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Credendo veröffentlicht neue Länderrisikoeinstufungen
Der auf Exporte in Nicht-OECD-Länder spezialisierte Kreditversicherer Credendo hat neue Risikoeinstufungen zu 13 Ländern veröffentlicht. Dabei wurden elf Länder herauf- und zwei Länder herabgestuft. Die positive Entwicklung wird insbesondere mit steigenden Rohstoffpreisen, langsam nachlassenden Corona-Auswirkungen und jüngsten Unterstützungen für Schwellenländer durch den IWF erklärt. Credendo stuft das kurzfristige politische Risiko in sieben Klassen ein, wobei 1 die beste Klasse ist. Die Änderungen im Einzelnen: Brasilien von 3 auf 2, Chile von 2 auf 1, Georgien von 4 auf 3, Griechenland von 3 auf 2, Guatemala von 3 auf 2, Kasachstan von 3 auf 2, Malediven von 6 auf 5, Paraguay von 4 auf 3, Tansania von 4 auf 3, Tuvalu…
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Finanzielle und wirtschaftliche Spillovers von chinesischen Immobilienentwicklern können eingedämmt werden
Evergrande, der zweitgrößte private Immobilienentwickler Chinas, ist mit 300 Milliarden Euro verschuldet. Die Aktien waren in den letzten Wochen um 80 % eingebrochen und wurden vom Handel ausgesetzt. Inmitten eines sich abkühlenden chinesischen Immobiliensektors, der durch sinkende Verkäufe und nachlassende Preissteigerungen gekennzeichnet ist, gerät Evergrande in eine schwere Liquiditätskrise, die die Bewältigung des in- und ausländischen Schuldendiensts schwierig und eine Reduzierung der Schuldenlast in Übereinstimmung mit verschärften Kreditvorschriften nahezu unmöglich macht. Der Zusammenbruch von Evergrande greift auf globale Märkte über, die eine Ansteckung der chinesichen Wirtschaft befürchten. Der Kreditversicherer Credendo erwartet, dass der drohende Bankrott von Evergrande die chinesische Regierung vor eine weitere mögliche Episode finanzieller Turbulenzen stellt und sieht…
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Credendo veröffentlicht Länderanalyse zu Nigeria
Der Kreditversicherer Credendo hat eine neue Länderanylse zu Nigeria veröffentlicht, der größten afrikanischen Volkswirtschaft. KURZFRISTIGES POLITISCHES RISIKO IN KATEGORIE 5/7 Zwischen 2004 und 2012 herrschte in der größten Volkswirtschaft Afrikas wahre Goldgräberstimmung, und das Land erfreute sich beträchtlicher Leistungsbilanzüberschüsse. Die aufkommende Volatilität der Ölpreise sowie schwerwiegende Produktionsstörungen blieben für die Außenhandelsbilanz Nigerias jedoch nicht folgenlos. Tatsächlich ist Nigerias Erdölförderung seit 2012 um nahezu die Hälfte zurückgegangen, da Faktoren wie Korruptionswahrnehmung, Unsicherheit und ein dysfunktionales Regulierungsumfeld die Ölproduzenten zur Veräußerung ihrer Vermögenswerte veranlasst haben. 2019 wies die Leistungsbilanz ein Defizit auf, während massive Kapitalflucht (insbesondere aus dem Ölsektor) und niedrigere Investitionszuflüsse den Druck auf die Währungsreserven erhöhen. Seit dem durch…
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Credendo: Dürre beeinträchtigt Landwirtschaft und Stromerzeugung in Argentinien und Brasilien
Eine schwere Dürre trifft Zentral- und Südbrasilien, die womöglich bis ins erste Quartal 2022 andauern könnte. Der Kreditversicherer Credendo befürchtet, dass Bodenbeschaffenheit und Wasserversorgung für einen längeren Zeitraum beeinträchtigt werden. Zunächst bis November 2021 haben die Behörden den Dürrenotstand ausgerufen. Der meisten landwirtschaftlichen Produkte der Region sind betroffen – Zuckerrohr, Mais, Orangen, Kaffee. Dies treibt die Preise – nicht nur lokal, sondern auch international angesichts Brasiliens großer Bedeutung auf dem globalen Rohstoffmarkt. Getreideknappheit führt zu höheren Preisen bei Tierfutter. Aber auch der Energiesektor ist betroffen. 65 % des Stoms stammen normalerwiese aus Wasserkraft. Bei Wasserknappheit muss Brasilien auf teure thermische Stromerzeugung umsteigen. Schätzungen zufolge sind die Endverbraucherpreise für Strom um…
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IWF erhöht finanzielle Schlagkraft um 650 Milliarden Dollar
Das höchste Gremium des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat einer beispiellosen Erhöhung der finanziellen Schlagkraft zugestimmt. Der IWF verfügt über eine eigene Reservewährung, die Sonderziehungsrechte (SDR). Diese Mittel werden um 650 Milliarden US-Dollar ausgeweitet. Der Kreditversicherer Credendo sieht darin eine historische Entscheidung, weil es die größte Erhöhung der SDR in der Geschichte des IWF ist. Die Zuteilung wurde zum 23. August wirksam und erfolgt auf die Mitgliedsstaaten im Verhältnis der bestehenden Quoten. Somit entfallen etwa 42,2 % (rund 275 Milliarden Dollar) auf Schwellenländer. Zudem finden Verhandlungen mit den reicheren Ländern statt, um weitere Zuteilungen für ärmere Länder zu erreichen. Die Experten von Credendo sehen eine deutliche Verbesserung der Liquidität der Empfängerländer,…
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Malaysia: Politische Krise inmitten verschärfter Pandemie
Die United Malays National Organisation (UMNO), wichtigstes Mitglied der Regierungskoaltion in Malaysia, hat ihre Unterstützung der Regierung in Zeiten wachsender Unzufriedenheit der Bevölkerung im Zusammenhang mit der Gesundheitskrise eingestellt. Vorgezogene Wahlen werden damit immer wahrscheinlicher. Der Zeitpunkt ist jedoch angesichts der verschärften Coronapandemie wegen der Ausbreitung der Delta-Variante sehr ungewiss. Von Januar bis 1. August befand sich Malaysia wegen Corona im Ausnahmezustand. Die aktuelle Welle ist die stärkste seit Beginn der Pandemie. Nach Singapur hat das Land die höchste Impfquote der Region, allerdings sind nur 28 % der Bevölkerung vollständig geimpft. Daher lässt dies für die kommende Monate nur vorsichtig hoffen. Der Ausnahmezustand und die Suspendierung des Parlaments waren für…
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Credendo erwartet weitere Turbulenzen in Peru trotz Amtseinführung des neuen Präsidenten
Ende Juli wurde der weit links stehende Pedro Castillo als Perus neuer Präsident vereidigt. Es hatte länger als sechs Wochen gedauert, bis er zum Sieger der Präsidentschaftswahlen erklärt worden war. Betrugsvorwürfe des knapp unterlegenen konservativen Präsidentschaftskandidaten Keiko Fujimori hatten das endgültige Ergebnis verzögert. Internationale Beobachter widersprachen Fujimori und bewerteten die Wahlen als frei und fair. Obwohl Fujimori nun erklärte, das Ergebnis zu respektieren, zeigt sich das Land tief gespalten und die Polarisierung nimmt zu. Die Anleger zeigen sich verunsichert angesichts der von Castillo angekündigten radikalen Reformen. Die Kapitalflucht hält an, der peruanische Sol hatte Ende August im Jahresvergleich etwa 15 % an Wert verloren. Castillos Programm sieht eine stärkere Rolle…
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Credendo: Corona trifft nun auch Taiwan
Wie auch andere Länder in der Region erlebt Taiwan die bislang schwerste Coronawelle. Um die Verbreitung der Delta-Variante einzudämmen, wurden Lockdown-Maßnahmen eingeführt sowie Social Distancing und Reisebeschränkungen verschärft. Da die Impfkampagne hinkt – erst etwa zehn Prozent der Bevölkerung haben eine erste Impfdosis erhalten – haben die USA und Japan Millionen Impfdosen nach Taiwan geschickt. Die Regierung steht in der Kritik. Präsidentin Tsai kündigte an, dass bald auch ein heimischer Impfstoff zur Verfügung steht. Somit stellt Taiwan keine Ausnahme mehr dar in Form einer offenen Wirtschaft ohne pandemiebedingte Einschränkungen. Der Kreditversicherer Credendo erinnert aber daran, dass die Zahl der Todesfälle nach wie vor zu den weltweit niedrigsten gehört und auch…
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Kolumbianisches Staatsrating auf Junk herabgestu
Im Mai hat die Ratingagentur S&P das langfristige Staatsrating Kolumbiens von Investment Grade auf Speculative Grade gesenkt. Die Herabstufung erfolgte nach dem Abbruch der Fiskalreformen aufgrund gewaltsamer landesweiter Proteste. S&P ging davon aus, dass die öffentlichen Finanzen nicht schnell genug gefestigt werden und die Staatsverschuldung mittelfristig über 60 % des BIP verharren würde. Fitch Ratings folgte am 1. Juli und stufte die langfristige Kreditwürdigkeit des Landes auf Junk herab. Auch diese Ratingagentur wies auf die Verschlechterung der öffentlichen Finanzen und das verringerte Vertrauen in die Fähigkeit des Staates hin, die Schulden in Ordnung zu bringen. Ein Land gilt als nicht mehr Investment-Grade-geratet, wenn mindestens zwei große Agenturen das Staatsrating unter…
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Indonesien: Steiler Coronaanstieg und erweiterte Eindämmungsmaßnahmen
Indonesien erlebt die schlimmste Coronawelle seit Beginn der Pandemie. Mitte Juli wurde ein trauriger Rekord von 40.000 Neuinfektionen an einem Tag erreicht. Als Reaktion wurden die in Java (bevölkerungsreichste Insel) und Bali (Top-Touristenziel) eingeführten "Notstandsbeschränkungen für Gemeinschaftsaktivitäten" auf andere Regionen ausgeweitet. In Südostasien ist Indonesien das Land mit den zweithöchsten Fallzahlen, was den Gesundheitssektor stark unter Druck setzt. Einen landesweiten Lockdown hat die Regierung wiederholt abgelehnt, um negative wirtschaftliche Folgen abzumildern. Dennoch erwarten die Länderanalysten des Kreditversicherers Credendo, dass die Wirtschaft weiterhin unter der Pandemie leidet. Zwar hat sich das Impftempo beschleunigt, bis Mitte Juli hatten aber erst 13 % der Bevölkerung eine erste Dosis erhalten. Es gibt enorme logistische…