• Finanzen / Bilanzen

    Neue Impulse für ein geregeltes Berufsrecht der Insolvenzverwalter

    Das seit vielen Jahren geforderte und intensiv diskutierte Berufsrecht der Insolvenzverwalter hat zuletzt neue Impulse aus Bund, Ländern und der EU erhalten. Will der deutsche Gesetzgeber keine anhaltende Rechtsunsicherheit in Kauf nehmen, dann ist er jetzt gefordert ein Berufsrecht zu schaffen und Deutschland an den europäischen Standard anzugleichen. Der Berufsverband der Insolvenzverwalter und Sachwalter erläutert die neuen Impulse und leitet aus ihnen Forderungen für die gesetzliche Umsetzung ab. Aktuelle Insolvenzverfahren wie beispielsweise das der MV Werften zeigen die täglichen multidisziplinären Anforderungen an den Beruf des Insolvenzverwalters. Spätestens seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999 überschreitet der Beruf des Insolvenzverwalters, Sachwalters und Restrukturierungsbeauftragen die Grenzen der anwaltlichen, steuerberatenden oder wirtschaftsprüfenden Tätigkeit.…

  • Finanzen / Bilanzen

    Verlängerung der staatlichen Hilfen stabilisiert Insolvenzzahlen bei Unternehmen

    Die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen zeigte im November 2021 einen geringfügigen Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Berufsverband der Insolvenzverwalter und Sachwalter sieht allerdings mittelfristig keine Anzeichen für einen deutlichen Anstieg der Insolvenzzahlen: Die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes und die in Aussicht gestellte Verlängerung der Überbrückungshilfe IV stabilisieren die wirtschaftliche Situation vieler pandemiegeplagter Unternehmen. Laut Pressemitteilung* des Statistischen Bundesamts ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im November 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht gestiegen. Hatten im November 2020 noch 1046 Unternehmen Insolvenz beantragt, waren es im November 2021 1094. Dies entspricht einem Anstieg um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, aber immer noch einem deutlichen Rückgang von 22,6 Prozent gegenüber dem November des Vorkrisenjahres…

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    Unternehmensinsolvenzen im Oktober 2021: Starker M&A-Markt beeinflusst Verfahrenszahlen in Insolvenz und Restrukturierung

    Die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen war auch im Oktober 2021 weiterhin rückläufig. Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds spiegeln sich die individuellen Krisen vieler Unternehmen aber bisher weder in den Insolvenzzahlen noch in der Zahl der Restrukturierungsverfahren wider. Der Berufsverband der Insolvenzverwalter und Sachwalter sieht einen wichtigen Grund im lebhaften M&A-Markt. Mit heutiger Pressemitteilung* veröffentlicht das Statistische Bundesamt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Oktober 2021. Für 1.056 Unternehmen wurde die Insolvenz beantragt. Das entspricht einem Rückgang um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat sowie einem Rückgang um 33,7 Prozent gegenüber dem Oktober im Vorkrisenjahr 2019. Energiepreissteigerungen und Lieferengpässe sowie weitere Pandemieeinschränkungen sind in den vergangenen Monaten für viele Unternehmen zu einer untragbaren…

  • Finanzen / Bilanzen

    Unternehmensinsolvenzen weiter auf niedrigem Niveau: Die Belastungsprobe der Corona-Staatshilfen kommt erst noch

    Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen befindet sich im Zeitraum von Januar bis September 2021 immer noch deutlich unter der des Vorjahreswertes. Die Insolvenzwelle ist bisher ausgeblieben. Der Berufsverband der Insolvenzverwalter und Sachwalter erwartet aber zukünftig einen schleichenden Anstieg von Marktaustritten. Das Statistische Bundesamt* meldet heute – trotz eines zuletzt ansteigenden Trends der beantragten Regelinsolvenzen im November – bei den Unternehmensinsolvenzen für die ersten drei Quartale des Jahres 2021 einen Rückgang von 14,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Die Unternehmensinsolvenzen befinden sich trotz der Corona-Pandemie mit ihren zahlreichen Einschränkungen nach wie vor auf einem niedrigen Niveau. Die staatlichen Hilfen zeigen bisher noch ihre Wirkung, doch die tatsächliche Belastungsprobe dieser Hilfen kommt erst…

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    Deutlicher Anstieg der Verbraucherinsolvenzen: Kein langfristiger Trend, sondern andauernder Nachholeffekt

    Wie die Creditreform am Mittwoch meldete, ist die Zahl der überschuldeten Menschen in Deutschland rückläufig. Sichtbar ist dies in den heute gemeldeten Verbraucherinsolvenzen für den Monat August 2021 noch nicht. Der erneute Anstieg der Zahlen ist ein Nachholeffekt und einer Gesetzesreform geschuldet, die eine Verkürzung der Entschuldung von sechs auf drei Jahren ermöglicht. Einen langfristigen Trend beschreiben diese Zahlen nicht. Das Statistische Bundesamt* meldet für August 2021 5.779 Verbraucherinsolvenzen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigen diese einen deutlichen Anstieg von 217,7 %. Den Rückgang der überschuldeten Haushalte, wie ihn die Creditreform am Mittwoch im SchuldnerAtlas 2021** vorstellte, kann man diesen Zahlen nicht ablesen. Sichtbar ist bisher noch ein Nachholeffekt, der aus…

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    Uhlenbruck-Preis 2021: Jury prämiert Dissertation zur Insolvenzanfechtung von Austauschgeschäften

    Der diesjährige Uhlenbruck-Preis des Berufsverbandes der Insolvenzverwalter und Sachwalter Deutschlands, VID, wurde an Herrn Dr. Ivan B. Labusga verliehen. Die Dissertation des Preisträgers widmet sich dem Thema der Insolvenzanfechtung von Austauschgeschäften. Zum dritten Mal vergibt der VID den mit 5.000 € dotierten Uhlenbruck-Preis für herausragende wissenschaftliche Arbeiten zum Insolvenz-, Restrukturierungs- und Sanierungsrecht. Der Preis geht in diesem Jahr an Herrn Dr. Ivan B. Labusga. Seine Dissertation mit dem Titel „Insolvenzanfechtung von Austauschgeschäften“ wurde am Lehrstuhl von Prof. Dr. Jan Felix Hoffmann an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg gefertigt. Herr Dr. Labusga untersucht in seiner Arbeit, welche Rechtsfolgen die Gegenleistung zu erwarten hat, wenn die angefochtene Leistung zurückzugewähren ist, und plädiert bei…

  • Finanzen / Bilanzen

    Insolvenzrecht kann notwendigen Transformationsprozess der Wirtschaft unterstützen

    Die Koalitionspartner verhandeln in diesen Tagen die Rahmenbedingungen für einen tiefgreifenden Transformationsprozess der deutschen Wirtschaft. Dieser Prozess wird in vielen Fällen eine Restrukturierung innerhalb oder außerhalb der Insolvenz notwendig machen. Das deutsche Restrukturierungs- und Insolvenzrecht, das international einen hervorragenden Ruf genießt, ist ein modernes Instrument zur Bewahrung zukunftsfähiger Unternehmen und Arbeitsplätze und ermöglicht zugleich die Freisetzung unproduktiv gewordener Kapazitäten. Mit dem Klimawandel, dem demographischen Wandel und der Digitalisierung stehen in diesem Jahrzehnt große Herausforderungen an. Die damit verbundenen tiefgreifenden Transformationsprozesse müssen von Wirtschaft und Gesellschaft bewältigt werden. Derzeit verhandelt die künftige Bundesregierung die dazu notwendigen Rahmenbedingungen. Stand in den beiden vergangenen Jahren der Schutz betroffener Arbeitnehmer und Unternehmen vor den…

  • Finanzen / Bilanzen

    1. Halbjahr 2021: Unternehmensinsolvenzen weiter rückläufig

    Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Unternehmensinsolvenzzahlen für das erste Halbjahr 2021 sind weiter rückläufig. Einfluss auf diese Entwicklung der Insolvenzzahlen haben sowohl die staatlichen Pandemiehilfen als auch langfristige Faktoren, allen voran die deutlich gesunkene Zahl der Gewerbeanmeldungen. Eine Änderung dieser Entwicklung sieht der Berufsverband der Insolvenzverwalter und Sachwalter vorerst nicht. Mit heutiger Pressemitteilung* veröffentlicht Destatis die aktuellen Insolvenzzahlen für das 1. Halbjahr 2021 und eine Prognose für den Monat August 2021. Demnach verzeichneten die deutschen Insolvenzgerichte in der ersten Jahreshälfte 17,7 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzverfahren als im Vorjahreszeitraum. Dieser rückläufige Trend setzt sich nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes auch im August 2021 weiter fort. Gegenüber dem Vormonat Juli wird es voraussichtlich…

  • Finanzen / Bilanzen

    Entgegen der Prognosen des Statistischen Bundesamtes: Weiterhin sehr deutlicher Rückgang der Unternehmensinsolvenzen

    In seiner heute veröffentlichten Pressemitteilung* zu den aktuellen Insolvenzahlen weist das Statistische Bundesamt für den Mai 2021 einen Rückgang der Unternehmensinsolvenzen um 25,8 % im Vergleich zum Vorjahresmonat aus. Dies ist eine deutliche Korrektur seiner ursprünglichen Prognose. Der drastische Rückgang der Unternehmensinsolvenzverfahren i.H.v. 25,8 % zum Vorjahresmonat ist besonders auffällig, da bereits der Vergleichsmonat Mai 2020 unter dem Eindruck der Corona-Pandemie stand. „Der weiterhin sehr deutliche Rückgang der Unternehmensinsolvenzen lässt sich nicht auf die staatlichen Interventionen während der Pandemie reduzieren, sondern offenbart auch langfristige Trends.“, erläutert Dr. Christoph Niering, Insolvenzverwalter und Vorsitzender des Berufsverbands der Insolvenzverwalter und Sachwalter Deutschlands (VID). Der langfristige Trend rückläufiger Gewerbeanmeldungen, der nahezu parallel zu den…

  • Firmenintern

    VID – Berufsverband der Insolvenzverwalter jetzt mit geändertem Namen

    Der Verband Insolvenzverwalter Deutschlands (VID) hat den Verbandsnamen um den Zusatz Sachwalter erweitert. Diese Namensänderung würdigt die kontinuierliche Erweiterung der funktionalen Aufgaben in Insolvenz- und Restrukturierungsverfahren und begleitet die Entwicklung eines allgemein verbindlichen Berufsrechts für alle Amtsträger in diesen Verfahren. Mit Beschluss der letzten Mitgliederversammlung wird der VID zukünftig Verband Insolvenzverwalter und Sachwalter Deutschlands (VID) heißen. Die Erweiterung des Vereinsnamen um den Zusatz Sachwalter vollzieht die Fortentwicklung des Insolvenzverwalterberufs nach. „Das Aufgabenspektrum des Insolvenzverwalters hat sich in den letzten 20 Jahren umfassend geändert. Insolvenzverwalterinnen und Insolvenzverwalter nehmen in Insolvenz- und Restrukturierungsverfahren regelmäßig auch die Funktion des Sachwalters ein. Seit Anfang des Jahres kommen nun noch die Aufgaben als Restrukturierungsberater und…