• Verbraucher & Recht

    Bwin zu Schadenersatz wegen Verstoß gegen Einzahlungslimit verurteilt

    Weil sich die Bwin (Deutschland) Ltd. nicht an das monatliche Einzahlungslimit von maximal 1.000 Euro gehalten hat, muss sie einem Spieler die dadurch entstandenen Verluste in Höhe von rund 24.000 Euro zurückzahlen. Das hat das Landgericht Dresden mit Urteil vom 12. August 2026 entschieden. Das Urteil hat CLLB Rechtsanwälte erstritten. Der Kläger hatte über die deutschsprachige Plattform bwin zwischen Juni 2021 und Juni 2022 an Online-Sportwetten teilgenommen. Die beklagte Bwin (Deutschland) Ltd. verfügt seit  Oktober 2020 über eine Lizenz, um Online-Sportwetten in Deutschland anbieten zu dürfen. Eine solche Genehmigung ist allerdings mit gesetzlichen Vorgaben verbunden. So muss der Veranstalter der Sportwetten dafür Sorge tragen, dass ein Spieler das monatliche Einzahlungslimit…

  • Verbraucher & Recht

    130.000 Euro bei Online-Glücksspielen verloren – Spieler hat Anspruch auf Rückzahlung

    Über 130.000 Euro hatte ein Mandant von CLLB Rechtsanwälte bei Online-Glücksspielen über die Webseiten casinoeuro.com und betsson.com verloren. Das OLG Köln hat mit Urteil vom 14. August 2026 entschieden, dass die beklagte BML Group Ltd. als Veranstalterin der Glücksspiele im Internet den Verlust vollständig erstatten muss, da sie gegen das Verbot von Online-Glücksspielen in Deutschland verstoßen habe. Der Kläger hatte zwischen Januar 2017 und April 2021 an Online-Glücksspielen teilgenommen, zunächst über die Webseite casinoeuro.com und dann über die Internetseite betsson.com. Insgesamt verlor er dabei über 130.000 Euro. Online-Glücksspiele waren in Deutschland allerdings bis zum 30. Juni 2021 – und damit auch im streitgegenständlichen Zeitraum – grundsätzlich verboten. „Da die Beklagte…

  • Verbraucher & Recht

    Tipico muss Verlust erstatten – Verstoß gegen Einzahlungslimit

    Die Tipico Co Ltd. muss einem Spieler Verluste ersetzen, die er bei Online-Sportwetten über eine Webseite von Tipico erlitten hat. Das hat das Landgericht Koblenz mit Urteil vom 6. August 2026 entschieden. Zur Begründung führte das Gericht aus, dass sich der Sportwettenanbieter nicht an das Einzahlungslimit von maximal 1.000 Euro im Monat gehalten habe. Das Urteil hat CLLB Rechtsanwälte erstritten. „Das Urteil zeigt, dass es nicht nur darauf ankommt, ob eine Lizenz für das Angebot von Online-Sportwetten vorliegt, sondern auch darauf, ob sich der Veranstalter an die gesetzlichen Vorgaben wie ein monatliches Einzahlungslimit hält. Ist das nicht der Fall, können Spieler ihre Verluste, die über dem Einzahlungslimit liegen, zurückfordern“, sagt…

  • Finanzen / Bilanzen

    bet365 – Spieler kann Verluste in Höhe von 80.500 Euro zurückverlangen

    Der Sportwettenanbieter bet365 oder genauer die beklagte Hillside (Sports) LP muss einem Spieler Verluste in Höhe von rund 80.500 Euro erstatten. Das hat das Landgericht München I mit Urteil vom 24. Juni 2026 entschieden. Da die Beklagte im streitgegenständlichen Zeitraum nicht über die erforderliche Lizenz verfügte, um Online-Sportwetten in Deutschland anbieten zu dürfen, seien die geschlossenen Verträge nichtig, so das LG München I. Das Urteil hat CLLB Rechtsanwälte erstritten. Der Kläger hatte von seinem Wohnsitz in Bayern aus zwischen 2014 und 2016 über die deutschsprachige Internetdomain von bet365 an Online-Sportwetten teilgenommen und dabei rund 80.500 Euro verloren. „In diesem Zeitraum waren Online-Glücksspiele in Deutschland inklusive Sportwetten im Internet verboten. Da…

  • Finanzen / Bilanzen

    Online-Sportwetten: Tipico muss rund 830.000 Euro plus Zinsen zahlen – LG Münster verurteilt Anbieter auch wegen Limitverstößen

    Tipico muss einem Spieler seine Verluste in Höhe von rund 830.000 Euro zurückzahlen. Das hat das Landgericht Münster mit Urteil vom 29. April 2026 entschieden. Zudem hat der Spieler Anspruch auf Zinsen. Die Verurteilung betrifft neben Spielverlusten aus der Zeit ohne deutsche Erlaubnis auch Verluste nach der Lizenzerteilung: Für diesen Zeitraum bejahte das Gericht einen Schadensersatzanspruch wegen Verstößen gegen die gesetzlichen Einsatz- und Einzahlungslimits. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. „Die Entscheidung ist insbesondere auch mit Blick auf die Limitverstöße von Bedeutung. Das Gericht ist unserer Argumentation gefolgt, dass die vor Erteilung der deutschen Lizenz abgeschlossenen Verträge wegen des unerlaubten Angebots nichtig sind. Für den Zeitraum nach der Lizenzerteilung hat…

  • Verbraucher & Recht

    Pokerstars in drei weiteren Fällen zur Rückzahlung der Verluste verurteilt

    Bei Online-Glücksspielen über die Webseite pokerstars.eu hatten drei Spieler erhebliche Geldbeträge verloren. CLLB Rechtsanwälte hat an drei unterschiedlichen Gerichten den Anspruch der Spieler auf Rückzahlung ihrer Verluste durchgesetzt. Sowohl das OLG Köln als auch die Landgerichte Köln und Bonn entschieden, dass die TSG Interactive Gaming Europe Ltd. als Veranstalterin der Online-Glücksspiele die Verluste erstatten muss, da sie gegen das Verbot von Online-Glücksspielen in Deutschland verstoßen hat  bzw. nicht im Besitz der in Deutschland erforderlichen Lizenz für ihr Glücksspielangebot war. In dem Verfahren vor dem OLG Köln hatte der Spieler zwischen März 2014 und März 2023 über die Domain pokerstars.eu an Online-Casinospielen und Online-Poker teilgenommen. Im Laufe der Jahre summierten sich…

  • Verbraucher & Recht

    Verdacht der zweckwidrigen Verwendung von Anleihegeldern bei der „19. Wiener Grundbesitz-Anleihe plus“

    Nach einem Schreiben der Kanzlei Kaan Cronenberg Rechtsanwälte an die Anleihegläubiger sollen Recherchen ergeben haben, dass die Anleihemittel nicht entsprechend dem vorgesehenen Investitionszweck verwendet, sondern vereinbarungswidrig an die Tochtergesellschaft CPI Beteiligungen GmbH weitergeleitet worden seien. Die CPI Beteiligungen GmbH musste im Jahr 2022 Insolvenz anmelden. Nach Mitteilung der Rechtsanwälte führte diese Weiterleitung dazu, dass die Emittentin nicht mehr über ausreichendes werthaltiges Vermögen verfügte und die ursprünglich vorgesehene wirtschaftliche Besicherung der Anleihe nicht mehr gegeben gewesen sei. Die Forderung gegen die inzwischen insolvente CPI Beteiligungen GmbH wurde zwar im Insolvenzverfahren anerkannt, eine vollständige Befriedigung der Anleger erscheint nach Einschätzung der Kanzlei Kaan Cronenberg Rechtsanwälte jedoch unwahrscheinlich. CLLB Rechtsanwälte empfehlen den betroffenen…

  • Verbraucher & Recht

    Elektro-Auto – Rückabwicklung des Kaufvertrags wegen zu geringer Reichweite

    Die tatsächliche Reichweite bleibt bei E-Autos häufig hinter der vom Hersteller angegebenen Reichweite zurück. Für die betroffenen Käufer ist das mehr als ein Ärgernis. Das sieht auch das Landgericht Wuppertal so und stärkte mit Urteil vom 18. Dezember 2025 die Rechte der Autokäufer. Es stellte fest, dass eine deutliche Abweichung bei der Reichweite einen erheblichen Sachmangel darstellt, der zum Rücktritt vom Kaufvertrag berechtigen kann. Ähnlich wie der Kraftstoffverbrauch bei Autos mit Verbrennungsmotor ist bei Elektro-Fahrzeugen die Reichweite ein wesentliches Kriterium bei der Kaufentscheidung. Es gibt jedoch einen wesentlichen Unterschied: Wenn beim Verbrenner-Auto der „Sprit“ ausgeht, ist in der Regel die nächste Tankstelle nicht weit und auch der Reservekanister kann helfen.…

  • Finanzen / Bilanzen

    TGI AG – Verdacht auf Betrug und Geldwäsche

    Anleger, die in Goldanlagen der TGI AG mit Sitz in Liechtenstein investiert haben, dürften angesichts der Entwicklungen zutiefst beunruhigt sein. Nachdem bereits die BaFin und die Finanzmarktaufsicht (FMA) Liechtenstein den Vertrieb verschiedener Vermögensanlagen verboten haben, ließ die Staatsanwaltschaft Liechtenstein den Geschäftssitz der TGI AG in Vaduz am 2. Juni 2026 durchsuchen. Gegenstand der Ermittlungen sind Verdachtsmomente hinsichtlich gewerbsmäßigen schweren Betrugs, Geldwäsche sowie möglicher Verstöße gegen das liechtensteinische Bankengesetz. Das Unternehmen bestätigte die Durchsuchungsmaßnahmen, wies die erhobenen Vorwürfe in einer Stellungnahme vom 4. Juni 2026 aber entschieden zurück. „Bislang besteht nur ein Verdacht und es gilt natürlich die Unschuldsvermutung. Dennoch dürften die Ermittlungen sowie die Warnungen und Maßnahmen der Aufsichtsbehörden die…

  • Verbraucher & Recht

    Verträge mit Pfando sittenwidrig – Kläger erhalten Geld zurück

    CLLB Rechtsanwälte haben erneut Zahlungsansprüche gegen Pfando erfolgreich eingeklagt. Das Amtsgericht Ingolstadt und das Landgericht Aachen haben mit Urteilen vom 21. bzw. 22. Mai 2026 entschieden, dass die abgeschlossen Kauf- und Mietverträge sittenwidrig und damit nichtig sind. Die Kläger haben damit Anspruch auf die Rückerstattung geleisteter Zahlungen. Die Urteile sind nicht rechtskräftig. In beiden Fällen hatten die Mandanten von CLLB Rechtsanwälte sog. „sale-and-rent-back-Verträge“ mit Pfando geschlossen. Das heißt, sie haben ihr Auto zunächst an die Pfando GmbH verkauft und dann zur weiteren Nutzung von der Pfando Vermietung GmbH angemietet. In dem Verfahren am LG Aachen hatte der Kläger einen Fiat 500 zum Preis von 6.000 Euro an die Pfando GmbH…