Verkehrserziehung beginnt zu Hause: Sicher zur Schule
Mit dem Schulstart steigt das Verkehrsaufkommen vor allem in den Morgenstunden deutlich an. Kinder sind hier besonders den Gefahren des Straßenverkehrs ausgesetzt. Nicht umsonst gelten vor allem kleinere Kinder als vulnerabelste Gruppe unter den Verkehrsteilnehmern: Aufgrund ihrer Größe werden sie leichter übersehen als Erwachsene. Zudem sind ihre Wahrnehmungssinne noch nicht voll entwickelt; daher können sie Entfernungen, Geschwindigkeiten und generell Gefahren im Straßenverkehr oftmals nicht richtig einschätzen. Hinzu kommt Ablenkung: Die Kinder interagieren mit ihrer Umgebung, mit anderen Kindern, aber auch mit ihrem Handy und haben oft sogar noch Kopfhörer auf, so dass sie sich nicht voll und ganz auf den Straßenverkehr konzentrieren.
Aufmerksamkeit wird zur wachsenden Herausforderung
Darüber hinaus sind Kinder heute zahlreichen Reizen bis hin zur Reizüberflutung ausgesetzt. Digitale Medien tragen zu einer Verkürzung der Konzentrationsspanne bei, die Informationsdichte wird höher, häufige Unterbrechungen bspw. bei kurzen Videos und ein hoher Reizwechsel können unter Umständen die Aufmerksamkeit beeinträchtigen. Gleichzeitig ist aber auch der Verkehr selbst komplexer geworden: Noch nie gab es mehr Autos im Straßenverkehr als heute; zugleich müssen auch Fahrräder, E-Bikes, E-Scooter, Tretroller und andere Fußgänger wahrgenommen und richtig eingeordnet werden. Um sicher durch den Straßenverkehr zu navigieren, müssen Kinder unterschiedlichste Situationen gezielt trainieren, in denen Aufmerksamkeit gefragt ist.
Eltern prägen das sichere Verhalten im Straßenverkehr
Wenn es um die Verkehrserziehung der Kinder geht, spielen Kitas, Grundschulen wie auch weiterführende Schulen eine wichtige Rolle. Manchmal sind sich Eltern jedoch nicht ganz bewusst, wie groß und wichtig ihr eigener Einfluss, aber auch ihre Verantwortung ist. „Die wichtigste Verkehrserziehung findet im Alltag statt. Mit entscheidend ist die Vorbildfunktion der Erwachsenen: Wer selbst bei Rot über die Straße geht, zwischen parkenden Autos die Fahrbahn überquert oder während des Gehens auf sein Smartphone schaut, gibt Kindern völlig falsche Signale für ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Denn Kinder lernen vor allem durch Beobachtung. Daher ist konsequent sicheres Verhalten der Eltern ein wesentlicher Baustein erfolgreicher Verkehrserziehung“, sagt Isabella Finsterwalder, Pressesprecherin des Automobilclub KS e.V.
Mit Blick auf den Schulanfang bedeutet das ganz praktisch das Einüben des Schulwegs. Und zwar mehrfach und schon deutlich vor dem ersten Schultag, denn wiederholtes Üben gibt Kindern Sicherheit und Orientierung. Besonderes Augenmerk sollten die Eltern auf Ampeln, Zebrastreifen und mögliche Gefahrenstellen, wie Ein- und -Ausfahrten von Grundstücken, Parkplätzen o.Ä., legen. Dabei sollten sie gezielt die Aufmerksamkeit ihrer Kinder auf jeden einzelnen Schritt etwa beim Überqueren einer Straße lenken – stehen bleiben, nach links und rechts schauen, Blickkontakt mit Autofahrern suchen – und alles erklären und zu Nachfragen ermutigen. Wichtig ist auch, dieses richtige Verhalten immer wieder einzuüben. Nur so entwickeln Kinder die notwendige Handlungssicherheit im Straßenverkehr.
Rücksichtnahme schützt die Schwächsten
„Auch in puncto Verkehrserziehung braucht es das sprichwörtliche ganze Dorf, um ein Kind großzuziehen: Eltern, Kitas, Schulen, Polizei, Verkehrswachten, Automobilclubs tragen alle dazu bei, dass unsere Kinder lernen, sich sicher im Straßenverkehr zurechtzufinden. Aber auch alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sollten im Umfeld von Schulen, Kindergärten, Bushaltestellen besonders aufmerksam und defensiv fahren. Schon ein geringer Geschwindigkeitsunterschied kann im Ernstfall entscheidend sein. Wer vorausschauend fährt, ausreichend Abstand hält und jederzeit bremsbereit ist, leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass Kinder sicher in den Schulalltag starten können“, resümiert die Pressesprecherin des Automobilclub KS e.V.
Der Automobilclub KS e.V. ist mit rund 660.000 Mitgliedern der zweitgrößte Automobilclub in Deutschland. Er ist seit Jahrzehnten Mitglied der Deutschen Verkehrswacht (DVW) und zählt zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR). Auf europäischer Ebene ist der KS zudem Gründungsmitglied des EAC (European Automobile Clubs). Das Ziel ist eine europaweit sichere und nachhaltige Verkehrspolitik. Darüber hinaus engagiert sich der KS seit mehr als 40 Jahren für mehr Umweltschutz und Energiesparen im gesamten Bereich des automobilen Verkehrs. Um den Stellenwert der Automobilbranche für Energiesparen sowie Klima- und Umweltschutz zu unterstreichen, beschloss der KS, ab 1981 jährlich den KS Energie- und Umweltpreis zu vergeben.
Mit seinen Töchtern AUXILIA Rechtsschutz-Versicherungs-AG und KS Versicherungs-AG bietet er eine umfassende Palette an Club- und Versicherungsleistungen – von der Wildschadenbeihilfe über den KS-Notfall-Service bis hin zu preiswerten Rechtsschutz- und Schutzbriefversicherungen –, die aufgrund von Leistung und Preis in den vergangenen Jahren viele Rankings gewonnen haben. In der Münchner Zentrale und in acht Bezirksgeschäftsstellen sind rund 250 Mitarbeiter beschäftigt. Der Jahresumsatz der KS-Gruppe liegt bei rund 200 Millionen Euro.
Mehr Infos: www.ks-auxilia.de/automobilclub
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