Gesundheit & Medizin

Unverzichtbarer Teil für die psychiatrische Versorgung

Vor 20 Jahren, am 1. September 2001, öffnete am Westküstenklinikum Brunsbüttel die Tagesklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik zum ersten Mal ihre Türen. Die Einrichtung ist mittlerweile unverzichtbarer Bestandteil in der Versorgung von Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen.  

Wer im Südkreis unter einer psychiatrischen Erkrankung litt, musste um die Jahrtausendwende für eine Behandlung weite Wege in Kauf nehmen. Betroffene mussten für professionelle Hilfe entweder nach Heide oder nach Itzehoe fahren.

„Viele unserer Patientinnen oder Patienten haben jedoch gar kein Auto oder können aufgrund ihrer Erkrankung diese weiten Strecken nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. Um die Versorgung für diese Menschen deutlich zu verbessern, hatten wir vor 20 Jahren die Tagesklinik eingerichtet“, erinnert sich der Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Dr. Thomas Birker.

Marianne Birresborn war bei der Gründung vor 20 Jahren mit dabei. Sie baute die Klinik zusammen mit ihrer Oberarzt-Kollegin Annette Güldenring auf und prägte die Einrichtung von 2003 an als Leiterin maßgeblich mit. Erst Anfang Juli dieses Jahres gab sie die Leitung an Manfred Johannwerner ab.

„Mit der Tagesklinik haben wir den Menschen im Südkreis ein konkretes Behandlungsangebot machen und damit auch die Kontinuität der Behandlung sichern können“, erzählt Marianne Birresborn. „Denn durch den Wegfall der weiten Wege wurden Therapien seltener abgebrochen.“

Die Tagesklinik ist 2001 mit zwölf Plätzen gestartet und verfügt jetzt über 15 so genannte Planbetten. Wobei der Begriff Betten irreführend ist. Denn in der Tagesklinik übernachtet niemand. Die Patient*innen kommen tagesüber zur Behandlung und schlafen zuhause. Einige Erkrankte werden vom TK-Team sogar zuhause behandelt. Das so genannte Regionalbudget macht es möglich.

„Seit 2006 erhalten wir von den Krankenkassen kein Geld mehr nach der Zahl der belegten Betten sondern bekommen ein am Bedarf ausgerichtetes Budget. Dadurch haben wir die Freiheit, andere Behandlungsformen auszuprobieren und die Patientinnen und Patienten zielgerichteter nach ihren Bedürfnissen hin zu behandeln“, erzählt Chefarzt Dr. Birker.

Aus seiner Sicht ist die Tagesklinik mittlerweile zu einem unverzichtbaren Bestandteil der psychiatrischen Versorgung im Süden Dithmarschens geworden.

Insgesamt betreiben die Westküstenkliniken neben der Tagesklinik in Brunsbüttel noch eine in Heide sowie eine Tagesklinik ausschließlich für die Behandlung psychosomatischer Erkrankungen. Auch die steht in Heide.

„Das Konzept der Tageskliniken hat sich bewährt. Wir können auf diese Weise niederschwellige Angebote unterbreiten und die stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus vermeiden“, zieht Dr. Thomas Birker zufrieden Bilanz.

Um die Tagesklinik am Brunsbütteler Krankenhaus unterzubekommen, wurde für 1,3 Millionen Euro ein Anbau mit den notwendigen Therapie- und Gruppenräumen sowie Büros errichtet. Die Klinik selbst bekam bei dieser Erweiterung gleich noch einen Konferenzraum dazu. Und so steht für den Kaufmännischen Leiter des Krankenhauses, Axel Schultz, fest:

„Der Bau der Tagesklinik war goldrichtig und hat die psychiatrische Versorgung in der Region deutlich verbessert.“

Manfred Johannwerner hat im Juli Marianne Birresborn als Leiter der Tagesklinik abgelöst und lobt die Arbeit seiner Vorgängerin sowie das Konzept des Regionalbudgets:

„Die Tagesklinik ist gut aufgestellt und durch das Regionalbudgets können wir unseren Patient*innen und Patienten noch besser gerecht werden“, so Manfred Johannwerner.

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