• Verbraucher & Recht

    Online-Sportwetten – OLG Bamberg verurteilt Tipico zur Rückzahlung

    Rund 19.700 Euro hatte ein Mandant von CLLB Rechtsanwälte bei Online-Sportwetten des Anbieters Tipico verloren. Das OLG Bamberg hat mit Urteil vom 23. April 2026 entschieden, dass die Tipico Co. Ltd. ihm die Verluste vollständig ersetzen muss, da sie nicht über die erforderliche Lizenz für ihr Sportwettenangebot in Deutschlang verfügte. Das Oberlandesgericht machte zudem deutlich, dass es für den Rückforderungsanspruch keine Rolle spiele, ob der Kläger die Online-Sportwetten von seinen eigenen Geräten oder über die Tipico-Kundenkarte in stationären Wettbüros abgeschlossen hat. Der Kläger hatte zwischen Oktober 2014 und Oktober 2020 an Online-Sportwetten von Tipico teilgenommen und dabei unterm Strich rund 19.700 Euro verloren. Seine Einsätze hat er entweder zu Hause…

  • Finanzen / Bilanzen

    Pokerstars – Spieler hat Anspruch auf Rückzahlung seiner Verluste

    Bei Online-Glücksspielen über die Webseite pokerstars.eu hatte ein Mandant von CLLB Rechtsanwälte im Laufe der Zeit rund 16.600 Euro verspielt. Das Landgericht Konstanz hat nun mit Urteil vom 21. April 2026 entschieden, dass er Anspruch auf vollständige Rückzahlung seines Verlusts hat. Da die TSG Interactive Gaming Europe Ltd. als Anbieterin der Glücksspiele nicht über die in Deutschland erforderliche Lizenz verfügte, seien die geschlossenen Verträge nichtig, entschied das Gericht. Wie eine Reihe von Glücksspielanbietern hat auch die TSG Interactive Gaming Europe Ltd. ihren Sitz in Malta. „Zwei Tage nach dem Urteil des LG Konstanz hat EuGH-Generalanwalt Emiliou in einem weiteren Verfahren deutlich gemacht, dass er die maltesische Sonderregelung Bill 55 für…

  • Finanzen / Bilanzen

    Adipositas – PKV verweigert Kostenübernahme für Abnehmspritze

    Adipositas ist eine chronische Erkrankung, unter der Menschen körperlich und auch psychisch extrem leiden können. Obwohl Adipositas zu schwerwiegenden Folge- und Begleiterkrankungen führen kann, lehnen private Krankenversicherungen (PKV) die Übernahme der Kosten für die sog. „Abnehmspritze“ und Medikamente wie Wegovy oder Mounjaro häufig mit der pauschalen Begründung ab, dass keine medizinische Notwendigkeit bestehe. „Davon sollten sich die Versicherten nicht verunsichern lassen. Die medizinische Notwendigkeit lässt sich häufig nachweisen und dann muss die PKV in vielen Fällen auch die Kosten übernehmen“, sagt Rechtsanwalt Matthias Ruigrok van de Werve, CLLB Rechtsanwälte. Adipositas bedeutet nicht, ein paar Kilo zu viel auf den Knochen zu haben, sondern es handelt sich um eine ernstzunehmende chronische…

  • Verbraucher & Recht

    Online-Glücksspiel – EuGH-Generalanwalt hält maltesische Bill 55 für unzulässig

    Zahlreiche deutsche Gerichte haben bereits entschieden, dass Spieler ihre Verluste aus Online-Glücksspielen zurückfordern können, wenn die Anbieter nicht über die erforderliche Lizenz verfügen. Auch Malta müsse diese Urteile anerkennen und vollstrecken, fordert der EuGH-Generalanwalt Emiliou in seinen heutigen Schlussanträgen in der Rechtssache C-683/24. „Die maltesische Sonderregelung Bill 55 wäre demnach unzulässig. Folgt der EuGH erwartungsgemäß den Ausführungen des Generalanwalts, lassen sich die Rückzahlungsansprüche der Spieler auch in Malta durchsetzen“, sagt Rechtsanwalt Thomas Sittner, CLLB Rechtsanwälte. Viele Anbieter von Glücksspielen im Internet haben ihren Sitz in Malta. Nachdem zahlreiche deutsche und österreichische Gerichte entschieden haben, dass Spieler einen Anspruch auf Rückzahlung ihrer Verluste haben, wenn der Veranstalter der Glücksspiele nicht über…

  • Finanzen / Bilanzen

    Betrug mit Festgeldanlagen

    100.000 Euro wollte ein Mandant von CLLB Rechtanwälte in eine festverzinsliche Geldanlage des Anbieters Zinsbund.de investieren und hat den Betrag auf ein Konto bei der C24 Bank GmbH eingezahlt. Kurz nach der Kontoeröffnung haben Betrüger das Konto leergeräumt. Das Geld ist für unseren Mandanten aber nicht verloren. Denn die C24 Bank GmbH muss ihm 100.000 Euro zuzüglich Zinsen erstatten. Das hat das Landgericht Frankfurt am Main mit Urteil vom 1. April 2026 entschieden. „Wir haben deutlich gemacht, dass unser Mandant die Zahlungen von seinem Konto nicht autorisiert und die Bank hingegen gegen ihre Kontrollpflichten bei der Kontoeröffnung verstoßen hat“, sagt Rechtsanwalt Ruigrok van de Werve, CLLB Rechtsanwälte. Das Landgericht Frankfurt…

  • Finanzen / Bilanzen

    TGI AG – BaFin verbietet Angebot für Goldanlagen mit Rabatt

    Die TGI AG darf ihre Goldanlagen „Customer Basic 2 %“ und „Customer Basic 2 % + Treuerabatt“ in Deutschland nicht mehr öffentlich anbieten. Die BaFin hat den Handel am 18. April 2026 verboten, weil die TGI AG die erforderlichen Verkaufsprospekte nicht vorgelegt und damit gegen das Vermögensanlagengesetz verstoßen hat, teilt die Finanzaufsicht mit. Bei den beiden Goldanlagen „Customer Basic 2 %“ und „Customer Basic 2 % + Treuerabatt“ bietet die TGI AG, die ihren Sitz in Lichtenstein hat, ihren Kunden unter bestimmten Voraussetzungen hohe Rabatte an, wenn sie bei ihr Feingoldbarren kaufen und anschließend der Gesellschaft zur Verwahrung geben. Dann erhalten die Kunden bis zu 36 Monate lang 2 Prozent…

  • Verbraucher & Recht

    EuGH C-440/23 – Verluste aus Online-Glücksspielen können zurückverlangt werden

    Das grundsätzliche deutsche Verbot von Online-Glückspielen bis zum 1. Juli 2021 war rechtmäßig und hat nicht gegen europäisches Recht verstoßen. Das hat der EuGH mit Urteil vom 16. April 2026 in der Rechtssache C-440/23 entschieden. „Damit hat der EuGH die Rechte der Spieler entscheidend gestärkt. Sie können ihre Verluste aus verbotenen Online-Glücksspielen zurückfordern“, sagt Rechtsanwalt Thomas Sittner, CLLB Rechtsanwälte. Hintergrund: In Deutschland galt – mit Ausnahme von Schleswig-Holstein – gemäß Glücksspielstaatsvertrag von 2012 bis zum 30. Juni 2021 ein Totalverbot für Online-Glücksspiele. Das hat aber viele Veranstalter nicht abgeschreckt und sie haben ihrer illegalen Glücksspiele im Internet trotz des Verbots auch für Spieler in Deutschland leicht zugänglich gemacht. „Die Konsequenz…

  • Verbraucher & Recht

    Pfando GmbH und Pfando Vermietung GmbH zur Rückzahlung verurteilt

    Ein mit der Pfando GmbH geschlossener Kaufvertrag und ein mit der Pfando Vermietung GmbH geschlossener Mietvertrag sind sittenwidrig und somit nichtig. Das hatte das Landgericht Bochum mit Urteil vom 16. Juli 2025 entschieden. Der Mandant von CLLB Rechtsanwälte hat damit Anspruch auf die Rückerstattung seiner bislang geleisteten ungerechtfertigten Zahlungen. Die dagegen von Pfando eingelegte Berufung war erfolglos. Bei „Pfando“ haben Menschen die Möglichkeit, schnell zu Bargeld zu kommen, indem sie ihr Auto an die Pfando GmbH verkaufen und anschließend gegen eine Gebühr wieder bei der Pfando Vermietung GmbH anmieten. Nach Ablauf der vereinbarten Mietzeit haben sie die Möglichkeit, das Fahrzeug im Rahmen einer Versteigerung wieder zurückzuersteigern. „Das kann am Ende…

  • Verbraucher & Recht

    Erneuter Erfolg für Anleger des ConTrust Fonds

    Die auf Kapitalmarkt– und Anlagerecht spezialisierte Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Büros in München und Berlin hat mit Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 26.03.2026 für einen Anleger erfolgreich die Abweisung der Klage der ConTrust GmbH & Co. KG i.L auf Rückzahlung von erhaltenen Ausschüttungen erstritten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Bereits zuvor hatten das Landgericht Rottweil in zwei Parallelverfahren und das Amtsgericht Kaufbeuren Klagen der ConTrust GmbH & Co. KG i.L gegen von der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte vertretenen Anleger abgewiesen. Zum Hintergrund: Der geschlossene Fonds „ConTrust GmbH & Co. KG i.L.“ hatte bereits in der Vergangenheit die Anleger immer wieder zur Rückzahlung von erhaltenen Ausschüttungen aufgefordert und mit Klage gedroht. Zwischenzeitlich…

  • Verbraucher & Recht

    Tipico muss Verluste aus Casinospielen und Sportwetten erstatten

    Bei Online-Casinospielen und Online-Sportwetten von Tipico hatte eine Mandantin von CLLB Rechtsanwälte kein Glück und verlor insgesamt rund 36.300 Euro. Das Landgericht Arnsberg hat nun mit Urteil vom 23. März 2026 entschieden, dass sie Anspruch auf die Rückzahlung ihrer Verluste plus Zinsen hat. Das begründete das Gericht nicht nur damit, dass Tipico zunächst nicht über die in Deutschland erforderliche Lizenz für das Angebot von Online-Glücksspielen verfügte, sondern auch die OASIS-Sperre der Spielerin nicht beachtet hat. OASIS ist ein Sperrsystem für Spieler. Gesperrte Spieler dürfen nicht an öffentlichen Glücksspielen teilnehmen. Die Veranstalter und Vermittler der Glücksspiele müssen diese Sperre laut Glücksspielstaatsvertag beachten und den Ausschluss gesperrter Spieler gewährleisten. „Unsere Mandantin hatte…