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54.000 Euro bei Interwetten verloren – Spieler hat Anspruch auf Rückzahlung
Knapp 54.000 Euro hatte ein Spieler bei Online-Glücksspielen über die Webseite interwetten.de verloren. Nach einem Urteil des Landgerichts Düsseldorf vom 6. Januar 2026 kann er aufatmen. Das Gericht entschied, dass die Interwetten Gaming Ltd. als Veranstalterin der Glücksspiele im Internet ihm den Verlust vollständig ersetzen muss, da sie nicht über die in Deutschland erforderliche Lizenz für ihr Angebot verfügte und die geschlossenen Verträge daher nichtig seien. Das Urteil hat CLLB Rechtsanwälte erstritten. Der Spieler hatte zwischen Februar 2019 und Dezember 2020 an Online-Glücksspielen über die Webseite interwetten.de teilgenommen und erlitt dabei Verluste in Höhe von insgesamt knapp 54.000 Euro. Die Interwetten Gaming Ltd. verfügte in diesem Zeitraum allerdings nicht über…
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Bwin – Spieler hat Anspruch auf Rückzahlung seiner Verluste
Rund 13.300 Euro hatte ein Mandant von CLLB Rechtsanwälte bei Online-Glücksspielen über die Plattform bwin verloren. Er bekommt sein Geld zurück. Das hat das Landgericht Berlin II mit Urteil vom 18. Dezember 2025 entschieden. Zur Begründung führte das Gericht aus, dass die beklagte ElectraWorks Ltd. als Betreiberin der Webseite nicht über die in Deutschland erforderliche Lizenz für das Veranstalten von Online-Glücksspielen verfügte. Online-Glücksspiele waren in Deutschland ohne die erforderliche Lizenz bis zum 30. Juni 2021 grundsätzlich verboten. Seitdem sind sie nur dann zulässig, wenn der Anbieter über die in Deutschland erforderliche Zulassung verfügt. „Liegt diese Genehmigung nicht vor, sind die Online-Glücksspiele illegal. Zahlreiche Gerichte haben bereits entschieden, dass die Spieler…
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LG Bielefeld: Pfando muss Mietzahlungen erstatten und Autoschlüssel herausgeben
Die Pfando GmbH muss einem Kunden den Autoschlüssel und die Fahrzeugpapiere seines Pkw herausgeben. Außerdem erhält der Kunde seine geleisteten Mietzahlungen in Höhe von rund 9.200 Euro von der Pfando Vermietung GmbH zurück. Das hat das Landgericht Bielefeld mit – nicht rechtskräftigem – Urteil vom 9. Januar 2026 entschieden. Das Gericht stellte fest, dass sowohl der zwischen den Parteien geschlossene Kaufvertrag als auch der Mietvertrag sittenwidrig und somit nichtig sind. Das Urteil hat CLLB Rechtsanwälte erstritten. Der Mandant von CLLB Rechtsanwälte hatte mit Pfando einen sog. Sale-and-rent-back-Vertrag geschlossen. Konkret verkaufte er seinen BMW 520d zum Preis von 5.200 Euro an die Pfando GmbH und mietete ihn anschließend direkt von der…
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Online-Sportwetten – Bet3000 zur Rückzahlung von Verlusten verurteilt
Bei Bet3000 hatte ein Mandant von CLLB Rechtsanwälte an Online-Sportwetten teilgenommen und verloren. Die gute Nachricht ist, dass er einen großen Teil seines Verlustes – rund 12.000 Euro – zurückbekommt. Das hat das Landgericht Bonn mit Urteil vom 19. November 2025 entschieden. Ein Grund für den Rückzahlungsanspruch ist, dass Bet3000 bzw. die IBA Entertainment Limited als beklagte Anbieterin der Sportwetten, gegen das monatliche Einzahlungslimit in Höhe von 1.000 Euro verstoßen hat. Der Mandant von CLLB Rechtsanwälte hatte zwischen November 2019 und April 2022 bei Bet3000 an Online-Sportwetten teilgenommen und unterm Strich rund 16.000 Euro verloren. Online-Glücksspiele, zu denen auch Online-Sportwetten gehören, waren und sind ohne entsprechende Lizenz in Deutschland verboten.…
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OLG München: Verträge mit Autopfand-Profi GmbH nichtig
Eine Mandantin von CLLB Rechtsanwälte muss ihr Auto nicht an die Autopfand-Profi GmbH herausgeben. Das hat das OLG München mit Urteil vom 17. Dezember 2025 entschieden. Zur Begründung führte das Oberlandesgericht aus, dass der geschlossene Kaufvertrag und Mietvertrag mit der Autopfand-Profi GmbH wegen wucherähnlichen Geschäfts sittenwidrig und damit nichtig seien. Wenn Bargeld knapp, aber dringend nötig ist, kann bei der Autopfand-Profi GmbH das eigene Fahrzeug im Rahmen eines „Sale & Rent Back-Vertrags“ verkauft und anschließend gemietet werden, um es weiter nutzen zu können. Die beklagte Kundin hatte sich für die Option „Sale & Rent Back“ entschieden. Zwischen den Parteien kam es schließlich zum Streit über die Frage, wer Eigentümer des…
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C24 Bank GmbH – BaFin schaltet Sonderbeauftragten ein
Bereits mit Bekanntmachung vom 24.11.2025 hat die BaFin Maßnahmen gegen die C24 Bank GmbH angeordnet aufgrund gravierender Mängel in der Geldwäscheprävention. Die BaFin hat unter anderem Mängel bei der Durchführung des Verdachtsmeldeverfahrens sowie der Organisation und Durchführung von Auskunftsverpflichtungen, die überwiegend im Zusammenhang mit betrügerisch genutzten Konten standen, festgestellt. Die C24 Bank GmbH muss auf Anordnung der BaFin eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation sicherstellen. Dazu zählt u.a. eine wirksame Prävention von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und anderen strafbaren Handlungen. „Die BaFin kann dem Institut aufgeben, unter anderem in den Bereichen des Kundenannahmeprozesses, bei der laufenden Überwachung von Geschäftsbeziehungen und im Verdachtsmeldewesen ihre Sicherungsmaßnahmen zu verstärken“ so der Wortlaut der Meldung. Die Kanzlei CLLB vertritt zahlreiche Mandanten gegen die…
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Erfolg für Anleger des ConTrust Fonds
Die auf Kapitalmarkt– und Anlagerecht spezialisierte Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Büros in München und Berlin hat mit Urteil vom 29.10.2025 für einen Anleger erfolgreich die Abweisung der Klage der ConTrust GmbH & Co. KG i.L auf Rückzahlung von erhaltenen Ausschüttungen erstritten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Zum Hintergrund: Der geschlossene Fonds „ConTrust GmbH & Co. KG i.L.“ hatte bereits in der Vergangenheit die Anleger immer wieder zur Rückzahlung von erhaltenen Ausschüttungen aufgefordert und mit Klage gedroht. Zwischenzeitlich werden Anleger dieses Fonds auf Rückzahlung von Ausschüttungen verklagt. Die Klagen werden damit begründet, dass der Fonds angeblich nie Gewinne erwirtschaftet hätte, das Kapitalkonto des Anlegers angeblich einen Minus-Wert ausweisen würde und der…
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Vertrag über Online-Coaching nach Urteil des BGH nichtig
Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 2. Oktober 2025 erneut deutlich gemacht, dass ein Vertrag über ein Online-Coaching nichtig ist, wenn er unter das Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) fällt und der Anbieter nicht über die behördliche Zulassung für Fernunterricht verfügt. Der BGH hat damit ein Urteil des OLG Oldenburg vom 17. Dezember 2024 bestätigt. Damit hat der BGH auch seine Rechtsprechung vom 12. Juni 2025 konsequent fortgesetzt. Auch hier hatten die Karlsruher Richter entschieden, dass ein Vertrag über ein Online-Coaching nichtig ist, wenn er unter das FernUSG fällt und der Anbieter nicht über die behördliche Zulassung verfügt. „In beiden Urteilen machte der BGH zudem deutlich, dass es unerheblich ist, ob der Teilnehmer…
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Ledger leergeräumt – Krypto Hack
Ursache ist nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen offenbar ein Hacker-Angriff, bei dem Cyberkriminelle sich Zugang auf den PC verschafft haben, eine gefälschte Ledger Live-App installierten, um sich unbefugt Zugriff auf die Wallets zu verschaffen. Unsere Forensiker berichten von weiteren ähnlich gelagerten Angriffen. Das konkrete Ausmaß ist akutell noch nicht absehbar, so RA Ruigrok van de Werve von der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte. Die Krypto-Assets müssen jedoch nicht endgültig verloren sein. Es gibt Wege, sie gegebenenfalls zurückzuholen. CLLB Rechtsanwälte arbeiten zu diesem Zweck mit einem Team an Forensikern zusammen, um den Weg der Kryptowerte zu verfolgen und diese über die Staatsanwaltschaft zu sichern. Wer mit Kryptowährungen handelt, möchte sie sicher und…
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Online-Sportwetten – EuGH verhandelt gegen Tipico C-530/24
Es mag ein gutes Omen sein: Am heutigen bundesweiten Aktionstag gegen die Glücksspielsucht wurde am Europäischen Gerichtshof eine Klage gegen den Sportwettenanbieter Tipico verhandelt (Az. C-530/24). Der EuGH hat zwar noch keine Entscheidung getroffen, aber zwischen den Zeilen war erkennbar, dass er das deutsche Verbot von Online-Sportwetten, wenn der Anbieter nicht über die erforderliche Lizenz verfügt, für zulässig hält. „Das Vertrauen in eine verbraucherfreundliche Entscheidung des EuGH im Sinne des Spieler- und Jugendschutzes ist durch die heutige Verhandlung noch gewachsen“, sagt Thomas Sittner, CLLB Rechtsanwälte. Ein solches verbraucherfreundliches Urteil würde zahlreichen Spielern in Deutschland den Weg ebnen, ihre Verluste aus Online-Sportwetten zurückzufordern, wenn der Veranstalter nicht über die erforderliche Konzession…