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Beitragshebesatz wird 2024 erneut abgesenkt

Bei der Sitzung der IHK-Vollversammlung am 23. November 2023 wurde eine Absenkung des Beitragshebesatzes für IHK-Mitgliedsunternehmen für das Jahr 2024 beschlossen. Der Beitragshebesatz sinkt um 0,02 Prozentpunkte auf 0,22 Prozent. Der Wirtschaftsplan sowie die Wirtschaftssatzung für das Jahr 2024 fanden die Zustimmung der Unternehmensvertreter. Ab dem Jahreswechsel 2024 agiert die IHK Ostwürttemberg federführend für alle zwölf Industrie- und Handelskammern im Land beim Thema Wohnen und Bauen.

Beitragssenkung in 2024
IHK-Präsident Markus Maier bezeichnete die dritte Beitragssenkung in Folge als „ein gutes und ein mutiges Zeichen“. Der IHK-Präsident hatte in seinem Bericht auf die aktuelle Wirtschaftslage sowie politische Entwicklungen Bezug genommen. „Die Geschäftserwartung unserer Mitgliedsunternehmen hat sich im Herbst weiter eingetrübt. Die schwache Inlandsnachfrage wird dabei als Hauptrisiko gesehen. Erste Warnzeichen sind trotz Fachkräftemangel auch auf dem regionalen Arbeitsmarkt zu erkennen“, sagte Markus Maier. Er bezeichnete die jüngste Konjunkturumfrage als „Weckruf“! Krisenszenarien dürften nicht kollektiv herbeigeredet werden. Markus Maier: „Es bleibt dabei: Wir müssen unser regionales Schicksal selbst in die Hand nehmen. In der Digitalisierung stecken enorme Potenziale, um auch die Bürokratiebelastung abzubauen und die Effektivität zu steigern.“

Die geopolitische Lage mit dem Konflikt im Gaza-Streifen sowie die Unsicherheiten, die aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Haushaltsplanung des Bundes resultieren, sprach der IHK-Präsident an. Markus Maier blickte zurück auf den Transformationskongress an der Hochschule Aalen, wo vor wenigen Tagen ein weiterer wichtiger Meilenstein innerhalb der Offensive „Zukunft Ostwürttemberg“ gesetzt worden war. Auch 2024 werde es im Oktober einen Transformationskongress geben, um die angegangenen Ziele und Projekte weiterzuentwickeln.

Bericht des Hauptgeschäftsführers
IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler stellte die Pläne für eine Präsentation der Region in Berlin im kommenden Jahr vor, zu der die Vorbereitungen angelaufen seien. „Wir wollen auf uns als quirlige und innovative Region aufmerksam machen, die aktiv die Themen der Transformation angeht“, sagte er. Der IHK-Hauptgeschäftsführer berichtete vom Spitzentreffen zum Thema Wasserstoffinfrastruktur und -nutzung in Ulm sowie weiteren Aktivitäten auf dem Weg zur Wasserstoffregion Ostwürttemberg. „Wir werben für ein rasches Ausbauen der notwendigen Infrastruktur, um den Unternehmen das Einhalten der Klimaziele zu ermöglichen“, sagte Thilo Rentschler. Zudem wird die IHK Ostwürttemberg gemeinsam mit anderen IHKs den Bürokratieabbau voranbringen. Zwei IHK-Hauptgeschäftsführerkollegen engagieren sich im Normenkontrollrat, betonte Rentschler. „Wenn Sie Beispiele für notwendigen Bürokratieabbau haben, lassen Sie uns diese zukommen“, sagte Rentschler.

Bericht aus dem Verkehrsausschuss
Frank Ratter, Vorsitzender des Verkehrsausschusses sowie Mitglied des DIHK-Verkehrsausschusses in Berlin, berichtete aus der Arbeit des Expertengremiums. Vieldiskutiert wurden dort die Erhöhung der Lkw-Maut zum 1. Dezember 2023 sowie die in Baden-Württemberg immer noch im Raum stehende Einführung einer zusätzlichen Maut auf Landesstraßen. „Diese indirekte Steuererhöhung geht zu Lasten aller“, so Frank Ratter. Auch im Bereich Logistik sei man Zukunftslieferer, doch ohne genügend Fahrer sei auch keine Lieferung möglich. Zudem ging er auf alternative Antriebe, Lang-Lkw sowie die Anerkennung ausländischer Führerscheine ein.

IHK-Finanzen
Der Wirtschaftsplan 2023 und 2024 wurden vom Gremium genehmigt. Davon wurden einige Projekte wie Investitionsvorhaben, beispielsweise ins Digitalisierungszentrum und den IHK-Bau in Heidenheim, vorgestellt. Dem Stellenplan für das kommende Jahr wurde ebenfalls zugestimmt. Die IHK-Satzung – letztmals 2014 grundlegend geändert – wurde an die aktuellen Bedürfnisse angepasst.

Herausforderung im Wohnbau erkannt
IHK-Präsident Markus Maier und IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler erinnerten an die sich im Jahr 2023 rasant geänderten Rahmenbedingungen in der Immobilien- und Wohnungsbaubranche und verwiesen auf die Aktivitäten der IHK Ostwürttemberg dazu. Im Geleitzug mit der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) sowie auf Landesebene innerhalb des Strategiedialogs der Landesregierung sowie dem Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) wurden Leitsätze und Positionspapiere erarbeitet.

Dieser Prozess mündet nun in eine Federführung der IHK Ostwürttemberg auf Landesebene innerhalb des BWIHK bei diesem Thema. Hinterlegt mit einer Referentenstelle kümmert sich die IHK Ostwürttemberg ab 2024 gezielt um dieses wichtige gesellschaftliche, wie auch wirtschaftliche Thema. Der Wohnungsbau sei auch zunehmend entscheidend für die Zukunftsfähigkeit eines Wirtschaftsstandorts. „Wir brauchen dabei mehr Schlagkraft als bisher“, sagte IHK-Präsident Markus Maier. Zudem wird für die dringend gesuchten Fachkräfte auch bezahlbarer Wohnraum benötigt. „Wir werden die regionalen Akteure aus der Branche ins Boot holen, um die unterschiedlichen Belange beleuchten und politisch vertreten zu können“, ergänzte Thilo Rentschler, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg. Die IHK Ostwürttemberg ist überzeugt, dass sie mit ihrer Expertise und Erfahrung einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Herausforderungen im Bereich Wohnen und Bauen leisten und landesweit Impulse setzen kann.

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