Kunst & Kultur

Ales öders – alles anders: 40 neue friesische Kurzgeschichten

„Ales öders – alles anders“ – wer hätte bei diesem Thema im Herbst 2020 beim nordfriesischen Schreibwettbewerb nicht spontan an Corona gedacht? Aber das Thema war hochwirksam, regte die Fantasien noch viel weiter an: Von der Pandemie handeln letztlich nur wenige der 40 Geschichten, die im neuen Band „Ferteel iinjsen“ abgedruckt wurden. Dagegen beschäftigen sich mehrere Autorinnen und Autoren mit den Schicksalen verstorbener Vorfahren und schreiben ihre Geschichten aus deren Sicht. Kerrin Ketels schildert eine Frau von Föhr, die nach dem Ersten Weltkrieg darauf hofft, dass ihr in die USA ausgewanderter Mann wieder zu ihr kommt. Thomas Steensen beschreibt aus Sicht seines Vaters, wie sich dessen Schicksal im Krieg von einer Sekunde auf die andere veränderte. Und Nomi Hansen schreibt über ihre verstorbene Urgroßmutter.

Dreimal geht es um gesellschaftliche Randgruppen, die Gewalt und Diskriminierung erfahren: Janina Bernd erzählt von einem Mann, der wegen seiner Homosexualität verprügelt wird. Bei Gesche Zierke ist es ein Schwarzer, der Rassismus erlebt und in einer Bar zusammengeschlagen wird. Und die Gewinnerin des Wettbewerbs 2020 Wiebke Ehlen Lüdtke von Föhr beschreibt, was drei Worte alles verändern können, aber nicht die vielzitierten „Ich liebe Dich“, sondern die drei Wörter des klassischen Coming Outs: „Ich bin schwul“. Wie wird das zu Hause aufgenommen – gerade in der Familie, bei den Traditionsliebhabern, in der Provinz? Auch sonst sind viele Themen vertreten: Jugendliche zwischen Magersucht, Mobbing und Anerkennung, Vorurteile gegen Flüchtlinge, das Linkshändersein, Liebe im Altersheim und Autofahren unter Alkohol, um nur einige zu nennen.

Mehr als drei Viertel der Geschichten wurden von Frauen verfasst. Alle noch gebräuchlichen friesischen Dialekte sind vertreten, von Halunder bis zum Freesk der Wiedingharde. Und ein Ausschnitt aus einer Bildergeschichte, die von der achtjährigen Isabelle Garmsen eingereicht wurde, ziert den Umschlag.

Der neue Band „Ferteel iinjsen! Ales ööders“ kann direkt im Nordfriisk Instituut gekauft oder dort bestellt werden (04671/6012-0, [email=info@nordfriiskinstituut.de). ]verlag@nordfriiskinstituut.de). [/email]Er umfasst 113 Seiten und kostet 7,80 €.

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