Energie- / Umwelttechnik

ENDE der Atomkraftwerke in Deutschland – was war und bleibt und was ist zu tun?

Endlich – die Atomkraftwerke in Deutschland werden am 15.4.2023 endgültig stillgelegt, die Gefahrzeiterlängerung durch den Streckbetrieb der letzten 3 Atomkraftwerke ist vorbei. Dann ist Deutschland wie Österreich, Dänemark, Luxemburg, Italien, Portugal, Griechenland, Norwegen und viele weitere Staaten Europas und wie die meisten in der Welt befreit von Atomstromerzeugung.

Es verbleibt aber weiterhin die große Gefährdung Deutschlands durch hochradioaktiven Atommüll der Atomkraftwerke in zu unsicheren Zwischenlagern und durch Atomkraft in Nachbarstaaten. Dabei bieten nach den Erfahrungen mit den Atomkatastrophen von Windscale/Sellafield (1957) Tschernobyl (1986) und Fukushima (2011) 100 oder gar 1000 Kilometer Entfernung keine Sicherheit vor Gefährdung durch Radioaktivität. Auch ist die Uranverarbeitung bzw. Urananreicherung für Atomkraft durch ausländische Firmen in Lingen bzw. Gronau in Nordwestdeutschland für ausländische Atomkraft leider unbefristet in Betrieb. Hinzu kommen in vielen Staaten von Kanada bis Australien die über Jahrhunderttausende strahlengefährlichen Hinterlassenschaften des Uranbergbaus samt Uranexploration für Atomstrom in Deutschland.

Atomkraftausstieg bzw. die die Stilllegung von Atomkraftwerken kommen i.d.R. nicht von allein: An einigen Standorten in Deutschland, auch in Frankreich u.a. im Elsass und in der Schweiz bei Basel begann der Protest gegen Atomkraft schon Jahre bevor dieser in der Region am südlichen Oberrhein bzw. im Dreyeckland mit den Kämpfen großer Teile der Bevölkerung gegen u.a. die Atomkraftwerke Fessenheim, Gerstheim, Kaiseraugst Schwörstadt sowie Breisach, und dann vor allem zu Wyhl mit den Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen 1974/75ff unerwartete und dort weltweit beachtete Höhepunkte erreichte. Außer zu Fessenheim war der Widerstand schon gegen den Bau erfolgreich. (1) 

ECOtrinova e.V., ggr. 1992, hat sich mit weiteren Vereinigungen in Südbaden, im  Elsaß und der Nordwestschweiz für die schließlich in 2020 erfolgreiche Stilllegung der beiden Atomkraftreaktoren in Fessenheim/Rhein (Elsass) eingesetzt. Gefordert sind nun in der Region die Stilllegungen der Atomkraftwerke der Nordwestschweiz, wofür sich federführend u.a. der Trinationale Atomschutzverband einsetzt.

Andererseits sind für die Strom- und Energieversorgung nun viel intensivere Anstrengungen nötig zur Energieeinsparung und effizienteren Energienutzung sowie für den Ausbau erneuerbarer Energiequellen. Sonst würden vermehrt fossile Energiequellen verwendet etwa für Elektromobilität und elektrische Heizungssysteme. Allein in Baden-Württemberg ist für den umweltfreundlichen Ersatz der beiden Atomkraftwerke Philippsburg 2 und Neckarwestheim-2 der Zubau von je 3000 Megawatt elektrischer Leistung an Photovoltaik, Windkraft und wasserstoff-bereiter dezentraler Kraftwärmekopplung erforderlich, wie beim Samstags-Forum Regio Freiburg von ECOtrinova und Mitträgern gezeigt wurde. Erst mit weitergehendem Ausbau und Stromsparen wird umweltfreundlicher Strom verfügbar für neue Stromanwendungen. 

(1) https://ecotrinova.de/downloads/030000_Loeser_Bad-Els-BIs_SD_Werkheft18.pdf

(2) aktiv gegen Atomkraft seit 1972 sowie für Alternativen insbesondere seit 1976

Über den ECOtrinova e.V.

ECOtrinova e.V. ist für seine Gemeinschaftsprojekte, u.a. das Samstags-Forum Regio Freiburg, mehrfach preisgekrönt: 2020 Umweltbildungspreis Stadt Freiburg, 2014 Projekt UN-Dekade Bildung nachhaltige Entwicklung, 2013 Preis Stiftung Klimaschutz+ Heidelberg, 2011 1. Preis Umweltschutz Stadt Freiburg, 2009 2. Platz Ehrenamt BW

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