• Sonstiges

    IWF erhöht finanzielle Schlagkraft um 650 Milliarden Dollar

    Das höchste Gremium des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat einer beispiellosen Erhöhung der finanziellen Schlagkraft zugestimmt. Der IWF verfügt über eine eigene Reservewährung, die Sonderziehungsrechte (SDR). Diese Mittel werden um 650 Milliarden US-Dollar ausgeweitet. Der Kreditversicherer Credendo sieht darin eine historische Entscheidung, weil es die größte Erhöhung der SDR in der Geschichte des IWF ist. Die Zuteilung wurde zum 23. August wirksam und erfolgt auf die Mitgliedsstaaten im Verhältnis der bestehenden Quoten. Somit entfallen etwa 42,2 % (rund 275 Milliarden Dollar) auf Schwellenländer. Zudem finden Verhandlungen mit den reicheren Ländern statt, um weitere Zuteilungen für ärmere Länder zu erreichen.  Die Experten von Credendo sehen eine deutliche Verbesserung der Liquidität der Empfängerländer,…

  • Sonstiges

    Malaysia: Politische Krise inmitten verschärfter Pandemie

    Die United Malays National Organisation (UMNO), wichtigstes Mitglied der Regierungskoaltion in Malaysia, hat ihre Unterstützung der Regierung in Zeiten wachsender Unzufriedenheit der Bevölkerung im Zusammenhang mit der Gesundheitskrise eingestellt. Vorgezogene Wahlen werden damit immer wahrscheinlicher. Der Zeitpunkt ist jedoch angesichts der verschärften Coronapandemie wegen der Ausbreitung der Delta-Variante sehr ungewiss. Von Januar bis 1. August befand sich Malaysia wegen Corona im Ausnahmezustand. Die aktuelle Welle ist die stärkste seit Beginn der Pandemie. Nach Singapur hat das Land die höchste Impfquote der Region, allerdings sind nur 28 % der Bevölkerung vollständig geimpft. Daher lässt dies für die kommende Monate nur vorsichtig hoffen. Der Ausnahmezustand und die Suspendierung des Parlaments waren für…

  • Sonstiges

    Credendo erwartet weitere Turbulenzen in Peru trotz Amtseinführung des neuen Präsidenten

    Ende Juli wurde der weit links stehende Pedro Castillo als Perus neuer Präsident vereidigt. Es hatte länger als sechs Wochen gedauert, bis er zum Sieger der Präsidentschaftswahlen erklärt worden war. Betrugsvorwürfe des knapp unterlegenen konservativen Präsidentschaftskandidaten Keiko Fujimori hatten das endgültige Ergebnis verzögert. Internationale Beobachter widersprachen Fujimori und bewerteten die Wahlen als frei und fair. Obwohl Fujimori nun erklärte, das Ergebnis zu respektieren, zeigt sich das Land tief gespalten und die Polarisierung nimmt zu. Die Anleger zeigen sich verunsichert angesichts der von Castillo angekündigten radikalen Reformen. Die Kapitalflucht hält an, der peruanische Sol hatte Ende August im Jahresvergleich etwa 15 % an Wert verloren. Castillos Programm sieht eine stärkere Rolle…

  • Sonstiges

    Credendo: Corona trifft nun auch Taiwan

    Wie auch andere Länder in der Region erlebt Taiwan die bislang schwerste Coronawelle. Um die Verbreitung der Delta-Variante einzudämmen, wurden Lockdown-Maßnahmen eingeführt sowie Social Distancing und Reisebeschränkungen verschärft. Da die Impfkampagne hinkt – erst etwa zehn Prozent der Bevölkerung haben eine erste Impfdosis erhalten – haben die USA und Japan Millionen Impfdosen nach Taiwan geschickt. Die Regierung steht in der Kritik. Präsidentin Tsai kündigte an, dass bald auch ein heimischer Impfstoff zur Verfügung steht.  Somit stellt Taiwan keine Ausnahme mehr dar in Form einer offenen Wirtschaft ohne pandemiebedingte Einschränkungen. Der Kreditversicherer Credendo erinnert aber daran, dass die Zahl der Todesfälle nach wie vor zu den weltweit niedrigsten gehört und auch…

  • Sonstiges

    Kolumbianisches Staatsrating auf Junk herabgestu

    Im Mai hat die Ratingagentur S&P das langfristige Staatsrating Kolumbiens von Investment Grade auf Speculative Grade gesenkt. Die Herabstufung erfolgte nach dem Abbruch der Fiskalreformen aufgrund gewaltsamer landesweiter Proteste. S&P ging davon aus, dass die öffentlichen Finanzen nicht schnell genug gefestigt werden und die Staatsverschuldung mittelfristig über 60 % des BIP verharren würde. Fitch Ratings folgte am 1. Juli und stufte die langfristige Kreditwürdigkeit des Landes auf Junk herab. Auch diese Ratingagentur wies auf die Verschlechterung der öffentlichen Finanzen und das verringerte Vertrauen in die Fähigkeit des Staates hin, die Schulden in Ordnung zu bringen. Ein Land gilt als nicht mehr Investment-Grade-geratet, wenn mindestens zwei große Agenturen das Staatsrating unter…

  • Sonstiges

    Indonesien: Steiler Coronaanstieg und erweiterte Eindämmungsmaßnahmen

    Indonesien erlebt die schlimmste Coronawelle seit Beginn der Pandemie. Mitte Juli wurde ein trauriger Rekord von 40.000 Neuinfektionen an einem Tag erreicht. Als Reaktion wurden die in Java (bevölkerungsreichste Insel) und Bali (Top-Touristenziel) eingeführten "Notstandsbeschränkungen für Gemeinschaftsaktivitäten" auf andere Regionen ausgeweitet. In Südostasien ist Indonesien das Land mit den zweithöchsten Fallzahlen, was den Gesundheitssektor stark unter Druck setzt. Einen landesweiten Lockdown hat die Regierung wiederholt abgelehnt, um negative wirtschaftliche Folgen abzumildern. Dennoch erwarten die Länderanalysten des Kreditversicherers Credendo, dass die Wirtschaft weiterhin unter der Pandemie leidet. Zwar hat sich das Impftempo beschleunigt, bis Mitte Juli hatten aber erst 13 % der Bevölkerung eine erste Dosis erhalten. Es gibt enorme logistische…

  • Finanzen / Bilanzen

    Credendo unterstützt Unternehmen in der Pandemie

    Beispiellose Unsicherheit und Unterstützungsmaßnahmen Nachdem Ende 2019 die ersten Fälle von Covid-19 in China identifiziert wurden, dauerte es nicht lange, bis das Virus Europa erreichte und unser Leben dominierte. Die durch die Pandemie gestiegene Unsicherheit hat die Kreditversicherungsbranche in den Vordergrund gerückt. Als offizielle belgische Exportkreditagentur hat Credendo – Export Credit Agency im Auftrag des belgischen Staats ein Rückversicherungsprogramm gestartet, um private Kreditversicherer zu unterstützen und damit die Kreditlimite der Exporteure zu schützen.  Auswirkungen von Covid-19 auf die Länderrisikoklassifizierungen von Credendo Es ist wenig überraschend, dass das Jahr 2020 von einer Welle von Ratingherabstufungen geprägt war. Das Ausmaß des Schocks war je nach Land oder Region unterschiedlich. Besonders stark betroffen…

  • Energie- / Umwelttechnik

    Boomendes Interesse an Wasserstoff

    Weltweit boomt das Interesse an Wasserstoff, weil er ein Schlüssel zur Dekarbonisierung der Wirtschaft sein kann. Obwohl Wasserstoff in stark umweltbelastenden Industriesektoren vielfältig anwendbar ist und Potenzial für weitere künftige Einsatzmöglichkeiten bietet, emittiert er kein CO2. Er gelangt als Rohstoff in industrielle Prozesse, kann als Brennstoff genutzt werden, als Energieträger oder zur Energiespeicherung dienen. Bislang ist sein Anteil am weltweiten Energiemix aber vor allem aus Kostengründen begrenzt. In einer Branchenstudie sieht der Kreditversicherer Credendo aber auch technologische und regulatorische Risiken.  Wasserstoff kann mit verschiedenen Technologien hergestellt werden, die mit Farben klassifiziert werden. "Grauer" Wasserstoff wird aus fossilen Brennstoffen hergestellt. "Blauer" (oder kohlenstoffarmer) Wasserstoff wird auch aus fossilen Brennstoffen hergestellt, aber…

  • Sonstiges

    Albaniens Premierminister geht in dritte Amtszeit

    Der amtierende Premierminister Edi Rama hat die Parlamentswahlen in Albanien am 25. April gewonnen. Seine Sozialistische Partei (PS) erhielt etwa 48,7 % der Stimmen. Er kann somit in seine dritte Amtszeit gehen. Die größte Oppositionspartei, die Demokratische Partei (DP), kam auf knapp 40 % der Stimmen.  Vor und während der Coronapandemie hat Albanien anhaltende Proteste gegen die Regierung und politische Instabilität erlebt. Der Kreditversicherer Credendo sieht nun in den Ergebnissen – einerseits Bestätigung des Regierungschefs, andererseits eine starke große Oppositionspartei – positive Auswirkungen auf die politische Stabilität und die Demokratie. Ausländische Investitionen in die Infrastruktur (Tourismus, Energie und Verkehr) dürften angekurbelt werden und es könnte den Beginn des EU-Beitrittsprozesses positiv…

  • Sonstiges

    Harte EU-Sanktionen treffen Belarus

    Nach der erzwungenen Landung eines innereuropäischen Ryanair-Fluges in Minsk am 23. Mai 2021 hat die EU weitreichende Wirtschaftssanktionen gegen Belarus verhängt. Die Sanktionen gehen über die "symbolischen" Sanktionen gegen Personen und Organisationen hinaus, die für schwere Menschenrechtsverletzungen oder Repressionen gegen die Zivilgesellschaft und die demokratische Opposition verantwortlich sind, und umfassen Handels- und Finanzsanktionen. Die EU hat Handelsbeschränkungen in Bezug auf Erdölprodukte, Kaliumchlorid und Waren zur Herstellung von Tabakerzeugnissen eingeführt. Darüber hinaus wurden Zugangsbeschränkungen zu den EU-Kapitalmärkten für die belarussische Regierung und staatliche Finanzinstitute und ähnliche Restriktionen verhängt. Der Schritt folgt auf die koordinierte Verhängung von Sanktionen Anfang Juni durch Großbritannien, die USA, die EU und Kanada. Der Kreditversicherer Credendo erwartet…