• Sonstiges

    Ermöglichen digitale Währungen neue Zahlungsmethoden im internationalen Handel?

    Digitale Währungen sind ein intensiv diskutiertes Thema, insbesondere vor dem Hintergrund zurückgehender Bargeldtransaktionen in der Coronapandemie. Der Kreditversicherer Credendo geht davon aus, dass dieser Trend auch nach der Pandemie anhält. Daher sind digitale Währungen als potenzielle alternative Zahlungsmethode nun in den Vordergrund gerückt, obwohl die erste digitale Währung, die Kryptowährung Bitcoin, bereits vor über einem Jahrzehnt (2009) auf den Markt kam und es mittlerweile Tausende andere digitale Währungen gibt.  Interessant ist, dass Kryptowährungen hauptsächlich von privaten Unternehmen und nicht von Staaten geschaffen wurden. Das einzige Land, das eine Kryptowährung auf den Markt gebracht hat, ist Venezuela 2018 mit dem "Petro". Allerdings überlegten 2019 etwa 80 % der Zentralbanken weltweit die…

  • Sonstiges

    Thailands Wirtschaftsentwicklung von Corona und Tourismuskrise gebremst

    Der Corona-Schock trifft Thailand weiterhin. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Länderstudie des Kreditversicherers Credendo. Obwohl es dem Land im vergangenen Jahr gelungen war, die Pandemie weitgehend unter Kontrolle zu halten, leidet die Wirtschaft unter verschiedenen Störfaktoren, da sie stark vom Export und dem Tourismussektor abhängig ist. 2019 belastete bereits der Handelskrieg zwischen den USA und China sowie eine schwere Dürre die Entwicklung. Der Tourismus trägt etwa 20 % zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Dies erklärt, warum die weltweite pandemiebedingte Tourismuskrise Thailands Wirtschaft zu einer der am stärksten betroffenen Ökonomie in Süd-Ostasien im Jahr 2020 gemacht hat. Die Kombination aus eingebrochenen Tourismuseinnahmen, strengen Sperrmaßnahmen, rückläufigen Investitionen und geringerer In- und Auslandsnachfrage…

  • Fahrzeugbau / Automotive

    Wirtschaft in Tschechien, Slowakei, Polen und Deutschland in Coronazeiten

    Die gesamte Welt wurde durch die Coronapandemie auf den Kopf gestellt. Eine Krise, die einzigartig ist, weil sie nicht mit einem Rückgang der Nachfrage oder der Produktion begann. Drei Aspekte mussten gleichzeitig angegangen werden: ein Einbruch der Nachfrage, eine Unterbrechung der Produktion und eine Unterbrechung von Lieferketten. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Jahr 2020 um 3,3 %, der Welthandel ging im Jahresdurchschnitt um 5 % zurück.  Der Kreditversicherer Credendo hat die Auswirkungen der Pandemie auf verschiedene Branchen in Tschechien, der Slowakei, Polen und Deutschland untersucht und ist auf Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten gestoßen.  In allen vier Ländern wurde die Automobilbranche hart getroffen. Die durchschnittlichen Verkäufe im Jahr 2020 gingen…

  • Logistik

    Fehlende Containerschiffe beeinträchtigen Lieferketten

    Mit dem Coronaschock im vergangenen Frühjahr fiel der Welthandel im Mai 2020 auf das Niveau von Anfang der 2010er Jahre zurück. Mit dem Boom des E-Commerce und der Nachfrage aus Europa und den USA nach medizinischen Geräten und Elektronik aus Asien folgte eine starke Erholung im dritten Quartal. China nahm früh die industrielle Produktion wieder auf, so dass das Volumen des globalen Warenhandels ein Allzeithoch erreichte. Dieser Boom überdeckte zunächst Probleme, die durch fehlende Containerschiffkapazitäten entstehen. Der Kreditversicherer Credendo sieht darin eine ernsthafte Belastung globaler Lieferketten. Die steigende Nachfrage nach chinesischen Exporten traf auf einen Markt, aus dem zuvor Schiffe herausgenommen worden waren, um die Preise zu stützen. In der…

  • Sonstiges

    Verschärfung der US-Sanktionen gegen Russland

    Im April haben die USA ihre Sanktionen gegen Russland verschärft, ab dem 14. Juni werden US-Finanzinstituten zahlreiche Aktivitäten verboten. Als Gegenmaßnahme hat Russland zehn US-Diplomaten ausgewiesen, die Arbeit der in Moskau verbliebenen eingeschränkt und US-Beamte in die Sanktionsliste aufgenommen. Der Kreditversicherer Credendo erwartet nur begrenzte Auswirkungen der US-Sanktionen gegen die Emission von Staatsanleihen, da sie auf den Primärmarkt abzielen. Die öffentlichen Finanzen Russlands sind mit einer Staatsverschuldung von nur etwa 20 % des BIP im Jahr 2020 sehr stark. Das Haushaltsdefizit sollte im laufenden Jahr weniger als 1 % des BIP betragen. Daher wird die Emission neuer Staatsanleigen sehr begrenzt sein und kann von inländischen Banken abgewickelt werden, die die…

  • Sonstiges

    Coronapandemie kehrt nach Süd- und Südostasien zurück

    Verschiedene Länder Süd- und Südostasiens werden von der schwersten Corona-Welle seit Ausbruch der Pandemie vor über einem Jahr getroffen. Indien ist das asiatische Epizentrum mit hohen sechsstelligen Fallzahlen und tausenden Toten täglich. In weiten Teilen des Landes wurden Ausgangssperren und andere Maßnahmen verhängt. Auch andere Staaten in der Region haben Eindämmungsmaßnahmen ergriffen. Neben ausgeprägten Infektionsspitzen auf den Philippinen und in Indonesien gibt es in geringerem Maße auch wieder Anstiege der Fallzahlen in Malaysia und Pakistan. Auch Laos und Kambodscha verzeichnen neue Fälle, wo die Pandemie im Jahr 2020 fast nicht aufgetreten ist. Obwohl die aufstrebende asiatische Wirtschaft im vergangenen Jahr ihre erste Rezession seit 60 Jahren verzeichnete (-1 %), war…

  • Luft- / Raumfahrt

    Erholung liegt für Fluggesellschaften noch in weiter Ferne

    Die Luftfahrtbranche leidet weiterhin unter den schweren Folgen der Pandemie. Zu diesem Schluss kommt der Kreditversicherer Credendo nach einer Analyse der Branche. Laut den jüngsten Schätzungen der International Air Transport Association (IATA) von November des letzten Jahres ist der Gesamtverkehr im Jahr 2020 um 66 % gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Nachdem der Covid-19-Ausbruch im vergangenen Frühling die Branche mehrere Monate zum Erliegen gebracht hatte, war im Sommer eine leichte Erholung der Passagierbeförderung festzustellen. Seitdem stagniert der Flugverkehr jedoch wieder und die Passagierbeförderung lag im Januar nach einem erneuten Rückgang 72 % unter dem Volumen des Vorkrisenmonats Januar 2019. Der neuerliche Negativtrend im Personenflugverkehr ging auf eine weitere Verschärfung der Reisebeschränkungen…

  • Sonstiges

    Neue Einfuhrbeschränkungen in Algerien

    Am 31. Dezember 2020 genehmigte der algerische Präsident Tebboune das Finanzgesetz für 2021. Ziele sind die Verbesserung der öffentlichen Finanzen sowie die Förderung privater Investitionen und des Exports. Der Haushaltsplan sieht jedoch eine Ausweitung des Defizits auf 13,6 % vor. Eines der Schlüsselelemente des Plans ist eine geplante Reduzierung der Einfuhren um 14,4 % aufgrund der "Rationalisierung der Einfuhren". Auch an die Kreditlaufzeit für Importe werden neue Anforderungen gestellt. Die jüngste Kabinettumbildung und angekündigte vorgezogene Wahlen werden das Finanzgesetz wohl nicht ändern.  Die wirtschaftliche Abhängigkeit Algeriens vom Kohlenwasserstoffsektor hat seit 2014 zu großen Leistungsbilanzdefiziten geführt, erläutert der Kreditversicherer Credendo. Um die Leistungsbilanzdefizite zu verringern, scheinen sich die Behörden mehr auf…

  • Sonstiges

    Zunehmende politische Spannungen in Armenien nach Waffenstillstandsabkommen

    Nach dem Waffenstillstandsabkommen im Konflikt um Berg-Karabach sieht der Kreditversicherer Credendo zunehmende politische Spannungen in Armenien. Seit Wochen fordern Demonstranten und die Armee den Rücktritt von Premierminister Nikol Pashinyan. Dieser – unterstützt von seien Anhängern – ist bereit, vorgezogene Wahlen unter bestimmten Bedingungen zu organisieren, und schlägt vor, im Oktober ein Referendum zu einer Verfassungsänderung abzuhalten, die dem Präsidenten mehr Macht verleihen würde. Nach den sechswöchigen Konflikten um Berg-Karabach hatte ein Friedensabkommen die schwersten Kämpfe in der Region seit den 1990er Jahren beendet, ein Teil des umkämpften Gebiets wurde aber Aserbaidschan zugesprochen. International wurde dieses bereits als Teil Aserbaidschans anerkannt, es wird aber von ethnischen Armeniern bevölkert. Das Abkommen löste…

  • Sonstiges

    Bund, Credendo und andere Kreditversicherer einigen sich auf Auslaufen des Schutzschirms für Lieferketten

    Der gemeinsam gespannte Schutzschirm des Bundes und der Warenkreditversicherer zur Stabilisierung der Lieferketten läuft wie geplant am 30. Juni 2021 aus. Die Vertragspartner sind sich einig, dass der Schutzschirm ein wichtiger und sehr erfolgreicher Stützpfeiler war, um Ruhe und Stabilität in den Markt zu bringen. Eine erneute Verlängerung ist angesichts der aktuellen Markt- und Datenlage nicht notwendig, zumal das Auslaufen des Schutzschirms durch die Fortführung anderer liquiditätssichernder Maßnahmen des Bundes flankiert bzw. abgefedert wird. Bundesregierung und Warenkreditversicherer werden über den 30. Juni 2021 hinaus auch weiterhin in einem sehr engen Austausch bleiben, um im Fall einer deutlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation und einer damit verbundenen Gefährdung der Lieferketten im Rahmen…