• Internet

    Erfahrungswissen verlässt die Betriebe schneller als geplant: 14,1 Millionen Babyboomer stehen noch vor dem Rentenalter, 2030 sind es 7,6 Millionen

    Der demografische Wandel ist für die meisten Betriebe keine Vorschau mehr, sondern Tagesgeschäft. Laut dem IW-Kurzbericht 39/2026 (Institut der deutschen Wirtschaft) haben fünf der insgesamt über 19 Millionen Babyboomer das gesetzliche Renteneintrittsalter bereits erreicht. Unterhalb dieser Schwelle stehen noch 14,1 Millionen Personen, 2030 werden es nur noch 7,6 Millionen sein. Das entspricht einem Rückgang um 46,3 Prozent innerhalb weniger Jahre. Veröffentlicht wurde der Bericht am 15. Juni 2026. Der Abgang lässt sich beziffern, das Nachrücken auch Als Babyboomer gelten dem Bericht zufolge die Jahrgänge 1954 bis 1969; der stärkste Jahrgang 1964 zählte 1,4 Millionen Lebendgeborene. Bis 2036 erreichen dagegen lediglich 9,8 Millionen Personen das erwerbsfähige Alter. Zwischen beiden Zahlen liegt…

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  • Finanzen / Bilanzen

    Roboterdichte in Westeuropa erreicht mit 267 Einheiten je 10.000 Beschäftigte einen Rekord — der weltweite Durchschnitt liegt bei 132

    Automatisierung lässt sich im verarbeitenden Gewerbe seit Jahren in einer einzigen Zahl ausdrücken, der Roboterdichte. Laut der International Federation of Robotics erreichte Westeuropa 2024 einen Rekord von 267 Industrierobotern je 10.000 Beschäftigte. Nordamerika folgt mit 204 Einheiten, Asien mit 131. Die Europäische Union kommt auf 231 Einheiten und liegt damit über dem weltweiten Durchschnitt von 132. Veröffentlicht wurden die Zahlen am 8. April 2026 auf Grundlage des Berichtsbands World Robotics 2025. „Eine Kennzahl entsteht, wenn ein Markt reif genug für Vergleiche ist. Für Fabrikroboter gibt es sie seit Jahrzehnten, für alles, was daneben entstanden ist, bis heute nicht“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH. Die Kennzahl macht ungleich große…

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  • Dienstleistungen

    Dachdeckerhandwerk hält 13,5 Milliarden Euro Umsatz — und bildet so viele Nachwuchskräfte aus wie zuletzt vor mehr als zwanzig Jahren

    Das Dachdeckerhandwerk steht seit Jahren unter Druck, ohne einzubrechen. Laut dem Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks lag der Gesamtumsatz 2025 vorläufig bei 13,5 Milliarden Euro und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren 15.241 Betriebe in der tariflichen Sozialkasse registriert. Veröffentlicht wurden die Zahlen am 24. März 2026. Weniger Beschäftigte, mehr Auszubildende Die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmenden ging um 1,0 Prozent auf 61.723 zurück. Gegenläufig dazu erreichten die Ausbildungsverhältnisse den höchsten Stand seit 2003, im ersten Lehrjahr mit einem Plus von 10,8 Prozent. Beide Bewegungen zusammen beschreiben einen Generationenwechsel, keinen Rückzug. Wer heute ausbildet, rechnet mit Aufträgen in fünf Jahren — und richtet die Werkstatt entsprechend…

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  • Internet

    Wachstumsstrategie bleibt bei 69 Prozent unausgesprochen: Führungskräfte erwarten mehr Umsatz, ohne den Weg dorthin ausformuliert zu haben

    Zuversicht ist in deutschen Unternehmen reichlich vorhanden, ein ausformulierter Plan seltener. Laut der Studie „The Customer in the Age of AI“ von PwC erwarten 76 Prozent der befragten Führungskräfte für 2026 und 2027 ein Umsatzplus von über einem Prozent. Nur 31 Prozent verfügen über eine vollständig operationalisierte Wachstumsstrategie. Befragt wurden im Januar und Februar 2026 gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen Appinio 450 Führungskräfte aus Unternehmen mit mindestens 250 Millionen Euro Jahresumsatz. Zwischen Erwartung und Umsetzung klafft eine Lücke Eine Erwartung ist noch keine Planung. Wer Wachstum ankündigt, aber nicht beschreibt, welche Schritte in welcher Reihenfolge dorthin führen, überlässt die Umsetzung dem Zufall — genau die Lücke, an der sich Modelle für…

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  • Finanzen / Bilanzen

    Zulassungsvorbehalt für Kryptowerte-Dienstleistungen gilt EU-weit seit Ende 2024 — Übergangsfrist endete in Deutschland Ende 2025

    Für den Handel mit Kryptowerten in der Europäischen Union ist eine Übergangszeit abgelaufen. Die Verordnung (EU) 2023/1114 gilt nach ihrem Artikel 149 Absatz 2 seit dem 30. Dezember 2024; laut Artikel 143 Absatz 3 durften Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen ihre vor diesem Tag rechtmäßig erbrachten Dienste zunächst fortführen. Diese Fortführung endete am 1. Juli 2026 oder mit der Zulassung beziehungsweise deren Verweigerung nach Artikel 63, je nachdem, was zuerst eintrat. Deutschland hat den Zeitraum verkürzt. Betroffen sind Unternehmen, die am 29. Dezember 2024 auf Grundlage einer deutschen Erlaubnis Tätigkeiten in Bezug auf Kryptowerte erbringen durften — etwa nach § 32 des Kreditwesengesetzes. Deren Erlaubnis galt als fortbestehend. Nach § 50 Absatz…

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  • Consumer-Electronics

    Brandursache Nummer eins ist Elektrizität: 30 Prozent aller untersuchten Gebäudebrände gehen darauf zurück, 22 Prozent auf menschliches Fehlverhalten

    Wenn ein Gebäude brennt, steht am Anfang häufiger die Technik als die Unachtsamkeit. Laut der Ursachenstatistik Brandschäden 2025 des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer führt Elektrizität mit 30 Prozent die Liste an. Menschliches Fehlverhalten folgt mit 22 Prozent, Überhitzung und Brandstiftung liegen bei je neun Prozent. Zugrunde liegt der Erhebungszeitraum 2016 bis 2025. Veröffentlicht wurde die Statistik am 27. April 2026. Der zweite Platz erklärt den ersten mit Die beiden vorderen Kategorien lassen sich im Haushalt schwer trennen. Ein Gerät, das Wärme erzeugt und eingeschaltet bleibt, verbindet beide Seiten: die elektrische Energie und den Menschen, der den Raum verlassen hat. Genau dafür haben Hersteller die Abschaltung nach…

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  • Software

    KI im Studium ist Alltag geworden: 81 Prozent der Studierenden nutzen sie mindestens wöchentlich, fast die Hälfte sogar täglich

    KI im Studium hat sich durchgesetzt, die Anleitung dazu nicht. Laut dem DatenCHECK 9/2026 des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) nutzen 81 Prozent der befragten Studierenden KI-Werkzeuge mindestens wöchentlich, 46,5 Prozent sogar täglich. Nur 2,4 Prozent setzen sie nie ein. Befragt wurden im Wintersemester 2025/26 insgesamt 28.584 Studierende an 202 Hochschulen. Veröffentlicht wurde die Auswertung am 22. Juli 2026. Hohe Nutzung, mäßige Noten für das Angebot Wer täglich mit einem Werkzeug arbeitet, dessen Grenzen ihm niemand erklärt hat, entwickelt eigene Routinen. Im Studium betrifft das vor allem die Phase, in der es zählt — etwa wenn Stoff für eine mündliche Prüfung wiederholt und abgefragt werden muss. „Die Studierenden haben sich das…

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  • Medien

    Eheschließungen erreichen mit 348.800 den niedrigsten Stand seit 1950 — der Rückgang gegenüber dem Vorjahr beträgt aber nur 403 Ehen

    Zwei Aussagen über dasselbe Jahr, beide richtig. 2025 wurde in Deutschland so selten geheiratet wie nie seit Beginn der Zeitreihe — und gegenüber dem Vorjahr hat sich fast nichts bewegt. Laut dem Statistischen Bundesamt schlossen 348.800 Paare die Ehe, 403 weniger als 2024. Das entspricht einem Rückgang von 0,1 Prozent. Veröffentlicht wurden die Zahlen am 26. Juni 2026. Für alle, die eine Feier vorbereiten, ist die zweite Lesart die brauchbarere: Der Markt schrumpft nicht von Jahr zu Jahr weg, er steht. Wer plant, konkurriert also mit ähnlich vielen Paaren um dieselben Termine, Räume und Dienstleister — eine Ausgangslage, die eher für frühe Festlegung spricht, wie sie ein Ratgeber zur stressfreien…

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  • E-Commerce

    Schmucknachfrage sinkt um 17 Prozent in Tonnen, steigt aber im Wert: Käufer weichen bei hohen Preisen auf leichtere Stücke aus

    Am Schmuckmarkt laufen Menge und Wert derzeit auseinander. Laut dem Bericht „Gold Demand Trends“ des World Gold Council für das zweite Quartal 2026 sank die Nachfrage nach Goldschmuck gegenüber dem Vorjahresquartal um 17 Prozent, gemessen in Tonnen. Der Wert des im ersten Halbjahr verkauften Schmucks stieg dagegen um 22 Prozent auf 86 Milliarden US-Dollar. Die Gesamtnachfrage nach Gold lag im Quartal unverändert bei 1.269 Tonnen. Veröffentlicht wurde die Auswertung am 30. Juli 2026. Dasselbe Budget, weniger Gramm Die Erklärung liegt im Preis. Wenn ein Gramm mehr kostet, verschiebt sich die Auswahl bei gleichbleibendem Budget zu leichteren und schlichteren Stücken — der Umsatz bleibt, das Gewicht sinkt. Für Käuferinnen und Käufer…

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  • Finanzen / Bilanzen

    Zahlungsverhalten kippt: 55 Prozent der Alltagszahlungen liefen 2025 unbar, mobile Verfahren haben sich auf zehn Prozent verdoppelt

    In Deutschland ist eine Schwelle überschritten worden, über die zwei Jahrzehnte lang gestritten wurde. Laut der Studie „Zahlungsverhalten in Deutschland 2025“ der Deutschen Bundesbank wurden 55 Prozent aller erfassten Alltagszahlungen unbar abgewickelt, nach 49 Prozent im Jahr 2023. Veröffentlicht wurde die Untersuchung am 17. Juni 2026. „Eine Mehrheit bei den Transaktionen ist etwas anderes als eine Mehrheit in den Köpfen. Bargeld verliert Anteile und bleibt gleichzeitig das Mittel, zu dem die meisten Menschen zuerst greifen“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH. Nach Umsatz war die Schwelle längst überschritten Die 55 Prozent beziehen sich auf die Zahl der Vorgänge. Nach Ausgabenhöhe gerechnet entfielen bereits gut drei Viertel — 77 Prozent…

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