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Zahlungsverhalten kippt: 55 Prozent der Alltagszahlungen liefen 2025 unbar, mobile Verfahren haben sich auf zehn Prozent verdoppelt
In Deutschland ist eine Schwelle überschritten worden, über die zwei Jahrzehnte lang gestritten wurde. Laut der Studie „Zahlungsverhalten in Deutschland 2025“ der Deutschen Bundesbank wurden 55 Prozent aller erfassten Alltagszahlungen unbar abgewickelt, nach 49 Prozent im Jahr 2023. Veröffentlicht wurde die Untersuchung am 17. Juni 2026. „Eine Mehrheit bei den Transaktionen ist etwas anderes als eine Mehrheit in den Köpfen. Bargeld verliert Anteile und bleibt gleichzeitig das Mittel, zu dem die meisten Menschen zuerst greifen“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH. Nach Umsatz war die Schwelle längst überschritten Die 55 Prozent beziehen sich auf die Zahl der Vorgänge. Nach Ausgabenhöhe gerechnet entfielen bereits gut drei Viertel — 77 Prozent…
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Digitalwerbung überschreitet 2026 acht Milliarden Euro — erstmals entfällt der größere Anteil auf Video statt auf Display
Der deutsche Markt für Digitalwerbung wächst weiter, und er verschiebt dabei sein Gewicht. Laut dem Online-Vermarkterkreis im Bundesverband Digitale Wirtschaft soll der Umsatz 2026 auf 8,2 Milliarden Euro steigen, nach über 7,5 Milliarden Euro im Vorjahr. Das entspricht einem Wachstum von 8,7 Prozent. Veröffentlicht wurde die Prognose am 26. Februar 2026. Video überholt Display — knapp, aber zum ersten Mal Die eigentliche Nachricht steckt in der Aufteilung. Für 2026 erwartet der Verband knapp 4,2 Milliarden Euro im Video-Segment und rund 4,0 Milliarden Euro bei der Display-Werbung — ein Verhältnis von 51 zu 49 Prozent. Der Vorsprung ist schmal, die Richtung nicht. Wo bewegte Formate den größeren Teil tragen, verschieben sich…
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KI-Verordnung gilt seit dem 2. August 2026 — der Digital-Omnibus verlegt Kapitel drei, Abschnitte eins bis drei, auf Dezember 2027 und August 2028
Seit dem 2. August 2026 ist die KI-Verordnung der Europäischen Union allgemein anwendbar. Kurz zuvor hat der Gesetzgeber sie umgebaut. Die am 24. Juli 2026 im Amtsblatt veröffentlichte Verordnung (EU) 2026/1744 ändert sie an zahlreichen Stellen. Die Geltungsbeginne regelt Artikel 113; weitere Fristen stehen unter anderem in Artikel 57 Absatz 1 und in Artikel 111. Verlegt wurden die Abschnitte eins bis drei des Kapitels drei — mit Ausnahme von Artikel 6 Absatz 5. Für KI-Systeme, die nach Artikel 6 Absatz 2 und Anhang III als hochriskant eingestuft sind, gelten sie ab dem 2. Dezember 2027. Für KI-Systeme nach Artikel 6 Absatz 1 und Anhang I gelten sie ab dem 2.…
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Klickrate des ersten Suchergebnisses fällt von 27 auf 11 Prozent, sobald Google über den Treffern eine KI-Antwort einblendet
Die Suche verteilt ihre Klicks neu, und sie tut es messbar. Laut einer am 25. Februar 2026 veröffentlichten Auswertung des Analysedienstes Sistrix klicken im Durchschnitt gut 27 Prozent der Suchenden auf das erste Ergebnis — erscheint darüber eine KI-Antwort, sind es nur noch 11 Prozent. Grundlage sind über 100 Millionen ausgewertete Keywords. Wer weiterhin gefunden werden will, muss deshalb in der Antwort selbst vorkommen und nicht nur darunter. Die Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen hat dafür ein quelloffenes WordPress-Plugin für strukturierte Antwortkarten veröffentlicht, das Inhalte nach dem Schema.org-Standard so auszeichnet, dass Sprachmodelle sie als Antwortbaustein übernehmen können. Betroffen ist dabei längst nicht jede Suche gleich stark: Rund 20 Prozent der Keywords…
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Inlandstourismus erreicht im ersten Halbjahr 2026 einen Rekord — im Juni brechen die Übernachtungen von Gästen aus Deutschland um 3,6 Prozent ein
Die Sommersaison beginnt in diesem Jahr gegen den Trend des eigenen Halbjahres. Laut dem Statistischen Bundesamt zählten die Beherbergungsbetriebe im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 223,8 Millionen Übernachtungen und damit 0,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum — ein neuer Höchstwert für diesen Zeitraum. Veröffentlicht wurden die Zahlen am 11. August 2026. Im Juni kehrte sich das Bild um. Die Betriebe verzeichneten 48,9 Millionen Übernachtungen, 2,9 Prozent weniger als im Juni 2025. Der Rückgang ging dabei allein auf Gäste aus dem Inland zurück: Ihre Übernachtungen sanken um 3,6 Prozent auf 41,2 Millionen, während die von Gästen aus dem Ausland um 1,6 Prozent auf 7,7 Millionen zulegten. Wo eine Saison so unregelmäßig anläuft,…
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Kinofilme aus Deutschland gewinnen 37,2 Prozent mehr Zuschauer — der gesamte Kinomarkt wächst im selben Jahr nur um 2,1 Prozent
Der deutsche Kinomarkt ist 2025 gewachsen, aber nicht gleichmäßig. Laut der Filmförderungsanstalt wurden im Jahr 2025 insgesamt 91,9 Millionen Tickets verkauft, 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Auf deutsche Produktionen entfielen davon 24,3 Millionen Tickets — ein Zuwachs von 37,2 Prozent. Vorgelegt wurde die Bilanz am 11. Februar 2026. Wo mehr im Inland produziert wird, verschiebt sich auch die Nachfrage nach Ausrüstung. Sie trifft dabei zuerst die Teile der Produktion, die sich nicht mieten lassen wie ein Drehort — etwa Beleuchtungssysteme für das Filmstudio, die über Wochen im selben Aufbau bleiben. Der zweite Unterschied liegt beim Umsatz. Er stieg mit 6,4 Prozent auf 924 Millionen Euro deutlich stärker als die…
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Geldvermögen der privaten Haushalte sinkt um 28 Milliarden Euro — obwohl die Haushalte 94 Milliarden Euro neu zurückgelegt haben
Sparen und reicher werden sind in Deutschland gerade zwei verschiedene Dinge. Laut der Deutschen Bundesbank lag das Geldvermögen der privaten Haushalte am Ende des ersten Quartals 2026 bei 9.490 Milliarden Euro und damit 28 Milliarden Euro unter dem Stand zum Jahresende 2025. Veröffentlicht wurde die Auswertung am 16. Juli 2026. Bemerkenswert ist, wie dieser Rückgang zustande kam. Die Haushalte bauten im selben Quartal Forderungen von 94 Milliarden Euro auf — sie legten also erhebliche Beträge zurück. Dem standen Bewertungsverluste von 122 Milliarden Euro gegenüber. Wo die Wahl des Produkts über das Ergebnis entscheidet, wird die Frage nach der eigenen Versorgungslücke praktisch, wie sie ein Ratgeber zur Berechnung der Rentenlücke durchrechnet.…
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Immobilienpreise driften auseinander: Eigentumswohnungen auf dem Land 3,6 Prozent teurer, Häuser in denselben Kreisen 0,8 Prozent billiger
Wer über den Verkauf einer Immobilie nachdenkt, findet in der amtlichen Statistik keine Antwort mehr auf die einfachste Frage. Laut dem Statistischen Bundesamt stiegen die Preise für Wohnimmobilien im ersten Quartal 2026 um durchschnittlich 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal; gegenüber dem Vorquartal betrug der Anstieg 0,3 Prozent. Veröffentlicht wurden die Zahlen am 25. Juni 2026. Hinter diesem Mittelwert stehen gegenläufige Bewegungen. In dünn besiedelten ländlichen Kreisen verteuerten sich Eigentumswohnungen um 3,6 Prozent, während Ein- und Zweifamilienhäuser in denselben Kreisen 0,8 Prozent an Wert verloren. Zwischen beiden Gebäudearten liegen dort 4,4 Prozentpunkte. Für einen einzelnen Eigentümer heißt das: Der brauchbare Hinweis kommt selten aus einer Statistik und meist aus der Nachbarschaft.…
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Gastgewerbe verliert im Mai 2026 real weitere 2,0 Prozent — gegenüber dem Vorjahresmonat liegt der Umsatz sogar sechs Prozent niedriger
Das Gastgewerbe in Deutschland kommt nicht aus der Talsohle. Laut dem Statistischen Bundesamt setzte die Branche im Mai 2026 kalender- und saisonbereinigt real 2,0 Prozent weniger um als im April. Gegenüber dem Vorjahresmonat betrug der Rückgang 6,0 Prozent. Wo Gäste seltener ins Lokal kommen, verlagert sich Geschäft nach außen. Veranstaltungen, Lieferungen und Betriebsverpflegung stellen dabei andere Anforderungen an die Ausstattung — Temperaturhaltung über Stunden etwa, wofür Thermoboxen für genormte Behälter ausgelegt sind. Der Unterschied zum Lokalbetrieb ist dabei größer, als es zunächst wirkt. Im Haus entscheidet die Zeit zwischen Pass und Tisch über die Qualität, außerhalb die Zeit zwischen Küche und Veranstaltungsort — und diese Spanne lässt sich planen, aber…
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Inflationsrate zieht im Juli 2026 auf voraussichtlich 2,8 Prozent an — allein Energie verteuert sich binnen eines Jahres um 8,3 Prozent
Die Teuerung in Deutschland hat wieder angezogen. Laut der vorläufigen Berechnung des Statistischen Bundesamtes vom 30. Juli 2026 lag die Inflationsrate im Juli voraussichtlich bei 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Juni waren es 2,3 Prozent. Getrieben wird der Anstieg von einer einzelnen Gütergruppe: Energie verteuerte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,3 Prozent. Wo einzelne Posten so stark steigen, verschiebt sich der Hebel im Haushaltsbudget auf planbare Anschaffungen — etwa dann, wenn ein Cashback-Angebot für eine Heißluftfritteuse einen ohnehin anstehenden Kauf verbilligt. Rabatt und Ersparnis sind zwei verschiedene Dinge. Ein Nachlass senkt den Preis einer Anschaffung, die ohnehin fällig war; er senkt nicht die Ausgaben eines Haushalts, wenn er zu…