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„Preisexplosion werden einige Unternehmen kaum verkraften“

Die Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken blickt mit wachsender Sorge auf die Entwicklung in der Golfregion. „Die Eskalation des Iran-Konflikts ist nicht nur für die Unternehmen aus unserer Region mit Niederlassungen in den Golfstaaten ein Sicherheitsrisiko. Die Wirtschaft in Heilbronn-Franken unterhält darüber hinaus enge wirtschaftliche Beziehungen in die Region und erlebt nun empfindliche Störungen oder sogar den Zusammenbruch ganzer Lieferketten“, sagt Elke Döring.

Bundesweit werden Waren im Wert von rund 25 Milliarden Euro in die Region geliefert, aus Baden-Württemberg sind es zwei bis drei Milliarden. In den Daten der IHK-Außenwirtschaftsberatung sind 25 Unternehmen mit Niederlassungen in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Irak erfasst, knapp 900 Unternehmen exportieren in diese Staaten und Kuweit. Die tatsächliche Zahl der Unternehmen dürfte deutlich darüber liegen.  

Drastische Auswirkungen auf die regionale Industrie befürchtet Elke Döring nach der Blockade der Straße von Hormus, die eine wichtige Passage für ein Fünftel der weltweiten Energieimporte ist. „Wir sehen es ja jetzt schon an der Zapfsäule. Der Ölpreis steigt rapide an – und das hat Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft, vor allem aber auf unsere energieintensiven Industriebetriebe.  Deren Wettbewerbsbedingungen haben sich bereits nach dem Öl-Schock zu Beginn des Russland-Ukraine-Krieges erheblich verschlechtert. Und nach wie vor stellen die Energiepreise ein erhebliches Geschäftsrisiko dar. Eine erneute Preisexplosion auf dem Energiemarkt werden einige Unternehmen kaum verkraften. Mindestens aber wird das strukturelle Standortproblem verschärft, die Investitionsbereitschaft weiter nachlassen und der Stellenabbau weitergehen. Hier rächt sich eine verfehlte Energiepolitik, die es nicht geschafft hat, die Unternehmen so weit zu entlasten, dass sie sich gegen neue globale Krisen wappnen können“, so die IHK-Hauptgeschäftsführerin.

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