Wimmelbahn zeigt Vielfalt der städtischen Gesellschaften in Freiburg
- OB Horn stellt Straßenbahnmotiv vor: „Vielfalt und wichtige Aufgaben der kommunalen Unternehmen sichtbar machen“
- Fahrzeug der Fahrschule würdigt den täglichen Einsatz der Mitarbeitenden für eine funktionierende und lebenswerte Stadt
Badegäste planschen in den Becken städtischer Bäder, Entsorgungskräfte reinigen den Rathausvorplatz und ein Erdmännchen des Mundenhofs fährt auf der Regenbogenrolltreppe zur Stadtbahn: Diese drei augenzwinkernden Motive stehen beispielhaft für das, was die neu gestaltete Wimmelbahn zeigt: Die Vielfalt der Aufgaben der städtischen Gesellschaften und wie sie Freiburg Tag für Tag am Laufen halten.
Viele helfende Hände für mehr Lebensqualität
Oberbürgermeister Martin Horn stellte die neu beklebte Straßenbahn gemeinsam mit Mitarbeitenden der städtischen Gesellschaften vor. Horns zentrale Botschaft: Hinter der hohen Lebensqualität in Freiburg stehen viele helfende Hände. Vieles, was in Freiburg selbstverständlich funktioniert, sei das Ergebnis der täglichen Arbeit zahlreicher Mitarbeitender im Stadtkonzern: Verkehr, Sauberkeit, Energieversorgung, Wohnen, Freizeitangebote, Kultur und Grünflächen.
„Es ist leicht, im Alltag über Verwaltung oder kommunale Unternehmen zu schimpfen und alles als gegeben anzusehen“, sagte Horn. „Dabei setzen sich die Beschäftigten der kommunalen Unternehmen Tag für Tag für das Gemeinwohl ein. Dafür verdienen sie Respekt und unsren herzlichen Dank.“ Die neue Wimmelbahn mache diese wichtige Arbeit sichtbar.
Mitarbeitende bei Einweihung
Bei der Vorstellung der Bahn waren zahlreiche Mitarbeitende der städtischen Gesellschaften in ihrer Arbeitskleidung anwesend. Sie stehen stellvertretend für die vielen Menschen im Stadtkonzern, die Freiburg jeden Tag zuverlässig am Laufen halten; oft im Hintergrund, aber mit großer Wirkung für die Bürgerinnen und Bürger.
Viele Akteure im Stadtkonzern
Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) sorgt für saubere Straßen und Plätze und arbeitet an einer nachhaltigen Umstellung ihres Fuhrparks. Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) garantiert mit Bussen, Straßenbahnen und der Schauinslandbahn klimafreundliche Mobilität in der ganzen Stadt. Die Freiburger Stadtbau GmbH schafft und erhält bezahlbaren Wohnraum und entwickelt neue Quartiere. Die Badenova versorgt Freiburg rund um die Uhr mit Strom, Gas, Wärme und Wasser und treibt die Energiewende voran.
Ergänzt werden diese großen Unternehmen durch weitere kommunale Beteiligungen: Die Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft (FQB) unterstützt unter anderem die Pflege von Grünanlagen. Die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) organisiert Märkte, Messen und Veranstaltungen und stärkt die Innenstadt. Das Theater Freiburg prägt das kulturelle Leben der Stadt. Der Mundenhof bietet Natur- und Tiererlebnisse für Familien. Der Flugplatz Freiburg sichert die städtische Luftverkehrsinfrastruktur. Die Freiburger Stiftungsgesellschaft engagiert sich für Stiftungsvermögen und kulturelles Erbe. Auch die Eigenbetriebe wie die Friedhöfe tragen zum funktionierenden Gemeinwesen bei.
Szenen aus dem Stadtleben
Der Freiburger Illustrator Michael Bögle hat das Motiv für die Wimmelbahn entworfen: Zwischen Marktplatz, Münster und Mess‘, neben Windrädern, Wasserschlössle und Wiwili Brücke, zwischen Bächle, Bürger*innen und Bahnen, Rathausplatz und Roter Otto wuseln die Beschäftigten der kommunalen Unternehmen – und die Tiere des Mundenhofs.
Einsatz als Fahrschulfahrzeug
Die Wimmelbahn ist eine Straßenbahn vom Typ GT8N mit der Nummer 230. Die VAG hat das Fahrzeug vor kurzem aus dem Regelverkehr genommen und setzt es künftig als reines Fahrschulfahrzeug ein. Für das Fahrzeug suchte die VAG nach einem neuen Motiv. Die konkrete Idee für die Wimmelbahn entstand vor einiger Zeit bei einem Austausch der kommunalen Unternehmen mit OB Horn. Künftig fahren Fahrschüler*innen der VAG mit der frisch beklebten Wimmelbahn durch Freiburg.
Hintergrund: PIWI-Prozess und Idee zur Wimmelbahn
Im Rahmen eines 2023 begonnenen Verbesserungsprozesses der städtischen Projektgruppe PIWI hat die Stadt gemeinsam mit den Geschäftsführungen der städtischen Gesellschaften, Stadtwerken, der Stiftungsverwaltung und Badenova eine Klausur zur Weiterentwicklung der Konzernsteuerung abgehalten. Ziel war es, die Zusammenarbeit innerhalb des kommunalen Konzerns weiter zu stärken, Synergien besser zu nutzen, gemeinsame Ziele zu definieren und Aufgaben künftig noch stärker vernetzt zu bearbeiten.
Vor dem Hintergrund der angespannten finanziellen Rahmenbedingungen besteht der Bedarf, strategische Schnittmengen künftig systematischer zu nutzen und konkrete Maßnahmen zur Effizienzsteigerung im Konzern Stadt zu entwickeln. Damit wird zugleich ein wichtiger Beitrag zur Vorbereitung der kommenden Haushaltsjahre geleistet und ein Anliegen des Gemeinderats nach stärkerer Konzernsteuerung aufgegriffen.
Im Mittelpunkt der im Herbst 2025 abgehaltenen Klausur mit dem OB standen konkrete Projekte (kurz-, mittel- und langfristig) sowie Potenzialanalysen und Projektabstimmungen für eine intensivere fachliche Kooperation, gemeinsame Services sowie die Bündelung von Aufgaben und Personalressourcen. Die gemeinsame Straßenbahn ist eines der kurzfristigen Projekte, das aus dem Stärkungsprozess der Beteiligungssteuerung von Stadt und kommunalen Unternehmen, entstanden ist; weitere folgen.
15 Fakten: Wie die städtischen Gesellschaften Freiburg lebenswerter machen*
1. Mehr als 4100 Menschen arbeiten im gesamten Stadtkonzern – und sorgen jeden Tag dafür, dass Freiburg funktioniert: von sauberem Trinkwasser bis zu pünktlichen Bahnen.
2. Künftige Fachkräfte: Mehr als 160 Auszubildende lernen gleichzeitig im Stadtkonzern einen von mehr als 40 Ausbildungsberufe.
3. Inklusiv: Der Stadtkonzern schafft derzeit knapp 30 Stellen für Menschen mit Behinderung und betreut rund 400 Menschen in schwierigen Lebenslagen in unterschiedlichen Projekten.
4. Der Stadtkonzern investiert rund eine Million Euro täglich in Freiburgs Zukunft. In Schulen, Mobilität, Kinder- und Jugendhilfe, Bäder und moderne Infrastruktur.
5. Die städtischen Gesellschaften erwirtschaften täglich einen Umsatz von etwa 5,2 Millionen Euro und sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.
6. Rund 1.000 neue Wohnungen sind aktuell im Bau, darunter ein eigenes Azubi-Wohnheim, das jungen Menschen einen bezahlbaren Start in Freiburg ermöglicht.
7. 22 neue E-Busse, 8 neue Straßenbahnen und moderne Aufzüge verbesserten 2025 die Mobilität – klimafreundlich, leise und barrierefrei.
8. Die Energieversorgung läuft rund um die Uhr zuverlässig. Mehr als 120 Millionen Euro an Investitionen treiben die lokale Energiewende voran.
9. Acht Hallen- und Freibäder bieten Raum für Sport, Gesundheit und Erholung – für Kinder, Familien und Senior*innen.
10. Große Veranstaltungen und Tourismusprojekte beleben die Innenstadt und stärken Handel, Gastronomie und Begegnung.
11. Kultur- und Veranstaltungsorte schaffen lebendige Treffpunkte und fördern Austausch und Vielfalt in der Stadt.
12. Der Stadtkonzern steht Menschen dort zur Seite, wo sie konkrete Unterstützung brauchen: Bei Bildungschancen, in akuten Notlagen oder für nachbarschaftliche Hilfe.
13. Zwei Drittel der Busflotte der VAG fährt inzwischen elektrisch, bei der Stadtreinigung sind sogar bereits 90 Prozent des Fuhrparks Stromer und bei der Abfallentsorgung der ASF sind 100 Prozent des Fuhrparks wasserstoffbetrieben. Alle städtischen Gesellschaften arbeiten so am Ziel Klimaneutralität bis zum Jahr 2035.
14. Auch der Ausbau des Nahverkehrs reduziert CO₂. Darüber hinaus senkt der Umstieg auf E-Busse den Verkehrslärm – für sauberere Luft und ruhigere Straßen.
15. Nachhaltige Bau- und Energieprojekte senken dauerhaft den Energieverbrauch und schützen Umwelt und Ressourcen.
*Quelle: v.a. Beteiligungsbericht der Stadt Freiburg 2025
Freiburger Verkehrs AG
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