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Steht Deutschland vor dem Durchbruch zur Kreislaufwirtschaft – oder vor einem Rückschritt?
Die kommenden 24 Monate sind entscheidend. Noch immer funktioniert unsere Wirtschaft in weiten Teilen linear: Laut Circularity Gap Report 2025 werden weltweit lediglich 6,9 % aller Materialien wiederverwendet. In Deutschland liegt der Anteil recycelter Rohstoffe am Gesamtbedarf bei nur 13 % – das heißt: 87 % aller eingesetzten Materialien stammen nach wie vor aus Primärquellen. Die Gründe sind vielfältig. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten fehlt oft das Kapital für Investitionen in zirkuläre Wertschöpfung. Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass Deutschland seine hervorragenden Ausgangsbedingungen in diesem Zukunftsmarkt verspielen könnte. Dabei ist klar: Wer heute klug recycelt, spart nicht nur Kosten, sondern stärkt auch seine Marke. Politisch gilt Kreislaufwirtschaft längst als zentraler industrieller Hebel…
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Verpackungslösungen von A-Z – mit dem Rundum-sorglos-Service
Bei uns stehen Fairness, Menschlichkeit und eine herstellerunabhängige Beratung stets im Mittelpunkt unseres Handelns. Unser Anspruch: persönlich, engagiert und zuverlässig. Wir begleiten Sie mit umfassendem Know-how und echtem Servicegedanken – damit Sie sich jederzeit auf eine Lösung verlassen können, die zu 100 % Ihre Ansprüche erfüllt. Persönliche Beratung Unsere Beratung ist so individuell wie Ihre Produkte. Wir hören zu, evaluieren und entwickeln gemeinsam mit Ihnen die optimale Verpackungslösung – fair, unabhängig und exakt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Transportverpackungen/E-Commerce ready, go! Ob klassischer Versand oder Onlinehandel: Wir liefern Verpackungen, die Ihre Produkte sicher ans Ziel bringen – effizient, robust und kompatibel mit Ihren etablierten Logistikstrukturen. Just-in-Time/Abrufservice Keine Lagerkapazitäten? Kein Problem. Gerne…
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Brandschutzkonzept aus einer Hand
Was haben Autos, Kinderbücher und E-Zigaretten gemeinsam? Sie beinhalten mehr und mehr Akkus, besser gesagt Lithium-Ionen-Energiespeicher. Vielen Verbrauchern aber ist gar nicht bewusst, dass mit einer unsachgemäßen Entsorgung dieser Speicher große Gefahren verbunden sind. Das stellt die Entsorgungs- und Recyclingbranche vor große Herausforderungen. Der Grund liegt in der Beschaffenheit der Lithium-Energiespeicher, die brennbare Elektrolytflüssigkeit enthalten und unter hoher Spannung stehen. Wird ein Speicher beschädigt, überladen, überhitzt oder weist er einen internen Kurzschluss auf, beginnt eine unkontrollierte chemische Reaktion, die eine extreme Hitze von bis zu 800 Grad Celsius erreicht und zu einem Brand führt. Hinzu kommt, dass dadurch auch Materialien wie Altpapier, Kunststoffe oder biogene Abfälle in Brand geraten können…
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Zirkulär bauen, clever recyceln
Doch während sich Neubauten heute bereits gut nachhaltig planen lassen, hinkt die Branche beim Gebäudebestand noch ziemlich hinterher. Im zukunftsgerechten Rückbau gibt es zwei Ansätze: Wiederverwendung von Komponenten und stoffliches Recycling. Für Inventar und Elemente des Innenausbaus entstehen in Deutschland erste Märkte, doch der entscheidende Hebel liegt in den mineralischen Baustoffen. Das Problem: Ältere Gebäude bestehen meist aus schwer trennbaren Verbundwerkstoffen, und Beton oder Porenbeton lassen sich zwar gut recyceln, doch nur bei sortenreinem Ausbau. Um das Bauen insgesamt nachhaltiger, klimafreundlicher und recycelbarer zu machen, sind bessere Rahmenbedingungen, mehr Forschung und marktfähige Lösungen gefragt, sonst bleibt die Lücke zwischen Anspruch und Realität weiter bestehen. Stephan Dringenberg, Geschäftsführer bei der Wilhelm…
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Der Gipfel des Erfolgs
Zwei Friedensnobelpreise und jeweils drei Nobelpreise in Chemie und in Physik: Kein anderes Land hat im Verhältnis zur Bevölkerung mehr Nobelpreisträger hervorgebracht als die Schweiz. Einschließlich Albert Einstein, der diese Auszeichnung 1921 erhielt. Zwar wurde das Physik-Genie in Deutschland geboren, war aber seit 1901 Schweizer Staatsbürger. Auch heute ist die Schweiz reich an klugen Köpfen, hochqualifizierten, mehrsprachigen Spezialisten und erstklassigen Forschungsinstitutionen: Dem Fokus auf Bildung, Forschung und Innovation verdankt die Schweiz einen Großteil ihres wirtschaftlichen Erfolgs. Internationale Zusammenarbeit und schneller Transfer von Know-how in Unternehmensprodukte sind ein Nährboden für neue Branchen, Geschäftsmodelle und Firmengründungen – insbesondere im Bereich der Biotechnologie, IT- und Kommunikationstechnologie sowie Cleantech. Das inspirierende Umfeld zwischen Kompetenz,…
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Risikofaktor Baustelle: Sabotage und Spionage auf dem Vormarsch
Neben den bekannten Risiken wie Diebstahl und Vandalismus wächst eine gefährliche Doppelbedrohung: gezielte Ausspähung in der Bauphase, die später in Sabotage mündet. Mutmaßlich von Drittstaaten gesteuerte oder finanzierte Akteure nutzen das Chaos offener Zugänge, provisorischer Technik und unübersichtlicher Abläufe, um Schwachstellen zu identifizieren und unauffällig Schadtechnik einzuschleusen. Die Folgen zeigen sich erst Monate oder Jahre später – dann aber mit voller Wucht: Störungen, Ausfälle oder gar Katastrophen. Betroffen sind nicht nur KRITIS, sondern auch Hidden Champions und Hightech-Unternehmen, deren Innovationskraft so strategisch untergraben wird. Baustellen werden damit zum Frontabschnitt moderner Konflikte – und erfordern Schutzmaßnahmen, die weit über klassische Absicherung hinausgehen, auch wenn Diebstahl und Vandalismus nach wie vor omnipräsente…
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Tagen in historischen Gemäuern
Historische Fachwerkhäuser, kunstvoller Stuck, rustikaler Backstein: Architektur als sichtbar gemachte Geschichte erzählt Geschichten von Arbeit, Wandel und technischer Entwicklung. Besonders deutlich wird dies im traditionsreichen Reutlingen im Herzen Baden-Württembergs. Mit einer außergewöhnlichen Kombination aus mittelalterlichem Erbe, bürgerlicher Baukunst und industrie-historischem Charme ist die Großstadt ein lebendiges Geschichtsbuch. Eine Vielzahl der historischen Gebäude steht unter Denkmalschutz. Oft liebevoll saniert und umgenutzt als Lofts, Museen oder Eventlocations machen diese Gemäuer die Vergangenheit nicht nur erlebbar, sondern füllen sie mit neuem Leben. So bietet Reutlingen mit einer besonderen Vielzahl außergewöhnlicher Locations die perfekte Kulisse für geschäftliche Tagungen, Seminare, Workshops, Produktpräsentationen oder Firmenfeste. Beispielsweise im Alten Gewölbekeller im Herzen der Stadt: Eingebettet im historischen…
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Kreislaufwirtschaft: Garant für europäische Ressourcensouveränität
Europa ringt um Ressourcen, Resilienz und weniger Abhängigkeiten von Big Playern wie China, Russland und den USA. Offizielle Daten zeigen erste Fortschritte – vor allem in puncto Zirkularität: so lag 2022 die Recyclingquote von Verpackungen EU-weit bei rund 65 Prozent, bei Plastikverpackungen bei etwa 41 Prozent. In Deutschland meldete das Umweltbundesamt für 2023 eine werkstoffliche Recyclingquote von 68,9 Prozent bei Kunststoffverpackungen aus Haushalten. Zugleich wächst der Druck, Designs, Wiederverwendung und Rücknahme schneller zu skalieren, um EU-Vorgaben, u. a. aus dem Green Deal, zu erreichen. Die EU peilt bis 2030 rund 70 Prozent Recycling für alle Verpackungen an; bei Kunststoffen sind 55 Prozent bis 2030 vorgeschrieben. Ergänzend arbeiten Politik und Industrie…
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Kompostierbare Verpackungen – Schlüssel zur biologischen Kreislaufwirtschaft
Mit der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR) erkennt die Europäische Union die wichtige Rolle industriell kompostierbarer Kunststoffe für eine echte, geschlossene Kreislaufwirtschaft an. Bestimmte Anwendungen, die typischerweise mit Bioabfällen entsorgt werden, müssen künftig EU-weit verpflichtend kompostierbar sein, darunter Obst- und Gemüseaufkleber, Teebeutel und Kaffeepads. Dies ist ein entscheidender Schritt, um Bioabfälle sauberer zu erfassen und Mikroplastikeinträge im Kompost und in Böden zu reduzieren. Maßgebend ist nun die Umsetzung dieser Anforderungen in den EU-Ländern. Eine Allianz aus Verbänden, darunter INAK, IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen, Plastics Europe Deutschland, European Bioplastics, Polykum, C.A.R.M.E.N. und das nova-Institut, setzt sich dafür ein, dass die Anforderungen an kompostierbare Verpackungen auch in Deutschland zielgerichtet und praxistauglich umgesetzt wer-den. Dazu gehört…
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Schlamm: vom Problemstoff zur Ressource
In Kläranlagen und vielen verarbeitenden Industrien fallen Klär- und Industrieschlämme als Abfallprodukt an. Die nachgeschaltete Schlammverbrennung verursacht hohe CO₂-Emissionen und führt zur Entstehung von Schadstoffen, die aufwendig behandelt oder als Asche entsorgt werden müssen. Zudem verursacht das hohe Volumen des feuchten und geruchsintensiven Schlamms erhebliche Logistik- und Entsorgungskosten. Trotz großer Unterschiede in Zusammensetzung und Schadstoffbelastung haben alle Schlämme eines gemeinsam: Sie bestehen zu großen Teilen aus Wasser und können wertvolle Rohstoffe enthalten. Durch den Einsatz thermischer Trocknungsverfahren lassen sich diese effizient freilegen und für stoffliche oder energetische Verwertungen aufbereiten. Damit bieten Schlämme nicht nur neue Chancen für die Kreislaufwirtschaft, sondern auch Potenziale zur Reduktion klimarelevanter Emissionen und zur Schonung natürlicher…