Gesundheit & Medizin

Hausärztliche Versorgung: Internistinnen und Internisten müssen stärker einbezogen werden

Um die hausärztliche Versorgung sicherzustellen, müssen Politik und Krankenkassen Internistinnen und Internisten stärker einbeziehen und längst überfällige Reformen in der Förderung der ärztlichen Weiterbildung umsetzen.

Die Zahl der Hausärztinnen und -ärzte in Deutschland nimmt weiter ab – mit spürbaren Folgen für die Versorgungssicherheit. Zu diesem nicht überraschenden Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des IGES Instituts für den GKV-Spitzenverband. Sie zeigt, dass die Weiterbildungsquote im Fach Allgemeinmedizin mit 13 Prozent deutlich unter vergleichbaren Quoten der Nachbarländer liegt und nicht ausreicht, um die altersbedingten Abgänge aus der Versorgung zu kompensieren.

„Wir stellen in der Diskussion immer wieder fest, dass hausärztliche Versorgung mit dem Fachgebiet Allgemeinmedizin gleichgesetzt wird. Das ist natürlich mitnichten der Fall. Über ein Viertel der Hausärztinnen und Hausärzte in Deutschland sind Fachärzte für Innere Medizin“, stellt BDI-Präsidentin Christine Neumann-Grutzeck, die selbst hausärztlich tätig ist, klar. „Dass wir den allgemeinen Rückgang im hausärztlichen Bereich etwas verlangsamen konnten, liegt insbesondere auch an der signifikant wachsenden Zahl der hausärztlich tätigen Internistinnen und Internisten.“

Seit 2013 ist deren Anzahl um über 25 Prozent gestiegen. Und das, obwohl die Förderung der ambulanten Weiterbildung bislang nur Allgemeinmedizinern offensteht. „Um mehr zu erreichen, muss die Förderung gemäß § 75a Abs. 1 SGB V auch auf Internistinnen und Internisten, die sich für eine hausärztliche Tätigkeit entscheiden, ausgeweitet werden. Diese Lösung liegt nahe“, fordert Neumann-Grutzeck.

Der BDI hat sich dazu längst eindeutig positioniert und sieht die Gesundheitspolitik am Zug. Neben der Förderung der Weiterbildung gehört dazu auch, die Rahmenbedingungen für die hausärztliche Tätigkeit zu verbessern: z.B. durch eine längst überfällige Entbudgetierung inklusive EBM-Reform.

„Unsere Forderungen sind wichtige Bausteine einer zukunftsweisenden Strategie, um die Versorgungssicherheit der Patientinnen und Patienten auch bei wachsendem Bedarf zu gewährleisten“, bekräftigt Neumann-Grutzeck. „Darum müssen wir die Rahmenbedingungen so definieren, dass auch für den internistischen Nachwuchs eine hohe Attraktivität besteht, sich hausärztlich niederzulassen.“ Der BDI steht dabei für gemeinsame, fachgruppenübergreifende Lösungskonzepte und setzt sich weiterhin auf allen Ebenen dafür ein.

In den BDI-Positionen zur hausärztlichen Versorgung und zur Weiterbildung sind diese Lösungsansätze aus internistischer Sicht formuliert. Beide Positionen stehen auf www.bdi.de/positionen als Download zur Verfügung.

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