Energie- / Umwelttechnik

Von Issum muss ein Signal für das gesamte Land ausgehen

Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) hat erfolgreich sein Projekt zur bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung von Windenergieanlagen in Issum gestartet – mit voller Unterstützung von Ministerpräsident Hendrik Wüst und zahlreicher kommunaler Vertreter vom Niederrhein.

Die äußeren Umstände hätten besser sein können: Nasskaltes Wetter und Nebel. Dennoch ist die Premiere gelungen gewesen: Ende der zweiten Januarwoche ging in einem Windpark-Verbund in Issum am Niederrhein Nordrhein-Westfalens erstes größeres Projekt für die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung (BNK) von Windenergieanlagen offiziell in Betrieb. BNK – das heißt: modernste Technik macht es möglich, dass während der Nachtstunden in einem Windpark die Gefahrenfeuerleuchten nur noch dann blinken, wenn sich wirklich ein Flugzeug oder Helikopter den Anlagen nähert. Ansonsten bleibt der Nachthimmel dunkel zur Freude der Anwohner, von denen viele das nächtliche Dauerblinken als Belastung empfinden.

„Das ist ein guter Tag für die Windenergie“, freute sich der LEE NRW-Vorsitzende Reiner Priggen, „jahrelange Arbeit hat sich gelohnt.“ Er hoffe, dass mit dem Projekt in Issum „ein Signal durch das gesamte Land geht, damit wir mehr Zustimmung für die Windenergie gewinnen.“

Den gleichen Tenor stimmte auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst an, der es sich nicht hatte nehmen lassen, zur Premierenfeier nach Issum zu kommen: „Nachts die roten Lampen auf dem Windenergieanlagen abzuschalten, ist ein großer Beitrag zu mehr Akzeptanz. Das wird gerade hier in der Region, wo nicht so viel Flugverkehr ist, überwiegend so sein: die Anlagen bleiben dunkel. Das schafft die Akzeptanz, die wir für einen Ausbau der erneuerbaren Energien brauchen.“

Wüst dankte nicht nur dem LEE NRW für seine „besondere operative Rolle“ bei der Umsetzung der BNK-Technologie im Land, sondern warb auch für ein Versöhnungsprojekt der besonderen Art: „Wir müssen Klimaschutz und Industrie versöhnen. Wir brauchen saubere Energieversorgung, aber auch eine sichere Energieversorgung für unser Industrieland.“ Diese Versöhnung bedeute für ihn im übertragenen Sinne, die Jugendlichen von Fridays-for-Future mit den Auszubildenden des Stahlkonzerns ThyssenKrupp zusammenzubringen.

Zufrieden zeigten sich zahlreiche kommunale Vertreter, die zur Premierenfeier gekommen waren. „Die neue Technik wird der Akzeptanz der Windenergie gut tun“, sagte unter anderem Issums Bürgermeister Clemens Brüx, der in seinem Grußwort sogar von „einem historischen Ereignis“ gesprochen hatte. Er werde sich jedenfalls für weitere Windenergieprojekte im Stadtgebiet Issums einsetzen: „Es ist auch für eine kleine Kommune eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, für die Energiewende zu sorgen.“

Auch Brüx´ Amtskollege aus dem benachbarten Kerken, Bürgermeister Dirk Möcking, begrüßte das BNK-Projekt des LEE NRW: „Um mehr Akzeptanz für die Windenergie zu gewinnen, ist die Einführung der neuen Technologie ein richtiger Schritt.“ Die Gemeinde Kerken selbst hatte sich im vergangenen Jahr mit 500.000 Euro an einem neu errichteten Bürgerwindpark vor Ort beteiligt. Nach Möckings Worten solle die sogenannte Transponder-Technologie für die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung auch schnell in Windparks außerhalb der Grenzen des Niederrheins eingeführt werden.

Genau das ist das Ziel des LEE NRW und seines Technologiepartners, der Firma Lanthan Safe Sky, dem führenden Transponder-BNK-Anbieter hierzulande. Das gemeinsame Konzept sieht vor, die BNK-Technologie für mehrere Windparks zu bündeln, damit die Windparkbetreiber kostengünstig, effizient und schnell ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Umrüstungspflicht nachkommen. Bis Mitte Januar hatte der LEE NRW rund 50 Verträge für sogenannte Cluster, sprich Windpark-Verbünde, abgeschlossen. „Wir ernten jetzt die Früchte von anderthalb Jahren Arbeit“, sagte Vertriebsleiter Lennard Klümper bei der BNK-Premierenfeier in Issum. Das Projekt am Niederrhein sei für Lanthan Safe Sky der Auftakt für viele erfolgreiche Umrüstungsvorhaben, die in den kommenden Tagen und Wochen folgen

Über den Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V.

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Nordrhein-Westfalen bündelt der LEE NRW die Interessen aus allen Bereichen der Energiewende. Zum Verband zählen mittelständische Unternehmen, Verbände und Bürger. Das gemeinsame Ziel: 100% Erneuerbare Energien bis 2045 – in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr. Dafür engagieren sich auch fünf LEE-Regionalverbände als kompetente Ansprechpartner vor Ort. Denn im Energieland Nr. 1 ist die Branche wichtiger Arbeitgeber für 46.000 Beschäftigte, die 2017 ein Umsatzvolumen von 10 Mrd. Euro erwirtschafteten.

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