Fahrzeugbau / Automotive

Werkstattgespräch: Klimaziele auf dem Prüfstand

Vertreten durch Dr. Malte-Matthias Zimmer, Ressortleiter Umwelt- und Chemikalienpolitik, nahm der ZVO am 24. Juni 2026 am Werkstattgespräch „Industriestandort Deutschland: Klimaschutz, Wettbewerbsfähigkeit und die neue geopolitische Lage“ im Konrad-Adenauer-Haus teil.

Die Veranstaltung, die auf Initiative der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) sowie der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) stattfand, verdeutlichte, dass innerhalb der CDU eine intensive Debatte über die Ausgestaltung der deutschen Klimapolitik begonnen hat. Dabei wurde deutlich, dass es unterschiedliche Auffassungen darüber gibt, wie die Klimaziele erreicht werden können, ohne die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland nachhaltig zu beeinträchtigen.

Der ZVO begrüßt ausdrücklich, dass diese Diskussion geführt wird. Klimaschutz und industrielle Wertschöpfung dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Klimapolitik muss sich daran messen lassen, ob sie sowohl einen wirksamen Beitrag zum globalen Klimaschutz leistet als auch die industrielle Basis Deutschlands erhält.

Für die Unternehmen der Oberflächentechnik ist diese Frage von zentraler Bedeutung. Die Branche leistet bereits heute einen wesentlichen Beitrag zu Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und der Verlängerung von Produktlebenszyklen. Gleichzeitig stehen die Betriebe durch hohe Energiepreise, zunehmende Bürokratie und immer umfangreichere regulatorische Anforderungen unter erheblichem Wettbewerbsdruck.

Aus Sicht des ZVO braucht Deutschland daher einen Kurs, der Klimaschutz mit wirtschaftlicher Vernunft verbindet. Politische Maßnahmen sollten sich konsequent an ihrer tatsächlichen Klimawirkung sowie an ihrer technischen und wirtschaftlichen Umsetzbarkeit orientieren. Eine Verlagerung industrieller Produktion ins Ausland hilft weder dem Klima noch dem Wirtschaftsstandort Deutschland.

Der ZVO bedankt sich bei den Moderatoren Gitta Connemann MdB, Carsten Linnemann MdB, Dennis Radtke MdEP und Dr. Andrea Wechsler MdEP für den offenen und konstruktiven Austausch. Der Verband wird sich weiterhin aktiv in die politische Diskussion einbringen und die Interessen der Oberflächentechnik gegenüber Politik und Verwaltung vertreten.

Denn eines ist klar: Nur ein wettbewerbsfähiger Industriestandort kann langfristig Innovation, Wohlstand und wirksamen Klimaschutz gleichermaßen sichern.

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