Energie- / Umwelttechnik

Ernte 2021: Hohe Preise am Erzeugermarkt lassen Thüringer Landwirtschaftsbetriebe bei durchschnittlicher Ernte vielerorts etwas aufatmen

Der Präsident des Thüringer Bauernverbandes (TBV) Dr. Klaus Wagner und der Thüringer Landwirtschaftsminister Prof. Dr.  Benjamin-Immanuel Hoff präsentierten am 2. September auf dem Gelände der Agrargenossenschaft Straußfurt e.G. der Öffentlichkeit die diesjährigen Ernteergebnisse. Vielerorts – vor allem in Nord-, West- und Südthüringen – wird aufgrund der nassen Witterungsverhältnisse der letzten Wochen derzeit noch geerntet. „Vier bis acht Druschtage werden hier noch gebraucht, um die Ernte vollständig einzubringen“, so Wagner zum aktuellen Stand der Ernte. Im vergangen Erntejahr war die Ernte in allen Kulturen zur gleichen Zeit bereits abgeschlossen.

Positiv stimmt Wagner die Entwicklung der Erzeugerpreise am Getreidemarkt. Aufgrund der weltweiten Nachfrage seien diese in den letzten Monaten teilweise stark gestiegen. Insbesondere die im Vergleich zu den Vorjahren hohen Vermarktungspreise für den Raps. Derzeit erhalten die Landwirtinnen und Landwirte für eine Tonne Raps bis zu 500 Euro, 2020 waren es mitunter nur 350 Euro. „Die hohen Preise am Erzeugermarkt lassen viele von uns Landwirte in Thüringen aufatmen. Die Mehrerlöse helfen die Löcher zu stopfen, die in den letzten beiden Dürrejahren gerissen worden sind“, so der Bauernpräsident.

Nach zwei Dürrejahren in Folge zeigte er sich insgesamt erleichtert über die diesjährigen Ernteergebnisse, auch wenn der langanhaltende Regen die Qualitäten geschmälert habe. „Insgesamt haben wir bisher unterm Strich eine durchschnittliche Ernte eingefahren. Leider sind vielerorts infolge der Niederschläge und der wenigen Sonnentage die Qualitäten aufgrund kleiner Körner mit wenig Gewicht schlechter als noch im Frühjahr erhofft“, so Wagner. Das wirkt sich negativ auf den Erlös aus und kann bei Getreide zu Verlusten von bis zu fünf Euro pro Tonne führen. Ähnlich sieht es auch beim Raps aus. Auch hier zeigt sich das trockene Frühjahr und die heißen Tagen Mitte Juni anhand kleinerer Körner.

Für das Wachstum der Futterpflanzen war das Wetter jedoch optimal. So steht der Mais trotz der niedrigen Temperaturen in der Wachstumsphase in weiten Teilen des Freistaates gut da. Ebenso verhält es sich mit Grünlandflächen und Weiden. Dadurch können die Tierhalterinnen und Tierhalter wichtige Reserven wieder auffüllen, die in den letzten beiden Trockenjahren aufgebraucht wurden.

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