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Weg mit dem Regen
Nicht gegen einen leichten Sommerregen. Aber wenn Petrus die Schleusen öffnet, zeigt sich schnell, ob die Dachentwässerung geplant oder dem Zufall überlassen wurde. „Ist das Dach von einem Fachbetrieb geplant und ausgeführt worden, wurde auch die Dachentwässerung korrekt dimensioniert, und Hausbesitzer können sich beruhigt zurücklehnen“, so Johannes Lauer, Landesinnungsmeister des Dachdeckerhandwerks Rheinland-Pfalz. „Waren allerdings Heimwerker oder unqualifizierte Handwerker am Werk, drohen massive Schäden am Bauwerk“. Der Lahnsteiner Dachdeckermeister erklärt die Berechnung: Maßgeblich für die Dachentwässerung sind die DIN 1986-100 und DIN EN 12056. Nach diesen beiden Normen werden die Niederschlagswasser-Abführung und die damit verbundenen Dimensionen von Rinnen und Fallrohren bei der Schwerkraftentwässerung korrekt berechnet. Grundsätzlich gilt: Je größer die Dachneigung…
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Haus in Grün
Verfügt die gesamte Gebäudehülle über eine perfekte Wärmedämmung, ist im Winter eine Optimierung der Heizkosten gewährleistet. Zusätzlich sorgt im Sommer die Dämmung in Verbindung mit einer Klimaanlage für ein angenehmes Raumklima. Beide Funktionen – den Wärmeschutz im Winter und den Hitzeschutz im Sommer – können Gebäudebegrünungen spürbar unterstützen. Und das ohne zusätzlichen Primärenergieeinsatz. Darauf weist der Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Rheinland-Pfalz hin. Grün optimiert Gründächer stellen eine zusätzliche Dämmschicht auf dem Dach dar – auch auf geneigten Dächern. Denn der mehrere Zentimeter dicke Aufbau von der unteren Abdichtung über die Drainage- und Substratschicht reduziert im Winter Wärmeverluste aus dem Gebäude. Im Sommer verhindert das begrünte Dach eine direkte Sonneneinstrahlung auf die…
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Dachdeckerhandwerk RLP: Energiegewinnung und Energieeinsparung als Berufsbild
Energie ist eines der wichtigsten Themen der Zukunft: Die zur Verfügung stehende Energie muss effektiv genutzt werden. Der Ausstieg aus der fossilen Energienutzung muss so schnell wie möglich vollzogen werden. Die Energiegewinnung muss neu gedacht – und gemacht – werden. Denn E-Mobilität und Künstliche Intelligenz (KI) benötigen immer mehr Energie. Was wie die Vorgaben für die weltweite Wirtschaftspolitik der Zukunft klingt, beschreibt gleichzeitig das Berufsbild und die Perspektiven des Dachdeckerhandwerks. Dieses Handwerk entwickelte sich vor rund 1.000 Jahren als ein Handwerk für den Wetterschutz gegen Wind und Regen. Spätestens mit der Ölkrise Anfang der 1970er Jahre wurde aus dem Dach-Handwerk ein Klima-Handwerk, als die ersten Solaranlagen auf Dächern montiert wurden.…
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Dachdeckerhandwerk RLP: Photovoltaik und Solarthermie sind lukrative Investitionen
Das Vorurteil ist mindestens so alt wie die Solartechnik: „Solaranlagen – da profitiere ich doch nur im Sommer“. Dabei zeigt die aktuelle weltpolitische Lage, wie wichtig es ist, nicht mehr auf „importierte Energieträger“ angewiesen zu sein. Der Landesinnungsmeister des Dachdeckerhandwerks RLP, Johannes Lauer aus Lahnstein, fasst die Argumente für Solartechnik auf dem Dach und an der Fassade so zusammen: „Strom aus PV-Anlagen kann in Verbindung mit Stromspeichern rund um die Uhr genutzt werden. Und das auch für die E-Mobilität. Solarthermie reduziert den Energiebedarf für die Warmwasserbereitung zur Heizungsunterstützung“. Dazu weist der Lauer auf die attraktiven Konditionen hin: Bereits seit 2023 sind die Investition in die Solaranlage und deren Montage von…
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Dachdeckerhandwerk RLP: KI kann das Handwerk unterstützen – aber nicht ersetzen
Als „Alleskönner“ wird die Künstliche Intelligenz (KI) fast schon täglich gefeiert. Denn was Arbeitskräfte heute noch mit einem Restrisiko von menschlichen Fehlern vollbringen, soll schon in naher Zukunft von KI erledigt werden. Auch wenn die Fachbetriebe des Dachdeckerhandwerks Rheinland-Pfalz verstärkt auf KI als „Werkzeug“ setzen: Der Computer wird die ausgebildeten Handwerker-Spezialisten für Dach und Wand kaum ersetzen können. Denn jedes Dach ist ein Unikat, das individuell geplant, berechnet und ausgeführt wird – ob bei der Neuerrichtung oder der Sanierung und Reparatur. Das Dachdeckerhandwerk ist eben mehr als ein „Ziegelaufleger-Gewerk“. Dennoch unterstützen auch PC, Laptop und Tablet das Dachdeckerhandwerk schon heute bei seiner Arbeit. Softwarelösungen erleichtern die Planung von Dächern und…
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Darum sollten Hausbesitzer jetzt gute Vorsätze fassen
Alle Jahre wieder: Die guten Vorsätze fürs neue Jahr werden gefasst. Schade nur, dass sie meist schon wenige Wochen später vergessen werden. Hausbesitzer und Häuslebauer sollten da schon mehr Durchhaltevermögen zeigen. Denn Gebäudeoptimierungen müssen längerfristig geplant werden. Beispiel Solarpflicht: Auch wenn es hier (noch) keine bundesweit einheitliche Verpflichtung für Solaranlagen bei Neubauten oder umfassenden Dachsanierungen gibt, darf über eine Nach- und Aufrüstung des Hausdaches nachgedacht werden. Denn bei den zu erwartenden Energiepreissteigerungen macht eine Entlastung durch die Eigenenergieerzeugung durchaus Sinn. Doch auch Solaranlagen müssen geplant und sollten keinesfalls durch eine spontane Auftragsvergabe an der Haustüre entschieden werden. Der kompetente Ansprechpartner für das Dach ist hier auf jeden Fall der qualifizierte…
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Wenn hohe Heizkosten sichtbar werden
Frostnächte und Schneefälle hinterlassen auf vielen Dächern ihre Zeichen. Eine fehlerhafte oder fehlende Wärmedämmung zeigt dann, wo möglicherweise ein Optimierungsbedarf besteht. In der kalten Jahreszeit soll die fachgerecht ausgeführte Wärmedämmung gewährleisten, dass – je nach Raum – eine angenehme Raumtemperatur von 20 – 22o C mit minimalem Energieaufwand für die Beheizung erreicht und gehalten wird. Und das auch, wenn draußen mal -10o C gemessen werden. Diese Temperaturdifferenz innen/außen von 30o C und mehr stellt die Dämmung vor eine Herausforderung. Im Sommer kann dieser Temperaturunterschied auch weit höher sein, wenn die Wärmedämmung für erträgliche Raumtemperaturen trotz intensiver Sonneneinstrahlung sorgen soll. Nach dem Gebäudeenergiegesetz GEG ist ein U-Wert von 0,24 W/(m²K) für…
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Dachdecker auf der Überholspur
Von Freitag, 17. bis Sonntag, 19. Oktober 2025, fand am Nürburgring der 78. Landesverbandstag des rheinland-pfälzischen Dachdeckerhandwerks statt. Die Dachdecker-Innung Mayen-Ahrweiler/Cochem-Zell und der Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Rheinland-Pfalz haben sich ganz besonders gefreut, ihre Gäste am Nürburgring begrüßen zu dürfen. Begonnen hat der Landesverbandstag am Freitag gegen frühen Abend mit einem tollen Qualifying-Abend im Bitburger-Gasthaus direkt am Nürburgring und einem gemütlichen Beisammensein mit geselligen Gesprächen bei Speis und Trank und musikalischer Begleitung durch die Party-Band Eifeldampf. Das erste Highlight des Verbandstags war hierbei die Tombola der Firma Enke. Hier konnten die Gäste einige der begehrten Karten für die am Sonntag geplanten Renntaxi-Fahrten auf der legendären Nürburgring-Rennstrecke gewinnen. Am nächsten Morgen eröffnete…
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Das Dach im Stich lassen?
Schon auf den meisten Landstraßen wird schneller als 75 km/h gefahren. Das klingt erst mal nicht gefährlich. Gefährlich schnell aber sind Luftbewegungen mit dieser Geschwindigkeit. Meteorologen sprechen dann von einem Sturm. So richtig gefährlich können Windgeschwindigkeiten von 75 km/h und mehr für das Dach werden, warnt der Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Rheinland-Pfalz. Dabei ist nicht der Winddruck die größte Gefahr, sondern der Windsog, der besonders in den Randbereichen des Daches auftritt. Entsprechend muss eine Dacheindeckung – übrigens auch nach einer Sanierung oder Reparatur von mehr als 10 % der Dachfläche – gegen Windsog gesichert sein. Dabei berechnet der Dachdecker-Fachbetrieb nach dem Windatlas, dem genauen Standort des Hauses, seiner Dachform und Dachneigung…
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Unternehmerverband Handwerk RLP im Austausch mit der SPD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz
Bei dem Termin in den Räumlichkeiten des rheinland-pfälzischen Landtages ging es u. a. um die aktuelle wirtschaftspolitische Situation im Bund und in Rheinland-Pfalz. Auch die Themen Sondervermögen Infrastruktur, Fachkräftesicherung, die Umsetzung der Energiewende durch das Fachhandwerk und nicht zuletzt die besonderen Herausforderungen der Gesundheitshandwerke sind besprochen worden. Der UHV-Vorsitzende Johannes Lauer betonte, es sei in Zeiten großer Verunsicherung einhergehend mit unklaren Zukunftsaussichten umso wichtiger, dass die Politik grundsätzlich wirtschaftsfreundliche und vor allem verlässliche Rahmenbedingungen schaffe. Hierbei kann auch das sogenannte Sondervermögen Infrastruktur eine wichtige Rolle spielen. Aus Sicht des Handwerks muss es die klare Zielsetzung haben, unsere Infrastruktur grundlegend zu modernisieren, so Johannes Lauer. Auch Thomas Weiler, Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft…