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Hat der QR-Code in der Schüttgut Industrie ausgedient?

Vor etwa sechs Jahren begann der QR-Code als Datenträger eine kleine Revolution in der Schüttgutindustrie auszulösen. Die Aufgabe war primär, Daten von Lieferscheinen vom Produzenten in einem QR-Code zu verschlüsseln, auf dem Lieferschein angedruckt und vom Kunden in der Verwaltung ausgelesen zu werden. Seitdem hat sich diese Methode bei vielen Unternehmen durchgesetzt und wird bis heute angewendet.

Zwischenzeitlich hat sich diese Technologie mehr als weiterentwickelt. Auch im Hinblick auf den demografischen Wandel, welcher sich auch auf die Schüttgut- und Veredelungsindustrie auswirkt, sind kontinuierliche Fortschritte unumgänglich. Insbesondere in den Bereichen stationäre Waagen, Verladung, Produktion, Verwaltung, Disposition und Logistik lassen sich Positionen schwer besetzen und verursachen immer mehr Kosten.

Die nachhaltige Lösung liegt in Automatisierung und gezielter Qualifizierung. Durch Automatisierungstechnologien und intelligente Vernetzung werden Geschäftsabläufe effizienter, Fehler reduziert und die Produktivität gesteigert. Gleichzeitig ermöglicht sie die Qualifizierung verbleibender Mitarbeiter für anspruchsvollere Aufgaben.

Hochintegrierte Softwarelösungen können bereits heute problemlos die Anforderungen der Automatisierung erfüllen, indem sie maßgeschneiderte Komponenten nutzen. Sie ermöglichen die Übernahme von Fremdlieferscheinen, sowie die Archivierung sämtlicher Dokumente im Eingangs- und Ausgangsbereich des operativen Geschäftsbereichs. Diese Dokumente werden für Kunden über geschützte Datenplattformen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus können Ausgangsbelege vollständig elektronisch als Daten- und Belegsatz übergeben werden, wie beispielsweise im Falle von X-Rechnungen.

Zusätzlich können Eingangsbereiche wie die zentrale stationäre Waage in datentechnischer Verbindung mit Radlader- oder Silobeladung vollständig in den Datenfluss integriert werden, einschließlich Disposition, Fahrzeugen und Baustellen. Der sogenannte Einblatt- Lieferschein gehört nun der Vergangenheit an. Fahrzeugführer melden sich nach Arbeitsbeginn direkt über ihre KFZ-Nummer auf ihren Mobilgeräten an, werden sofort in der zuständigen Disposition erfasst und bekommen die Aufträge auf ihren Displays angezeigt. Das Lieferwerk erhält zu diesem Zeitpunkt bereits Informationen über das Fahrzeug und gewährt eine freie Einfahrt am zentralen Werkseingang. Die Radlader des Werks erhalten ebenfalls die entsprechende Bestellung auf ihren Konsolen und können den Beladungsauftrag übernehmen.

Nach Ausfahrt aus dem Werk, bekommt nun der Bauleiter auf der zu Baustelle die Anlieferung des Materials in seiner Bauleiter App angezeigt. Das Fahrzeug ist noch nicht auf der Baustelle, da ist der Lieferschein bereits archiviert, bepreist und in der Kundenplattform abrufbar. Nun steht er täglich, wöchentlich, monatlich dem Rechnungsausgang, natürlich als X-Rechnung, zur Verfügung. Statistiken werden je nach Einstellung termingerecht durch das Datawarehouse erstellt und den jeweiligen Personen zur Verfügung gestellt.

Nun stellt sich die Frage: Hat der QR-Code ausgedient? Zugegeben, im Zuge von Reparaturen, Ersatzteilbesorgung- und Einbau in den jeweiligen Kostenstellen der Produktionsanlage wird er wohl noch lange Zeit nützlich sein. Doch er sollte keinesfalls zum Hindernis für eine durchgängige Prozessautomatisierung werden.

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