Bilanz 2025 & Programm-Überblick 2026
REKORDJAHR 2025 UND NEUPOSITIONIERUNG DER SAMMLUNG
Nach dem besucherstärksten Jahr seit anderthalb Jahrzehnten startet das Sprengel Museum Hannover 2026 mit einem vielseitigen Ausstellungsprogramm, das Brücken zwischen der Moderne und zeitgenössischer Kunst schlägt. 211.507 Besucher*innen kamen 2025 ins Museum – ein deutlicher Anstieg gegenüber knapp 150.000 im Vorjahr und das beste Ergebnis der letzten 15 Jahre. Auf dieser Grundlage beginnt das Museum ein Jahr, das im Zeichen der Neupositionierung seiner Sammlung steht, die Mitte Mai unter dem Titel „Mein lieber Schwan“ eröffnet. Die Präsentation vereint rund 500 Werke, darunter Klassiker der Moderne wie Gabriele Münter und Pablo Picasso, zentrale Highlights des Hauses etwa von Niki de Saint Phalle sowie Nachkriegspositionen wie Gerhard Richter oder Louise Bourgeois und zeitgenössische Werke von Albert Oehlen oder Toulu Hassani. Gemeinsam eröffnen sie neue Perspektiven auf die Bestände vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Kunst der Gegenwart. Große Überblicksausstellungen zu Otto Gleichmann und Horst Antes sowie internationale Einzelpositionen wie Paul Mpagi Sepuya und Nevin Aladağ ergänzen das Programm 2026 und richten den Blick gleichermaßen auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
„2025 hat gezeigt, was möglich ist: große Ausstellungen, begeistertes Publikum und internationale Resonanz. Das Sprengel Museum Hannover steht mittendrin im internationalen Vergleich. Mit dieser Energie starten wir in 2026 – Entdeckungsfreude, Experimentierlust und künstlerische Vielfalt inklusive“, betont Direktor Reinhard Spieler.
HERZSTÜCK DES JAHRES: NEUE SAMMLUNGSPRÄSENTATION „MEIN LIEBER SCHWAN“
Mit der neuen Sammlungspräsentation bereitet das Sprengel Museum Hannover eine umfassende Neupositionierung seiner Bestände vor. Unter dem Titel „Mein lieber Schwan“ wird die Sammlung ab Mitte Mai 2026 in 18 Räumen neu präsentiert; einbezogen ist auch der Erweiterungsbau, das sogenannte Maschsee-Brikett. Die Präsentation umfasst Werke von der Klassischen Moderne über Kunst nach 1945 bis zur Gegenwart und verbindet bekannte Schlüsselwerke mit bislang selten gezeigten Arbeiten. Im Mittelpunkt steht eine neue Erzählweise der Sammlung, die historische Positionen, Werkzusammenhänge und thematische Bezüge neu ordnet. Der Titel „Mein lieber Schwan“ zitiert ein Werk der hannoverschen Künstlerin Christiane Möbus und steht programmatisch für die Neuausrichtung – für Neugier, Anerkennung und überraschtes Staunen. Kuratiert wird die Sammlungsneupräsentation von Inka Schube und Katharina Herrmann.
GROSSE ÜBERBLICKSAUSSTELLUNGEN ZUR KLASSISCHEN MODERNE UND NACHKRIEGSKUNST
Vom 11. April bis 5. Juli 2026 würdigt die Ausstellung „Horst Antes zum 90. Geburtstag“ eine zentrale Figur der deutschen Nachkriegskunst. Antes’ Werk vereint Malerei, Grafik und Skulptur, die Ausstellung zeigt seine künstlerische Entwicklung von den 1960er Jahren bis heute. Vom 1. August bis 1. November 2026 beleuchtet wiederum die Retrospektive „Otto Gleichmann und der Expressionismus in Hannover“ erstmals seit 1987 umfassend das Werk des hannoverschen Expressionisten. Rund 180 Werke dokumentieren die Entwicklung seiner Figurenbilder über fast fünf Jahrzehnte.
ZEITGENÖSSISCHE POSITIONEN UND REGIONALE PERSPEKTIVEN
Das Ausstellungsjahr beginnt bereits am 21. Januar mit „Gabriela Jolowicz. Kunst der Gegenwart aus Niedersachsen“. Die großformatigen Holzschnitte der Künstlerin verbinden Alltagsszenen mit kunsthistorischen Bezügen und eröffnen einen zeitgenössischen Blick auf ein traditionelles Medium. Im Rahmen von Sprengel@feinkunst sind vom 18. April bis 5. Juli 2026 die multimedialen Arbeiten der Braunschweiger Künstlerin Maja Zipf zu sehen, die sich mit Fragen des zukünftigen Verhältnisses von Mensch und Umwelt auseinandersetzen. Vom 13. Juni bis 27. September 2026 folgt die Ausstellung zum „Kunstpreis Hannes Malte Mahler – it is art®“. Preisträgerin Farzane Vaziritabar interpretiert den „Roten Faden“ Hannovers neu und realisiert Installationen, Performances und Interventionen sowohl im Museum als auch im Stadtraum.
Vom 1. Juli bis 4. Oktober 2026 zeigt das Sprengel Museum Hannover die erste größere Einzelausstellung des US-amerikanischen Fotografen Paul Mpagi Sepuya in Deutschland. Seine Arbeiten hinterfragen Sehen, Intimität und die Konstruktion fotografischer Räume aus queeren und gesellschaftspolitischen Perspektiven. Vom 28. November 2026 bis 28. Februar 2027 folgt die Ausstellung von Nevin Aladağ anlässlich des Kurt Schwitters Preises 2026 der Niedersächsischen Sparkassenstiftung. Aladağs multidisziplinäre Arbeiten an der Schnittstelle von Video, Skulptur, Installation und Video- und Soundarbeiten thematisieren Fragen von Identität, kultureller Zugehörigkeit und gesellschaftlichen Strukturen.
Den Jahresabschluss bildet die Retrospektive „Hannes Malte Mahler“, die vom 5. Dezember 2026 bis 7. Februar 2027 die Bandbreite seines vielseitigen Schaffens präsentiert – von Malerei, Zeichnung und Fotografie über Performance, Objekt- und Installationskunst.
Sprengel Museum Hannover
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