Bauen & Wohnen

Nassauische Heimstätte gewinnt CSR-Preis der Bundesregierung

Toller Erfolg für die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW): Hessens größtes Wohnungsunternehmen hat den CSR-Preis der Bundesregierung 2020 gewonnen. Die NHW setzte sich in ihrer Kategorie Unternehmen 250 bis 999 Mitarbeiter gegen starke Konkurrenz durch. Nominiert waren außerdem die AfB gemeinnützige GmbH aus Düren, die Carl Schlenk AG aus Roth, die edding Aktiengesellschaft aus Hamburg und die GESOBAU AG aus Berlin. Insgesamt hatte die Experten-Jury 25 Unternehmen in fünf Kategorien nominiert. Die Preisträger wurden von Bundesminister Hubertus Heil und Staatssekretär Björn Böhning per Video-Live-Stream verkündet. Die NHW hat vor allem durch ihr ganzheitliches Nachhaltigkeits-Engagement überzeugt.

„Es freut mich sehr, dass wir erstmals diesen renommierten Preis gewonnen haben“, sagte der Leitende NHW-Geschäftsführer Dr. Thomas Hain. „Wir wollen gemäß unserer Nachhaltigkeitsstrategie nachhaltiges und verantwortungsvolles Handeln in all unseren Tätigkeitsbereichen verankern. Übergeordnetes Ziel ist es, bezahlbares und klimagerechtes Wohnen als Grundsteine für eine funktionierende und zukunftsfähige Gesellschaft zu ermöglichen. Dieser Preis hilft uns dabei, weitere Mitstreiter zu gewinnen, die uns auf diesem anspruchsvollen Weg begleiten und unterstützen wollen.“

„Die NHW setzt sich seit 2014 intensiv für eine nachhaltige Entwicklung in unserem Unternehmen ein“, ergänzt Felix Lüter, Leiter des Kompetenzcenters Nachhaltigkeitsmanagement. „Bestes Beispiel dafür sind unsere Nachhaltigkeitsstrategie und unsere Klimastrategie. Die Ziele der Klimastrategie haben wir im September 2019 noch einmal verschärft, als wir mit dem Land Hessen eine Zielvereinbarung für einen klimaneutralen Gebäudebestand unterzeichnet haben. Das zeigt: Wir nehmen Nachhaltigkeit nicht nur ernst, sondern sehen uns als Vorreiter. Klimaschutz ist die Jahrhundertaufgabe der Wohnungswirtschaft.“

Einsatz für die gesamte Wohnungswirtschaft

Die NHW, so die Jury in ihrer Begründung, setzt Themen der gesellschaftlichen Verantwortung systematisch entlang fest definierter Handlungsfelder um. „Dazu gehört, dass das Unternehmen wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte mit konkreten Zielen unterlegt und in einem Nachhaltigkeitsbericht regelmäßig über umgesetzte Maßnahmen und deren Erfolge informiert.“ Insbesondere die Selbstverpflichtung, bis 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erlangen, begrüßte die Jury als ambitionierte Strategie zur Erreichung des im Übereinkommen von Paris 2015 fixierten Zwei-Grad-Ziels. Auch das Engagement der NHW für die gesamte Wohnungswirtschaft kam gut an: Durch die Mitbegründung des bundesweiten Bündnisses „Initiative Wohnen.2050“ werde der regelmäßige Wissensaustausch, der alle Mitglieder dazu befähigen soll, eine eigene Klimastrategie zu entwickeln, innerhalb der Branche gefördert. Ein dickes Plus gab es auch, weil Bauprozesse an anerkannten Nachhaltigkeitsstandards ausgerichtet werden. Die Adolf-Miersch-Siedlung in Frankfurt-Niederrad ist bereits mit dem DGNB-Zertifikat in Gold prämiert worden. Weitere sollen folgen.

Engagement reicht über Bau- und Modernisierungstätigkeit hinaus

Ob bei der energetischen Modernisierung, der Planung von Neubauten oder der Beschaffung von Materialien und Bauprodukten: Nachhaltigkeitskriterien spielen eine große Rolle bei der NHW. Das Engagement reicht aber über die reine Bau- und Modernisierungstätigkeit hinaus. Beispielsweise hat sich die NHW dazu verpflichtet, beim Einkauf neben Wirtschaftlichkeit und Qualität sukzessive darauf zu achten, dass eine ökologische Verträglichkeit und Sozialstandards berücksichtigt werden. So sollen potenzielle Umweltbelastungen oder unmenschliche Arbeitsbedingungen vermieden werden. Konkretes Beispiel dafür ist der Verhaltenskodex für Dienstleister und Lieferanten. Geschäftspartner verpflichten sich dazu, Arbeitnehmerrechte und Sicherheitsstandards einzuhalten, angemessene Löhne zu zahlen, keinerlei Diskriminierung zu tolerieren, Materialien möglichst sparsam einzusetzen sowie umweltbelastende Abfälle, Abwässer und Emissionen zu vermeiden. Mit ersten Elektrolastenrädern und E-Autos im Carsharing-Angebot hat die NHW darüber hinaus in Pilotsiedlungen die ersten Weichen für nachhaltige Mietermobilität gestellt und weitet das Angebot nach und nach aus. Die Mitarbeiter können für ihre Dienstfahrten Elektro- oder Erdgasautos sowie Pedelecs und Lastenräder nutzen. Eine große Rolle bei der Entwicklung, Planung und Errichtung sowie dem Betrieb von Gebäuden, Freiflächen und Anlagen spielt auch der Natur- und Artenschutz in Form von Nistplätzen für Mauersegler und Nisthöhlen für Fledermäuse. Zudem wird vor jeder Modernisierung geprüft, ob sich Freiflächen für das Anlegen von Insektenblühwiesen eignen.

CSR-Preis fördert verantwortungsvolles Handeln

CSR – Corporate Social Responsibility – steht für eine verantwortungsvolle und zukunftsfähige Unternehmensführung. Mit dem CSR-Preis der Bundesregierung sollen herausragende Beispiele gesellschaftlicher Verantwortung honoriert werden und zur Nachahmung motivieren: Ausgezeichnet werden Unternehmen, die faire Geschäftspraktiken und eine mitarbeiterorientierte Personalpolitik umsetzen, natürliche Ressourcen sparsam nutzen, Klima und Umwelt schützen, sich vor Ort engagieren und Verantwortung auch in der Lieferkette übernehmen. Vorbildliche und innovative Unternehmen, die ihre gesamte Geschäftstätigkeit sozial, ökologisch und ökonomisch verträglich gestalten. Ziel ist es, verantwortungsvolles Handeln zu honorieren, zu fördern und konkret zu unterstützen. Besonderes Augenmerk liegt auf dem verantwortungsvollen Gesamthandeln.

Sehen Sie hier den Film zur Verkündung der Preisträger.

Über die Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) mit Sitz in Frankfurt am Main und Kassel bietet seit knapp 100 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln. Sie beschäftigt rund 750 Mitarbeitende. Mit rund 59.000 Mietwohnungen in 130 Städten und Gemeinden in Hessen gehört sie zu den zehn führenden deutschen Wohnungsunternehmen. Das Regionalcenter Kassel bewirtschaftet rund 17.500 Wohnungen, darunter rund 5.000 in der Stadt Kassel, und hat mit den Servicecentern in Fulda und Marburg sowie einem Vermietungsbüro in Eschwege drei Außenstellen. Unter der NHW-Marke ProjektStadt werden Kompetenzfelder gebündelt, um nachhaltige Stadtentwicklungsaufgaben durchzuführen. Die Unternehmensgruppe arbeitet daran, ihren Wohnungsbestand perspektivisch auf 75.000 Wohnungen zu erhöhen und bis 2050 klimaneutral zu entwickeln. Um dem Klimaschutz in der Wohnungswirtschaft mehr Schlagkraft zu verleihen, hat sie gemeinsam mit Partnern die "Initiative Wohnen 2050" gegründet, einen bundesweiten Branchen-Zusammenschluss mit dem Ziel, die CO2-Emissionen der teilnehmenden Unternehmen gemäß dem Pariser Klimaschutzabkommen so zu minimieren, dass das globale "Kleiner-Zwei-Grad-Ziel eingehalten wird. Mit hubitation verfügt die Unternehmensgruppe zudem über ein Startup- und Ideennetzwerk rund um innovatives Wohnen. www.naheimst.de

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