Gesundheit & Medizin

Deutsche Leberstiftung vergibt Freistellungs-Stipendium für klinisches hepatologisches Projekt

Mit ihrem Freistellungs-Stipendium fördert die Deutsche Leberstiftung die Initiierung und Planung von klinischen Projekten oder klinischen Studien im Bereich der Hepatologie. Für 2024 beschloss das Gutachterkomitee die Förderung eines klinischen Projektes zur Autoimmunhepatitis (AIH).

Die Deutsche Leberstiftung setzt sich stark für die Verbesserung der Patientenversorgung im Bereich der Lebererkrankungen ein. Dafür hat besonders die klinische Forschung eine hohe Bedeutung. Daher förderte die Stiftung klinische Projekte oder klinische Studien auch in diesem Jahr durch die Vergabe des Freistellungs-Stipendiums, das eingesetzt werden kann, um eine Freistellung von Ärzten für die Projektplanung zu finanzieren. Es umfasste die Übernahme von Personalkosten für bis zu drei Monate (maximal 20.000,- Euro).

Die Prüfung und Begutachtung der Anträge auf das aktuelle Freistellungs-Stipendium erfolgte durch ein unabhängiges Gutachterkomitee, dem Priv. Doz. Dr. Dr. Peter Dietrich, Erlangen, Priv. Doz. Dr. Ursula Ehmer, München und Prof. Dr. Dr. Jonel Trebicka, Münster, angehörten.

„Es gab auf die aktuelle Ausschreibung der Deutschen Leberstiftung zahlreiche Anträge mit sehr interessanten und wissenschaftlich hochkarätigen Projekten aus verschiedenen Zentren in Deutschland. Darunter Anträge zur Etablierung von Biomarkern und Monitoring-Ansätzen bei PatientInnen mit chronischen Lebererkrankungen, aber auch zu spezifischen immunologischen und infektiologischen Fragestellungen in der Hepatologie. Die Arbeiten zeigen das hohe Forschungsinteresse der Antragstellenden. Die Leberstiftung leistet durch das Freistellungs-Stipendium einen wichtigen Beitrag bei der Umsetzung der Projekte, indem sie herausragende Forschung neben dem klinischen Alltag unterstützt“, betont Priv. Doz. Dr. Ursula Ehmer aus dem Gutachterkomitee die Bedeutung des Stipendiums.

Die Gutachter beschlossen nach gründlicher Prüfung und Diskussion einstimmig die Unterstützung für ein Projekt, das einen neuen Therapieansatz für die Autoimmunhepatitis (AIH) untersuchen wird. Das Freistellungs-Stipendium 2024 wird an Dr. Jan Philipp Weltzsch vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf für das Projekt „Blocking TNF in Acute Autoimmune Hepatitis (AIH): Analysis of a steroid-free first-line treatment regimen“ vergeben.

Priv. Doz. Dr. Ursula Ehmer erläutert den Beschluss des Komitees: „Das geförderte Projekt von Herrn Dr. Weltzsch beschäftigt sich mit der immunologischen Charakterisierung von PatientInnen, die in einer hochinnovativen Studie zur Wirksamkeit von Infliximab in der Induktionstherapie der Autoimmunhepatitis (AIH) behandelt wurden. Aufgrund der Neuartigkeit des Therapieansatzes ist der Einfluss der Therapie auf das Immunsystem bei der AIH bisher kaum untersucht. Entsprechende Wissenslücken sollen in diesem Projekt geschlossen werden. Eine detaillierte Charakterisierung der Immunsignatur von PatientInnen vor und unter Infliximab-Therapie soll es letztendlich ermöglichen, zelluläre Marker für das Therapieansprechen zu identifizieren und auch neue therapeutische Zielstrukturen zu charakterisieren. Die klinisch hochrelevante Fragestellung und das wissenschaftlich gut umschriebene und anspruchsvolle Projekt eines jungen Antragstellers mit exzellenten Vorarbeiten haben zur Entscheidung des Gutachterkomitees geführt.“

Der mit einer Freistellung geförderte Stipendiat wurde am 26. Januar 2024 im Rahmen der 40. Jahrestagung der GASL (German Association for the Study of the Liver) in Essen durch den Tagungspräsidenten, Prof. Dr. Ulf Peter Neumann, bekanntgegeben.

Über Deutsche Leberstiftung

Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch Forschungsförderung, Forschungsvernetzung und wissenschaftliche Projekte zu verbessern. Mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem Information und Beratung in medizinischen Fragen. Auf der Website finden Sie umfangreiche Informationen sowie Bildmaterial für Betroffene, Interessierte, Angehörige der Fachkreise und Medienvertreter: www.deutsche-leberstiftung.de.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Deutsche Leberstiftung
Barkhovenallee 1
45239 Essen
Telefon: +49 (201) 8401-0
Telefax: +49 (201) 8401-255
http://www.deutsche-leberstiftung.de

Ansprechpartner:
Bianka Wiebner
Kaufmännische Geschäftsführerin
Telefon: +49 (511) 532-6815
Fax: +49 (511) 532-6820
E-Mail: Wiebner.Bianka@mh-hannover.de
Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel