Bildung & Karriere

Erfolgreiche Abschlüsse: 25 neue Meister im Sanitär-, Heizungs- und Klima-Handwerk

Die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald gratuliert 25 erfolgreichen Prüflingen zur bestandenen Meisterprüfung im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk. Die Prüfungen fanden in der Bildungsakademie der Kammer in Mannheim statt.

Die Meisterprüfung im Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk umfasst sowohl praktische als auch fachtheoretische Teile. Im Mittelpunkt steht ein Meisterprüfungsprojekt, das einem realen Kundenauftrag entspricht: Die Prüflinge planen, berechnen und kalkulieren gebäudetechnische Anlagen, führen Montage- und Servicearbeiten durch, nehmen Anlagen in Betrieb und dokumentieren Messungen und Prüfungen. Ergänzend kommt die schriftliche Prüfung zu Sicherheits- und Instandhaltungstechnik, Anlagentechnik, Auftragsabwicklung sowie Betriebsführung und Betriebsorganisation hinzu.

Markus Kagermann, Vorsitzender des Meisterprüfungsausschusses, unterstreicht den hohen Anspruch der Prüfung: „Der Meistertitel ist das höchste im Handwerk zu erreichende Gut; er ist denen vorbehalten, die sich mit Standhaftigkeit, Struktur, Passion und Liebe fürs Detail der jeweiligen Herausforderung widmen.“ Der Meistertitel sei nicht nur ein Dokument, sondern ein Zeugnis ausgeprägter fachlicher, persönlicher und sozialer Kompetenzen, betont Kagermann. Entsprechend achte die Prüfungskommission auf eine geordnete Herangehensweise, ein anlassbezogenes Auftreten im Fachgespräch oder in der Werkstatt, Sauberkeit am Arbeitsplatz, eine gute Vorbereitung auf die Aufgabe sowie die Einhaltung der vorgegebenen Zeiten.

Ermöglicht Führungsaufgaben
„Die neuen Meisterinnen und Meister haben gezeigt, dass sie komplexe Anlagen nicht nur fachgerecht planen und installieren, sondern auch betriebswirtschaftliche und organisatorische Verantwortung übernehmen können“, sagt auch Alexander Dirks, Leiter des Geschäftsbereichs Meisterprüfung bei der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald. Die Meisterqualifikation bereite auf die selbstständige Führung eines Betriebs, auf Leitungsaufgaben im Unternehmen und auf die Ausbildung des Nachwuchses vor.

Auch Simon Dörrer, Projektleiter Technik, bestätigt das hohe Niveau der aktuellen Prüfungsrunde. Besonders wichtig ist ihm der persönliche Auftritt der Prüflinge: „Wir achten auf Auftreten, äußeres Erscheinungsbild und Einsatzbereitschaft“, so Dörrer.

Breites Aufgabenfeld
Die Anforderungen im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk reichen von der Versorgung mit Gas, Wasser, Luft und Wärme über Trinkwasserhygiene und Abgastechnik bis hin zu Energieeffizienz, Gebäudeleittechnik und digitaler Regelungs- und Steuerungstechnik. Entsprechend breit sind die Qualifikationen, die in der Meisterprüfung abgeprüft werden – von technischen Berechnungen über Fehlerdiagnose und Instandhaltung bis zur Organisation von Baustellen und der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.

Als besonders herausfordernd gelten nach Einschätzung der Prüfer Aufgaben, bei denen Theorie und Praxis eng verzahnt sind. „Das freie Anwenden und in Einklang bringen der Gesetze und Normen in die Projektarbeiten sowie die damit verbundenen Berechnungen und Kausalitäten ist für viele anspruchsvoll“, erläutert Markus Kagermann. Zudem fordere das konzentrierte freie Schreiben und technische Zeichnen über einen längeren Zeitraum die Prüflinge spürbar. Simon Dörrer sieht insbesondere den Praxisteil Elektro sowie den Praxisteil Gerätetechnik als besonders herausfordernd an.

Großer Karriereschritt
Alexander Dirks betont die Bedeutung des Meistertitels für die berufliche Entwicklung: „Der Schritt vom Gesellen zum Meister ist ein entscheidender Karriereschritt im Handwerk. Er eröffnet Perspektiven als Betriebsinhaber, Projektleiter oder Ausbilder und stärkt zugleich die Qualität der Dienstleistung im Sanitär-, Heizungs- und Klimabereich.“ Die Handwerkskammer bietet in ihrer Bildungsakademie in Mannheim strukturierte Vorbereitungskurse auf die Teile III und IV der Meisterprüfung an.

Mit Blick auf die Entwicklung der Meisterprüfung im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk verweist Markus Kagermann auf gestiegene inhaltliche Anforderungen: Durch die Zusammenführung verschiedener Gewerke hin zum „Generalisten Installateur- und Heizungsbaumeister*in“ habe sich das technische Spektrum erweitert und sei komplexer geworden. Gleichzeitig seien im Zuge der Änderung der Meisterprüfungsverordnung Prüfungszeiten und -möglichkeiten reduziert worden. „Die Herausforderung für die Prüfungskommissionen besteht darin, unter diesen Rahmenbedingungen eine hochwertige Prüfung auf dem Stand der Technik anzubieten. Dies gelingt nur im Team – jeder Input ist willkommen“, so Kagermann.

Auch Simon Dörrer beobachtet eine Veränderung: Aus seiner Sicht habe sich das Spektrum deutlich erweitert – es werde heute insgesamt mehr, breiteres Wissen verlangt.

Informationen und Kontakt
Weitere Informationen zur Meisterqualifikation im Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk sowie zur Meistervorbereitung stehen online auf www.hwk-mannheim.de/… zur Verfügung. Der Geschäftsbereich Meisterprüfung der Handwerkskammer berät zu allen Fragen rund um die Meisterfortbildung im Handwerk. Kontakt per E-Mail: meisterpruefung@hwk-mannheim.de.

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