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Europäische Adventisten wollen nur noch ein Masterprogramm in Theologie
Studenten und Studentinnen im Gebiet der adventistischen Kirchenleitung für West- und Südeuropa (Intereuropäische Division/EUD) können den Master in Theologie (M.A.) gegenwärtig an vier theologischen Hochschulen in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien absolvieren. Die Institutionen in Deutschland und Frankreich gelten als EUD-Institutionen und werden entsprechend mitfinanziert. Der EUD-Exekutivausschuss hat am 18. Mai bei seiner Frühjahressitzung beschlossen, den Master in Theologie (M.A.) in Zukunft nur noch an einem Standort anzubieten. Damit sollen neben finanziellen Einsparungen auch Vorteile von Englisch als gemeinsamer Unterrichtssprache verbunden werden. Auch sollen für Pastoren und Pastorinnen sowie künftige Kirchenleiter Möglichkeiten eröffnet werden, zwei Jahre im gleichen Umfeld zu verbringen und mit unterschiedlichen Kulturen, Denkweisen und Verständnissen konfrontiert zu…
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Statt Begegnungswochenende Online-Treffen adventistischer Frauen
| APD | Eigentlich war ein Begegnungswochenende adventistischer Frauen auf dem Campus der Theologischen Hochschule in Friedensau geplant. Wegen der Corona- Beschränkungen wurde es kurzerhand in ein Online-Treffen verändert. Die vorgesehene Sprecherin und Leiterin der Abteilung Frauen der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten war aus den USA zugeschaltet. Digitales Treffen deutschsprechender Frauen Zwei Jahre lang liefen bereits die Vorbereitungen zu einem Begegnungswochenende der adventistischen Frauen aus der Region Norddeutschland (NDV), doch COVID-19 machte einen Strich durch das Vorhaben. So blieb den Organisatorinnen des Treffens nichts anderes übrig, als kurzerhand ein virtuelles Treffen anzubieten. Pünktlich um 17 Uhr begrüßte Angelika Pfaller, Leiterin der Abteilung Frauen der Freikirche in Deutschland, am vergangenen Samstag (16.05.) Teilnehmerinnen aus den…
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Corona: Etwa jeder vierte Deutsche will weniger spenden
| APD | Fast ein Viertel der Deutschen will in diesem Jahr wegen der Corona-Krise weniger spenden als sonst. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar). 38 Prozent der Befragten haben das nicht vor. 22 Prozent wissen nicht, wie sie dazu stehen, 17 Prozent machten keine Angabe. Bei den freikirchlichen Befragten erklärte etwa jeder Dritte (31 Prozent), dass er seine Spenden reduzieren wird. In dieser Gruppe war mit 43 Prozent allerdings auch die Bereitschaft am stärksten, weiterhin unvermindert zu spenden, während nur zwölf Prozent mit „Weiß nicht“ antworteten. Bei evangelisch-landeskirchlichen Umfrageteilnehmern wollen 22 Prozent weniger spenden, 40 Prozent planen das…
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Adventistischer Gemeindegründer in Sibirien ermordet
Einem Bericht von Adventist News Network (ANN) zufolge ist Pastor Alexander Ostankin von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Region Tomsk in Zentralsibirien/Russland Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Ostankin wurde offensichtlich während eines pastoralen Besuchs ermordet. Bei pastoralem Besuch erstochen Wie aus dem Umfeld der Familie und der dortigen Kirchenleitung zu entnehmen ist, sei Pastor Ostankin zu einem Seelsorgebesuch gebeten worden. Als er über Nacht nicht nach Hause kam, habe seine Frau die Polizei alarmiert, die daraufhin bei der angegeben Adresse die Türe aufbrechen musste. In der Wohnung seien zwei leblose Körper aufgefunden worden. Pastor Ostankin sei einer davon gewesen. Sein Körper sei mit 17 Messerstichen übersät gewesen. Möglicherweise habe sich…
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USA: Little Richard wird auf Uni-Friedhof in Huntsville (AL) beigesetzt
Nach Berichten von Adventist News Network (ANN) soll die vor einer Woche verstorbene Rock’n’Roll-Legende „Little Richard“ auf dem Friedhof der Oakwood Universität in Huntsville, Alabama/USA, beigesetzt werden. Richard Wayne Penniman, so sein bürgerlicher Name, war Siebenten-Tags-Adventist. Die Oakwood University ist eine traditionell schwarze Universität und eine Bildungseinrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in den USA. Der Alumnus der Oakwood Universität, der in den 1950er Jahren wegen seiner Rolle bei der Entstehung des Rock ’n‘ Roll umstritten war, hatte eine besondere Beziehung zu der Bildungseinrichtung. Hier hatte er eine theologische Ausbildung absolviert. Er behielt seinen adventistischen Glauben bei und kehrte in seinen späteren Jahren öffentlich zur Kirche zurück. Nach Auskunft von Gerald…
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COVID-19: Zentralamerikas Adventisten vor finanziellen Kürzungen
| APD | Anfang April schickte Filiberto Verduzco, Finanzvorstand der teilkontinentalen adventistischen Kirchenleitung in Zentralamerika (Interamerican Division/IAD), ein Schreiben an die überregionalen Kirchenleitungen und adventistischen Institutionen, um die prekäre finanzielle Situation in seinem Gebiet zu schildern. Das Dokument schlägt unter anderem Maßnahmen zur Senkung von Betriebsausgaben, Genehmigung von Pensionierungen und einer gestaffelten Entlassung konfessioneller Mitarbeiter vor, berichtet AdventistToday AT, unabhängiger journalistischer Dienst in den USA. Zum Gebiet der Interamerikanischen Kirchenleitung gehören Mexiko, Mittelamerika, Kolumbien, Venezuela, die Karibischen Inseln, Guyana, Französisch-Guayana und Surinam, mit 3.835.017 adventistischen Christen in 23.000 Kirchengemeinden. Das Verbot von Versammlungen und Hausarrest von Bürgern hat die Schließung von Kirchen und die Aussetzung religiöser Versammlungen erzwungen, was die…
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Jugendportal hilft beim Erkennen von Verschwörungstheorien
| APD | Die unklare Entwicklung der Corona-Pandemie verunsichere gegenwärtig viele Menschen, so die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK). Auf sozialen Medien und in Messenger-Diensten würden vermehrt Verschwörungstheorien mit einfachen Antworten auf komplizierte Fragen geteilt. Um Jugendlichen zu helfen, bei diesen Fehlinformationen den Überblick zu behalten, hat das Jugendportal Handysektor einen Leitfaden zum Erkennen und Eindämmen von Verschwörungstheorien und Fakes entwickelt. Falschnachrichten weit verbreitet Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (Download https://www.medienanstalt-nrw.de/fileadmin/user_upload/NeueWebsite_0120/Themen/Desinformation/LFMNRW_forsa_Desinformation_2020_Praesentation.pdf) wären 93 Prozent der 14- bis 24-Jährigen bereits im Internet auf Desinformation zum Coronavirus gestoßen. Deshalb sei es laut LFK äußerst wichtig, bei Jugendlichen die Kompetenz im Umgang mit medialer Information früh zu…
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Weltfamilientag in einer sich verändernden Welt
Der 15. Mai ist weltweit sowohl als internationaler Tag der Kriegsdienstverweigerer (wir berichteten) und als internationaler Tag der Familie ausgerufen. Das Motto des von den Vereinten Nationen (UN) proklamierten Tages knüpft in diesem Jahr an die Konferenzen in Kopenhagen und Peking vor 25 Jahren an und lautet: „Familien in der Entwicklung: Kopenhagen & Peking + 25". Beide Konferenzen veröffentlichten Stellungnahmen zur Bedeutung der Familien. Hintergrund Im September 1993 beschloss die Generalversammlung der UN in einer Resolution (A/RES/47/237), den 15. Mai eines jeden Jahres als Internationalen Tag der Familien zu begehen. Dieser Tag biete die Gelegenheit, das Bewusstsein für Fragen im Zusammenhang mit Familien zu fördern und das Wissen über die…
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ÖRK: Geistliche Impulse für unsichere Zeiten
Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) plant eine Reihe von Publikationen für Einzelpersonen, Gruppen und Glaubensgemeinschaften. Sie sollen helfen, sich spirituell mit der neuen Realität der Pandemie-Situation und dem Sinn für das Leben auseinanderzusetzen. Sprituelle Ressourcen für heute Das Projekt mit dem Titel „Die Welt heilen: Spirituelle Ressourcen für heute“ werde drei Arten von Werkzeugen für den Weg in dieser Zeit anbieten, nämlich Bibelstudien, Gebete und Kurzanalysen in Form von Blogposts, so eine Pressemeldung des ÖRK in Genf. Bibelstudien Das erste Werkzeug sei ein Satz von sechs Bibelstudien, in denen Bibelstellen über Furcht und Unsicherheit, Vertrauen und Mut, Unterscheidungsvermögen und Verständnis gesucht werden, um den gegenwärtigen Kontext zu beleuchten. Gebete Ein begleitender…
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Recht auf Asyl für Deserteure und Kriegsdienstverweigerer
Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) hat sich aus Anlass des am 15. Mai stattfindenden Internationalen Tages der Kriegsdienstverweigerung dafür ausgesprochen, dass in Deutschland Kriegsdienstverweigerer und Deserteure aus Kriegsgebieten Asyl erhalten. „Derzeit lehnen deutsche Behörden und Gerichte dies meist ab, weil Staaten ein Recht zugestanden wird, eine Wehrpflicht durchzusetzen“, kritisiert Wolfgang Buff, einer der Sprecher der EAK. Das führe dazu, dass immer wieder auch Personen, die ihr Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung ausüben und in Deutschland Schutz vor Verfolgung suchen, in ihr Heimatland abgeschoben und dort wieder verfolgt würden. „Darum ist es wichtig, dass dies geändert wird“, fordert Buff. Gewissensnot achten und schützen „Es gibt viele Fälle, wo Menschen den…