Finanzen / Bilanzen

Handwerkskonjunktur: Die Talfahrt bleibt aus

Das südbadische Handwerk kommt besser durch die Wintermonate als befürchtet. Zwar sind Aufträge und Umsätze im ersten Quartal 2023 zurückgegangen. „Die erwartete tiefe Talfahrt blieb aber zum Glück aus“, berichtet Johannes Ullrich, Präsident der Handwerkskammer Freiburg. Der Konjunkturindikator der Handwerkskammer Freiburg liegt mit +40,7 Punkten deutlich über den Werten der letzten Quartale, in denen jeweils nur Werte unter 30 Punkten erreicht wurden. Insbesondere für die kommenden Monate sind die Handwerksbetriebe in Südbaden laut Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Freiburg überaus optimistisch.

Das Geschäftsklima der südbadischen Handwerker hat sich spürbar aufgehellt. „Die erwarteten negativen Effekte haben glücklicherweise nicht voll durchgeschlagen“, erläutert Ullrich. Die aktuellen Zahlen zeigten lediglich die saisonbedingten Schwankungen. „Mehr als die Hälfte unserer Betriebe meldet eine gute Geschäftslage; nur 11,5 Prozent bezeichnen ihre Lage als schlecht.“ Insbesondere die Geschäftsaussichten bewerten die Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Freiburg positiv. 41,2 Prozent der Betriebe rechnen in den kommenden Wochen mit einer Verbesserung der Geschäftslage; nur 3,4 Prozent sind pessimistisch.

„Die Nahrungsmittelgewerke haben durchaus noch die größten Sorgen“, berichtet Ullrich. „Auch in den Bauhauptgewerken ist die Stimmung verhalten. Die Lage hat sich dort in den letzten Monaten deutlich verschlechtert und bleibt angespannt.“ Dagegen berichten viele Ausbaugewerke von einer guten Lage. „Elektro- und SHK-Unternehmen haben alle Hände voll zu tun“, so der Handwerkskammerpräsident.

Positive Entwicklungen sorgen für Stabilisierung

Für diese Stabilisierung sorgen insbesondere auch einige positive Entwicklungen bei den Rahmenbedingungen. „Nach dem raschen Zinsanstieg im vergangenen Jahr stabilisiert sich nun das Zinsniveau und die Inflation flacht ab“, erläutert Dr. Handirk von Ungern-Sternberg, Mitglied der Geschäftsleitung der Handwerkskammer Freiburg. „Insbesondere der Ölpreis ist deutlich nach unten gegangen. Zudem haben sich in manchen Bereichen die Lieferzeiten wieder deutlich verkürzt.“

Die Auftragslage der südbadischen Handwerksbetriebe zeigt sich eher verhalten. Während 29,1 Prozent der befragten Unternehmen gestiegene Auftragseingänge melden, berichten 23,9 Prozent von gesunkenen Eingängen. „Die Auftragserwartungen gehen hingegen durch die Decke“, berichtet Ungern-Sternberg. Knapp die Hälfte der südbadischen Handwerksbetriebe (48,9 Prozent) erwarten steigende Auftragseingänge; nur 5,4 Prozent gehen von einem Auftragsminus aus. „Vergleichbare Werte wurden zuletzt im ersten Quartal 2019 gemeldet.“

Die Umsätze entwickelten sich wie von den Betrieben erwartet: Saisonal bedingt berichten nur 13,5 Prozent von steigenden Umsätzen, während mehr als jeder dritte Betrieb (35,0 Prozent) Umsatzrückgänge verzeichnet. Auch bei den Umsatzerwartungen werden allerdings wieder Werte wie vor Corona erreicht. „56,2 Prozent unserer Betriebe erwarten Umsatzsteigerungen; nur 3,1 Prozent gehen von Umsatzrückgängen aus.“

Die Auslastung der südbadischen Handwerksbetriebe blieb im ersten Quartal 2023 erwartbar hinter den vergangenen Monaten zurück. „Hier bewegen sich unsere Mitgliedsbetriebe aber auf dem Niveau des Vorjahresquartals“, merkt Ungern-Sternberg an. Kammerpräsident Johannes Ullrich wagt einen verhalten positiven Ausblick: „Wenn sich die Rahmenbedingungen weiter entspannen und den Betrieben keine neuen Steine in den Weg gelegt werden, können unsere Handwerksunternehmen ihre überaus positiven Erwartungen hoffentlich in die Tat umsetzen und langsam den Krisenmodus ablegen.“

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