Kunst & Kultur

Länderübergreifender Schülerprojekttag in der Gedenkstätte Marienborn

In diesem Jahr stand der Projekttag anlässlich des 70. Jahrestages des Volksaufstandes gegen das SED-Regime unter dem Motto „Opposition und Flucht in der DDR“. Die Jugendlichen lernten gemeinsam unmittelbar am historischen Ort und hatten die Gelegenheit, mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu sprechen. Am ehemals größten DDR-Grenzübergang der innerdeutschen Grenze beschäftigten sie sich mit dem Grenzregime, mit Demokratie und Diktatur sowie mit Freiheit und Unterdrückung.

Begrüßt wurden die Schülerinnen und Schüler vom Staatssekretär im niedersächsischen Kultusministerium, Marco Hartrich, sowie dem Direktor der Stiftung Gedenkstätte Sachsen-Anhalt, Dr. Kai Langer.

Bildungsministerin Eva Feußner betonte anlässlich des Projekttages: „Der 17. Juni 1953 steht als Symbol für mutigen und beeindruckenden Widerstand gegen das SED-Regime. Bei unserem gemeinsamen Projekttag lernen Schülerinnen und Schüler aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, was Repression in der SED-Diktatur bedeutet hat, aber auch, wie der Widerstand dagegen organisiert war. Diese Möglichkeit, am authentischen Ort mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu sprechen, ist ein wertvoller Teil historischer Bildung für die jungen Menschen.“

Marco Hartrich: „Der Mauerfall ist eines der größten weltpolitischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts gewesen, dessen Bedeutung nicht aus dem Bewusstsein schwinden darf. Das ist kein ostdeutsches Spezialthema. Das geht uns alle an. Mit ihrem Mut haben die Menschen in der DDR bewiesen, dass sich eine Gesellschaft verändern lässt, dass sich der Einsatz für die Demokratie lohnt. Genau deshalb ist es wichtig, dass sich Schülerinnen und Schüler heute und in Zukunft damit befassen.“

Felix Ludwig, kommissarischer Leiter der Gedenkstätte, erklärte: „Wir sind sehr dankbar, dass wir so viele Menschen aus der Region gewinnen konnten, den Schülerinnen und Schülern aus ihrem persönlichen Erleben heraus zu berichten, wie sie versuchten, durch Widerspruch oder Flucht der Diktatur zu entkommen. Das ist eine enorme Bereicherung für unsere Bildungsarbeit und ein nachhaltiges Erlebnis für die jungen Menschen.“

Der länderübergreifende Schülerprojekttag wurde bereits zum 12. Mal ausgerichtet. Es handelt sich um ein bewährtes Kooperationsprojekt des Ministeriums für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt, des niedersächsischen Kultusministeriums, der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt
Umfassungsstraße 76
39124 Magdeburg
Telefon: +49 (391) 24455930
Telefax: +49 (391) 24455998
http://stgs.sachsen-anhalt.de/

Ansprechpartner:
Matthias Ohms
Telefon: +49 (39406) 9209-13
Fax: +49 (39406) 9209-9
E-Mail: matthias.ohms@erinnern.org
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel