• Sonstiges

    Credendo beobachtet Verschärfung der Krise in Argentinien

    Am 13. August fanden in Argentinien Vorwahlen statt. Diese Wahlen werden oft als Generalprobe für die nationalen Präsidentschaftswahlen im Oktober bezeichnet und sind ein zuverlässigerer Indikator für die Popularität der Präsidentschaftskandidaten als Umfragen. Der rechtsextreme und radikale Außenseiterkandidat Javier Milei erhielt die meisten Stimmen. Die Kandidatin der Oppositionspartei, Patricia Bullrich, eine stramme Konservative, erhielt die zweitmeisten Stimmen. Infolge dieser Ergebnisse beobachtet der europäische Kreditversicherer Credendo auf den Finanzmärkten einen Ausverkauf des argentinischen Peso und der Anleihen, nachdem Javier Milei, der auch als "Trump von Argentinien" bezeichnet wird, in seinem extremen Wahlkampf geäußert hatte, dass die Zentralbank wegen Misswirtschaft verbrannt werden sollte. Unter großem Druck wertete die argentinische Zentralbank ihre offizielle…

  • Sonstiges

    Credendo sieht Liquiditätsrisiken nach Putsch in Niger

    Am 25. Juli nahmen Mitglieder der Präsidentengarde Nigers Präsident Mohamed Bazoum fest. Am folgenden Tag erklärte die Armeeführung des Landes ihre Unterstützung für einen Staatsstreich. Abdourahmane Tchiani, seit 2015 Chef der Präsidentengarde, erklärte sich zum Chef der Junta. Er begründete den Staatsstreich mit der sich verschlechternden Sicherheitslage, der wirtschaftlichen Notlage und der Korruption. Am 30. Juli trat die Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) zusammen und stellte der Militärjunta ein siebentägiges Ultimatum, um den gestürzten Präsidenten wieder ins Amt zu bringen, wobei sie die Anwendung von Gewalt nicht ausschloss, falls das Ultimatum nicht erfüllt würde. In der Zwischenzeit hat die ECOWAS Sanktionen verhängt, die unter anderem die Schließung der Grenzen zwischen Niger…

  • Firmenintern

    Credendos vollständiger Rückzug aus Russland

    Seit dem Beginn der militärischen Aggression Russlands gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 hat der europäische Kreditversicherer Credendo alle geeigneten Maßnahmen ergriffen, um sich vollständig aus dem russischen Markt zurückzuziehen. Bereits seit Februar 2022 versichert Credendo keine grenzüberschreitenden Transaktionen mit Russland mehr. Außerdem wurde die russische Tochtergesellschaft von Credendo, Credendo – Ingosstrakh Credit Insurance, zu diesem Zeitpunkt klar angewiesen, ihre Tätigkeit auf ein "Standby"-Niveau zu beschränken. Um die vollständige Einhaltung der geltenden Sanktionen zu gewährleisten, stellte Credendo auch jegliche finanzielle Unterstützung (z. B. in Form von Rückversicherungen) für seine russische Tochtergesellschaft ein. Infolge dieser Maßnahmen wurde das reale Bruttoexposure aller Credendo-Einheiten mit Ausnahme von Credendo – Ingosstrakh Credit Insurance…

  • Sonstiges

    Credendo erwartet deutlich steigende Lebensmittelpreise nach Ende des ukrainischen Getreideabkommens

    Am 17. Juli kündigte Russland an, das Schwarzmeergetreideabkommen nicht zu verlängern. Die von der Türkei und den Vereinten Nationen im Juli 2022 vermittelte Vereinbarung ermöglichte die Wiederaufnahme der ukrainischen Getreideexporte aus den Schwarzmeerhäfen. Während das Abkommen anfangs alle 120 Tage verlängert wurde, verlängerte Russland es ab März 2023 nur noch um 60 Tage. Darüber hinaus hat Moskau wiederholt um eine Lockerung der Sanktionen gebeten, insbesondere um der russischen Landwirtschaftsbank zu gestatten, Swift für die Abwicklung von Zahlungen im Zusammenhang mit Getreideexporten zu nutzen. Nach Angaben der Vereinten Nationen ermöglichte das Abkommen die Ausfuhr von mehr als 32 Millionen Tonnen Lebensmitteln (vor allem Mais, Weizen, Sonnenblumenmehl und Öl) in 45 Länder…

  • Energie- / Umwelttechnik

    Credendo erwartet sehr unterschiedliche Auswirkungen eines extremen El Niño

    Ende Mai erklärte die National Oceanic and Atmospheric Administration der USA, dass das Wetterphänomen El Niño offiziell eingetreten ist, wahrscheinlich extrem ausfallen und bis 2025 anhalten wird. El Niño tritt in unregelmäßigen Abständen von zwei bis sieben Jahren auf und verursacht weltweit extreme Wetterereignisse. Der europäische Kreditversicherer Credendo erklärt, dass die Rückkehr von El Niño nach drei Jahren kühleren La Niña-Wetters nicht überrascht, da der Pazifik natürlicherweise zwischen El Niño- und La Niña-Bedingungen wechselt. Die potenziell hohe Intensität könnte jedoch weitreichende Folgen haben. Credendo erwartet unterschiedliche Auswirkungen auf das Klima in den Regionen der Erde, sogar innerhalb eines Landes. Zahlreiche klimatische Faktoren machen jeden El Niño einzigartig. Eine Prognose der…

  • Sonstiges

    Credendo beobachtet Fortschritte bei der Umstrukturierung der Staatsschulden Sri Lankas

    Am 1. Juli hat das Parlament von Sri Lanka einen Plan zur Umstrukturierung der Staatsschulden gebilligt. Unter mehreren Optionen wird vor allem ein Schuldenschnitt von 30 % angestrebt, der insbesondere die Zentralbank und die Pensionsfonds des Landes betreffen, den Bankensektor aber – zumindest direkt – verschonen wird. Die Ankündigung mag zwar wenig ehrgeizig erscheinen, wird aber vom europäischen Kreditversicherer alles in allem recht positiv bewertet, da die Regierung Sri Lankas ihre enorme Staatsverschuldung (117,7 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2022) abbauen muss, um die langfristige Tragfähigkeit der Schulden wiederherzustellen, die langwierige Wirtschaftskrise zu überwinden und die dringend benötigte Unterstützung durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) und andere multilaterale Gläubiger zu…

  • Sonstiges

    Credendo bewertet Umschuldungsvereinbarung in Sambia positiv

    Am 22. Juni bestätigte die sambische Regierung, dass sich ihre offiziellen Gläubiger auf eine Umstrukturierung von Krediten in Höhe von 6,3 Mrd. USD geeinigt haben. Die Vereinbarung sieht  eine dreijährige tilgungsfreie Zeit vor, in der nur Zinszahlungen zu leisten sind. Die Laufzeiten werden auf über 20 Jahre verlängert. Der Schuldenerlass wird jedoch reduziert, falls die sambische Wirtschaft in den kommenden Jahren besser abschneidet als erwartet. Außerdem muss die sambische Regierung noch die genauen Bedingungen mit den einzelnen bilateralen Gläubigern aushandeln, während für die privaten Schulden in Höhe von 6,8 Mrd. USD (einschließlich der Eurobond-Schulden) noch eine separate Umstrukturierungsvereinbarung gefunden werden muss. Um eine Destabilisierung des inländischen Finanzmarktes zu verhindern, wurden…

  • Sonstiges

    Credendo befürchtet weitere Verschlechterung der Sicherheitslage in Mali nach UN-Rückzug

    Im vergangenen Monat forderte das malische Außenministerium die Beendigung des MINUSMA-Einsatzes ("Multidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission in Mali") der Vereinten Nationen, nachdem die Spannungen zwischen der Regierung und der Friedenstruppe jahrelang zugenommen hatten. Am 30. Juni stimmte der UN-Sicherheitsrat dafür, dass die 13.000 Mann starke Friedenstruppe das Land bis Dezember 2023 schrittweise verlassen soll. Der islamistische Aufstand in Mali hatte 2012 begonnen und führte 2013 zur Entsendung der UN-MINUSMA. Infolge der dschihadistischen Gewalt fehlen im Norden und in einigen zentralen Regionen des Landes die grundlegende öffentliche Verwaltung und die wichtigsten Dienstleistungen des malischen Staates völlig. Das Mandat der UN-Friedenstruppe konzentrierte sich auf den Schutz der Zivilbevölkerung vor militanter Gewalt sowie auf die…

  • Sonstiges

    Upgrades überwiegen bei Credendos Geschäftsumfeldrisiko-Ratings

    Im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung des Geschäftsumfeldrisikos hat der europäische Kreditversicherer Credendo 35 Länder herauf- und nur 5 herabgestuft. Diese zweite Welle von Heraufstufungen in diesem Jahr wurde zum Teil wieder durch die gesunkenen Rezessionsrisiken in der Eurozone und den damit verbundenen kleinen Volkswirtschaften ausgelöst. Heraufgestuft wurden u. a. Brasilien, Chile, Island, Kasachstan, Liechtenstein, Montenegro, die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Herabstufungen treffen u. a. Norwegen und Südafrika. Die Inflation in Brasilien ging in den letzten Monaten deutlich zurück und lag Ende Mai 2023 bei 3,9 %, was nahe am offiziellen Ziel der Zentralbank von 3,75 % liegt. Daher könnte die Zentralbank ihre Geldpolitik in den kommenden Monaten lockern, nachdem…

  • Sonstiges

    Credendo ändert Ratingeinstufungen für Bolivien, Saint-Barthélemy und Uganda

    Der europäische Kreditversicherer Credendo hat seine Ratingeinstufungen für das kurzfristige politische Risiko für drei Länder angepasst. Heraufgestuft wurde die französischsprachige Karibikinsel Saint-Barthélemy in die beste Kategorie 1 von 7. Herabgestuft wurden Bolivien (von Kategorie 5 auf 6) und Uganda (von 4 auf 5).  In Bolivien nehmen die Devisenreserven rasch ab, da das Land an seiner überbewerteten Bindung festhalten will. Sie sind auf ein Zehntel ihres Höchststandes von 2014 gesunken und entsprachen im Januar 2023 nur noch dem Einfuhrbedarf von wenigen Wochen. Die Devisenreserven dürften heute noch viel niedriger liegen, da die bolivianische Zentralbank seit Februar keine Daten mehr veröffentlicht. Eine große Abwertung ist notwendig, aber dies wäre eine politische Entscheidung,…