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„Hohe Energiekosten gehören zu den Top-Geschäftsrisiken“

Die hohen Energiekosten tragen wesentlich zu einer erheblichen Verschlechterung der Wettbewerbsbedingungen von Industrie und Handel bei. Das ist ein Ergebnis des Energiewende-Barometers 2026 der DIHK. „Und das bestätigt auch die jüngste Konjunkturumfrage der IHK in der Region Heilbronn-Franken“, hebt Elke Döring, Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken, hervor.

3.100 Unternehmen aus allen Branchen und Regionen hatte die DIHK im Juni zur Energiewende befragt. Das Stimmungsbild zeigt: Die Unternehmen stehen hinter den Zielen der Klimaneutralität und befürworten die Dekarbonisierung, brauchen aber auch im internationalen Vergleich wettbewerbsfähige Energiekosten.

Laut der DIHK-Erhebung entwickeln sich die Energiekosten zunehmend zu einem der größten Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung. In den zurückliegenden zwölf Monaten hat sich der Strom für rund die Hälfte der Unternehmen weiter verteuert, Wärme (Gas, Fernwärme, Heizöl) für 67 Prozent der Betriebe.

Entsprechend kritisch wird die Energiewende gesehen. Die Auswirkungen der Energiewende bewerten 40 Prozent der befragten Unternehmen als negativ oder sogar sehr negativ. Betroffen ist neben den energieintensiven Industriebetrieben vor allem der Handel, der mit einer Vielzahl paralleler Herausforderungen kämpft.

„Das trifft auch die Region Heilbronn-Franken zu, wie unsere jüngste Konjunkturumfrage zeigt“, sagt Elke Döring. „Für rund die Hälfte der Industriebetriebe gehören die Energiepreise zu den Top-Geschäftsrisiken. Ähnlich sieht es im Groß- und Einzelhandel aus. Im Hotel- und Gaststättengewerbe sind es sogar 70 Prozent.“

Das bleibt nicht ohne Auswirkungen. Bundesweit denken 40 Prozent der Industriebetriebe über eine Verlagerung ins Ausland nach oder haben sie schon realisiert. „Wer nicht ausweichen kann, für den stellt sich schnell die Existenzfrage. Zwar hat die Investitionsbereitschaft der regionalen Industrie wieder etwas zugenommen, ist aber noch weit von einem erkennbaren Schub für den Standort entfernt. Die hohen Energiekosten schränken die finanziellen Spielräume ein. So investiert die Industrie vorwiegend in den Ersatzbedarf und baut zugleich Stellen ab oder fährt Produktionen zurück“, beobachtet die IHK-Hauptgeschäftsführerin anhand der Rückmeldungen aus der IHK-Umfrage Heilbronn-Franken.

Laut der DIHK-Umfrage fordern 80 Prozent der befragten Unternehmen eine Senkung der Steuern und Abgaben auf Strom sowie einen schnelleren Ausbau der Energieinfrastruktur. Elke Döring: „Nur mit wettbewerbsfähigen Kosten und verlässlichen Rahmenbedingungen können unsere Unternehmen die Transformation stemmen. Bereit dazu sind sie.“

Mehr auf www.dihk.de

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