Kunst & Kultur

Nach drei Monaten Kulturbetrieb verlässt das CityLeaks Urban Art Festival die Hüttenstraße – Die CityLeaks Akademie resümiert Ziele und Themen

Seit dem 17. April und somit für fast 11 Wochen gastiert das CityLeaks Urban Art Festival nun in den Bahnbögen an der Hüttenstraße in Köln Ehrenfeld. Der üblicherweise sehr interaktive und partizipative Kulturbetrieb beschäftigte sich innerhalb der letzten Wochen intensiv mit der Herausforderung, urbane Kunst gemäß der aktuellen Pandemie-Einschränkungen anzubieten und die Potentiale von Kultur im öffentlichen Raum zu verhandeln.

Die diversen Ausstellungen, Workshops, Interventionen und Künstlerischen Forschungen widmeten sich in diesem Jahr den vier großen Themen:

/ Grüne und klimagerechte Stadt
/ Mobilitätswende (Verkehrsberuhigung Hüttenstraße)
/ Baugenehmigungsverfahren (Temporäre Zwischennutzungen in den Bahnbögen)
/ Städtisches Leben und öffentlicher Raum.

In den vergangenen Tagen intensivierte sich die Betrachtung dieser Themen gemeinsam mit Expert*innen in diesen Bereichen in einer sowohl wissenschaftlichen als auch praxisnahen Form: Die CityLeaks Akademie, welche vom 13. – 26. Juni stattfindet, verbindet Diskurse, Kunst und Forschung miteinander und reflektiert die Festivalthemen in einer Art akademischem Reallabor. In ihrer Ausrichtung ist sie transdisziplinär und fördert somit neue und multiple Perspektiven auf die Festivalinhalte.

In 2021 widmet sich die CityLeaks Akademie der fortschreitenden Verdichtung des öffentlichen Raums in Köln-Ehrenfeld. Im Mittelpunkt steht die künstlerisch-forschende Auseinandersetzung mit verdichteten städtischen Flächen, mit denen sich vor allem Akademie-Künstlerin Elise Eeraerts (BE) in ihrer Intervention „Movable Modules (Parking Spaces)“ befasste.

Die Künstlerin beschäftigte sich im Vorfeld der Akademie mit der Verdichtung des Ehrenfelder Stadtraums und begab sich auf die Suche nach Freiräumen. Ihre künstlerische Recherche führte sie insbesondere auf die riesigen Parkflächen vor Supermärkten, Firmen oder Büros. Inspiriert von diesen großflächigen Lücken inmitten der engen Bebauung des Viertels lädt die Arbeit „Movable Modules (Parking Spaces)“ dazu ein, den Parkplatz mit unterschiedlichen installativen Formationen zu bespielen und somit seiner alleinigen Funktion des Parkens zu entheben.

Die Installation ist noch bis Ende September auf dem Parkplatz des Wandelwerks, Liebigstraße 201, zu sehen.

Die Themen Klimagerechte Stadt, Mobilitätswende, Baugenehmigungsverfahren sowie die Frage nach der Bedeutung öffentlichen Raums, welche sich alle als Aspekte von Verdrängung und Verdichtung ableiten, wurden und werden noch bis zum 26. Juni in verschiedenen Workshops, Ausstellungen und Interventionen verhandelt. Das Akademie-Programm ist zudem als ein Open Space zu verstehen, in dem Teilhabe an Diskursen, künstlerischen Prozessen sowie auch die Reflexion des Real-Labors in der Hüttenstraße und den Bahnbögen ermöglicht und stattfinden kann.

Ist die Transformation der Hüttenstraße durch urbane Kunst als Impulssetzung für ein Neudenken von städtischem, öffentlichen und, im Falle der Bahnbögen, leerstehendem Raum gelungen? Was bleibt, wenn das Festival ab dem 27. Juni „seine Türen schließt“ und dieses Stück Stadt wieder seiner Gewohnheiten und Alltagsroutinen erliegt?

Diese und andere Fragen möchten wir mit Expert*innen, Festivalteilnehmer*innen und der Nachbarschaft am 26. Juni im Rahmen des Akademie-Abschlusses diskutieren und reflektieren. Alle sind herzlich eingeladen, das Festival und die CityLeaks Akademie an diesem Tag via Livestream ein letztes Mal zu besuchen. (Programm siehe 2. Seite)

Doch: Niemals geht man so ganz. Der CityLeaks Pop Up Garten, ein urbaner Gemeinschaftsgarten mit diversen Hochbeeten, Grünparzellen und Mobiliar, der in den vergangenen drei Monaten im gesamten Verlauf der Hüttenstraße errichtet wurde, war und ist als Impuls gedacht; als ein Modell, das sich verstetigen soll.

Bis zum 01. Oktober verbleiben somit die erbauten Hochbeete und Sitzmöglichkeiten auf der Straße – mit dem Ziel, deren Nutzung und Mehrwert für das städtische Leben in den Alltag der Anwohner*innen einfließen und so Die grüne Stadt als ein neues Selbstverständnis hervortreten zu lassen. Garten-Infotafeln, Gießkannen und Schaufeln verbleiben in der Hüttenstraße und stehen der Nachbarschaft sowie allen anderen Interessierten zur Verfügung, um dieses Projekt in Gemeinschaft am Leben zu halten. Mit dem Pop Up Garten als zentraler Bestandteil des Festivals möchte CityLeaks dazu anregen, den öffentlichen Raum vor dem Hintergrund des Klimawandels neu zu denken und Begriffe wie Klimaanpassung und urbane Resilienz als zentrale Themen in der Aushandlung des Stadtraums zu verstehen.

Ausführliche Informationen zum Programm auf www.cityleaks-festival.com.

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