Bildung & Karriere

Zukunft zum Anfassen: „DigitalTruck“ machte Station in Ulrichstein

Wie funktioniert eigentlich künstliche Intelligenz (KI)? Wie lernt eine KI? Wieso macht sie auch immer wieder einmal Fehler? Antworten auf diese und noch viele Fragen mehr gab es an der Schlossbergschule in Ulrichstein. Dort hatte der „DigitalTruck“ des hessischen Kultur- und Digitalministeriums Halt gemacht. Dieser tourt seit 2021 durch ganz Hessen und besucht alle Schulen.

Erster Kreisbeigeordneter Patrick Krug nutzte die Chance in Ulrichstein, um sich selbst ein Bild von den zwei „rollenden Klassenzimmern“ zu machen, die – ausgestatte mit neuester Technik – auf dem Parkplatz vor der Schule standen. Gemeinsam mit Matthias Röse, dem Leiter des Amtes für schulische Bildung und Betreuung, Ulrichsteins Bürgermeister Dr. Steffen Scharmann sowie Johannes Altmannsberger vom Staatlichen Schulamt schaute der Schuldezernent den Schülern während des Unterrichts im Truck über die Schultern.

„Hier wird die Neugier auf Technik bei den Schülerinnen und Schülern geweckt“, war sich Krug sicher. „Es ist toll zu sehen, mit welcher Entdeckerfreude die Kinder an diese doch recht komplexen Themen herangehen. Ich freue mich, dass die Schlossbergschule die Chance hat, dieses Angebot zu nutzen.“

Spielerisches Lernen in der High-Tech-Umgebung

Die Schüler werden altersgerecht in Workshops an Themen wie beispielsweise „Programmierung“, „Robotik“, die Erstellung sogenannter „Stop-Motion-Videos“ und „Digitales Schreiben und Publizieren“ herangeführt und dabei von erfahrenen Medienpädagogen betreut. Auch Fortbildungen für Lehrkräfte werden im Rahmen des Besuchs angeboten, um das Wissen langfristig in den Schulalltag zu integrieren.

„Für eine kleine Stadt wie Ulrichstein ist es ein tolles Signal, dass solche hochmodernen Angebote direkt vor die Schultür kommen“, freute sich Bürgermeister Dr. Scharrmann. „Digitale Bildung darf keine Frage des Wohnorts sein, und der DigitalTruck schlägt hier eine wichtige Brücke.“

Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation

Die Projektwoche sollte den Kindern frühzeitig wichtige Medienkompetenzen vermitteln und ihr Interesse an den Technologien der Zukunft wecken. Matthias Röse vom Amt für schulische Bildung und Betreuung unterstrich die Bedeutung für den gesamten Landkreis: „Der Einsatz des DigitalTrucks ergänzt unsere Bemühungen bei der technischen Ausstattung der Schulen ideal. Hardware ist die Basis, aber das Verständnis für die Mechanismen dahinter – wie etwa bei der KI – ist die eigentliche Kompetenz, die vermittelt werden muss und das geschieht hier.“

Die Schüler der Schlossbergschule nahmen mit Begeisterung an den Workshops teil und hatten viel Freude, die Technik auszuprobieren. Ob das Steuern kleiner Roboter oder das Experimentieren mit Algorithmen: Die „rollenden Klassenzimmer“ hinterließen sichtlich Eindruck.

Für Schuldezernent Patrick Krug war klar: Die Digitalisierung ist weit mehr als nur der Breitbandausbau oder die Bereitstellung von Tablets. „Wir wollen natürlich, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur Konsumenten digitaler Endgeräte sind, sondern sie befähigt werden, die digitale Welt aktiv mitzugestalten und kritisch zu hinterfragen und genau das fand hier in der Projektwoche statt“, resümierte Krug.

 

 

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