Gesundheit & Medizin

Asklepios-Krebsspezialisten warnen zum Weltkrebstag: Corona-Pandemie beeinträchtigt Forschung, Vor- und Nachsorge

 

  • Patientinnen und Patienten kommen immer seltener rechtzeitig
  • Angst vor Ansteckung? Vor- und Nachsorgemöglichkeiten zu wenig genutzt
  • Rekrutierung für Studien schwieriger

Krebspatientinnen und -patienten leiden zunehmend unter den Auswirkungen der anhaltenden Corona-Pandemie, warnen Krebsspezialisten der Hamburger Asklepios Kliniken anlässlich des morgigen Weltkrebstages. Dass viele Menschen vermeintlich nicht so wichtige Arztbesuche aus Angst vor Ansteckung aufschieben oder ganz meiden, führe zum einen bei den Krebsvorsorge- und Früherkennungsprogrammen zu einer gefährlichen Zurückhaltung, zum anderen auch bei den so wichtigen Nachsorgeterminen nach einer Krebstherapie. Und mittlerweile verzögere es auch die klinische Forschung. ­

Ein Beispiel seien echte Hoffnungsträger für die künftige Krebstherapie, die mRNA-Impfstoffe gegen den Schwarzen Hautkrebs und andere Tumore, erklärt Prof. Dr. Dirk Arnold, Chefarzt der Onkologie, Hämatologie, Palliativmedizin und Rheumatologie in der Asklepios Klinik Altona und Medizinischer Direktor des Asklepios Tumorzentrums Hamburg. Zwischenzeitlich habe die Impfstoffentwicklung gegen Corona viele Ressourcen gebunden. Dabei waren mRNA-Impfstoffe eigentlich vor allem zur Bekämpfung von Tumoren entwickelt worden. Dass sie sich auch als besonders wirksamer Schutz vor dem neuen Corona-Virus bewährten, sei eher ein Nebeneffekt gewesen. „Die so vielversprechende Impfung gegen Krebszellen ist quasi zur Nebensache geworden.“ Das habe die Rekrutierung von Betroffenen für klinische Studien zeitweilig erheblich verzögert, so Arnold. „Auch am Asklepios Tumorzentrum sind diese Studien erst seit wenigen Wochen wieder voll aktiv."
 
Bei aller Hoffnung auf die innovativen mRNA-Impfstoffe gegen den Schwarzen Hautkrebs, das Maligne Melanom, bleibe das regelmäßige Hautkrebsscreening zur Früherkennung die wichtigste und effektivste Waffe gegen diesen gefährlichen Tumor, betont Prof. Dr. Christian Sander, Chefarzt der Hautklinik in der Asklepios Klinik St. Georg: „Laut Auswertungen der Krankenkassen ist die Früherkennung von Hautkrebs seit Anfang 2020 um etwa ein Fünftel zurückgegangen. Das ist ein sehr gefährlicher Trend, der dazu führt, dass bei geschätzt 9.000 Betroffenen ihr Hautkrebs nicht rechtzeitig entdeckt und entfernt werden konnte.“ Er empfehle daher dringend, die empfohlenen Früherkennungsuntersuchungen weiter wahrzunehmen.
 
Auch Nachsorgetermine zu wenig wahrgenommen
Die Krebsnachsorge nach einem überstandenen Tumorleiden ist ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen Onkologie. „Mit regelmäßigen Untersuchungen in nach wissenschaftlichen Erkenntnissen festgelegten Abständen tun wir alles, um eine Rückkehr oder ein erneutes Auftreten der Krebserkrankung rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln“, erklärt Prof. Dr. Axel Stang, Chefarzt der Onkologie und Palliativmedizin und Ärztlicher Direktor in der Asklepios Klinik Barmbek. Diese so wichtigen Termine fänden in Barmbek vor allem ambulant im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Onkologie statt. „Eine solche Chance aus Sorge vor Corona nicht zu nutzen, kann ein fataler Fehler sein – zumal wir in den Kliniken und MVZs sehr gewissenhaft alles tun, um Ansteckungen auszuschließen.“
 
Das Asklepios Tumorzentrum Hamburg
In den sechs onkologischen MVZ und sieben Akutkliniken in der Metropolregion Hamburg versorgen die Expertinnen und Experten des Asklepios Tumorzentrums Hamburg mehr als 16.000 onkologische Patienten pro Jahr. Wo welche Spezialgebiete angeboten werden, erfahren Sie unter: www.asklepios.com/hamburg/tumorzentrum/

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