Gut geplant zum Erfolg: Wie Betriebe die Ausbildung im Handwerk optimal unterstützen
„Ein planvoll gestalteter Ausbildungsprozess ist wichtig, damit Ausbildende und Auszubildende Klarheit über die Lerninhalte und den Ablauf der Ausbildung haben“, sagt Hannah Reichenecker, Ausbildungs- und Nachwuchssicherungsberaterin der Handwerkskammer in Mannheim. „Nur wenn im Voraus festgelegt wird, welche Kenntnisse wann, wo und von wem vermittelt werden, entsteht eine strukturierte und verlässliche Ausbildung, die zu guten Fachkräften führt.“ Es sei wichtig, dass Auszubildende Orientierung erhalten und wissen, was sie erwartet. Gleichzeitig bringe eine gute Planung auch den Ausbildungsbetrieben selbst Erleichterung im Ausbildungsalltag und unterstütze eine bessere Abstimmung im Team.
Um diese Planung umzusetzen, sollten Betriebe vor und während der Ausbildung einige grundlegende Schritte beachten. Zunächst werde der betriebliche Ausbildungsplan anhand der Ausbildungsordnung für den jeweiligen Beruf erstellt. Dabei sei auch die Frage zu prüfen, ob alle Inhalte im Betrieb vermittelt oder ob einzelne Themen beispielsweise von einem Kooperationsbetrieb übernommen werden. Darüber hinaus empfehle es sich, Kontakt zur Berufsschule und zur überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung aufzunehmen, eine chronologische Übersicht über den gesamten Ausbildungsverlauf anzulegen und die Mitarbeitenden zu informieren. „Hilfreich sind auch Projektlisten oder Ausbildungstafeln, die den Lernfortschritt sichtbar machen und Orientierung geben“, so Sandro Berger, weiteres Mitglied im Team der Ausbildungs- und Nachwuchssicherungsberatung der Handwerkskammer in Mannheim.
Wie ein planvolles Vorgehen im Ausbildungsbetrieb aussehen könnte, skizziert das Expertenteam so:
Schritt 1: Ausbildungsrahmenplan
Die Ausbildungsverantwortlichen im Handwerksbetrieb setzen sich intensiv mit dem Ausbildungsrahmenplan auseinander, prüfen die Inhalte und gleichen diese mit ihrem eigenen Betriebsalltag ab.
Schritt 2: Inhalte strukturieren
Die Inhalte werden strukturiert, Verantwortliche benannt, Lernorte definiert und Zeiträume für die Vermittlung festgelegt. Nicht im Betrieb vorkommende Inhalte müssen über externe Angebote oder Kooperationen abgedeckt werden.
Schritt 3: Individueller Plan
Nun wird ein individueller Ausbildungsplan für jeden einzelnen Lehrling erstellt. Dieser beinhaltet, wer was wann und wie lernt, welche Betreuung erfolgt und wie Lernerfolge überprüft werden. Auch Prüfungen, Probezeit und besondere Stärken oder Schwächen der Auszubildenden werden dabei berücksichtigt. „So entsteht eine Ausbildung, die verlässlich, transparent und erfolgreich verläuft“, so das Team der Ausbildungs- und Nachwuchssicherungsberatung.
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