• Luft- / Raumfahrt

    Erholung liegt für Fluggesellschaften noch in weiter Ferne

    Die Luftfahrtbranche leidet weiterhin unter den schweren Folgen der Pandemie. Zu diesem Schluss kommt der Kreditversicherer Credendo nach einer Analyse der Branche. Laut den jüngsten Schätzungen der International Air Transport Association (IATA) von November des letzten Jahres ist der Gesamtverkehr im Jahr 2020 um 66 % gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Nachdem der Covid-19-Ausbruch im vergangenen Frühling die Branche mehrere Monate zum Erliegen gebracht hatte, war im Sommer eine leichte Erholung der Passagierbeförderung festzustellen. Seitdem stagniert der Flugverkehr jedoch wieder und die Passagierbeförderung lag im Januar nach einem erneuten Rückgang 72 % unter dem Volumen des Vorkrisenmonats Januar 2019. Der neuerliche Negativtrend im Personenflugverkehr ging auf eine weitere Verschärfung der Reisebeschränkungen…

  • Sonstiges

    Neue Einfuhrbeschränkungen in Algerien

    Am 31. Dezember 2020 genehmigte der algerische Präsident Tebboune das Finanzgesetz für 2021. Ziele sind die Verbesserung der öffentlichen Finanzen sowie die Förderung privater Investitionen und des Exports. Der Haushaltsplan sieht jedoch eine Ausweitung des Defizits auf 13,6 % vor. Eines der Schlüsselelemente des Plans ist eine geplante Reduzierung der Einfuhren um 14,4 % aufgrund der "Rationalisierung der Einfuhren". Auch an die Kreditlaufzeit für Importe werden neue Anforderungen gestellt. Die jüngste Kabinettumbildung und angekündigte vorgezogene Wahlen werden das Finanzgesetz wohl nicht ändern.  Die wirtschaftliche Abhängigkeit Algeriens vom Kohlenwasserstoffsektor hat seit 2014 zu großen Leistungsbilanzdefiziten geführt, erläutert der Kreditversicherer Credendo. Um die Leistungsbilanzdefizite zu verringern, scheinen sich die Behörden mehr auf…

  • Sonstiges

    Zunehmende politische Spannungen in Armenien nach Waffenstillstandsabkommen

    Nach dem Waffenstillstandsabkommen im Konflikt um Berg-Karabach sieht der Kreditversicherer Credendo zunehmende politische Spannungen in Armenien. Seit Wochen fordern Demonstranten und die Armee den Rücktritt von Premierminister Nikol Pashinyan. Dieser – unterstützt von seien Anhängern – ist bereit, vorgezogene Wahlen unter bestimmten Bedingungen zu organisieren, und schlägt vor, im Oktober ein Referendum zu einer Verfassungsänderung abzuhalten, die dem Präsidenten mehr Macht verleihen würde. Nach den sechswöchigen Konflikten um Berg-Karabach hatte ein Friedensabkommen die schwersten Kämpfe in der Region seit den 1990er Jahren beendet, ein Teil des umkämpften Gebiets wurde aber Aserbaidschan zugesprochen. International wurde dieses bereits als Teil Aserbaidschans anerkannt, es wird aber von ethnischen Armeniern bevölkert. Das Abkommen löste…

  • Sonstiges

    Bund, Credendo und andere Kreditversicherer einigen sich auf Auslaufen des Schutzschirms für Lieferketten

    Der gemeinsam gespannte Schutzschirm des Bundes und der Warenkreditversicherer zur Stabilisierung der Lieferketten läuft wie geplant am 30. Juni 2021 aus. Die Vertragspartner sind sich einig, dass der Schutzschirm ein wichtiger und sehr erfolgreicher Stützpfeiler war, um Ruhe und Stabilität in den Markt zu bringen. Eine erneute Verlängerung ist angesichts der aktuellen Markt- und Datenlage nicht notwendig, zumal das Auslaufen des Schutzschirms durch die Fortführung anderer liquiditätssichernder Maßnahmen des Bundes flankiert bzw. abgefedert wird. Bundesregierung und Warenkreditversicherer werden über den 30. Juni 2021 hinaus auch weiterhin in einem sehr engen Austausch bleiben, um im Fall einer deutlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation und einer damit verbundenen Gefährdung der Lieferketten im Rahmen…

  • Sonstiges

    Credendo erwartet starke wirtschaftliche Erholung in Indien

    Der indische Finanzminister Sitharaman hat im Rahmen des neuen Haushaltsplans wichtige Maßnahmen vorgestellt. U. a. sollen die öffentlichen Ausgaben für Gesundheit und Infrastruktur erhöht und eine "Bad Bank" eingerichtet werden, um dem hohen Bestand an notleidenden Krediten bei den Banken zu begegnen. Zudem sollen weitere Privatisierungen, auch im Bankensektor, stattfinden. Der Kreditversicherer Credendo erwartet, dass diese Maßnahmen zu einer deutlichen Erholung der Wirtschaft führen werden, womöglich der stärksten unter den großen Volkswirtschaften. Damit begegnet Indien der vorausgegangen Rekordrezession, die bei etwa 8 % lag. Die Erhöhung der öffentlichen Ausgaben ist ein Paradigmenwechsel. Die Regierung Modi war hier bislang sehr zurückhalten, um das Investment-Grade-Rating des Landes nicht zu gefährden. Deutlich zurückgefahren…

  • Sonstiges

    Credendo erwartet unkonventionelle Geldpolitik der Türkei

    Am 20. März hat Präsident Erdogan den angesehenen Präsidenten der türkischen Zentralbank, Naci Agbal, entlassen. Vorausgegangen war der Beschluss, den Leitzins um 200 Basispunkte auf 19 % zu erhöhen, um die Inflation einzudämmen. Diese betrug im Februar 15,6 %. Neuer Zentralbankchef ist Sahap Kavcioglu, ein wenig bekannter Professor für Bankwesen. Agbals Ernennung im November letzten Jahres war als Zeichen der Bereitschaft der Behörden gesehen worden, die unkonventionelle Geldpolitik zu beenden, die zu einer Abwertung der Lira und einem starken Rückgang der Devisenreserven geführt hatte. Agbal hat den Leitzins mehrfach angehoben, um die Inflation zu bekämpfen. Das Anlegervertrauen stieg, die Lira erholte sich. Die Entlassung Agbals führte nun erneit zu einer…

  • Sonstiges

    Credendo sieht Verschiebung der US-Politik im Nahen Osten unter Biden

    Drei Monate nach Amtsantritt skizziert die neue US-Regierung unter Präsident Joe Biden noch ihre Nahost-Strategie. Der Kreditversicherer Credendo sieht dabei drei wesentliche Verschiebungen. Erstens der Versuch des Abbaus von Spannungen, die unter der Trump-Regierung entstanden sind, insbesondere mit dem Iran. Zweitens soll der außenpolitische Fokus auf die Region verringert werden. Drittens gibt es eine größere Distanz zu Saudi-Arabien. Abgesehen von dem Wunsch, das Atomabkommen mit dem Iran wieder in Kraft zu setzen, wird jedoch keine grundlegende Änderung der regionalen Strategie der Vereinigten Staaten erwartet. Auch Bidens Vorgänger haben schon versucht, den außenpolitischen Schwerpunkt vom Nahen Osten nach Asien zu verlagern, um dem wachsenden Einfluss Chinas entgegenzuwirken. Strategische Beziehungen, Sicherheitsbedenken und…

  • Sonstiges

    Anhaltende Coronapandemie und Regierungspolitik belasten mexikanische Privatwirtschaft

    Wie die meisten lateinamerikanischen Länder stürzte auch Mexiko im vergangenen Jahr in eine tiefe Rezession. Die jüngsten Zahlen des IWF (Januar 2021) prognostizieren für 2020 einen Rückgang in Höhe von 8,5 %. Damit liegt das Land noch unterhalb des Durchschnitts der Region, die im vergangenen Jahr die weltweit schwächste Wirtschaftsleistung aufwies. Ein derart schwaches Wachstum mag überraschen, da sich die Coronapolitik in Mexiko – wie auch in Brasilien – durch vergleichsweise lockere Maßnahmen auszeichnete. Doch neben der anhaltenden Gesundheitskrise sieht der Kreditversicherer Credendo auch andere Faktoren mit deutlichen negativen Auswirkungen auf die mexikanische Konjunktur. So wurden die Regeln für Investoren mehrfach geändert, was zu hoher Unsicherheit und niedrigeren Investitionen in…

  • Sonstiges

    Chinesische Nachfrage treibt Stahlpreis

    Nach fast zwei Jahren mit rückläufigen Trend haben sich die Stahlpreise in den letzten Monaten deutlich erholt. Der Stahlpreisindex ist binnen Jahresfrist um etwa 40 % gestiegen. Gründe sind der eingeschränkte Produktionszuwachs und deutlich erhöhte chinesische Nachfrage. Auch der Anstieg des Eisenerzpreises stützt den Stahlpreis. Belastet werden die Margen der Unternehmen, die den Preisanstieg nicht an ihre Kunden weitergeben können. Der Kreditversicherer Credendo sah im Jahr 2020 eine annähernd stabile Stahlproduktionsmenge weltweit, aber erhebliche Unterschiede in verschiedenen Regionen. In der EU und der NAFTA-Region gab es einen Rückgang um über 15 %, in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion dämpfte die chinesische Nachfrage den Rückgang auf 9 %. In Asien und…

  • Sonstiges

    Neue Protestwelle in Tunesien

    Seit Januar kommt es in Tunesien immer wieder zu neuen gewalttätigen Protesten. Betroffen sind die Hauptstadt Tunis und andere Regionen. Ausgangspunkt sind desillusioniere Jugendliche, die sich gegen die verschlechterte sozioökonomische Situation und die wahrgenommene Korruption auflehnen. Ende Januar wurde auch das Parlament belagert, das den fünften Regierungswechsel seit den Wahlen 2019 genehmigte. Premierminister Hichem Mechichi ernannte elf neue Minister. Der tunesische Präsident Kais Saied lehnte das neue Kabinett ab, da Frauen nicht genügend repräsentiert waren und bei manchen Kandidaten Interessenkonflikte vermutet wurden. Der Kreditversicherer Credendo sieht eine Verschlechterung der sozioökonomischen Situation des Landes seit dem Arabischen Frühling. Besonders groß ist die Unzufriedenheit unter Jugendlichen. 2020 lag die Arbeitslosenquote bei 15-24-jährigen…