• Maschinenbau

    Auswirkungen des digitalen Produktpasses für Hersteller von Maschinen

    Mit der EU-Ökodesign-Verordnung (Verordnung (EU) 2024/1781, englisch Ecodesign for sustainable products regulation, kurz ESPR) verfolgt die Europäische Union das Ziel, die Kreislaufwirtschaft zu stärken und Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg nachhaltiger zu gestalten. Ein zentrales Instrument dieser Strategie ist der Digitale Produktpass (DPP), der künftig als digitale Ergänzung zum physischen Produkt dienen soll. Seine Aufgabe besteht darin, relevante Informationen über Materialien, Nachhaltigkeit, Reparaturfähigkeit und weitere Produkteigenschaften strukturiert bereitzustellen. Grundlage hierfür bilden die Anforderungen der ESPR und weiterer Verordnungen wie z.B. die Batterieverordnung (VO (EU) 2023/1542). Auch wenn der Maschinen- und Anlagenbau zunächst nicht zu den priorisierten Produktgruppen der ersten Umsetzungswelle gehört, wird die Branche vom Digitalen Produktpass in vielfältiger Weise…

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  • Maschinenbau

    Sichere Update-Mechanismen nach ENISA

    Das Dokument „ENISA Technical Advisory on Secure Update Mechanisms“ (Draft v0.1 vom Mai 2026) behandelt die sichere Entwicklung, Bereitstellung und Verwaltung von Software- und Firmware-Updates über den gesamten Produktlebenszyklus. Es richtet sich insbesondere an Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen und unterstützt die Umsetzung von Anforderungen aus dem Cyber Resilience Act (CRA). Die Empfehlungen stehen zudem im Einklang mit den von ENISA propagierten Prinzipien „Secure by Design“ und „Secure by Default“. In unserer Kurzinformation haben wir Eckdaten zum Dokument zusammengefasst. Ziel des Dokuments Das Hauptziel besteht darin, einen durchgängig sicheren und vertrauenswürdigen Update-Prozess zu gewährleisten. Dabei soll sichergestellt werden, dass bereitgestellte Updates jederzeit authentisch, vollständig und unverändert sind sowie ausschließlich aus…

  • Maschinenbau

    Haften Konstrukteure für Konstruktionsfehler persönlich? (Italienisches Recht)

    Dieser Artikel1 befasst sich mit der Frage der persönlichen Haftung des Konstrukteurs für Schäden, die durch fehlerhafte Produkte entstehen, wobei der Schwerpunkt auf dem italienischen Rechtssystem und dem Rechtsrahmen der Europäischen Union liegt. Die Analyse betrachtet die wichtigsten zivil- und strafrechtlichen Haftungsaspekte im Zusammenhang mit Konstruktionstätigkeiten und unterscheidet dabei die Position des Konstrukteurs von der des Herstellers, der sowohl nach der Sonderregelung des Verbrauchergesetzbuchs als auch nach den allgemeinen Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs den größten Teil der Haftung für Produkthaftungsansprüche trägt. 1Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar und darf auch nicht als solche ausgelegt werden. Für rechtliche oder fachliche Unterstützung in Bezug auf die behandelten Themen…

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  • Maschinenbau

    Die neue prEN ISO 13849-2

    Die Normenreihe EN ISO 13849 bildet seit vielen Jahren eine zentrale Grundlage für die funktionale Sicherheit von Maschinen. Sie beschreibt, wie sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen (SRP/CS) entworfen, bewertet und validiert werden müssen, damit sie definierte Sicherheitsfunktionen zuverlässig erfüllen. Während sich die EN ISO 13849-2:2012 nahezu ausschließlich auf die Validierung dieser Steuerungen konzentrierte, verfolgt der aktuelle Entwurf prEN ISO 13849-2:2026 einen deutlich erweiterten Ansatz. Der Fokus verschiebt sich dabei von der reinen Prüfbetrachtung hin zur Anwendung von Design- und Validierungsprinzipien, die bereits im Entwurfsprozess beginnen und sich über den gesamten Lebenszyklus einer Maschine erstrecken. Dieser Fachbeitrag erläutert die wesentlichen Unterschiede zwischen der bisherigen Fassung von 2012 und dem Entwurf von 2026…

  • Maschinenbau

    Praxisleitfaden zu „Security by Design and Default“ für kleine und mittlere Unternehmen

    Mit dem „Secure by Design and Default Playbook“ konkretisiert ENISA, die Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit, erstmals, wie Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen die Anforderungen des Cyber Resilience Act (CRA) technisch und organisatorisch umsetzen können.  Der Praxisleitfaden ist insbesondere an Software- und IoT-Hersteller adressiert und verfolgt das Ziel, Cybersecurity systematisch über den gesamten Produktlebenszyklus zu verankern. In der Kurzinformation von IBF Solutions GmbH haben wir die wichtigsten Inhalte des Dokuments kompakt zusammengefasst.  Welche Ziele verfolgt das ENISA Playbook und wie ist es aufgebaut? Der ENISA-Ansatz basiert auf der konsequenten Integration von Security bereits in frühen Entwicklungsphasen, die in der technischen Terminologie auch als „Shift Left“ bezeichnet wird. Sicherheitsanforderungen beginnen somit…

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  • Sicherheit

    European Agile Specification: CEN/CENELEC plant neues Normungsprodukt

    Mit der European Agile Specification (EAS) möchte CEN/CENELEC ein neues Normungsprodukt einführen, mit dem technische Spezifikationen innerhalb kurzer Entwicklungszeiträume bereitgestellt werden sollen. Das neue Format kann, so der Vorschlag, potenziell die Konformitätsvermutung auslösen. Ziel ist es, schneller auf neue marktbezogene, technologische und regulatorische Anforderungen reagieren zu können. Katharina Schulte von der Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN) hat sich dieses Vorhaben genauer angeschaut. IBF Solutions GmbH bedankt sich bei der KAN für die freundliche Genehmigung, den Beitrag den Lesern kostenlos zur Verfügung stellen zu dürfen! Ausgangspunkt: technsiche Spezifikationen der EU-Kommission Die Europäische Kommission strebt beschleunigte Verfahren an, um schnellen Innovationszyklen gerecht zu werden. Mit dem Instrument der Common Specifications hat sich…

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  • Maschinenbau

    Statistik der Marktüberwachung 2025 der Bundesnetzagentur veröffentlicht

    Am 28.1.2026 veröffentlichte die Bundesnetzagentur ihre Statistik über die Marktüberwachung für das Jahr 2025. Darin enthalten sind unter anderem Angaben über das Volumen sanktionierter Produkte und Geräte, welchen aufgrund von Unzulässigkeit und Risikobehaftung das Inverkehrbringen auf dem europäischen Markt verwehrt wurde. Mit der Marktüberwachung verfolgt die Bundesnetzagentur das Ziel, Endkunden vor nichtkonformen und somit möglicherweise gefährlichen Geräten zu schützen. Zuständig ist die Organisation vorwiegend für Produkte, welche in den Anwendungsbereich der europäischen EMV- sowie Funkanlagenrichtlinie (RED) fallen. Werden solche Produkte vom EU-Ausland eingeführt, und von Hersteller oder Importeur in Verkehr gebracht, so besteht eine Pflicht zur CE-Kennzeichnung. Werden die CE-Anforderungen von den verantwortlichen Wirtschaftsakteuren (technisch oder formal) nicht erfüllt, so…

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  • Maschinenbau

    Export nach USA und Kanada – Typische Fehlannahmen und wie Maschinenhersteller sie vermeiden können

    . Was müssen Hersteller beim Export ihrer Maschinen nach Nordamerika beachten? Der nordamerikanische Markt zählt zu den attraktivsten, aber auch anspruchsvollsten Absatzregionen für europäische Maschinenhersteller. Wer Maschinen oder Anlagen in die USA oder nach Kanada liefert, stellt schnell fest: Nicht nur die Zollabwicklung oder Logistik sind Hürden – entscheidend sind vor allem die sicherheitstechnischen Anforderungen an Konstruktion, Komponenten und Dokumentation. In Nordamerika gelten eigenständige sicherheitstechnische Regelwerke, andere Prüfmechanismen und teils andere Erwartungen an die technische Beschaffenheit einer Maschine. Am Ende entscheidet häufig eine lokale Prüfinstanz, ob eine Maschine überhaupt in Betrieb gehen darf – unabhängig davon, ob sie in Europa bereits als sicher gilt. Im Interview mit IBF beantwortet Herr…

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  • Maschinenbau

    ATEX-Leitfaden in neuer 6. Auflage verfügbar

    Die EU-Kommission hat am 30. Januar 2026 den Leitfaden zur Anwendung der ATEX-Richtlinie 2014/34/EU (Geräte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen) in der neuen 6. Auflage veröffentlicht. Bisher ist lediglich die englische Fassung verfügbar. Änderungen gegenüber der 5. Auflage Die 6. Auflage des Leitfadens zur ATEX-Richtlinie enthält zum einen zahlreiche redaktionelle Anpassungen. Hier wurden interne Verweise aktualisiert, Titel und Nummern von erwähnten Normen und Rechtsvorschriften aktualisiert oder vereinzelte Anpassungen im Wording vorgenommen. Inhaltlich wurden beispielsweise Erläuterungen zu Ersatzteilen (§ 33) hinzugefügt, wonach diese entweder identisch mit dem Originalteil oder diesem zumindest ähnlich sein müssen. In § 38 wurden die Beispiele für Geräte, die nicht durch die Richtlinie 2014/34/EU…

  • Maschinenbau

    SECURE – Förderung der Cyber-Resilienz von kleinen und mittleren Unternehmen

    Der am 20. November 2024 veröffentlichte Cyber Resilience Act (EU) 2024/2847 muss ab dem 11. Dezember 2027 verpflichtend angewendet werden. Er soll Rahmenbedingungen für die Entwicklung sicherer Produkte mit digitalen Elementen in der EU schaffen. Hersteller werden dadurch verpflichtet, die Sicherheit solcher Produkte in der Entwurfs- und Entwicklungsphase sowie während des gesamten Lebenszyklus zu verbessern. So können Unternehmen und Konsumenten Produkte mit digitalen Elementen sicher nutzen. Einen ausführlichen Überblick über die Inhalte, Anforderungen sowie die Themen harmonisierte Normen und weiterführende Dokumente finden Sie in unserem Fachbeitrag "Der neue Cyber Resilience Act (EU) 2024/2847". Da harmonisierte Normen noch nicht veröffentlicht wurden, herrscht gerade bei kleineren Unternehmen Unsicherheit bezüglich der Erfüllung der künftigen…

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