• Events

    Circularity is a must – Warum Kreislaufwirtschaft zur strategischen Infrastruktur wird

    Angesichts geopolitischer Spannungen, fragiler Lieferketten, wachsender Rohstoffkonkurrenz und zunehmender Klimaextreme rückt eine zentrale Frage in den Fokus: Wie sichern Volkswirtschaften langfristig ihre industrielle Leistungsfähigkeit und Versorgungssicherheit? Die Antwort führt immer häufiger zur Circular Economy. Sie ist kein optionales Nachhaltigkeitsprogramm mehr, sondern eine strategische Notwendigkeit. Ressourcenabhängigkeit und Standortfrage Deutschland und Europa stehen dabei unter besonderem Druck. Die hohe Abhängigkeit von importierten Primärrohstoffen trifft auf ambitionierte Klima- und Umweltziele sowie steigende Anforderungen an Resilienz und Standortattraktivität. Kritische Rohstoffe, Wasser, Energie und funktionierende Infrastrukturen sind zu geopolitischen und wirtschaftlichen Schlüsselfaktoren geworden. Klassische lineare Wirtschaftsmodelle geraten hier an ihre Grenzen, weil sie Abhängigkeiten verstärken, Ressourcen verschwenden und Risiken auslagern. Kreislaufwirtschaft setzt genau an diesem…

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  • Medien

    Wie wollen wir künftig bauen, um zukunftsfähige Antworten liefern zu können?

    Nachhaltiges Bauen und bezahlbarer Wohnraum sind die zentralen Herausforderungen für die Zukunft des Gebäudesektors. Neubau, energetische Sanierung, Wärmeversorgung und Quartierslösungen müssen stärker zur CO₂-Reduktion beitragen, ohne die Baukosten weiter in die Höhe zu treiben. Nach ersten Impulsen wie dem "Bau-Turbo" braucht es jetzt weitere Maßnahmen: Ein Bauordnungsrecht, das mehr Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten bietet; ein Umweltrecht, das Habitate schützt, ohne Bauprojekte zu blockieren; und ein Vergaberecht, das konventionelle wie innovative Verfahren ebenso fördert wie industrielle, serielle Bauprozesse, damit Produktivität und Baugeschwindigkeit steigen. Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB e.V., betont: "Bei der Bestandssanierung brauchen wir mehr fundiertes Wissen statt bloßer Meinungen und ein Ende effekthascherischer, ökologisch fragwürdiger Neubauten." Ein zukunftsfähiger…

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  • Events

    Auf der Real Estate Arena vernetzt sich die deutsche Bau- und Immobilienbranche

    Die Real Estate Arena verbindet Messe, Konferenz und Community zu einer einzigartigen Plattform, die alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette Immobilie einbezieht: von Projektentwicklung und Planung über Finanzierung und Versicherung sowie Bau und Betrieb bis zu Revitalisierung, Rückbau und Nachnutzung. Unter dem Motto "Wir bauen Zukunft" stehen im Juni im Konferenzteil der Real Estate Arena – der REAL Future Conference – auf neun Bühnen Innovation, KI und neue Wertschöpfungsmodelle im Fokus. Angesichts globaler Krisen geht es zudem um die veränderte Sicherheitsarchitektur, bei der Immobilien zunehmend als kritische Infrastruktur verstanden werden. Diesen Trend beleuchten etwa die NATO-Sicherheitsexpertin Florence Gaub, Bundeswehr-Oberst i. G. Armin Schaus und Zukunftsforscher Max Thinius aus unterschiedlichen Perspektiven. Die…

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  • Sicherheit

    Wenn Daten über Konformität entscheiden

    Mit der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) verschieben sich die Anforderungen grundlegend. Ab August 2026 – in knapp vier Monaten – müssen Unternehmen detaillierte Informationen zu ihren Verpackungen bereitstellen, nachweisen und kurzfristig auskunftsfähig sein. Gleichzeitig definiert die Verordnung klare Rollen und Pflichten entlang der gesamten Lieferkette. Damit rückt ein Aspekt in den Fokus, der bislang oft unterschätzt wurde: die Verfügbarkeit und Struktur von Verpackungsdaten. In der Theorie eine schöne Sache. Wird die Verordnung doch letztlich zu einer Erhöhung von Rezyklaten und zur Reduzierung von Verpackungsabfällen und problematischen Stoffen führen. In der Praxis liegt der Teufel allerdings im Detail und hat einen Namen: Data Gap. Denn die Industrie ist nicht digitalisiert. Technische Eigenschaften von…

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  • Energie- / Umwelttechnik

    Konsequente Kreislaufwirtschaft im Garten

    Sobald im Frühling die Temperaturen steigen und die Sträucher erste Knospen tragen, erwacht die Gartenleidenschaft der Deutschen. Rund 23 Millionen Menschen arbeiten hierzulande regelmäßig im Garten; der Markt für entsprechende Produkte umfasst inzwischen ein Volumen von rund 20 Milliarden Euro. Gleichzeitig steigen die Erwartungen: Nachhaltigkeit allein reicht nicht mehr – gefragt sind Produkte, die ökologische Verantwortung mit hoher Wirksamkeit verbinden. "Ein wichtiger Baustein dafür ist eine moderne Festdüngerproduktion. Der Gartenmarkt ist bereit für einen Technologiesprung", sagt Stephan Engster, CEO von COMPO. Herr Engster, wie sieht ein solcher Technologiesprung denn konkret aus? Wir haben eine neue Anlage errichtet, in der nachwachsende und regional bezogene Rohstoffe aus der Kreislaufwirtschaft mit unserer neuen…

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  • Forschung und Entwicklung

    Das zweite Leben der Filterkartusche

    Die moderne Kreislaufwirtschaft markiert den notwendigen Abschied von der traditionellen Linearwirtschaft, die nach dem Prinzip "Take-Make-Waste" funktioniert. In einem geschlossenen Kreislauf werden Produkte und Materialien so konzipiert, dass sie nach Ende ihrer Nutzungsdauer nicht als Abfall enden, sondern als wertvolle Sekundärrohstoffe wieder in den Produktionsprozess einfließen. Dies schont endliche natürliche Ressourcen, da der Bedarf an Primärrohstoffen wie Erdöl, Metallen oder Seltenen Erden drastisch sinkt. Für die Umwelt ist dieses Modell von existenzieller Bedeutung. Effektives Recycling reduziert den Energieverbrauch massiv, da die Aufbereitung vorhandener Materialien meist deutlich weniger Energie benötigt als die Gewinnung und Verarbeitung neuer Rohstoffe. Dies führt zu einer erheblichen Senkung der CO2-Emissionen und schützt sensible Ökosysteme. Zudem verhindert…

  • Energie- / Umwelttechnik

    Neue Hebel für die Kreislaufwirtschaft

    In Deutschland entsteht jährlich ein erheblicher Ressourceneinsatz, doch trotz steigender Recyclingquoten sind noch viele Materialströme linear. Dabei ist längst bekannt, dass es effizienter ist, Ressourcen wiederzuverwenden und hierfür effektive Materialkreisläufe auf- und auszubauen. Dies unterstreicht die strukturellen Herausforderungen einer echten Circular Economy, die ein Umdenken in Produktion, Konsum und Nutzung von städtischer Infrastruktur erfordert. Zur Stärkung der Transformation zur Kreislaufwirtschaft wurde in Berlin 2023 die Zero-Waste-Agentur ins Leben gerufen: eine Initiative von Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sowie der Berliner Stadtreinigung (BSR). Ihr jüngst veröffentlichter Impact Report 2023-2025 zeigt: Die Agentur konnte bereits sichtbare Netzwerke zwischen Politik und Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und lokalen Initiativen knüpfen und damit Handlungsräume…

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  • Energie- / Umwelttechnik

    Zirkulär denken, wettbewerbsfähig handeln

    Deutschland gilt technologisch als stark, wenn es um zirkuläre Lösungen geht. Gleichzeitig verschärft sich der internationale Wettbewerb, während andere Volkswirtschaften strategisch immer mehr Tempo aufnehmen. Innovation allein genügt nicht mehr, wenn sie nicht in Wertschöpfung übersetzt wird. Parallel dazu stehen politische Strategien auf dem Prüfstand. Die EU treibt ihre industriepolitischen Rahmenwerke voran, Deutschland setzt mit der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie einen eigenen Fahrplan. Entscheidend wird sein, wie ambitioniert und verbindlich dieser umgesetzt wird. Zwischen Patenten, Marktmechanismen und Regulierung entscheidet sich, ob Kreislaufwirtschaft zum Wettbewerbsfaktor wird oder ein gut gemeintes Konzept bleibt. Darüber sprechen wir im Interview mit Marc Wolinda, Wirtschaftsexperte der Bertelsmann Stiftung. Laut Ihrer Innovationsanalyse zur Circular Economy liegt Deutschland mit…

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  • Energie- / Umwelttechnik

    Phosphor als strategische Chance

    Phosphor ist systemrelevant für Ernährung und Landwirtschaft, doch Europa ist bei Phosphat auf Importe angewiesen – aus politisch sensiblen Regionen. Gleichzeitig steigen die Ansprüche an Boden- und Gewässerschutz. Was künftig aus Klärschlamm zurückgewonnen wird, muss hochwertig, entgiftet und wirtschaftlich tragfähig sein. Mit der gesetzlich fixierten Frist 2029 beginnt der Wettlauf um Investitionen, Standards und regionale Wertschöpfung. Die Kreislaufwirtschaft wird damit vom Umweltprojekt zur industriepolitischen Aufgabe. Wie sich Qualität, Versorgungssicherheit und Marktakzeptanz verbinden lassen, erläutert Dr. Agnes Janda, Vorständin der GELSENWASSER AG. Welche Bedeutung hat Kreislaufwirtschaft für Gelsenwasser und warum spielt Phosphor eine zentrale Rolle? Für uns ist Kreislaufwirtschaft kein Schlagwort, sondern ein Auftrag.Wir wollen Ressourcen schützen und wirtschaftlich widerstandsfähiger werden,…

  • Energie- / Umwelttechnik

    Zirkulärer Wirtschaftsstandort

    Stellen wir uns eine Stadt vor, in der Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft in geschlossenen Kreisläufen zusammenspielen: Gebäude sind modular und langlebig konzipiert, Materialien lassen sich sortenrein zurückbauen und erneut einsetzen. Erneuerbare Energien sichern die Versorgung, Wasser- und Abfallsysteme folgen regenerativen Prinzipien. Produkte werden repariert statt entsorgt und digitale Plattformen erleichtern Tausch und gemeinsame Nutzung. In begrünten Quartieren entstehen Orte der Begegnung, wo Reparaturinitiativen, Secondhand-Angebote und Sharing-Modelle den Alltag prägen. So wächst eine urbane Gemeinschaft, die Ressourcen schont und soziale Nähe stärkt. Mit der Idee der Kreislaufstadt und einem klar definierten städtischen Leitbild als realistisches Zukunftsmodell für urbane Räume, liegt es in der Hand von Städten und Gemeinden, Grundlagen für mehr…