auf dem Hockenheimring mit guter Rennpace auch von etwas weiter hinten noch einiges möglich ist, weil die Strecke einige gute Überholmöglichkeiten bietet. Sehr oft sieht man auch Fahrzeuge, die über mehrere Kurven hinweg nebeneinander fahren können. Der Hockenheimring ist abwechslungsreich, macht super viel Spaß beim Fahren und bietet jede Menge Spektakel.“

Die Rolle des Lokalmatadoren schlechthin kommt indessen einmal mehr Dennis Marschall zu. Der 24-Jährige aus Eggenstein-Leopoldshafen benötigt für die Fahrt zur Rennstrecke nur eine gute halbe Stunde. Auch sein Team Rutronik Racing hat es nicht weit – die Truppe um Teamchef Fabian Plentz, die erneut zwei Audi R8 LMS an den Start bringt, ist im nur knapp 60 Kilometer entfernten Remchingen zu Hause. Und nicht nur deswegen freut sich die Meistermannschaft, die im Vorjahr mit Kelvin van der Linde und Patric Niederhauser den Meistertitel im ADAC GT Masters abgeräumt hat, auf das Heimspiel in Hockenheim. Denn dort gelang Marschall und seiner Teamkollegin Carrie Schreiner in der vergangenen Saison auch der erste Podestplatz in der Liga der Supersportwagen.

Noch alles offen in den ADAC-Rahmenrennserien

Heiß her geht es auch in den Rahmenserien des ADAC GT Masters. Die beiden Siege zum Saisonstart der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring teilten sich Jan Kasperlik/Nikolaj Møller-Madsen im Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport des Teams Allied-Racing und Luca-Sandro Trefz/Julien Apothéloz im Mercedes-AMG GT4 von HTP WINWARD Motorsport. In der Tabelle führen Kasperlik/Møller-Madsen nur einen Punkt vor dem BMW M4 GT4-Duo Michael Schrey/Gabriele Piana, die auf dem Nürburgring zwei zweite Schlussränge einfuhren.

In der ADAC TCR Germany haben sich Dominik Fugel (Honda Civic TCR) und Harald Proczyk (Hyundai i30 N TCR) mit 75 beziehungsweise 71 Zählern bereits leicht vom nächsten Verfolger Jan Seyffert (Hyundai, 55 Punkte) abgesetzt. Diesem Vorsprung kommt nach vier von 14 Läufen allerdings noch wenig Bedeutung zu, sind doch an einem TCR-Wochenende maximal 56 Punkte einzufahren.

Ähnliches gilt für die ADAC Formel 4, in welcher der 16-jährige Engländer Jonny Edgar (Van Amersfoort Racing) derzeit 20 Punkte Vorsprung auf den Finnen Elias Seppänen aufweist. Bester Deutscher ist der 15-jährige Hamburger Tim Tramnitz, der wie Seppänen für das Team US Racing rund um Ex-Formel-1-Pilot Ralf Schumacher startet. Bei 15 noch zu fahrenden Rennen (je drei pro Veranstaltung) sind in der Nachwuchsformelklasse aber noch stolze 375 Zähler zu ergattern.

Leider werden die Motorsport-Fans das Rennspektakel vom Hockenheimring nur vor dem TV-Bildschirm verfolgen können. Bedingt durch die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg wird das Rennwochenende ohne Zuschauer stattfinden. Die gute Nachricht: SPORT1 überträgt die komplette Action des ADAC GT Masters und aller Rahmenserien live und in voller Länge.

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