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Politische Unsicherheit verstärkt finanziellen Druck in Tunesien
Am 11. Oktober ernannte der tunesische Präsident Kais Saied eine neue Regierung unter Führung der kürzlich nominierten Premierministerin Najla Bouden, der ersten Frau in dieser Position. Der Schritt erfolgte mehr als zwei Monate nachdem der Präsident den früheren Premierminister Hichem Mechichi entlassen, das Parlament suspendiert und die volle Exekutivgewalt übernommen hatte. Begründet wurde der Schritt mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage und Problemen im Gesundheitswesen. Seit dem Arabischen Frühling 2011, der zum Rücktritt von Präsident Ben Ali geführt hatte, erlebt Tunesien Demokratie, aber auch politische Instabilität. In neun Jahren gab es neun Premierminister. Die aktuelle Krise bewerten viele Beobachter aber als echte Bedrohung für die demokratischen Errungenschaften. Trotz der Ernennung der…
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Credendo sieht wirtschaftliche Erholung in Kenia
Nach Einschätzung des Kreditversicherers Credendo war Kenias Wirtschaft weniger von der Coronapandemie betroffen als andere Volkswirtschaften. Der BIP-Rückgang betrug nur 0,3 % im Jahr 2020. Für 2021 wird ein Wachstum von 5,6 % prognosiziert. Credendo, spezialisiert auf die Absicherung von Exporten in Länder außerhalb der OECD, sieht aber auch Risiken. Die globalen Lieferkettenprobleme könnten die wirtschaftliche Entwicklung schwächen. Trotz hoher Impfraten bleibt das Land anfällig für weitere Corona-Wellen. Die Herdenimmunität könnte Ende 2022 erreicht sein. Das Auftreten neuer Varianten könnte aber weitere Impfungen erforderlich machen, was die Herdenimmunität bis weit ins Jahr 2023 hinein verschieben könnte. Kritisch sieht der Kreditversicherer zudem, dass Kenia seine Geldpolitik bislang nicht gestrafft hat, obwohl…
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Credendo sieht Industrieproduktion durch Gaspreise belastet
Der auf Exporte in Nicht-OECD-Länder spezialisierte Kreditversicherer Credendo sieht die weltweite Industrieproduktion durch hohe Energiepreise belastet. Weltweit sind die Gaspreise in den letzten Monaten rasant gestiegen. In einigen Regionen erreichen sie gar Rekordwerte. Insbesondere in Europa liegen die Preise mehr als fünfmal so hoch wie vor der Krise. Auf dem LNG-Markt stieg die Nachfrage deutlich schneller als das Angebot. Die wirtschaftliche Erholung nach den ersten Coronawellen trieb die weltweite Nachfrage an. Dazu kommen verschiedene regionale Aspekte, die den Boom treiben. Europas Energiemix ist zunehmend von LNG abhängig, da die interne Versorgung mit Pipelinegas aus Norwegen oder den Niederlanden immer weiter zurückgeht. Die Importe aus Russland waren ziemlich stabil. Europa nimmt LNG-Vorräte…
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Credendo sieht verbessertes Geschäftsumfeld in Lateinamerika
Im Jahr 2020 erlebte Lateinamerika die schlimmste Rezession seit Jahrzehnten. Die Wirtschaft schrumpfte um satte 7 %. Damit war Lateinamerika die leistungsschwächste Region der Welt und lag deutlich unter dem durchschnittlichen realen BIP-Wachstum von -3 %. Der auf Exporte in Nicht-OECD-Länder spezialisierte Kreditversicherer Credendo sieht drei wesentliche Gründe. Die Länder der Region hatten die strengsten Sparmaßnahmen der Welt, die höchste Rate an Coronainfektionen pro Kopf und einen starken Rückgang des Tourismus, insbesondere auf den Karibikinseln. Auch der Rückgang der Rohstoffpreise hatte negative Auswirkungen. Demenstprechend schwach waren die Credendo Geschäftsumfeldratings für viele Staaten Lateinamerikas. Für das laufende Jahr hingegen zeichnet sich eine deutliche wirtschaftliche Erholung ab. Credendo rechnet mit 5,8 %,…
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Neue Regierung – Credendo sieht Chancen für Reformen im Libanon
Nachdem das libanesische Parlament nach langer Hängepartie den Weg für eine neue Regierung frei gemacht hat, sieht der auf Exporte in Nicht-OECD-Länder spezialisierte Kreditversicherer Credendo Chancen für Reformen in dem gebeutelten Land. Die Regierung wird vom Milliardär und zweimaligen Premierminister Najib Mikati angeführt, nach einem Jahr Stillstand. Das Land steht vor enormen Herausfrderungen, da der Libanon mit einer der schlimmsten Wirtschafts- und Finanzkrisen der letzten 150 Jahre konfrontiert ist. Die nun wieder geordneten politischen Verhältnisse erlauben die Einleitung von Reformen und Verhandlungen mit IWF und anderen Geldgebern über finanzielle Unterstützung. Das herausfordernde politische Umfeld könnte den Reformprozess aber hemmen. Credendo bewertet die wirtschaftliche, finanzielle und soziale Lage des Landes als…
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Credendo: Putsch in Guinea gefährdet globale Aluminiumlieferkette
Der auf Exporte in Nicht-OECD-Länder spezialisierte Kreditversicherer Credendo sieht durch den Militärputsch in Guinea Anfang September den globalen Aluminiummarkt erschüttert. Guinea ist mit 22 % der Weltproduktion im Jahr 2020 der zweitgrößte Bauxitproduzent der Welt hinter Australien und verfügt über die größten nachgewiesenen Reserven der Welt. Bauxit ist der wichtigste Erz für die Aluminiumherstellung. Guinea ist Chinas Hauptlieferant. Auch das russische Unternehmen Rusal, das zweitgrößte Aluminiumunternehmen der Welt, verfügt über eine Bauxit-Raffinerie in Guinea. Der Putsch löst Sorgen hinsichtlich der Liefersicherheit aus. Vorerst scheint der Bauxitbergbau nicht betroffen zu sein. Laut Credendo könnten die Putschisten aber die Exporte stören. Weniger wahrscheinlich sind internationale Sanktionen, die die Bauxitausfuhr treffen könnten. Die…
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Credendo veröffentlicht neue Länderrisikoeinstufungen
Der auf Exporte in Nicht-OECD-Länder spezialisierte Kreditversicherer Credendo hat neue Risikoeinstufungen zu 13 Ländern veröffentlicht. Dabei wurden elf Länder herauf- und zwei Länder herabgestuft. Die positive Entwicklung wird insbesondere mit steigenden Rohstoffpreisen, langsam nachlassenden Corona-Auswirkungen und jüngsten Unterstützungen für Schwellenländer durch den IWF erklärt. Credendo stuft das kurzfristige politische Risiko in sieben Klassen ein, wobei 1 die beste Klasse ist. Die Änderungen im Einzelnen: Brasilien von 3 auf 2, Chile von 2 auf 1, Georgien von 4 auf 3, Griechenland von 3 auf 2, Guatemala von 3 auf 2, Kasachstan von 3 auf 2, Malediven von 6 auf 5, Paraguay von 4 auf 3, Tansania von 4 auf 3, Tuvalu…
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Finanzielle und wirtschaftliche Spillovers von chinesischen Immobilienentwicklern können eingedämmt werden
Evergrande, der zweitgrößte private Immobilienentwickler Chinas, ist mit 300 Milliarden Euro verschuldet. Die Aktien waren in den letzten Wochen um 80 % eingebrochen und wurden vom Handel ausgesetzt. Inmitten eines sich abkühlenden chinesischen Immobiliensektors, der durch sinkende Verkäufe und nachlassende Preissteigerungen gekennzeichnet ist, gerät Evergrande in eine schwere Liquiditätskrise, die die Bewältigung des in- und ausländischen Schuldendiensts schwierig und eine Reduzierung der Schuldenlast in Übereinstimmung mit verschärften Kreditvorschriften nahezu unmöglich macht. Der Zusammenbruch von Evergrande greift auf globale Märkte über, die eine Ansteckung der chinesichen Wirtschaft befürchten. Der Kreditversicherer Credendo erwartet, dass der drohende Bankrott von Evergrande die chinesische Regierung vor eine weitere mögliche Episode finanzieller Turbulenzen stellt und sieht…
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Credendo veröffentlicht Länderanalyse zu Nigeria
Der Kreditversicherer Credendo hat eine neue Länderanylse zu Nigeria veröffentlicht, der größten afrikanischen Volkswirtschaft. KURZFRISTIGES POLITISCHES RISIKO IN KATEGORIE 5/7 Zwischen 2004 und 2012 herrschte in der größten Volkswirtschaft Afrikas wahre Goldgräberstimmung, und das Land erfreute sich beträchtlicher Leistungsbilanzüberschüsse. Die aufkommende Volatilität der Ölpreise sowie schwerwiegende Produktionsstörungen blieben für die Außenhandelsbilanz Nigerias jedoch nicht folgenlos. Tatsächlich ist Nigerias Erdölförderung seit 2012 um nahezu die Hälfte zurückgegangen, da Faktoren wie Korruptionswahrnehmung, Unsicherheit und ein dysfunktionales Regulierungsumfeld die Ölproduzenten zur Veräußerung ihrer Vermögenswerte veranlasst haben. 2019 wies die Leistungsbilanz ein Defizit auf, während massive Kapitalflucht (insbesondere aus dem Ölsektor) und niedrigere Investitionszuflüsse den Druck auf die Währungsreserven erhöhen. Seit dem durch…
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Credendo: Dürre beeinträchtigt Landwirtschaft und Stromerzeugung in Argentinien und Brasilien
Eine schwere Dürre trifft Zentral- und Südbrasilien, die womöglich bis ins erste Quartal 2022 andauern könnte. Der Kreditversicherer Credendo befürchtet, dass Bodenbeschaffenheit und Wasserversorgung für einen längeren Zeitraum beeinträchtigt werden. Zunächst bis November 2021 haben die Behörden den Dürrenotstand ausgerufen. Der meisten landwirtschaftlichen Produkte der Region sind betroffen – Zuckerrohr, Mais, Orangen, Kaffee. Dies treibt die Preise – nicht nur lokal, sondern auch international angesichts Brasiliens großer Bedeutung auf dem globalen Rohstoffmarkt. Getreideknappheit führt zu höheren Preisen bei Tierfutter. Aber auch der Energiesektor ist betroffen. 65 % des Stoms stammen normalerwiese aus Wasserkraft. Bei Wasserknappheit muss Brasilien auf teure thermische Stromerzeugung umsteigen. Schätzungen zufolge sind die Endverbraucherpreise für Strom um…