Kompetenzzentrum KARE entwickelt Transformationsmodule für die Kreislaufwirtschaft weiter
Projekttreffen in Goslar: Transformationsmodule im Fokus
Im Mittelpunkt des Plenums standen die aktuell in Entwicklung befindlichen Transformationsmodule von KARE. Sie sollen Unternehmen der Kunststoffbranche mit praxisnahen Werkzeugen auf ihrem Weg zur Kreislaufwirtschaft unterstützen. Die Konzepte werden gemeinsam mit den Partnerunternehmen entwickelt und in mehreren Erprobungsrunden getestet. Die Erkenntnisse aus diesen Pilotanwendungen fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung der Module ein.
Praxisnahe Module für die Transformation der Kunststoffindustrie
Die entwickelten Konzepte adressieren unterschiedliche Herausforderungen der Transformation. Das Modul „Mindset-Entwicklung“ unterstützt Unternehmen dabei, Beschäftigte frühzeitig einzubinden und gemeinsame Überzeugungen für nachhaltiges Handeln zu fördern. „Material Match“ bringt Verarbeiter und Recycler zusammen, um Produktionsabfälle effizienter zu verwerten und neue Materialkreisläufe zu erschließen.
Mit dem Modul „Vertiefte Regulatorik“ erhalten Unternehmen Unterstützung bei der Analyse regulatorischer Anforderungen, der Identifikation von Handlungsbedarfen und der Etablierung relevanter Strukturen. Die „Vertriebsschulung“ vermittelt Ansätze, um Nachhaltigkeitsaspekte und Kreislaufwirtschaftskompetenzen erfolgreich in die Kundenkommunikation einzubringen sowie Vorbehalte und Missverständnisse gegenüber Rezyklaten abzubauen.
„Die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnerunternehmen zeigt, dass die Transformation zur Kreislaufwirtschaft nur dann erfolgreich gelingt, wenn technische, organisatorische und kulturelle Aspekte gemeinsam betrachtet werden. Mit den Transformationsmodulen schaffen wir konkrete und praxisnahe Unterstützungsangebote für Unternehmen der Kunststoffindustrie“, sagt Jonathan Lambers, Gruppenleiter Transformation der Kunststoffindustrie am SKZ.
Austausch, Vernetzung und neue Impulse für die Kreislaufwirtschaft
Ein weiterer Programmpunkt war die Besichtigung des Elektrorecyclingunternehmens Electrocycling. Die Werksführung vermittelte anschauliche Einblicke in die Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe und die damit verbundene aufwendige händische Sortier- und Demontagearbeit. Außerdem bot der zweite Tag die Gelegenheit zum fachlichen Austausch mit dem Kompetenzzentrum KREIS, das ebenfalls wie KARE innerhalb des Programms „Zukunft der Wertschöpfung – Forschung zu Produktion, Dienstleistung und Arbeit“ gefördert wird.
Dabei wurden branchenübergreifende Gemeinsamkeiten und mögliche Anknüpfungspunkte für künftige Kooperationen identifiziert. Abgerundet wurde das Plenumstreffen durch einen Fachvortrag zu „Design 4 Sustainability“, der Einblicke in die Bedeutung einer nachhaltigkeitsorientierten Produktentwicklung für die Kreislaufwirtschaft vermittelte.
Über KARE
Das Forschungsprojekt KARE – Kompetenzzentrum der Arbeitsforschung KARE: Kompetenzen aufbauen für die Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen unterstützt Unternehmen der Kunststoffbranche bei der erfolgreichen Gestaltung der Transformation hin zu einer zirkulären Wertschöpfung. Gemeinsam mit Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weiteren Akteuren entwickelt das Konsortium praxisnahe Lösungen, Qualifizierungsangebote und Transformationsmodule, die Beschäftigte und Organisationen bei den technischen, organisatorischen und kulturellen Veränderungen der Kreislaufwirtschaft begleiten. Ein Beispiel hierfür ist die kostenfreie Livestream-Reihe „KARE Talks – Wissen für die Transformation“, in der monatlich regulatorische und technologische Neuerungen präsentiert werden.
KARE wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen des Programms „Zukunft der Wertschöpfung – Forschung zu Produktion, Dienstleistung und Arbeit“ gefördert (Förderkennzeichen: 02L22C200) und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.
Das SKZ ist ein Klimaschutzunternehmen und Mitglied der Zuse-Gemeinschaft. Diese ist ein Verbund unabhängiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.
SKZ – Das Kunststoff-Zentrum
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Scientist | Transformation der Kunststoffindustrie Würzburg
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