• Verbraucher & Recht

    Pokerstars in drei weiteren Fällen zur Rückzahlung der Verluste verurteilt

    Bei Online-Glücksspielen über die Webseite pokerstars.eu hatten drei Spieler erhebliche Geldbeträge verloren. CLLB Rechtsanwälte hat an drei unterschiedlichen Gerichten den Anspruch der Spieler auf Rückzahlung ihrer Verluste durchgesetzt. Sowohl das OLG Köln als auch die Landgerichte Köln und Bonn entschieden, dass die TSG Interactive Gaming Europe Ltd. als Veranstalterin der Online-Glücksspiele die Verluste erstatten muss, da sie gegen das Verbot von Online-Glücksspielen in Deutschland verstoßen hat  bzw. nicht im Besitz der in Deutschland erforderlichen Lizenz für ihr Glücksspielangebot war. In dem Verfahren vor dem OLG Köln hatte der Spieler zwischen März 2014 und März 2023 über die Domain pokerstars.eu an Online-Casinospielen und Online-Poker teilgenommen. Im Laufe der Jahre summierten sich…

  • Verbraucher & Recht

    Verdacht der zweckwidrigen Verwendung von Anleihegeldern bei der „19. Wiener Grundbesitz-Anleihe plus“

    Nach einem Schreiben der Kanzlei Kaan Cronenberg Rechtsanwälte an die Anleihegläubiger sollen Recherchen ergeben haben, dass die Anleihemittel nicht entsprechend dem vorgesehenen Investitionszweck verwendet, sondern vereinbarungswidrig an die Tochtergesellschaft CPI Beteiligungen GmbH weitergeleitet worden seien. Die CPI Beteiligungen GmbH musste im Jahr 2022 Insolvenz anmelden. Nach Mitteilung der Rechtsanwälte führte diese Weiterleitung dazu, dass die Emittentin nicht mehr über ausreichendes werthaltiges Vermögen verfügte und die ursprünglich vorgesehene wirtschaftliche Besicherung der Anleihe nicht mehr gegeben gewesen sei. Die Forderung gegen die inzwischen insolvente CPI Beteiligungen GmbH wurde zwar im Insolvenzverfahren anerkannt, eine vollständige Befriedigung der Anleger erscheint nach Einschätzung der Kanzlei Kaan Cronenberg Rechtsanwälte jedoch unwahrscheinlich. CLLB Rechtsanwälte empfehlen den betroffenen…

  • Verbraucher & Recht

    Elektro-Auto – Rückabwicklung des Kaufvertrags wegen zu geringer Reichweite

    Die tatsächliche Reichweite bleibt bei E-Autos häufig hinter der vom Hersteller angegebenen Reichweite zurück. Für die betroffenen Käufer ist das mehr als ein Ärgernis. Das sieht auch das Landgericht Wuppertal so und stärkte mit Urteil vom 18. Dezember 2025 die Rechte der Autokäufer. Es stellte fest, dass eine deutliche Abweichung bei der Reichweite einen erheblichen Sachmangel darstellt, der zum Rücktritt vom Kaufvertrag berechtigen kann. Ähnlich wie der Kraftstoffverbrauch bei Autos mit Verbrennungsmotor ist bei Elektro-Fahrzeugen die Reichweite ein wesentliches Kriterium bei der Kaufentscheidung. Es gibt jedoch einen wesentlichen Unterschied: Wenn beim Verbrenner-Auto der „Sprit“ ausgeht, ist in der Regel die nächste Tankstelle nicht weit und auch der Reservekanister kann helfen.…

  • Finanzen / Bilanzen

    TGI AG – Verdacht auf Betrug und Geldwäsche

    Anleger, die in Goldanlagen der TGI AG mit Sitz in Liechtenstein investiert haben, dürften angesichts der Entwicklungen zutiefst beunruhigt sein. Nachdem bereits die BaFin und die Finanzmarktaufsicht (FMA) Liechtenstein den Vertrieb verschiedener Vermögensanlagen verboten haben, ließ die Staatsanwaltschaft Liechtenstein den Geschäftssitz der TGI AG in Vaduz am 2. Juni 2026 durchsuchen. Gegenstand der Ermittlungen sind Verdachtsmomente hinsichtlich gewerbsmäßigen schweren Betrugs, Geldwäsche sowie möglicher Verstöße gegen das liechtensteinische Bankengesetz. Das Unternehmen bestätigte die Durchsuchungsmaßnahmen, wies die erhobenen Vorwürfe in einer Stellungnahme vom 4. Juni 2026 aber entschieden zurück. „Bislang besteht nur ein Verdacht und es gilt natürlich die Unschuldsvermutung. Dennoch dürften die Ermittlungen sowie die Warnungen und Maßnahmen der Aufsichtsbehörden die…

  • Verbraucher & Recht

    Verträge mit Pfando sittenwidrig – Kläger erhalten Geld zurück

    CLLB Rechtsanwälte haben erneut Zahlungsansprüche gegen Pfando erfolgreich eingeklagt. Das Amtsgericht Ingolstadt und das Landgericht Aachen haben mit Urteilen vom 21. bzw. 22. Mai 2026 entschieden, dass die abgeschlossen Kauf- und Mietverträge sittenwidrig und damit nichtig sind. Die Kläger haben damit Anspruch auf die Rückerstattung geleisteter Zahlungen. Die Urteile sind nicht rechtskräftig. In beiden Fällen hatten die Mandanten von CLLB Rechtsanwälte sog. „sale-and-rent-back-Verträge“ mit Pfando geschlossen. Das heißt, sie haben ihr Auto zunächst an die Pfando GmbH verkauft und dann zur weiteren Nutzung von der Pfando Vermietung GmbH angemietet. In dem Verfahren am LG Aachen hatte der Kläger einen Fiat 500 zum Preis von 6.000 Euro an die Pfando GmbH…

  • Verbraucher & Recht

    Eurogine zu 10.000 Euro Schmerzengeld wegen fehlerhafter Kupferspirale verurteilt

    Eurogine, der spanische Hersteller von Kupferspiralen, muss einer Mandantin von CLLB Rechtsanwälte 10.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Das hat das Landgericht München I bereits mit Urteil vom 29. Januar 2026 entschieden. Grund ist, dass die Seitenarme der Spirale abgebrochen sind und die Klägerin körperliche und psychische Schmerzen erleiden musste. Bei bestimmten Chargen der Kupferspiralen des Herstellers Eurogine konnte es zu einem Bruch der Seitenarme aufgrund von Materialfehlern kommen. Das deutsche Gesundheitsamt gab deshalb Ende 2019 eine entsprechende Warnmeldung heraus und es folgte ein Rückruf der betroffenen Serien. Der Rückruf erfolgte allerdings für einige Frauen zu spät, da sie sich bereits eine Kupferspirale (Intrauterinpessar, kurz IUP) hatten einsetzen lassen, die sich nachträglich…

  • Verbraucher & Recht

    Online-Glücksspiel Mr Green – EuGH hält vorläufige Kontopfändung für möglich

    Der Europäische Gerichtshof hat die Position der Spieler bei der Rückforderung von Verlusten ein weiteres Mal gestärkt: Mit Urteil vom 21.05.2026 stellte der EuGH in der Rechtssache C-198/24 klar, dass auch eine vorläufige Kontopfändung möglich ist, wenn die Rückzahlung der Verluste trotz rechtskräftigen Urteils nicht erfolgt. „Das Urteil des EuGH stärkt die Durchsetzung der Rückzahlungsansprüche, insbesondere gegen Glücksspielanbieter mit Sitz in Malta“, sagt Rechtsanwalt Thomas Sittner, CLLB Rechtsanwälte. Hintergrund ist die in Malta geltende, sog. Bill 55. Nach dieser höchst umstrittenen Regelung soll die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Urteile zu Rückzahlungsansprüchen bei Online-Glücksspielen erschwert oder behindert werden. In einem anderen Verfahren (Az. C-683/24) hat EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou in seinen Schlussanträgen…

  • Verbraucher & Recht

    412.000 Euro bei Pokerstars verloren – Spieler hat Anspruch auf Rückzahlung

    Viel Geld hatte ein Mandant von CLLB Rechtsanwälte bei Online-Glücksspielen über die Webseite pokerstars.eu verspielt. Im Laufe der Jahre türmten sich seine Verluste auf über 412.000 Euro auf. Nun kann er durchatmen, denn das Landgericht Aachen hat mit Urteil vom 6. Mai 2026 entschieden, dass die beklagte TSG Interactive Gaming Europe Ltd. als Veranstalterin der Glücksspiele ihm die Verluste zurückzahlen muss. Grund ist, dass sie für ihr Glücksspielangebot nicht über die in Deutschland erforderliche Lizenz verfügte. Der Kläger hatte zwischen 2014 und 2020 an Online-Glücksspielen über die Webseite pokerstars.eu teilgenommen. Dabei verzockte er unterm Strich rund 412.000 Euro. Das Online-Glücksspiele in Deutschland bis zum 30. Juni 2021 grundsätzlich verboten waren,…

  • Verbraucher & Recht

    194.000 Euro bei Online-Glücksspielen (BWIN) verloren – Spieler hat Anspruch auf Rückzahlung

    Bei Online-Glücksspielen über die Webseiten bwin.com und premium.com hat ein Spieler insgesamt rund 194.000 Euro verloren. Nun dürfte ihm ein Stein vom Herzen gefallen sein. Denn das Landgericht Bremen hat mit Urteil vom 29. April 2026 entschieden, dass die beklagte ElectraWorks Limited als Betreiberin der Internetseiten die Verluste zurückzahlen muss. Zur Begründung führte das Gericht aus, dass die Beklagte gegen das Verbot von Online-Glücksspielen aus dem Glücksspielstaatsvertrag verstoßen hat und die geschlossenen Verträge daher nichtig seien. Das Urteil hat CLLB Rechtsanwälte erstritten. Zwischen Juni 2013 und Oktober 2020 hatte der Spieler über die Plattformen bwin.com und premium.com an Online-Casinospielen teilgenommen und viel Geld dabei verloren. Im Laufe der Jahre summierten…

  • Verbraucher & Recht

    Tipico muss Verlust wegen Verstoß gegen Einsatz- bzw. Einzahlungslimit ersetzen

    CLLB Rechtsanwälte hat ein weiteres Mal Rückzahlungsansprüche gegen den Glücksspielanbieter Tipico durchgesetzt. Da Tipico zunächst nicht über die erforderliche Lizenz verfügte, um Online-Casinospiele und Online-Sportwetten in Deutschland anbieten zu dürfen und später gegen das Einsatz- bzw. Einzahlungslimit von 1.000 Euro monatlich verstoßen hat, hat der Spieler Anspruch auf die Rückzahlung seiner Verluste in Höhe von rund 22.000 Euro. Das hat das Landgericht Hanau mit Urteil vom 16. April 2026 entschieden. Der Kläger hatte zwischen 2015 und 2024 über die deutschsprachige Webseite tipico.de an Online-Casinospielen bzw. Online-Sportwetten der beklagten Gesellschaften Tipico Games Limited und Tipico Co Ltd. teilgenommen und unterm Strich einen beträchtlichen Betrag verloren. „Da die Tipico-Gesellschaften gegen den Glücksspielstaatsvertrag…